Hallo Revo,
vorne weg, Klonovsky begründet seine Ansichten schlüssig, vor allem im zweiten Teil des Interviews. Soweit bist Du ja wegen Deinem Herzkasper nicht gekommen.
Wegen seiner Sichtweise zur taktischen Ausrichtung lässt Du Dich zu der Aussage hinreisen, dass Klonovsky die AfD kaputt machen will. Das hat schon eine gewisse Komik.
Zur Sache. Es ist eine Binsenweisheit, dass eine Organisation in der Regel mehr Schlagkraft und daher mehr Erfolg hat wenn sie sich hinter eine Führungsfigur vereinigt. Die Geschichte ist voll mit Beispielen. Mit negativen und positiven Ergebnissen. Leider sind die negativen in der Überzahl. In dieser Frage war die erfolgreiche Machtpolitikerin Angela M. vollkommen klar und die Geschichte beweist mit all ihren negativen Folgen, dass sie richtig lag. Der Kompromiss mit Merz am Ende war nur ihrem eigenen Denkmalschutz geschuldet.
Zur Einordnung. Klonovsky ist kein AfD-Mitglied. Er würde überhaupt keiner Partei beitreten. Er möchte dabei helfen den rasanten Abstieg Deutschlands aufzuhalten. Klonovsky bekennt auch offen, dass er sich als Misanthrop sieht. Ich dachte eigentlich, dass Du Dich auf Dialektik verstehst. Er sagt, dass er die Lage im Grunde bereits als aussichtslos ansieht. Dass er als Zuarbeiter für eine AfD-Bundestagsabgeordneten arbeitet liegt daran, dass er ein großes Herz hat. Er sieht eine Doppelspitze als Schwächung. Geschwindigkeit ist ein Punkt dabei. Bei einer Doppelsitze gibt es immer Abstimmungsbedarf. Sollte die Doppelspitze allerdings funktionieren lässt sich Klonovsky ganz bestimmt eines besseren belehren.
Ob das der Fall ist wird sich erst noch erweisen müssen. Die Erfolge der AfD in den letzten Monate sind in hohem Maße der desaströsen Regierungspolitik und der damit verbundenen Erkenntnis einiger Bürger geschuldet, dass die Bomben demnächst unter ihrem ureigenen Hintern hochgehen. Der Lakmustest ob die Doppelsitze funktioniert muss erbracht werden wenn agiert werden muss - wenn es um Gestaltung geht. Dann wird der Druck von außen auch wieder erheblich höher sein. Ich bin diesbzgl. vorsichtig positiv gestimmt. Weidel und Chuppala machen das zur Zeit gut. Ich erkenne, dass sie sich verbessert haben. Das ist ein gutes Zeichen. Weidel hat aber auch schon bewiesen, dass sie sich als maßgebend betrachtet. Warten wirs ab.
Ich sehe sich leider ein anderes Problem manifestieren. Die AfD hat eine immer stärker werdende Jugendorganisation. Die jungen Patrioten dort nehmen kein Blatt vor den Mund. Außerdem sind sie jung und dürfen auch mal daneben hauen. Dadurch, dass man die zur Zeit Meuthens hoch im Kurs stehende parteiinterne "Entnazifizierung" weiterhin hochhält schlägt man diese Jungs und Mädels vor den Kopf. Die Schlagkraft dieser jungen Leute, vor allem innerhalb ihrer Generation, zu untergraben wäre ein riesiger Fehler. Diese jungen Menschen sind ein unabdingbarer Baustein um Deutschland wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Dazu aktuell das AfD-Mitglied Dominik Hennig,
"Da ich gerade so schön in Fahrt bin: der AfD-Kreisvorstand Rems-Murr verweigert einem Landesvorstand der JA die Aufnahme in die AfD, der AfD-Vorstand Ludwigsburg einem anderen JA-Vorstand und der KV Bodensee einem jungen Aktivposten die Wiederaufnahme mit der haarsträubenden und leicht widerlegbaren Behauptung, dieser schulde noch säumige Beiträge."
Besitzstandswahrung spielt natürlich auch immer eine Rolle.
beste Grüße
mabraton