Keiner vom aktuellen politischen Personal hat sich nach oben geputscht - Sie sind ein aktuelles Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Plancius, Mittwoch, 21.06.2023, 15:34 (vor 987 Tagen) @ Olivia3262 Views
bearbeitet von Plancius, Mittwoch, 21.06.2023, 15:38

Sowohl ein Olaf Scholz, als auch eine Annalena Baerbock, ein Robert Habeck oder Christian Lindner, um nur ein paar Beispiele zu nennen, kommen nicht aus besonders privilegierten Schichten, sondern eher aus mehr oder weniger bürgerlichen Verhältnissen der Mitte der Gesellschaft.

Sie sind Parteimitglieder geworden und haben die Ochsentour durch Parteiveranstaltungen gemacht, haben unzählige Abende auf langweiligen Sitzungen verbracht und dort für sich selbst und die durch sie vertretenen Positionen geworben. In den Parteien haben sie Fürsprecher mit mehr oder weniger Einfluss gefunden, die sie dann unter den Parteimitgliedern populär gemacht haben. Vielfach sind sie durch Ehrgeiz getrieben, in der Partei aufzusteigen und haben sich dann Ämter an Land gezogen, entweder unter Mitwirkung der Fürsprecher oder weil andere einfach zu faul waren oder keine Zeit für so ein Amt hatten.

Irgendwann sind sie dann auf Parteitagen neben anderen Kandidaten für Ämter in der Führungshierarchie nominiert worden, wo sie sich dann dem Wettbewerb mit anderen Bewerbern stellen mussten. Einflussreiche Fürsprecher promoten dort natürlich ihre Schützlinge, aber auch jedes andere Parteimitglied hat die Möglichkeit, nur auf sich allein gestellt, sich für selbiges Amt zu bewerben.

Hier liegt es dann an jedem Parteimitglied, in sich zu gehen, dem eigenen Urteil zu vertrauen, ob die aufgestellten Kandidaten es wert sind, führende Ämter in der Partei bekleiden zu dürfen. Und eine Annalena Baerbock hat ihren Bildungshintergrund, ihre Artikulationsfähigkeit und ihre Intelligenz nicht erst als Außenministerin präsentiert, nein das war schon Jahre vorher bekannt, aber das grüne Parteivolk hat sie mit überdeutlicher Mehrheit bis nach ganz oben befördert, weil sie in ihrer Person die Interessen der Grünen am besten vertreten sehen.

Ab einer bestimmten Hierarchiestufe bekommt man dann natürlich Angebote, Teil bestimmter einflussreicher Netzwerke zu werden, um z.B. Transatlantiker zu werden. Man kann aber auch dann noch dankend ablehnen und z.B. seinen Schwerpunkt auf Russland legen, um die Beziehungen mit unserem östlichen Nachbarn zu intensivieren. Das ist dann alles Sache des Charakters , um dann mit seinen gegebenen Mittel die Punkte durchzuziehen, die man für richtig hält.

Und man muss natürlich auch Rückgrat haben, Angriffe der Medienmeute gegen einen selbst durchzustehen. Mein Gott, wie oft haben die Medien - oft auch unter der Gürtellinie - gegen Helmut Kohl gewettert. Er hat sich einen feuchten Kehricht darum geschert und ist auf seinem Kurs geblieben. Bis zum Schluss ist er ein Ehrenmann geblieben, hat zu seinem Ehrenwort gestanden, die Namen der Spender nicht preiszugeben, auch wenn man ihn dafür ins gesellschaftliche Abseits gestellt hat.

Es braucht keiner Amerikaner oder sonstiger dunkler Mächte, um die aktuell verhängnisvolle Politik in unserem Lande zu begründen. Es schaue sich nur mal ein jeder in seinem privaten Umfeld um, insbesondere etwas näher bei Akademikern oder Beamten und sonstigen Staatsbediensteten, viele von ihnen würden es auch nicht besser machen als unser aktuelles politisches Führungspersonal.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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