Wurde etwa schlimmes Russengas mit einem Bio-Aufkleber akzeptabel gemacht?

Ankawor @, Dienstag, 08.08.2023, 10:15 vor 939 Tagen 2415 Views

Ganz klar wird das nicht gesagt, aber es wird auch nicht widerlegt.

Hier:

https://blackout-news.de/aktuelles/groesster-deutsche-biogas-anbieter-insolvent-stadtwe...

wird gemeldet, dass der größte deutsche Biogas-Anbieter (NICHT Anbieter von Biogas-Anlagen, sondern Anbieter des Biogases) pleite ist.

Schuld ist der Russe:

(führte) " ... der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dazu, dass das Unternehmen nicht in der Lage war, vereinbarte Mengen Biomethan zu liefern."

Warum ein weit entfernter Krieg am Rande Europas dazu führt, dass unter den halbrunden Planen bei den Bauern in Deutschland weniger Gas ergärt wird, erschließt sich mir nicht.

"Nicht nur viele Stadtwerke sind betroffen, sondern auch kleinere Akteure – beispielsweise Landwirte, die Millionen in kleinere Biomethan-Kraftwerke investiert haben, bekommen nun kein Gas mehr für die Stromerzeugung."

Mangel beim Atomstrom wegen Niger, Mangel beim Erdgas wegen Holland, und jetzt sogar Mangel beim Bio.

"Henning Rehbaum, Abgeordneter der CDU im Bundestag, hat gegenüber dem Fachmagazin „Agrarheute“ behauptet, dass den Betreibern von Anlagen Gasmengen zugesichert wurden, die real gar nicht existieren."

Na sowas.

"... die benötigte Gasmenge kaufte das Unternehmen meist kurzfristig ein, wenn die Marktbedingungen günstig waren. ... Doch die Unruhen, die durch den Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 ausgelöst wurden, ließen diese Strategie scheitern."

Somit, wenn der Russe kein Gas liefert, kann man auch keines mit einem Bio-Aufkleber versehen, würde ich Laie das interpretieren. Aber ich kann mich auch irren.

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Zu jeder Zeit geht unter,
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der Stümper braucht das Maul.

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