Das Versagen der Pädagogen in der Panik-Pandemie - Der Rückfall in die „Schwarze Pädagogik“
bearbeitet von Falkenauge, Freitag, 23.06.2023, 09:11
Die Schulen und Kindergärten sind in der Corona-Krise den Gewaltmaßnahmen des Staates obrigkeits- bzw. parteihörig gefolgt und haben zugelassen und mitgewirkt, dass den ihnen anvertrauten Kindern große Schäden zugefügt wurden, deren Ausmaß noch gar nicht abzusehen ist. Nur wenige Pädagogen haben sich selbstlos widersetzt und Konsequenzen in Kauf genommen. Jetzt, da selbst autoritäre Vertreter des Staates viele drastische Maßnahmen bis zu Schulschließungen als Unsinn und Fehler einräumen, herrscht bei den Pädagogen noch immer großes Schweigen. Bernd Schoepe, Politik-, Deutsch- und Philosophielehrer an einer Hamburger Stadtteilschule, hat früh seine Stimme erhoben und fordert auch im nachfolgenden Beitrag beharrlich eine pädagogische Aufarbeitung.
Das Versagen der Lehrer und Erzieher in der Panik-Pandemie:
Die schwarze Corona-Pädagogik und ihr beharrliches Schweigen
Plädoyer für eine pädagogische Aufarbeitung der Covid19-Krise
Von Bernd Schoepe
„Die Wahrheit lässt sich nicht mehr verstecken. Doch jetzt verstecken sich die Menschen vor der Wahrheit.“ Lehrer, Erzieher und ihre Verbände haben es in der Corona-Krise versäumt, sich vor die ihnen zum Schutz anvertrauten Kinder und Jugendliche zu stellen. Damit haben sich viele mitschuldig gemacht. Ein Plädoyer für eine pädagogische Aufarbeitung der Covid-19-Krise.
Schule und Lehrer unter Corona fielen – wieder – der schwarzen Pädagogik anheim
Gemäß den Schulgesetzen der Länder, so im Schulgesetz der Freien und Hansestadt Hamburg, in der ich bis Februar 2021 als Lehrer für die gymnasiale Oberstufe unterrichtet habe, haben Schule und Unterricht den Auftrag, „das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden ebenso wie das der Mitmenschen zu wahren (…) sowie für die Gleichheit und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten“. (1)
Artikel 6, Abs. 2 der nordrhein-westfälischen Landesverfassung besagt:
„Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung. Staat und Gesellschaft schützen sie vor Gefahren für ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohl. Sie achten und sichern ihre Rechte, tragen für altersgerechte Lebensbedingungen Sorge und fördern sie nach ihren Anlagen und Fähigkeiten.“
Diese Grundsätze und Grundrechte sind während der Corona-Zeit massiv missachtet worden. Das „körperliche und seelische Wohlbefinden“ litt drastisch unter Lockdowns, Masken-und Testzwang und einer monatelang andauernden sozialen Isolation der Kinder und Jugendlichen. Die „Gleichheit und das Lebensrecht aller“ Kinder wurden durch den Entzug von Bildung ebenso verletzt wie durch die stark vom sozialen Status der Eltern abhängigen Bedingungen beim home-schooling und das Verbot, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.
Die Kinder wurden zu Objekten obrigkeitsstaatlich agierender Regierungen degradiert. Sie wurden einem Wust von Maßnahmen, die noch dazu ständig wechselten, unterworfen, ohne je selbst gehört zu werden.
Die rigiden Regeln der Corona-Pädagogik waren:
• Nicht anfassen! Abstand halten!
• Nicht miteinander spielen!
• Nicht toben!
• Nicht frei bewegen!
• Nicht spontan sein!
• Nicht sich unbändig freuen! (Denn dann verrutscht die Maske!)
• Nicht berühren! Keine Zärtlichkeiten!
• Und: nicht frei atmen!
Das, was den jungen Menschen damit angetan worden ist, kann kaum anders als mit dem Ausdruck der „Schwarzen Pädagogik“ belegt werden. Unter diesem Begriff werden Erziehungsmethoden zusammengefasst, die mit Gewalt, Einschüchterung oder Angsterzeugung arbeiten.
Zur schwarzen Pädagogik
„gehören alle Handlungen, mit denen ein Kind unter Einsatz körperlicher oder seelischer Mittel zu bestimmten Handlungen bzw. zu einem bestimmten Verhalten gebracht werden soll, wie (…) Manipulation, Ängstigung, Liebesentzug, Isolierung, Misstrauen, Demütigung, Verachtung, Spott, Beschämung, Gewaltanwendung bis hin zur Folter.“ (3)
Denn obwohl spätestens nach dem ersten Lockdown hinreichend deutlich geworden war, dass die Maßnahmen teils auf übertrieben dargestellten, teils sogar auf evidenzlosen Annahmen gründeten, blieb das überaus strenge Regime an den Schulen über die gesamte Corona-Zeit hin bestehen.
Nie aber ging vom SARS-CoV-2-Virus allgemein eine so große Gefahr für die Gesundheit oder gar für Leib und Leben der Kinder, Lehrer und Eltern aus, dass dieses Regime dadurch gerechtfertigt gewesen wäre. Dafür rief es verharmlosend „Kollateralschäden“ genannte immense Folgen hervor, die sich tatsächlich zur größten Gesundheitskrise in der neueren Geschichte ausweiten sollten, von der insbesondere junge Menschen betroffen sind.
Die rigiden Maßnahmen hemmten die natürliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, setzten sie mindestens anderthalb Jahre unter Dauerstress- und Angst, stahlen ihnen wichtige Lebensjahre und zwangen sie unter ein lebensfeindliches Hygieneregime.
Man schreckte nicht davor zurück, den Kindern ¬ – gleichfalls ohne Evidenz – ein schlechtes, schuldbeladenes Gewissen einzubläuen (todbringende „Superspreader“, „Ihr seid schuld, wenn Oma stirbt“!), durch das sie von Angststörungen und Traumatisierungen noch viele Jahre, schlimmstenfalls
ihr ganzes Leben lang, heimgesucht und belastet werden.
Als Schwarze Pädagogik der übelsten Sorte lässt sich auch der z.T. von Lehrern und Schulleitungen ausgeübte Impfdruck und die Ausgrenzung und Diskriminierung maskenbefreiter und nicht-geimpfter Kinder bezeichnen. Kindern, deren Eltern die höchst fragwürdigen und medizinisch nicht begleiteten Tests ablehnten, mit denen die Schüler mehrmals die Woche traktiert wurden, wurde das Recht auf schulische Bildung genommen, denn gegen Schüler, die den Test verweigerten, wurden „Betretungsverbote“ der Schule verhängt.
Eltern, die sich schützend vor ihre Kinder stellten, mussten mit ansehen, wie ihnen Jugendämter unter Einsatz massiven Polizeiaufgebots die Kinder wegnahmen und sie in Pflegefamilien gaben.
Bericht einer Kinderärztin
Die Kinderärztin Dr. Andrea Knipp-Selke, Mitautorin der interdisziplinären Thesenpapiergruppe zum Themenkreis Covid-19 Schrappe et al., berichtete über Fälle von Kindern, die sich aufgrund großer psychischer Belastung durch schulischen Impfdruck, hilfesuchend und verzweifelt an ihre Praxis wandten:
„Der Druck auf die Jugendlichen sich impfen zu lassen, ist sehr groß. Das geht so weit, dass die Lehrer die Tafel aufklappen und auf der einen Seite stehen die ungeimpften Kinder und auf der anderen Seite die geimpften Kinder und die ungeimpften Kinder müssen sich dann täglich testen lassen. Ein anderes Kind erzählte uns, dass die Lehrerin jeden Morgen alle Schüler aufruft und sie fragt, ob sie geimpft oder nicht-geimpft sind, und die, die geimpft sind, bekommen einen Applaus und die nicht geimpften einen bösen Blick der Lehrerin oder werden aufgefordert sich dafür zu rechtfertigen.
Ein Schüler berichtete, dass, als er über den Schulflur lief, eine Lehrerin ihn anherrschte, ob er sich denn jetzt endlich habe impfen lassen, schließlich wolle man nicht wegen ihm sterben. Zu den Masken erinnere ich mich an ein Mädchen, das wegen der FFP-2-Maske im Sportunterricht zusammengebrochen ist. Dann kam die Lehrerin und riss ihr nicht etwa die Maske vom Gesicht, sondern wies sie an, mal flacher zu atmen. Oder: der Impf-Bus fährt vor der Schule vor und die Mittelstufenschüler gehen zur Impfung und der Impfpass wird am Eingang zum Impf-Bus durch die Oberstufenschüler kontrolliert, – so etwas wie ein Arztgeheimnis gibt es da nicht mehr. (…) Das ist sicherlich nicht an allen Schulen so. Aber es sind beileibe auch keine Ausnahmefälle. (…)
Was die Impfung betrifft, so hat keiner der Jugendlichen Angst vor der Infektion, sie wollen einfach nur ihr Leben zurück.“ (4)
Folgen der Isolierung und Angsterzeugung
Und heute? Ein befreundeter Kollege erzählt mir von der Situation in seinen Klassen. Ein Drittel der Schüler seien in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung. Massiv treten auf: Schlafstörungen, Depressionen, Lethargie, Antriebslosigkeit, völlige Hilf- und Orientierungslosigkeit in praktischen Dingen. Arhythmie bestimme immer noch das Leben eines signifikanten Teils der Schülerschaft. Die Lernrückstände seien besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern so groß, dass sich die Lücken kaum schließen lassen.
Den ausführlichen, aber lohnenden Artikel hier weiterlesen:
![[image]](images/uploaded/20231015005149652b37a5b0a39.png)