Ich weiß nicht, wer sich mit Steckverbindungen von Solarpanelen auskennt und ob überhaupt, aber ich schildere einmal wo das Problem liegt.
Beim Konfektionieren von Solarkabeln wird ein Schraubverschluß als erstes auf das Kabel gefädelt, dann wird das Kabelendstück, das offen ist, in eine Metallhülse gepreßt und anschließend wird ein Abschlußstück (mit Dichtung) daraufgesetzt und mit dem bereits auf dem Kabel vorhandenen Steckerteil verschraubt, sodass beide Teile bündig abschließen. Dies nur zur Erklärung, damit man sich den Fehler, den ich gleich beschreibe, vorstellen kann.
Bei ALLEN meinen Solarpanelen sind die beiden Steckerteile so zusammenschgeraubt, dass kein Spalt dazwischen ist. Es schaut also alles aus wie aus einem Guss.
Und jetzt kommt das "Solardrama" in mehreren Akten. Zunächst konnten die von mir bestellten und bezahlten Panele nicht geliefert werden. Der Lagerbestand war falsch angegeben. Das dauerte, bis das herausgefunden wurde. Danach wurden dann neue Panele ausgewählt, die waren dann aber nicht lieferbar. Bis das klar wurde, dauerte es. Danach wurden nochmals andere Panele ausgewählt, die wurden auch geliefert.... Aber man darf nicht fragen WIE. Katastrophe. Nicht richtig verpackt und mit Kisten drauf. Also kann man von Microrissen ausgehen.
Aber dann kommt es. ALLE Stecker dieser Panele können nicht richtig bündig zugeschraubt werden. Auch das reklamierte ich. Die Steckverbindungen - wenn sie bündig schließen - sind IP68 zertifiziert soweit ich weiß. Also diese hier schließen nicht bündig. Daraufhin bekam ich mehrere eMails vom leitenden Techniker der Firma, der mir klar machte, dass sie hinter den Schienen verbaut werden sollten, dann würde es nix machen und außerdem seien Dichtungen drin. Okay.... auch in meinen vorhandenen Panelen sind Dichtungen drin und trotzdem schließen sie bündig.
Heute ging es um das Abholen der bereits aufgestellten Panele und die Ersatzlieferung. Ich rief nochmals beim Service an und bat darum, dass man prüfen solle, ob die Steckverbindungen bei den Panelen richtig schließen, denn ich schlösse aus dem eMail-Verkehr mit dem Techniker des Hauses, dass die ganze Lieferung nicht so sei, wie sie sein sollte.
Gerade kommt ein Anruf mit Fotos. Die Dinger schließen nicht. Der armen Frau aus dem Service wurde klar gemacht, dass in den Dingern Dichtungen drin seien und dass das nichts mache. Daraufhin meine Antwort: In den Steckern sind IMMER Dichtungen drin, auch wenn sie bündig schließen, denn sonst dürften sie nicht verkauft werden.
Antwort: Wenn der Dichtungsring herausgenommen wird, dann schließen die Stecker richtig......
Die Dichtungen scheinen also anders in den Steckern angebracht worden zu sein und jetzt paßt alles nicht mehr so wie vorher.
Frage: Kennt jemand diese Thematik? An wen kann ich mich ggf. wenden?
Wir haben hier z.T. heftiges Wetter und ich muss das Zeug bei der Versicherung melden, denn wir hatten bereits Fälle, wo die zahlen mußte. Die schauen sich dann vor Ort an, was los ist. Kann ich mit solchen "nicht bündig schließenden Steckern" irgendwelche Proleme bekommen? Die Steckverbindungen sind normalerweise gegen starkes Spritzwasser geschützt. Keine Ahnung, wie sich das auswirkt, wenn man die Stecker nicht mehr komplett zusammendrehen kann....
Und natürlich ärgere ich mich. Jetzt muss ich mir wieder Leute holen, die das alles abbauen und aufbauen..... Das ist übrigens eine große, bekannte Firma... sind auch alle sehr "nett"..... es klappte bisher trotzdem nicht.
Irgend ein Rat möglich?
Die technischen Daten dieser Panele passen perfekt zu einem Solarspeichersystem, das bereits vorhanden ist......
Sonst würde ich die Dinger in den Mist werfen..... jetzt bin ich ratlos. Die verbauen offenbar diese Panele in nicht geringem Ausmaße.... Stecker immer schön hinter die Schienen.... nur: ich arbeite nicht mit den Schienen. Bei mir bekommen die ordentlich Spritzwasser ab und müssen dicht sein.
Die Lieferung ist also erst mal wieder gestoppt..... so geht das bereits seit Monaten. Bald ist Winter. 
Hi O.
Dein Problem ist mir noch nicht ganz klar, Dein „Zusammenschrauben“, bündig, es macht vermutlich nicht Klick?
Meine Erfahrung ist, dass durchaus die Dichtung bei dem System nicht wirken kann! Weil beide Teile nicht zusammengehen.
Aber die Ursache ist eine andere, als die Dichtung an der Stopfbuchsverschraubung (Kabel-Durchführung, Aderleitungs-Einführung mit Überwurfmutter, wie auch immer das heißen mag).
Nach meiner Erfahrung klicken bei Dichtproblemen dann die jeweils zwei Haken pro weiblichem Stecker (hier mit Schniedel!) nicht, welche beide (female + male) Teile so zusammenhalten, normalerweise, so dass ausreichend Anpressdruck auf die Dichtung kommt, zwischen beiden Steckern.
Die Ursache ist dann aber m. E. immer, dass das männliche Metallstück nicht in das weibliche (mit Loch) will/kann und/oder eine dumme Lötknolle oder falsches Verpressen es simpel daran hindert.
Weil das männliche metallische Teil, welches hier (anders als die Plast-Stecker, da ist „weiblich“ ausnahmsweise bei MC4 das Teil mit dem Schniedel) in das weibliche (mit Loch) geschoben werden muss, nicht weit genug in das weibliche eingeführt werden kann, es blockiert vor dem Erfolg, aus vorgenannten Gründen, und der Einrast-Klick kommt nicht. Folge: Spalt zwischen Dichtung und Plast, undicht.
Das hat aber nichts mit Deinem berichteten „Schrauben“ zu tun?
Ich hatte Dir schon mal geschrieben, wie das mit dem Löten geht bei großen Querschnitten, um sich teure Verpresswerkzeuge zu sparen, aber hier würde ich das nicht machen, die Presszangen sind billig zu beziehen und die 4 oder 6 Quadrat Aderleitung lässt sich bei den Steckern MC4 gut verpressen, hatte da keine Probleme.
Wenn die Pressstelle nicht gut ist, bekommst Du das schon beim Einschieben-Wollen mit. hast Du verpresst? Hast Du dabei gepfuscht?
Warum ich das Problem kenne? Ich hatte einige PV-Module auf das Dach montiert und erst einige Tage später die Verbindungen zum SWR im Haus gemacht, sicherheitshalber, weil noch nicht fertig gewesen.
Ging dann bei Inbetriebnahme auf einmal auf dem Dach nicht wie gewünscht (MC 4 Solarstecker rasteten fast alle nicht ein), also Dichtung nicht wirksam (ein O-Ring ca. Dmr. 8 mm erinnere ich mich).
Kam erst nicht drauf, warum nicht: Insekten hatten sich darin Nester gebaut. Also, in den weiblichen Metallröhren. Ich habe auch ein Stahlbürstenset für kleine Durchmesser, es kam klebriger Madenbrei raus nebst sowas wie Harz oder Wachs, Tipp: Orangenöl, saugiftig und brutal, löst alles, ist das recht viele Geld dafür wert. Natur, aber gefährlich! Bei so was musst Du das Metall wieder blank machen. Die Natur (Insekten) kann zähe Kleber! Elektrisch gefährlich, muss ab.
Wir haben rundum (Feucht)Biotope mit von Wenigen erwünscht viel Kroppzeug bis hin zu Wölfen, planmäßig grüne Linien in die Stadt angebaut worden, Hirschkäfer mir angenehm, aber Zecken nicht.
Diesjahr übrigens erstmals Kirschessigfliege, der Wein unserer Reben komplett für die Tonne, naja, Waschbären in Mengen haben wir ja neuerdings auch. Waschbären lieben Weintrauben, habe also Elektrozaun gebaut, macht nun keinen Sinn mehr, Schädling aus Japan eingeschleppt via Schweiz, dann Süddeutschland, Kirschnplantagen betroffen. Die nagen die Schale durch und aus nahezu jeder Weinbeere guckt dich eine Made an. Schwarze Schimmelwolken weht der Wind aus den faulenden Trauben. Natur pur. Geliefert wie bestellt.
Kurz: Bio ist nicht schön für Techniker. Und auch nicht für privaten Gartenbau mit Ertrags-Ziel und ohne das Profi-Gifte-Kaufrecht (EU-Verbote). Ist ja vielleicht sogar so gewollt, wirtschaftlich? Die EU fördert ja Spanien mit seinen Folienzelten und Tiefbrunnen und verbietet private Schädlingsbekämpfung.
Sogar unsere sonst fast Maden-freien Mai-Kirschen diesjahr madig. Mirabellen, Äpfel, alles madig. Birnen fressen die Hornissen und Wespen faulig, Birnengitterost kommt von den Lebensbäumen der Nachbarn, keine Chance. Kräuterspirale, Schotter, Stauden, Bambus, Tannebaum?
Ich vermute also, aus welchen Gründen auch immer, dass Du die nötige Kraft nicht aufbringst, male + female zusammenzudrücken, bzw. dass durch Hersteller- oder Montagefehler das nicht zu machen ist.
Dass die Dir Murks geliefert haben, ist aber auch immer möglich.
Wie hier schon geschrieben, könnte man mit Iso-Band dichtwickeln, auch dauerhaft dicht. Wäre verantwortbar, Schrumpfschlauch – mit Kleber – ist besser.
Aber ich würde das Problem lösen, es muss eine Ursache haben. Die Gefahr ist nicht der „Stromschlag“, denn wer treibt sich bei Regen auf dem Dach rum? Es ist der Gammel.
Wenn die Stecker Murks sind, können die durchaus korrodieren mit der Zeit. Und das erhöhte den Übergangswiderstand an der Kontaktstelle (Kindertrompetenblech statt vergoldete Kontakte?).
Gerade bei Ypsilon-Verbindern (Parallelschaltung) fließt ordentlich Strom. Das Produkt aus Widerstand und Strom zum Quadrat ergibt die Verlustleistung an der Kontaktstelle, die ja dann Wärmeenergie produziert (Verlustleistung -> Arbeit/Energie). Wenn zB. Dach vereist, kann die Wärmeenergie wegströmen und die Temperatur steigt kaum, wenn nicht … Brandgefahr auf dem Dach. Das ist das Problem, wenn Du Murks einbaust. Aber Du schreibst ja, es ist nur ein Provisorium? Für kurze Zeit mag es also gehen, Deine Entscheidung.
LG
H.
PS: Bin nicht so für Zeitfresser-Videos, aber bei so was wie Montagetechniken sehr für Video, gibt da gutes Zeug! Hier zB. gut erklärt, Wiedergabegeschwindigkeit 2,0 (tipp) macht dann nur 3 Minuten gut investierte Zeit.
„Solarstecker MC4 richtig montieren“