Neues zu Balkonkraftwerken: Offenbar ist geplant, noch in diesem Jahr 2.000 W zu erlauben und eine Anmeldung beim Provider überflüssig zu machen.

Olivia @, Donnerstag, 29.06.2023, 19:22 vor 978 Tagen 4910 Views

Die recht kurzen Informationen dazu sind im verlinkten Artikel zu finden.

Mit 2.000 Watt kann man (zumindest im Sommer) schon einiges anfangen. Eine Anmeldung beim Provider soll dann komplett entfallen. Offenbar hat jemand nach Holland geschaut.....

Da sich ALLE Hersteller von Powerbanks/Solargeneratoren und Batterien nun auf diese neue Marktlücke werfen und die Produkte für den Endverbraucher zunehmend billiger werden, dürfte bald jeder, der kann so eine kleine Anlage sein eigen nennen. Wie das dann für die Netzstabilität ausschaut, da dürfen wir uns alle überraschen lassen.

https://www.msn.com/de-de/lifestyle/shopping/balkonkraftwerk-mit-2-000-watt-neues-geset...

Und hier sitzen die Parlamentarier dann für einige Zeit im Dunkeln..... Nein, schätze, dass die eine Notstromanlage haben.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/bundestag-best%C3%A4tigt-kurzzeitigen-strom...

Interessante Informationen zum Verbrenner gibt es auch. Leider finde ich den Link auf die Schnelle nicht mehr. Offenbar warten Teile der Industrie darauf, dass der eHype bald verklungen ist und arbeiten an hocheffizienten Verbrennern, die vollkommen mit eKraftstoff betankt werden können. Der soll dann in Afrika etc. angebaut werden. Schauen wir mal. Wenn ich den Link nochmals finde, trage ich den nach.

--
For entertainment purposes only.

Soll noch vor dem 7. Juli 2023 im Parlament entschieden werden.

Hannes, Donnerstag, 29.06.2023, 22:58 vor 978 Tagen @ Olivia 3523 Views

Die recht kurzen Informationen dazu sind im verlinkten Artikel zu finden.

Mit 2.000 Watt kann man (zumindest im Sommer) schon einiges anfangen. Eine Anmeldung beim Provider soll dann komplett entfallen. Offenbar hat jemand nach Holland geschaut.....

Danke füer die Info. Laut Artikel sollen die Regeln dann ab dem 1. Januar 2024 gelten. Es wäre dann wirklich besser, als es ist.

Allerdings dürftest Du dann nur 200 Watt mehr erzeugen, als Jetzt offiziell zulässig (600 W).

Wichtig wäre das Legalisieren. Denn, falls: Anmelde- und somit klar Genehmigungsfrei, jede Anlage.

Wenn es also so durchginge, dann hättest Du das Recht, mit 800 Watt rückwärts einzuspeisen (also nur der Vermieter beispielsweise könnte da was verhindern)!

800 Watt maximal erlaubter Sonnenenergieertrag (Solarzellen mit bis zu 2.000 Watt) und Deine Überschüsse gehen rückwärts ins Netz - Als Bürgerrecht, das wäre gut!

Tschau Mama.

Ferner:


Da sich ALLE Hersteller von Powerbanks/Solargeneratoren und Batterien nun auf diese neue Marktlücke werfen und die Produkte für den Endverbraucher zunehmend billiger werden, dürfte bald jeder, der kann so eine kleine Anlage sein eigen nennen. Wie das dann für die Netzstabilität ausschaut, da dürfen wir uns alle überraschen lassen.

Na, schrieb ich doch schon: Maßnahmen werden ergriffen werden (damit die eMobilisten auch täglich von den Sch(l)afsiedlungen in ihr Laufrad kommen), also Kontrolle zwecks Regelung/Zuteilung von sicherer Elektroenergie. Preisstruktur total anders, inclusive teuerer. Konsum nach Angebot, Bedarf kein Kriterium mehr.

https://www.msn.com/de-de/lifestyle/shopping/balkonkraftwerk-mit-2-000-watt-neues-geset...

Und hier sitzen die Parlamentarier dann für einige Zeit im Dunkeln..... Nein, schätze, dass die eine Notstromanlage haben.

Steht doch im Artikel, dass die auf Notstrom umgeschaltet haben, sogar automatisch. Vermutlich Ortsnetzstation gestört, einige Häuser stromlos, Telefon dann via USV bzw. Notstromdiesel oder so. Orientierungsbeleuchtung beispielsweise ist unterbrechungsfrei, aber Telefonserver nicht unbedingt, scheint Gesprächsabbrüche gegeben zu haben, mehr nicht. Technik funktionierte also.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/bundestag-best%C3%A4tigt-kurzzeitigen-strom...

Interessante Informationen zum Verbrenner gibt es auch. Leider finde ich den Link auf die Schnelle nicht mehr. Offenbar warten Teile der Industrie darauf, dass der eHype bald verklungen ist und arbeiten an hocheffizienten Verbrennern, die vollkommen mit eKraftstoff betankt werden können. Der soll dann in Afrika etc. angebaut werden. Schauen wir mal. Wenn ich den Link nochmals finde, trage ich den nach.

Für die Menschen nicht gut. Afrika hat dann weniger zu fressen, wir weniger Freiheit und endlich auch weniger zu fressen, unter Andererm.


Gute Nacht

H.

Wo bleiben denn die 1200 W, wenn 2000 W seitens der Paneelen zur Verfügung stehen, aber davon nur 800 W als Wechselstrom von den Wechselrichtern ausgegeben werden? - owt

FredMeyer @, Mitten in der Karibik, Donnerstag, 29.06.2023, 23:55 vor 978 Tagen @ Hannes 3223 Views

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Fred

Es geht um neudeutsch "peak" bei Leistungsangaben der PV-Verkäufer, bei Nacht ist die Leistung Null.

Hannes, Freitag, 30.06.2023, 00:08 vor 978 Tagen @ FredMeyer 3399 Views

bearbeitet von Hannes, Freitag, 30.06.2023, 00:22

Wo bleiben denn die 1200 W, wenn 2000 W seitens der Paneelen zur Verfügung stehen, aber davon nur 800 W als Wechselstrom von den Wechselrichtern ausgegeben werden? - owt - FredMeyer, 29.06.2023, 23:55

Offenbar wollen die uns erlauben (legal machen), rechnerisch 2 kW peak PV zu installieren und dem Wechselrichter eine neue Obergrenze von 800 W Netz-Lieferleistung verpassen. Kannste dann sicher auch so kaufen, mit 800 Watt Ausgangsleistung.

Beispiel Zukunft: Sonne scheint mit 8 kW auf Deine PV. Diese könnte (peak, technisch, so von Dir gekauft) 2 kW liefern, liefert aber nur 1 kW (weil Du 1 kW peak jeweils in Ost und West angebaut hast, Du hast zwei Balkons), Lieferung 1 kW in Summe an den SWR, schwankend, Wolken und so.

Der Wechselrichter (Du bist im Urlaub) liefert neuerdings fette 0,8 kW (statt wie bisher 0,6 kW), die fehlenden 200 Watt verwirft er regelungstechnisch, da nicht erlaubt.

Weil (bist in Urlaub) gerade Null Leistungsbezug bei Dir, geht alles an Deine Nachbarn, verschenkt von Dir, der EVU zählt und kassiert (rd. 30 ct. pro Stunde kassiert er von Deinen Nachbarn für Deine Lieferungen im Beispiel).

Den EVU geht das - falls die Regelung so kommt - zukünftig nix mehr an, was Du da machst. Nur Dein Vermieter darf Euch (!) Eure internen Lieferbeziehungen verbieten, zu Recht, auch technisch ("schwache Leitungen im Haus").

Das soll - wie soeben beschrieben - nun legal werden.

Ich fände das gut. Noch besser wäre aber Preis-Gerechtigkeit, Stichwort Netzkosten, schrieb ich schon dazu hier.

Tschau Mama ... Wir werden sehen.

H.

MPPT

Friedrich @, Freitag, 30.06.2023, 08:27 vor 977 Tagen @ FredMeyer 3207 Views

Schau dir bei Interesse mal die Strom-Spannungskurve von einem beliebigen PV-Modul an - das Produkt ergibt dann die abgegebene Leistung.

Der MPPT - maximum power point Tracker - "reitet" diese Strom-Spannungskurve so, dass er nicht nur die maximale Leistung entnehmen kann, sondern auch jede kleinere Leistung bis eben hinunter zu 0 Watt.

Oversizing oder Overpaneling betreibt man aus dem Grund, weil 800 installierte Peakwatt nur selten 800 Watt ergeben (Tageshelligkeit, Winkel, Dreck auf Module ...) und es ist in der Regel einstellbar, welche maximale Leistung entnommen werden soll, wenn mal mehr zur Verfügung steht.

Grundsätzlich gilt - auch für (!) Balkonanlagen und alle anderen sowieso:

Eine PV ohne Akku ist Müll und bleibt Müll. Begründung:

Die allermeisten Wechselrichter sind nicht inselfähig (speisen nur ein, wenn der Sinus von außen anliegt (Gesetz!), ansonsten schalten sie sofort ab!!!) - du sitzt bei einer Stromabschaltung (die kommen zu 100% spätestens in anfangs 2024 nach dem erneuten Abschalten von vielen Gigawatt grundlastfähigen Anlagen) im Dunkeln und frierst.

Der momentan verbrauchte Strom dürfte tagsüber, wenns kachelt, im Schnitt weit unter den 800 Watt liegen - den Rest schenkst Du den Großkonzernen, die machen mit Deinen Investitionen also ein gutes GEschäft. [[sauer]]

Besser ist ein Akku: da läuft der Kühlschrank auch nachts und du zahlst NICHT 40 Cent pro kWh dafür. Bei Stromausfall läuft die Bude einfach weiter! Man bezieht generell plötzlich viel weniger Energie vom öff. Netz.

Balkonanlagen mit Akku sind aber eine ganz andere Hausnummer - rechnen sich deswegen aber trotzdem.

Je mehr eingespeist wird, desto instabiler wird das Netz - Beweis: letzten August wurden ca jeden 2. Tag abends um 19 Uhr die Aluhütten vom Netz geworfen, weil tagsüber der Solarstrom Vorfahrt hatte und abends die großen Kraftwerke nicht so schnell Gas geben konnten, wie benötigt! Es funktioniert nicht. Punkt.

Die Millionen Schadensersatz sind im Strompreis mit drin. Die Aluhütten haben die Schnauze trotzdem voll und wandern ab! Wir haben also den doppelten und dreifachen Schaden. Nicht umsosnt haben wir hier den teuersten Strom auf diesem Planeten ...

Einspeisen ist Quatsch und kontraproduktiv! Um 12 Uhr mittags weiß keiner mehr, wohin mit der el. Energie, wenn genügend da ist und wir verklappen sie kostenpflichtig im Ausland! Ist zu wenig da, kaufen wir teuer zu. Alles im Strompreis eingepreist. Je mehr einspeisen - desto größer dieser Schweinezyklus.

Auch Einspeisen mit Vergütung ist Quatsch: die Vergütung tragen die Stromkunden - die Konzerne bekommen die Ware also für lau und verkaufen sie teuer!!!

Wer das unbedingt will ... ist das deine erklärte Absicht?

Fazit: mach gleich ne Inselanlage ohne Stromeinspeisemöglichkeit und versuche, so autark wie möglich zu werden. Balkonanlagen (gut gemeint) sind im Prinzip eine Falle und geben dem Netz jetzt noch den Rest, wenn sie noch einmal boomen.

Ist das so schwer zu verstehen? Aber dazu müßte man ja Verantwortung für das eigenen Tun übernehmen.

noch eine Ergänzung

Friedrich @, Freitag, 30.06.2023, 09:26 vor 977 Tagen @ Friedrich 3031 Views

Je mehr einspeisen, egal ob für umme oder mit Einspeisevergütung, desto teurer wird die el. Energie!

Beweis: ist zuviel Strom im Netz und kann dieser nicht ans Ausland "verschenkt" werden mit "negativen" Preisen, müssen hier Anlagen abgeschaltet werden.

OK?

Die Anlagenbetreiber bekommen hierfür aber eine Entschädigung, die bezahlt der Stromkunde auch wieder. Es wird so getan, als hätte die Anlage eingespeist. Wir bezahlen für den nicht eingespeisten Strom!

Je mehr Überkapazität wir haben, desto teuerer wird der Strom, wir haben jetzt schon rund doppelt soviel installierte PV- und Windleistung, wie in diesem Land im Sommer tagsüber gebraucht wird. Wenn also Sonne und Wind glz ....

Wir bezahlen über den Strompreis also nicht nur den fortlaufenden (sinnlosen) Ausbau, sondern auch noch die mannigfaltigen Wirkungen dieses Ausbaus. Das erklärt sie sagenhaften Energiepreise und lässt die Industrie z.Z. massenhaft abwandern - das ist alles so gewollt!

Das ganze ist ein Teufelskreislauf - und der wird platzen.

Wer kann, sorgt vor und klinkt sich aus diesem Wahnsinn aus.

In Deutschland leben die meisten Menschen in Wohnungen. Da ist das kaum möglich, vollkommen off-Grid zu gehen. Lösung: private Akkus....

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 13:13 vor 977 Tagen @ Friedrich 2916 Views

Die täglichen Solarerträge laden dann den Akku auf und speisenso den durchschnittlichen, täglichen Verbrauch ein. Abends speist dann der Akku in Höhe des nächtlichen Verbrauchs ein.
Das Ganze auf relativ kleiner Flamme.

Ansonsten geht es wohl nicht...... Oder sie laden mittags alle ihre eAutos... :-)

--
For entertainment purposes only.

Das ist keine "Lösung". Das ist die Schwimmweste als Alternative zur Kreuzfahrt, was Du empfielst.

Hannes, Freitag, 30.06.2023, 14:00 vor 977 Tagen @ Olivia 2865 Views

Die täglichen Solarerträge laden dann den Akku auf und speisenso den durchschnittlichen, täglichen Verbrauch ein. Abends speist dann der Akku in Höhe des nächtlichen Verbrauchs ein.
Das Ganze auf relativ kleiner Flamme.

Ansonsten geht es wohl nicht...... Oder sie laden mittags alle ihre eAutos... :-)

Falsch.

Ich wünsche uns ein schönes Wochenende!

" In Deutschland leben die meisten Menschen in Wohnungen. Da ist das kaum möglich, vollkommen off-Grid zu gehen. Lösung: private Akkus.... - Olivia, 30.06.2023, 13:13
"

Du willst unbedingt "offgrid gehen"?

Meine Akku-Anlagen sind nur für den Notfall, wie ein Schwimmweste. Nebenbei: '... da kommt bissel Geld bei raus ...", eigentlich kann ich froh sein, wenn sich das irgendwann rechnet (oder auch nicht froh, tschaumama ...)

Ich schreibe hier immer wieder, dass wir in der BRD von Korn und von Renten leben. Dass die Verteidigung der nationalen Interessen angesagt wäre, statt Propaganda wie Die-Private-Tomate-Auf-Dem-Fensterbrett als Lösung für das kommende Ernährungsproblem beispielsweise. Ich habe auch Tomaten, im Gewächshaus und auch überdacht und im Freien, koche ein, massig (koche seit virzich Jahren jeden Tag, derzeit wieder frisch aus dem Garten).

Ich kenne mich aus. Deshalb weiß ich, dass wir damit (100 qm Garten) unsere Nutrions nicht decken werden. Nicht mit unseren Erdbeeren, Birnen, Äpfeln, Mirabellen, Blaubeeren, Kohrabi, Schnittlauch, Koblauch, Zwiebeln, Salbei, Petersilie, Pfirsichen, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kartoffeln, Rübchen, Möhren, Physalis, Dill, Bohnenkraut, Basilikum, Majoran, Thymian, Johanniskraut, .... um nur einige der jedes Jahr von uns geernteten zu nennen, wir haben jeweils viele Sorten Obst - allein 9 Sorten Apfel.

Aber nie würde ich es wagen, mich von de Kaufhalle lossagen zu wollen!

Arbeitsteilung hat uns wohlhabend gemacht, weil das effektiver ist als "biologische" Dreifelderwirtschaft kleinklein egomanisch.

Ich habe immer vor den Balkonkraftwerken gewarnt, besonders den (rechtlichen! zB: nur 600 Watt erlaubt, Anmeldung erforderlich) Folgen für uns alle.

Ich will nicht leben wie in den Shitholes dieser Welt, mit Notstromdiesel. Ich will das deutsche sichere Netz erhalten, das diese Missbraucher des Begriffs "Nachhaltigkeit" systematisch zerstören, auch mit den "Guerrillaanlagen", aber warum wiederhole ich mich immer wieder?

Lasst Euch nun ruhig alles wegnehmen und werdet glücklich damit.

[[motz]]


H.(ans im Glück bin ich zum Glück nicht, aber ihr?)

PS: Meine Akku-Anlagen sind Taschenlampen, Radios, LiFeyPO4 in der Mietwohnung, zwei fette Inselanlagen ohne Einspeisung (mit Not-Generator-Einspeiseanlage) und alles automatisch auf unserem Grundstück (u. a. m. "Notstrom"). Mit den Taschenlampen und dem Rest will ich keine Dollars machen, das ist der Unterschied zu Euch?

Sorry, du verstehst mich völlig falsch. Weder möchte ich off-Grid leben, noch schlage ich das Wohnungsbesitzern vor. Ich schreibe über Balkonkraftwerke als Ergänzung.

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 22:04 vor 977 Tagen @ Hannes 2502 Views

Mit dem Hinweis, dass die meisten Wohnungsbewohner sowieso nicht "off-Grid" leben können (manch andere wollen das) habe ich auf den Post eines Foristen Bezug genommen, der hier allen vorschlug, off-Grid zu gehen.

Die technologische Entwicklung ist eh erst seit kurzer Zeit so weit, dass sich Privatleute (ohne Elektriker/Solateur) überhaupt mit der Thematik beschäftigen können (die wenigen Outdoor-Enthusiasten und Off-Grid-Leute mal außen vor). Ich weiß, wieviel oder wie wenig Solarenergie man mit kleinen Anlagen erzielen kann. Trotzdem rate ich jedem, sich damit zu beschäftigen.

Was den Garten betrifft, so dürfte jedem Trottel klar sein, dass er sich nicht mit Salatblättern, die er auf dem Balkon anbaut, ernähren kann. Trotzdem würde ich auch hier jedem empfehlen, sich einmal mit der Thematik "Gemüseanbau" zu beschäftigen.

Eigentlich gehören beide Themen in den Schulunterricht. Jedes Kind, das angeleitet wird, ist in der Lage, eine Mini-Solaranlage zu bauen. Die intelligeren Kinder brauchen nicht angeleitet zu werden, die lernen das eh von alleine (siehe die frühen Entwicklungen der IT-Branche, wo die Kiddies als erste auf die neuen Technologien abfuhren, während die Erwachsenen viele Berührungsängste hatten).

Ich habe heute abend übrigens einen leckeren Salat aus meinem Garten gegessen. Nein, keine Beete.... einfach Pflanzschalen, funktioniert auch. Macht auch Spaß. Warum soll man sich so ein Vergnügen nicht gönnen? Ich freue mich auch riesig an einem kleinen Feigenbaum, der mit einer affenartigen Geschwindigkeit wächst. Habe ihn letztes Jahr mit einem einzigen Blatte gekauft und mußte ihn bereits 2 x umtopfen.

Die Beschäftigung mit Pflanzen und die Beschäftigung mit der Möglichkeit, Energie zu erzeugen, gehört zum Menschsein. Wenn du bei solchen kleinen "Projekten" ein Kosten-Nutzen-Verhältnis in Bezug auf Finanzen zugrunde legen willst, dann liegst du da falsch. Es erfolgt ein Erkenntnisgewinn und vielen macht es Vergnügen. Mir u.a. auch.

Was soll es. Ich habe es doch klar gesagt. Die haben 2 oder 4 Panele und speisen tagsüber ein. Das, was sie einspeisen können sie auch selbst gleich verbrauchen, der Rest ist weg... Also kaufen sie sich nach der 1. Investition noch einen oder mehrere Akkus, damit sie den überschüssigen Strom im Akku speichern können. Der kann dann nachts eingespeist/verwendet werden. Was also sollte daran falsch sein? Verdienen wird man nicht viel damit, aber je nachdem, welche Konfiguration man sich aussucht, kann man bei einem kurzzeitigen Stromausfall "off-Grid" weitermachen. Von längeren Stromausfällen redete ich noch NIE, denn das wäre absurd.

Ich kenne übrigens "kurzfristige" Stromausfälle aus der Zeit, wo ich in Spanien lebte. Auch in den USA kam das vor. Daher "rüsten" sich die Leute dort. Nach Kosten/Nutzen wird da nicht gefragt. Dort ist das einfach üblich. In D sind die Leute im Kopf starr, obrigkeitsgläubig in verstärktem Maße und nicht sehr flexibel. Also laß sie etwas flexibler werden mit ihren Balkonkraftwerken..... Dadurch werden sie viel lernen..... :-)

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Ich habe doch geschrieben, dass bald alles darauf hinausläuft, dass die Leute Akkus kaufen. Mit entpsrechender Software natürlich....

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 13:06 vor 977 Tagen @ Friedrich 2907 Views

Die hängen dann ihre Module an entsprechende Wechselrichter und können einstellen, wieviel Strom maximal ins Netz gehen soll bzw. immer als erste Priorität einstellen, dass die Akkus gefüllt sind. Die Netzeinspeisung ist dann also eine Art "Überflussventil", wenn die Akkus voll sind.

Voraussetzung ist, dass man genau ausrechnet, wie der durchschnittliche Stromverbrauch Tag und Nacht ist. Genauso viel speist man ein, tagsüber vom Panel, nachts aus dem Akku.

Man kann natürlich auch den Strom komplett kappen. Dann kann man aber wirklich nur raten, entsprechend große Batterien und viele Panele anzuschaffen, damit man die Dunkelflauten einigermaßen übersteht.

Die Solargeneratoren-Hersteller bieten interessante Lösungen dafür an. Da kommt noch mehr. Ich bin sehr gespannt auf die Lösung, die Bluetti anbietet. Die müßte im Herbst kommen. Ecoflow hat bereits Lösungen auf dem Markt. Kann man sich ja mal anschauen, wenn es interessiert. Auch Anker hat bereits Lösungen. - Hochinteressant finde ich die portablen Lösungen, die über große Speichermöglichkeiten, mächtige Solarladeregler und mächtige Spannungswandler verfügen. Die können dann sowohl on-Grid als auch off-Grid betrieben werden und sind portabel.

Die Einstiegsmaschinen (2 - 4 kWh) werden derzeit bereits in allen möglichen Märkten angeboten. D.h. Kaufland, Otto etc. etc. etc. - Da keiner "Strom verschenken" will, werden die Leute zuschlagen, sobald sich das etwas mehr durchgesetzt hat.

Und bei der derzeitigen Situation sollte sich jeder um etwas Autarkie bemühen. Vorteil von solchen Lösungen: Ein Elektriker/Solateur wird nicht gebraucht. Die Leute können klein einsteigen und eine Testphase durchlaufen und dann weiter schauen..... und sie können ihr normales Stromnetz weiter verwenden..... und müssen nicht komplett "off-grid" gehen.

Frage: Wie wäre es, wenn man den Stadtwerken mitteilt, dass man zwar keinen Strom mehr haben möchte und auch kein Gas, aber das Wasser, das soll bleiben? Werden die dann auf einem Stromanschluß bestehen oder nicht? Preisfrage....

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Zu deiner Preisfrage, Antwort: Ähnlich wie die GEZ

Joe68 @, Freitag, 30.06.2023, 13:31 vor 977 Tagen @ Olivia 2881 Views

Die Politiker werden die Versorger, die nicht selten als Zweitverwertung für ausgeschiedene Parteigenossen dienen, nicht im Stich lassen.

Die Kosten werden beim Volk eingetrieben, z.b. durch eine Haushaltsabgabe da die Stromleitung auch dein Haus versorgen könnte.

Du musst es nicht nutzen, aber bezahlen musst trotzdem.

Aber natürlich. Es wird alles abgesaugt, was geht. Das ist das System. Und es ist geplant. Immer mehr die Luft abdrehen.

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 22:11 vor 977 Tagen @ Joe68 2566 Views

Das kann man passiv durchstehen oder sich Nischen aussuchen..... oder revoltieren, wie die Franzosen gerade wieder.

Stromnetz erhalten. Wer wollte das nicht! Die Nutzer wollen das ganz sicherlich alle. Aber übergeordnete Kräfte wollen das nicht. Jedenfalls derzeit nicht.

Das kann sich auch alles ändern.

Aber jetzt leben wir im Jetzt.

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Wieviele "Batterien" brauchen ich denn als Durchschnittshaushalt für die Dunkelflaute? Wie teuer sind die?

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 01.07.2023, 00:01 vor 977 Tagen @ Olivia 2644 Views

Hallo Olivia,

Man kann natürlich auch den Strom komplett kappen. Dann kann man aber wirklich nur raten, entsprechend große Batterien und viele Panele anzuschaffen, damit man die Dunkelflauten einigermaßen übersteht.

Nenn doch mal konkret ein paar Zahlen, bitte!

Sicherlich hast Du das doch für Dich ausgerechnet, oder?

PV-Module helfen Dir in der Dunkelflaute nicht, weil es in der Dunkelflaute - man glaubt es kaum - dunkel ist. [[top]] :-P

Bitte auch den erwarteten durchschnittlichen Jahresverbrauch angeben, der Deiner Rechnung zu Grunde liegt!

Danke.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Antwort und einige Hinweise zu dem Thema....

Olivia @, Samstag, 01.07.2023, 10:38 vor 976 Tagen @ paranoia 2566 Views

Eine allgemeine Berechnung zu machen halte ich für einigermaßen sinnlos, denn

1. Kommt es auf die Dauer der Dunkelflaute an.
2. Kommt es darauf an, wieviel der Verbraucher trotz Dunkelflaute meint, verbrauchen zu müssen.
3. Kommt es auf das Budget der Person an, die in eine solche Anlage investiert, Phantasieanlagen aufzustellen halte ich für sinnlos. Da muss jeder selbst ran und rechnen.

4. Kann ein Normalbürger einen längeren Stromausfall trotz einer "kleinen/größeren" Anlage nicht mit seinen üblichen Verbrauchsgewohnheiten überstehen.

Hier geht es nicht um ein Armaggedon.

Jemand, der mit einem Kamin/Kaminofen heizen kann und der mit Flaschengas kocht, der benötigt naturgemäß erheblich weniger Strom als jemand, der einen Waschvollautomaten, einen Wäschetrocker, ein 4-5-Feld-Induktionskochfeld, einen Haarföhn, Spülmaschine, Mixer und ggf. noch einen Kochautomaten möglichst gleichzeitig betreiben möchte. Von der Wärmepumpe und dem Elektroauto gar nicht zu reden. Von den jahreszeitlichen Unterschieden ebenfalls nicht.

Auch über solche "Notwendigkeiten" liegen Zahlen vor. In unserem Forum sind einige Personen, die sich so weit mit Solar und Akkus eingedeckt haben, dass sie vieles gleichzeitig betreiben können. Das jedenfalls wurde in verschiedenen Threads angedeutet. Da diese Personen das nicht erst seit gestern tun, dürften sie inzwischen auch Erfahrungen mit Dunkelflauten haben. Sie geben dir sicherlich gerne Auskunft darüber, wie sie den Betrieb ihrer elektrischen Peripherie in der Dunkelflaute schaffen.

Was die Preise betrifft, da habe ich bereits verschiedentlich Hinweise gegeben. Googeln hilft. Bei ebay und bei Amazon kann man sich einen guten Überblick verschaffen, mithilfe von idealo findet man dann die günstigsten Angebote.

Ich selbst habe bereits verschiedentlich Produkte erwähnt, die ich für sehr gut halte und möchte das nicht erneut tun. Aber jeder hat andere Bedürfnisse und daher andere Anforderungen. Für mich persönlich steht die Mobilität an oberster Stelle. Andere wollen sich stationär einrichten. In Wohnungen hat man wieder andere Vorgaben.... meiner Meinung nach sogar die Notwendigkeit, auf Mobilität zu achten (Umzüge).

An erster Stelle steht natürlich, sich über das eigene Verbrauchsverhalten Klarheit zu verschaffen. Wieviel Strom verbraucht mein Haushalt innerhalb von 24 Stunden. Das über einige Zeit lang beobachten, dann den Durchschnittsverbrauch ermitteln. Anschließend herausfinden, ob man das alles benötigt, oder ob man auf bestimmte Dinge verzichten kann und/oder will.

Und schließlich und endlich kommt dann noch das Budget. Welches Budget steht zur Verfügung. Was kann und/oder will man locker machen. Wie hoch steht das Thema auf der Prioritätenliste, welche anderen Positionen würde man dafür ggf. zurückstellen? Was für Zielsetzungen sind damit verbunden?

Diese Hausaufgaben muss man zunächst einmal selber machen. Erst dann macht der nächste Schritt Sinn..... Investition in eine Anlage - wobei vorher natürlich die Recherche steht. Diese betrifft sowohl die Preisgestaltung als auch die Parameter der Anlage und natürlich die Zuverlässigkeit/Qualität/Lebensdauer der Anlage, die man haben will.

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Kapazität und Preis von Akkus für eine Dunkelflaute: Olivia, das ist keine Antwort!!!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 01.07.2023, 22:19 vor 976 Tagen @ Olivia 2306 Views

bearbeitet von paranoia, Samstag, 01.07.2023, 22:26

Hallo Olivia,

ich erwarte von Dir eine primitive Modellrechnung, noch nicht einmal eine Formel.

Du gibst Deine Parameter vor und zeigst uns, wieviel verbraucht wird und wieviel die Akkus kosten.

Man kann natürlich auch den Strom komplett kappen. Dann kann man aber wirklich nur raten, entsprechend große Batterien und viele Panele anzuschaffen, damit man die Dunkelflauten einigermaßen übersteht.

Lassen wir mal Dein Panele beiseite!

Wieviele "entsprechend große Batterien" brauchst Du, mit welchen Daten? Und wieviel kosten die?

Wenn Du das nicht exemplarisch vorrechnen kannst, dann bleibt Dein Beitrag weiterhin ein sinnlose Schwafelei auf Metaebene.

Werd' mal konkret!

Gruß
paranoia

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@paranoia - bist du ernsthaft der Meinung, ich sei auf der Welt, um deine Erwartungen zu erfüllen? Rechne bitte selbst, was DU für eine Dunkelflaute benötigst...

Olivia @, Montag, 03.07.2023, 10:51 vor 974 Tagen @ paranoia 2044 Views

für welchen Zeitraum du dich evtl. "vorbereiten" möchtest und was sonst noch alles deine Bedürfnisse in diesem Zusammenhang sind.

Mit meinen Bedürfnissen haben sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht das Allergeringste zu tun.

Ich gehe davon aus, dass jeder hier im Forum sich diese Zahlen selbst ausrechnen kann - auf die eigenen Bedürfnisse/Anforderungen bezogen - und dass jeder dann selbst entscheiden kann, ob und wenn ja in welchem Umfange eine solche Investition für ihn/sie sinnvoll oder notwendig erscheint.

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Die Wechselrichter deckeln das irgendwie...

Andudu, Freitag, 30.06.2023, 08:41 vor 977 Tagen @ FredMeyer 3139 Views

...der Grund warum man eine 2kW-Anlage nimmt, obwohl man nur 600W (dann 800W) einspeisen kann/darf, ist, dass die größere Anlage bei Bewölkung natürlich mehr und zuverlässiger liefert, als eine 600W Anlage.

Bin ich auch drüber gestolpert, die Supermärkte bieten nämlich schon >800W-Anlagen mit 600W-Wechselricher an, da bin ich irgendwie ins Grübeln gekommen :-)

Wenn PV-Module billig genug werden, könnte man damit ganz gut den Zappelstrom ein bisschen glätten, ohne Akkus dafür zu benötigen. Ganz ohne Nebenwirkungen dürfte das auf die Module allerdings auch nicht sein und man braucht natürlich mehr Platz, der dann nicht optimal genutzt wird.

Nebenwirkungen

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 09:13 vor 977 Tagen @ Andudu 3367 Views

Eine Steckdose kann max. 3680W liefern bevor die Sicherung mittelfristig fliegt. Wenn du einen 800W Toaster einsteckst kommen trotzdem nur 800W durch, der Rest bleibt ungenutzt und verursacht keine Probleme. So ähnlich läuft es auch bei PV-Anlagen.

Solaranlagen sind übrigens darauf ausgelegt, bei härtesten Bedingungen zu funktionieren, sie sollten keinen Schaden nehmen. Etwa wenn du die zwei Pole des Panels zusammenklemmst. Der Kurzschlussstrom wird dann einfach als Wärme verbraten. Passiert auch bei Verschattung wenn die Bypass-Diode aktiv wird. Die Wärme ist kein großes Problem, weil ein Panel sowieso nur 21% Wirkungsgrad hat. Bei Wärme sinkt die Spannung aber ein bisschen, der Ertrag sinkt. Außerdem kann es langfristig durchaus Materialermüdung verursachen. Sogenannte Hot-Spots waren früher eher ein Problem, bevor man die Ströme mittels Halbzellentechnologie halbiert hat, hat gelegentlich zu Bränden geführt wenn eine Zelle defekt war und diese die komplette Wärme allein verbraten hat. Deswegen gelegentlich mit Wärmebildkamera die Anlage überprüfen!

Danke für den Tip mit der Wärmebildkamera.... oT

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 13:16 vor 977 Tagen @ Echo 2623 Views

.....

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Für eFuels und andere synthetische Kraftstoffe benötigt man eben keine neuen Motoren

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 30.06.2023, 08:43 vor 977 Tagen @ Olivia 3168 Views

Alle heutigen kämen damit klar, nur die Politik fordert ab '35 welche, die nur damit laufen. Die haben panische Angst wegen der Hintertür, die sich da öffnen könnte ... die Zerstörung soll schließlich total sein. :-P

Grüße

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[image]

Afuera!

Ja, genau. Aber es scheint sich im Hintergrund einiges zu rühren.

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 13:09 vor 977 Tagen @ FOX-NEWS 2938 Views

Das, was die mithilfe dieser grünen Trottel mit der Autoindustrie anstellen, ist wirklich kaum zu glauben. Als ob eAutos derzeit eine Alternative seien...... vlt. wenn es dann man die ganze kostenlose Energie gibt :-)

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Reißerischer Titel. Ähnliches schon heute legal ohne Genehmigung möglich

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 08:46 vor 977 Tagen @ Olivia 3388 Views

bearbeitet von Echo, Freitag, 30.06.2023, 09:23

Erst einmal: Es gibt nirgends eine belegbare Quelle für diese Nachricht. Deine Quelle zitiert Giga, Giga zitiert Golem. Golem erwähnt die 2000W mit keinem Wort.

Wozu auch, du darfst schon heute legal 3000+Wp Solarplatten aufs Dach schrauben und einen 600W Wechselrichter anklemmen, brauchst trotzdem keine Genehmigung . Die Krux: Nur wenige Geräte sind technisch darauf ausgelegt. Limitierende Faktoren für die Realisierbarkeit sind Spannungsbereiche und maximal erlaubte Kurzschlussströme. Beispiel für ein Gerät, welches das ab Werk kann ist der Stringwechselrichter Growatt MIC 600 TL X. Mit etwas basteln kann man auch sämtliche Hoymiles Mikrowechselrichter dazu bringen, maximal 600W durchzulassen, sie vertragen aber typischerweise maximal eine Solarplatte pro Eingang und sind anteilig je Eingang abgeregelt, nicht global, das schränkt bei der Leistungsfähigkeit etwas ein.

Die Anhebung von 600W auf 800W Wechselrichterleistung ist begrüßenswert, macht aber keinen großen Unterschied, denn bei schlechtem Wetter erreichst du die derzeit erlaubten 600W auch mit 3000Wp an Solarpaneelen nicht. Immerhin liefern sie genug Strom, dass auch um Mitternacht bei Lichtverschmutzung noch wenige Watt rauskommen.

Eine Drosselung des Wechselrichters war meiner Rechtsauffassung nach auch bisher schon immer erlaubt, wurde aber nicht von allen Netzbetreibern anerkannt. Das ist allerdings irrelevant, denn man braucht keine Genehmigung zum Betrieb, man muss ihn nur anzeigen. Manche Förderbedingungen untersagten ebenfalls die Drosselung größerer Wechselrichter, das ist aber ein privatrechtliches Problem, kein gesetzgeberisches.

Dass sich die Netzbetreiber illegal verhalten ist nichts neues. Es hat auch erst eine offizielle Rüge gebraucht, bis die nötigen Zähleranpassungen kostenlos geworden sind. Zu viel bezahltes Geld kann jetzt ganz einfach zurück gefordert werden, weil alles offiziell bestätigt ist.

Eine weitere Neuigkeit ist das vereinfachte Verfahren. Eine Anmeldung ist weiterhin nötig, nur nicht mehr beim Netzbetreiber. Das Marktstammdatenregister soll außerdem vereinfacht werden, dort haben viele Bürger Müll eingetragen weil sie die Eingabemasken schlicht nicht kapiert haben.

Soweit ich das verstanden habe treten die Regelungen aber (teilweise?) erst zum Neujahr in Kraft. Die Gesetzgebung geht in die richtige Richtung, hinkt aber auch weiterhin schwer hinterher und übersieht auch weiterhin jede Menge Chancen. Meiner persönlichen Meinung nach sind die Kleinkraftwerke ohnehin Bullshit, denn ein einziges leerstehendes 800m² Grundstück auf der grünen Wiese brächte die Kraft von 200 Haushalten mit je 800W, wäre aber viel effizienter zu errichten und zu betreiben und regeln und wäre auch mit dem Denkmalschutz vereinbar. Der einzige Grund, warum es so nicht gemacht wird sind die hohen Gebühren auf eingekauften Strom (ca die Hälfte der berechneten Kosten?), da macht man es sich lieber selbst.

Dubios: Ein Zählerwechsel muss drei Monate vorher angekündigt werden (wird allerdings oft missachtet). Bislang darf man die Kleinstkraftwerke aber nur betreiben wenn der Zähler bereits eine Rücklaufsperre eingebaut hat, soll durch die neue Regelung dann aber vorübergehend geduldet werden. Das führte bislang einfach dazu dass geschätzt zwei Drittel der Anlagen gar nicht angemeldet wurden.

Disclaimer: Aus Gründen der Verständlichkeit wurde von Watt ("W") geredet, technisch handelt es sich bei der Wechselrichterleistung aber um VA.

PV-Anlagen sind eine komplexe Angelegenheit. Aber das sollte einen nicht abschrecken. Eine kleine 800Wp Anlage auf unverschattetem Süden oder Westen reicht für die meisten Haushalte um einfach mal loslegen zu können, nach wenigen Jahren hat sich die Sache bezahlt gemacht. Dank Förderregelungen einiger Kommunen und Länder sogar noch viel schneller.

So, wie ich das verstanden habe, arbeiten einige Solargeneratorenhersteller genau an diesem Problem.... Drosselung der Einspeisung, speichern der Restenergie.

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 13:27 vor 977 Tagen @ Echo 2787 Views

Ich hoffe sehr, dass Bluetti da eine vernünftige Lösung auf den Markt bringt. Die Maschinen, die sie derzeit auf dem Markt haben, sind alles sehr solide. Also hoffe ich, dass da auch etwas Solides kommt.

Im Übrigen danke für den ausführlichen Bericht.

Kannst du etwas über die Merkmale der neuen Zähler schreiben? Durch welche Eigenschaften unterscheiden sie sich von den alten Zählern? Derzeit schrecken mich nämlich die Zähler ab, irgend etwas einzuspeisen. Viel würde ich eh nicht einspeisen, nur die Grundlast, die ich selbst verbrauche.

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Keine Angst vorm Balkonkraftwerk

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 13:59 vor 977 Tagen @ Olivia 3040 Views

bearbeitet von Echo, Freitag, 30.06.2023, 14:02

Im Grunde kann dir der Zähler ziemlich egal sein. Das ist außerhalb deines Zuständigkeitsbereichs.

Die meisten Netzbetreiber wollen, dass Betreiber von PV-Anlagen einen Zweirichtungszähler haben, auch wenn du gar nicht ins öffentliche Netz einspeisen willst. Manche verzichten darauf.

In der aktuellen Gesetzeslage ist es ferner vorgesehen, dass du einen Zähler haben sollst, der nicht rückwärts läuft. Manche Verbraucher ignorieren das und nutzen den Zähler als "Stromspeicher". Demnächst soll das Vorgehen legalisiert werden, da langfristig laut Gesetz sowieso alle deutschen Zähler gegen Digitale ausgetauscht werden müssen und die rückwärtsdrehendem Zähler auch schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr verbaut werden.

Du solltest außerdem darauf achten, dass du keinen Always-Positive Zähler hast.

Hast du einen Zähler, der in 15-Minuten Intervallen abrechnet (sogenanntes Smart-Meter, in Fachjargon iMSys genannt), dann ändert sich auch nicht viel. Es lohnt sich als Betreiber von Solaranlagen jedoch nicht, stundengenau abzurechnen, weil zu Zeiten von viel Sonne auch der öffentliche Strom recht billig ist.

Sich einen Speicher zu kaufen ist toll und funktioniert, verschiebt die Rendite deiner Anlage aber um ca. 15 Jahre nach hinten und verursacht Wärmeverluste und hat eine aufwändige Steuerungstechnik - es lohnt sich schlicht nicht. Taugt eher für Idealisten, oder Prepper. Wenn du bei Stromausfall autark sein willst, dann kann ein Speicher sich durchaus lohnen. Oder wenn du eh schon einen zuhause hast (E-Roller, Warmwasserboiler, Elektroauto)

Naja

Kaladhor, Münsterland, Freitag, 30.06.2023, 16:00 vor 977 Tagen @ Echo 2754 Views

Im Grunde kann dir der Zähler ziemlich egal sein. Das ist außerhalb deines Zuständigkeitsbereichs.

Du musst den digitalen Zähler selber zahlen, daher fällt das sehr wohl in deinen Zuständigkeitsbereich.

... da langfristig laut Gesetz sowieso alle deutschen Zähler gegen Digitale ausgetauscht werden müssen und die rückwärtsdrehendem Zähler auch schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr verbaut werden.

2010 war ich noch als Unternehmensberater im Bereich Versorgung tätig, da hiess es bereits, dass in zehn Jahren nur noch SmartMeter eingesetzt werden.... hat sich nicht so entwickelt.

Ich habe eigentlich große Hoffnungen, dass das nicht umgesetzt wird, weil vorher alles den Bach runter geht... Mal sehen, wer am Ende Recht behalten wird.

Grüße

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Immer daran denken: Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg!

Zählerkosten

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 16:08 vor 977 Tagen @ Kaladhor 2761 Views

Ja, die Kosten für einen digitalen Zähler sind in der Regel geringfügig höher. Da aber sowieso alle Haushalte umgestellt werden, verschiebt sich das Problem nur etwas nach hinten. Ein Ferrariszähler kostet soweit ich weiß nur um die 12€/Jahr, die digitalen gingen bislang bei 20€ p.a. los.

Es gibt ein neues Smart Meter Gesetz, wonach bald die Gebühren auf 20€ gedeckelt werden, egal welches Gerät. Gleichzeitig wurden die formellen Anforderungen etwas gelockert.

Die Kosten für den Tausch dürfen nicht berechnet werden.

Das Einzige, was mich interessieren würde wäre, mein Hausnetz mit Solarstrom zu versorgen und die überschüssige Energie in Akkus zu speichern und nachts zu verwenden. Amortisation interessiert mich

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 22:42 vor 977 Tagen @ Echo 2548 Views

bearbeitet von Olivia, Freitag, 30.06.2023, 22:46

auch nicht.

Die Akkus sind da und werden momentan im 12 V-Inselbetrieb genutzt, so wie das im Camper-Bereich üblich ist. Die Bluetti ist 48 V und Tüftelei, wie man möglichst viel Wh aus den Vorgaben herausholen kann (15 A/150 V). Heute habe ich besser passende Panele gefunden und werde meine Bestellung abändern (3 x 435 Wh). Die für die Winterzeit nötigen Toleranzen (20-25 % erhöhte Leerlaufspannung) werfen viele Panele heraus. Die 3 Zusatzeingänge haben dann wieder andere Spezifikationen (10 A/60 V), benötigen also andere Panele, wenn man sie nutzen will. Das ist wieder eine Sucherei um ein Optimum herauszuholen. Die wollen natürlich auch ihre tragbaren Panele verkaufen. Das ist ja für den mobilen Einsatz gut.... aber nicht, wenn man es auch anders nutzen möchte. Mal schauen. Ein 300 Wh Panel habe ich schon gefunden, dass passen wurde. Sind aber dann leider nur 300 Wh und keine 500 Wh. Mal schauen, ob noch irgend etwas geht. Das System fasziniert mich, weil es portabel ist und ohne Elektriker nutzbar ist. Kann also jederzeit SCHNELL abgebaut und mitgenommen werden. Und die Laderegler des Systems könnten prinzipiell 2.400 W einspeisen in das System...... wenn man die passende Panelkonfiguration findet, um alles auszureizen.

Aber so etwas Ähnliches erwähntest du ja schon in einem anderen Zusammenhang.... das Nadelöhr der Wechselrichter. In diesem Falle vmtl. jedoch der Tatsache geschuldet, dass die Zusatzeingänge auch für die Einspeisung aus dem Kfz genutzt werden können und dort ist bei den üblichen Kfz-Buchsen bei 10 A Schluß. Ist halt ein portables System und auch für "die Reise" gedacht. Oder für das Umziehen. :-) ...... mit Ausnahme der riesigen Panele natürlich. Die möchte man nicht mit auf die Reise nehmen.

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Spezieller Anwendungsfall

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 22:57 vor 977 Tagen @ Olivia 2561 Views

bearbeitet von Echo, Freitag, 30.06.2023, 23:01

Die Insellösung für Reisen ist natürlich legitim. Bleibatterien haben den Nachteil, dass sie nicht vollständig entladen werden sollten und auch nicht so viele Zyklen abkönnen - bevor sich das finanziell rechnet sind die Batterien platt - aus dem Grund würde man sich auch keinen Eroller mit Bleiakku kaufen, man käme teurer als mit Benzin weil nach 2000km Ende ist. Immerhin sind 12V Akkus billiger und sicherer als Lithium. Aber auch schwerer.

Gute günstige Panels für Unterwegs sind z.B. 2er Pack Sunman 310W flexible PV Module 325,94€ wenn sie im Angebot sind. Es gibt von verschiedenen Herstellern auch 100Wp Module die speziell für billige 12V Ladelösungen geeignet sind. Aber kleine Module sind immer teurer als große.

Die Sache mit den Spannungseinbrüchen kann man dadurch umgehen, indem man einfach mehrere Module hintereinander schaltet, dann sind Spannungen entsprechend höher - vorausgesetzt der Laderegler beherrscht das. Außerdem ist es im Winter kühler, also bricht die Spannung nicht hitzebedingt ein wie im Sommer. Im Winter macht man generell nur sehr wenig Sonnenstrom, da brauchst du für einen autarken Haushalt geschätzt mindestens 3000Wp um überhaupt was zu reißen.

Wh ist die Einheit für Akkugröße, du meinst wahrscheinlich Wp für PV Panelleistung

Ja, danke, ich meinte Wp. Bei mir ist alles LiFePo4 sowohl die Akkus als auch die Solargeneratoren....

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 23:22 vor 977 Tagen @ Echo 2486 Views

Mein Händler sagte mir, dass ich für den Winter 20 bis 25 % auf die Leerlaufspannung der Panle aufschlagen muss, da sich bei Kälte die Spannung der Panele erhöht. Also muss ich das dazu rechnen, wenn ich die Panele seriell verschalte und nicht über die 150 V kommen will. Da zusätzlich die Begrenzung von 15 A vorhanden ist, muss man ein bißchen tüfteln.... und suchen, bis man die passenden Panele gefunden hat. Die haben sehr unterschiedliche Werte.

Ja, solche flexiblen Panele für die Reise habe ich auch. Im Prinzip das Gleiche, was die Solargenerator-Anbieter für sehr viel Geld verkaufen. 100 Wp 12 V ETFE-Panele kann man bereits sehr preiswert bekommen und wenn man die seriell schaltet, dann bekommt man auch eine entsprechende Spannung her. Das ist aber eigentlich nur etwas für die Reise.

Alte Gel-Batterien stehen auch noch herum. Die könnten eigentlich weg..... sind aber noch da, da sie immer noch funktionieren. Sind halt mörderisch schwer (80 kg eine). Werde wohl versuchen, die über ebay zu verschenken, falls das noch geht. Wer will schon so ein schweres Teil abtansportieren....

--
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Interessant

Kaladhor, Münsterland, Freitag, 30.06.2023, 10:52 vor 977 Tagen @ Olivia 3229 Views

Es gibt in diesem Land nicht nur 80 Mio Bundestrainer, sondern auch 80 Mio Elektrotechniker…

Man kann sich einfach nur noch an den Kopf fassen angesichts dieser gesammelten Naivität. Allein dieser Quatsch mit den „Balkonkraftwerken“ ….. ernsthaft? Wisst ihr eigentlich, woran das erinnert? An Mao und seinem Plan, in jedem Hinterhof ein Hochofen! Ist grandios gescheitert, und dieser Blödsinn mit den „Balkonkraftwerken“ wird letztlich dafür sorgen, dass das Verbundnetz über die Klippe gestoßen wird!

Es gibt kein stabiles Stromversorgungsnetz mit zig Millionen Einspeisern!!!

Grüße

--
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Immer daran denken: Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg!

wird sogar gefördert

Echo @, Freitag, 30.06.2023, 14:06 vor 977 Tagen @ Kaladhor 2890 Views

Im Grunde ist es absurd, dass diese Vorhaben sogar noch gefördert werden, da die Allgemeinheit davon nix hat (und die Geräte sich sogar selber abzahlen, warum also fördern?). Aber sie passen offenbar in die Ideologie. In der Praxis taugen die Balkonkraftwerke lediglich zur Senkung der Stromsteuern des Betreibers. Netzdienlich sind sie nicht.

Warum wird das gefördert? @Kaladhors Hinweis auf Maos GROSZEN SPRUNG passt als Vergleich genau auf die ENERGIEWENDE (volksschädliche Ideologien)

Hannes, Freitag, 30.06.2023, 17:31 vor 977 Tagen @ Echo 2883 Views

Im Grunde ist es absurd, dass diese Vorhaben sogar noch gefördert werden, da die Allgemeinheit davon nix hat (und die Geräte sich sogar selber abzahlen, warum also fördern?). Aber sie passen offenbar in die Ideologie. In der Praxis taugen die Balkonkraftwerke lediglich zur Senkung der Stromsteuern des Betreibers. Netzdienlich sind sie nicht.

Hi @Echo,

wenn ich das lese, habe ich das Bild eines lieben blauäugigen Menschen vor Augen. Mao hat Millionen Menschen guten Willens zu Bestien gemacht, mit seiner Ideologie.

Zu Mao, ad hoc:

Otto Wenzel: Fünfundvierzig Millionen Tote. Mao Zedongs „Großer Sprung nach vorn

"Durch Mao‘s „Großen Sprung nach vorn“ sollte China innerhalb von 15 Jahren die
Stahlproduktion und der Produktion von wichtigen Industrieerzeugnissen Großbritan-
niens überholen.
5
In der Periode des Großen Sprungs wurde die Bevölkerung Chinas
durch vier „Massenbewegungen“ mobilisiert:
1. Den Bau von großen Bewässerungssystemen: Dämme, Staudämme und Kanäle.
Von 1958 bis 1962 wurden 100 Millionen Bauern gezwungen, diese Projekte zu bau-
en, sie bewegten eine Menge von Erde und Mauerwerk, die der Ausgrabung von 950
Suezkanälen entsprach. Meistens benutzten sie nur Hämmer, Hacken und Schaufeln,
manchmal sogar Türen und Bettplanken aus ihren Häusern, mit denen sie behelfsmä-
ßige Karren fertigten. Ein 1 400 km langer Kanal hatte auf dem von Dürre betroffenen
Gelb-Erde-Plateau im Nordwesten 800 Berge und Täler zu durchschneiden. 170 000
Arbeiter mußten sich dort Höhlen zum Schlafen ausgraben und ihre dürftige Verpfle-
gung mit vorgefundenen Kräutern anreichern. Drei Jahre wurde daran gearbeitet, dann
wurde dieses Projekt aufgegeben. Kein einziges Stück fruchtbares Land wurde dabei
gewonnen. Von 500 Staudämmen mußten schon Ende 1959 200 aufgegeben werden,
viele andere noch zu Maos Lebzeiten.

...

3. Die „Stahlkampagne“. Das Land wurde mit einem Netz von „Hinterhofhochöfen“
überzogen. Da ausreichend Erz nicht vorhanden war, mußte Altmetall beschafft wer-
den, wobei häufig Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Werkzeuge (in der Provinz
Henan 140 000 Tonnen!) mit eingesammelt wurden. Weniger als ein Drittel der so
hergestellten Eisenbarren war verwendbar.
12
Im Jahre 1957 hatte die Stahlproduktion
5,35 Millionen Tonnen betragen. Die Planung für 1958, 6,2 Millionen Tonnen, wurde
auf 12 Millionen erhöht. 1962 sollten 100 Millionen Tonnen produziert werden, 1975
700 Millionen Tonnen.
13
Was bei der Stahlkampagne wirklich herauskam, berichtete
der DDR-Botschafter in Beijing, Hegen, am 1. Juni 1962 dem Ministerium für Aus-
wärtige Angelegenheiten (MfAA) der DDR: Von sowjetischer Seite habe er erfahren,
daß auf der Tagung des Nationalen Volkskongresses die Stahlproduktion für das Jahr
1962 auf 7 ½ Millionen Tonnen festgelegt worden sein soll. Das sei ein weiterer
Rückgang gegenüber dem Jahr 1961 gewesen, in dem nach Berechnungen der Bot-
schaft 8 ½ Millionen Tonnen produziert worden sein sollen.
14

4. Den Krieg gegen die Natur. Mao: „Wir sollten das Feuer auf die Natur eröffnen.“
An manchen Stellen wurden zwei Drittel der Bäume gefällt (von den Bambuswäld-chen im Süden bis zu den Kiefernwäldern im Norden, Linden- und Maulbeerbäume,
Apfel-, Aprikosen- und Walnußbäume), um die Hinterhofhochöfen mit Brennmaterial
zu versorgen und Dünger zu erzeugen.
15
Mao forderte 1958 die Vernichtung von Rat-
ten, Fliegen, Moskitos und Spatzen. Vor allem Schüler wurden für die Kampagne zur
„Auslöschung der vier Übel“ aktiviert, durch die alle Spatzen, Ratten, Fliegen und
Moskitos beseitigt werden sollten. Spatzen, weil sie Getreide aufpickten. Mit dem
Schlagen von Trommeln, Töpfen und Gongs wurden die Spatzen so lange aufge-
scheucht, bis sie erschöpft zu Boden fielen und getötet werden konnten. 1960 erkann-
ten die Führer, daß Spatzen Insekten fraßen. Die Erkenntnis kam zu spät. 1961 ver-
heerten Insekten in einer Region 13 000 Hektar, in einer Provinz gingen 15 % der
Reisernte durch Heuschrecken verloren, in einer Provinz ging die Hälfte der Baum-
wollernte verloren.

..."

Das ist die Methode. Heute wieder so.

Das Ergebnis wird ähnlich sein.

Mao hat die Massen ideologisch eingefangen, das ist heute nicht anders. Da machen wieder welche mit, kleben sich auf die Straßen für die frohe Zukunft. Das ist genau so bekloppt, wie zum Wohle der Menscheit die Spatzen ausrotten zu helfen, weil es progressiv sei oder so ... Jugend voran. Immer das Gleiche, seit den Kinderkreuzzügen.

Klugschei?end, tut mir leid.

H.

Was regt ihr euch auf? Dass die "Energiewende" - so wie sie durchgeführt wird - nicht funktionieren kann, darüber reden wir doch seit Jahren....

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 23:08 vor 977 Tagen @ Hannes 2619 Views

Völlig zweifelsfrei reichen bereits die bisherigen "Einspeisungen" (ohne die Balkonkraftwerke, die sind nur das Sahnehäubchen) dazu aus, das Netz massiv in Unruhe zu bringen. Das Abschalten der Atomkraftwerke und die politischen Aktionen der letzten 2 Jahre haben ein Übriges dazu getan.

Bereits vor 3 - 4 Jahren wurde in Expertenkreisen diskutiert, dass ein "Blackout" kommen würde. Die Frage sei nicht OB, sondern WANN. Genau diese Dinge wurden hier im Forum in etlichen Diskussionsfäden besprochen und die vorhandenen Videos zu dem Thema wurden ebenfalls verlinkt.

WARUM regt ihr euch jetzt auf?????????

Weil Frankreichs Atommeiler jetzt wieder alle laufen und ihr hofft, dass ihr darüber sicheren Strom bekommen werdet und der Blackout ohne die Balkonkraftwerke vermieden würde?

So ein Unsinn! Das System ist nicht "nachhaltig". Es fehlen grundlastfähige Anlagen. Die wurden in den letzten Jahren abgebaut oder zurückgebaut. DAS hat System, denn es erfolgte nur in Deutschland..... und in Teilen der USA wurde auch so ein Schwachsinn gemacht (und zusätzlich nichts ins Netz investiert). Warum wohl gibt es bei unseren Nachbarn und im Rest der Welt diese "Energieprobleme" nicht? Die Polen bauen Riesenbraunkohlewerke ... und "wir" kaufen dann den Strom. Die Franzosen nutzen ihre alten Atom-Dreckschleudern weiter... und wir kaufen den Strom. Für den überschüssigen Strom durch unsere "Zappelanlagen" müssen wir dann bezahlen, damit unsere Nachbarn den abnehmen......

ALLES seit JAHREN bekannt! Warum regt ihr euch jetzt auf?

Die Balkonkraftwerke werden DER SCHULDIGE sein! Genauso wie die Verbrenner für die "Klimakatastrophe" verantwortlich gemacht werden.
Endlich hat man einen Schuldigen gefunden für das, was seit Jahren/Jahrzehnten im Bereich Energiepolitik an falschen Weichenstellungen veranlaßt wurde..... DIE BALKONKRAFTWERKE..... was für ein Glück!

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Zum Elektroauto Grüße von Serpenteza: "China is Throwing Away Fields of Electric Cars - Letting them Rot!"

Olivia @, Freitag, 30.06.2023, 23:40 vor 977 Tagen @ Olivia 2780 Views

bearbeitet von Olivia, Freitag, 30.06.2023, 23:49

Vlt. ist er dem einen oder anderen noch bekannt. Ich hatte ihn früher ab und zu verlinkt. Hier spricht er über die Halden von Elektroautos, die offenbar in China vor sich hin verfaulen... wenn man das so sagen kann ....

https://www.youtube.com/watch?v=1SEfwoqKRU8

Nach der Werbung (ist leider so bei vielen Ami-Kanälen, die leben davon) bringt er die Geschäftsmodelle hinter diesen ganzen Schrotthalden. Die "Sharing-Ideologie". Bis 2018 bekam man dort offenbar massenhaft Investment-Geld wenn man Bike-Sharing Firmen startete. Resultat: RIESIGE Bike-Friedhöfe. Er bringt ein paar Bilder davon.... beeindruckend........ Als das Feld abgegrast war, kam dann das "Car-Sharing".... mit den entsprechenden Friedhöfen.....

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For entertainment purposes only.

Die Probleme sind ganz anderer Natur ...

NST @, Südthailand, Samstag, 01.07.2023, 04:37 vor 976 Tagen @ Olivia 2938 Views


Nach der Werbung (ist leider so bei vielen Ami-Kanälen, die leben davon) bringt er die Geschäftsmodelle hinter diesen ganzen Schrotthalden.

.... meiner Meinung nach ist auch dieses Video Bestandteil der Schrotthalde.

Meine finanzielle Grundlagen hatte mit einem Job verdient, der dem Bereich der Elektrotechnik angehört. Also etwas Ahnung hab ich davon.

Die Ahnung genügt, um zu wissen, dass ich sehr aufwendig mich mit der Komplexität die bei einer landesweiten Stromversorgung vorhanden ist, beschäftigen müsste, um sie nur halbwegs zu verstehen.

Was ich weiss und mit relativ einfachen Mitteln auch ausrechnen kann, ob sich Solarstrom finanziell unter den aktuellen Gegebenheiten rentiert oder nicht. Nein, das tut es derzeit nicht - nicht einmal in Thailand.

Auf einer Insel oder weit von der städtischen Versorgung entfernt, wäre das eine sinnvolle Investition - dort auch nur, weil eine Einspeisung in ein öffentliches Netz gar nicht zur Diskussion steht.

Es macht aktuell nur Sinn, dort wo es keinen Strom gibt, welchen zu erzeugen. Das Thema E-Auto stellt sich also überhaupt nicht, wenn man realistisch an die Sache rangeht. E-Autos rentieren nur in Käfigstädten und ähnlichen Umwelten.

Wie komme ich aber zu realistischen Betrachtungen - einfach in dem ich die Problematik dahinter analysiere.

Hier ist der Einstieg dazu - Narren des Zufalls: Die unterschätzte Rolle des Zufalls in unserem Leben Ersterscheinung war 2001 kurz nach 9/11

Autor Nicolas Taleb - sein bekanntestes Werk - das Nachfolgebuch - Der Schwarze Schwan.

Gleich am Anfang stellt er in Tabellenform folgende Gegensätze vor:

Glück vs. - Fähigkeiten
Theorie vs. - Realität
Glücklicher Narr vs. - Geschickter Investor
.....

3 Bsp. aus seiner Tabelle. Bei den Stichworten auf der linken Seite, dort finden sich mindestens 80% der Menschheit versammelt wieder - warum das so ist, genau das kann man in Talebs Büchern erfahren.

Man hat beim Lesen die Gelegenheit, sein eigenes Verhalten zu untersuchen. Die weiteren Bücher, die später noch erschienen sind, drehen sich im Kern immer um die gleiche Sache.

Ich habe dem Sohn nahegelegt - weil er im Studium, sprachlich im Schwerpunkt Deutsch studiert und noch nie ein deutsches Buch gelesen hat, damit zu beginnen. Er liest Kapitel nach Kapitel - ebenso wie ich auch, danach muss er mir den Inhalt wiedergeben - in mündlicher Form. So kontrollieren wir, ob er alles verstanden hat. Wenn er das schafft, ist er auf einem guten Weg.

Für mich ist es eine sehr interessante Wiederholung, denn dieses Buch war eine der Grundlagen, um meine Strategie die ich die vergangenen Jahre gefahren bin, noch einmal im Nachlauf zu betrachten.

Mir hat es sehr geholfen, mit dieser Brille die Welt zu betrachten.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Mit "Schrotthalden" waren keine Solarpanele gemeint, sondern das Geschäftsmodell, dass dieser Situation zugrunde liegt. Und das ist grauenhaft. Schau das Video nochmals an.

Olivia @, Samstag, 01.07.2023, 10:48 vor 976 Tagen @ NST 2633 Views

Es ist die totale Zerstörung und Ausbeutung der Umwelt, weil "Startups" mit jedem Blödsinn auf Teufel komm heraus "gefördert" (Investitionsvehikel) werden. Das Produkt ist eigentlich gleichgültig, die Abschöpfung der Finanzen ist das Ziel. Die Produkte werden dann auf riesigen Müllhalden "gelagert", vergammeln und zerstören zum 2. Mal die Umwelt. Das erste Mal durch den Abbau und die Kinderarbeit und das 2. Mal dadurch, dass das ganze Zeugs wieder zerfällt und den Boden vergiftet.

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