Kauf von Anlagegold in der Schweiz sinnvoll?

Otto Lidenbrock, Sonntag, 18.06.2023, 10:10 vor 989 Tagen 3772 Views

Ist ein Kauf von Anlagegold in der Schweiz aktuell sinnvoll?

Gold kann man in Deutschland an jeder Ecke kaufen, allerdings nicht anonym, da die Händler bei Beträgen oberhalb von 2.000 Euro keine Tafelgeschäfte mehr anbieten. Wenn man nicht mehr genug Verwandtschaft hat, um seine Anlage über mehrere Tafelgeschäfte zu tätigen, bleibt bei größeren Summen nur der Kauf auf Rechnung unter Angabe der Personalien.

Kauft man z.B. direkt bei seiner Hausbank, geht von dort eine Meldung direkt ans Finanzamt, d.h. der deutsche Fiskus weiß anschließend genau, wieviel Gold man besitzt. Sollte es in Deutschland in naher Zukunft zu größeren Verwerfungen kommen, könnten z.B. ein Goldbesitzverbot o.ä. Spielchen des Staates extrem unangenehm werden.

In der Schweiz liegt die Grenze für Tafelgeschäfte deutlich höher, nämlich bei 15.000 CHF. Zwar wäre der Kauf von Gold in der Schweiz aufgrund des Wechselkurses EUR/CHF augenblicklich teurer als in Deutschland, allerdings würde das deutsche Finanzamt von diesem Kauf nichts erfahren.

Lohnt sich der Aufwand?

Ein Teil deiner Fragen wird hier beantwortet:

Friedrich @, Sonntag, 18.06.2023, 10:21 vor 989 Tagen @ Otto Lidenbrock 3976 Views

Vermögensschutz - was tun, wenn der Staat nach dem Privatvermögen greift?

Unter anderem plant die EU, sich mit Hilfe eines Vermögensregisters und einem Finanzgeheimdienst heimlich Zugriff auf das Privatvermögen der Bürger zu verschaffen. In der aktuellen Ausgabe unserer Wirtschaftssendung hat sich Bernhard Riegler daher mit der Frage auseinandergesetzt, wie man sein Vermögen vor dem übergriffigen Staat schützen kann. Wertvolle Tipps hierzu gibt Thomas Bachheimer, Chefökonom der Goldvorsorge, der sich bereits seit längerem beruflich in Dubai aufhält.

https://auf1.tv/wirtschaft-auf1/vermoegensschutz-was-tun-wenn-der-staat-nach-dem-privat...

Vermögensregister soll kommen. Anscheinend für Werte über 200 K

sbm777 @, Montag, 22.07.2024, 15:25 vor 588 Tagen @ Friedrich 944 Views

Die Wirtschaftswoche hat eine Anfrage an die EU hinsichtlich Vermögensregister gestellt. Wie die Wiwo am 4. Juli 24 meldet, könnte die Einführung des Vermögensregisters kurz bevorstehen. Vermögensgegenstände mit einem Wert von mehr als 200 k sollen auf EU-Ebene zentral erfasst werden. Ich frage mich gerade, ob 200 K insgesamt die Höhe darstellt, ab der erfasst wird oder ob ein einzelner Vermögensgegenstand min. 200 K betragen muss. Vielleicht hat hier im Forum jemand weitergehende Infos und möchte diese teilen. Danke vorab.

Unter € 1 Mio.

Michael Krause, Sonntag, 18.06.2023, 17:18 vor 988 Tagen @ Otto Lidenbrock 3368 Views

würde ich mir da keine großen Gedanken machen. Da würde ich lieber aufpassen, dass Dir kein Ganove das Geld abnimmt oder Du es selbst verdaddelst.

Kommentar zu "Zwar wäre der Kauf von Gold in der Schweiz aufgrund des Wechselkurses EUR/CHF augenblicklich teurer als in Deutschland"

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 20.06.2023, 16:20 vor 986 Tagen @ Otto Lidenbrock 2026 Views

Hallo Otto Lidenbrock,

wenn Du Euros hast, entstehen Dir Kosten für den Erwerb von Schweizer Franken, sonst nichts.

Der Wechselkurs ist für den Goldkauf irrelevant.

Solange freier Warenverkehr zwischen den Ländern besteht und bei grenzüberschreitenden Transaktionen keine erheblichen Kosten entstehen, ist der Preis mehr oder weniger derselbe.

Wäre Gold in lokaler Währung notiert im Land A billiger als im Land B, würden Arbitrageure das Gold in A kaufen und in B verkaufen.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Ja, so ist es wohl!

Otto Lidenbrock, Dienstag, 20.06.2023, 17:20 vor 986 Tagen @ paranoia 1949 Views

Ja, das stimmt wohl so! Habe gerade eben ein paar Angebote unter Einbeziehung des Wechselkurses durchgerechnet und bin mehr oder minder auf ein solches Ergebnis gekommen. Allerdings sind die Kosten bei einem Währungstausch nicht unerheblich. Anonymität hat heutzutage eben ihren Preis.

Bei Pro Aurum ZRH kannst Du lt. Webseite auch in € bezahlen.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 21.06.2023, 09:31 vor 986 Tagen @ Otto Lidenbrock 1868 Views

Sieht so aus, als wenn die den Devisenkurs ansetzen. Ob das der billigste Höker bei den Helvetiern ist, das habe ich nicht recherchiert ... :-P

Grüße

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Afuera!

Frage zu Tafelgeschäften

Otto Lidenbrock, Donnerstag, 22.06.2023, 11:12 vor 984 Tagen @ FOX-NEWS 1830 Views

Wie verhält es sich eigentlich mit den Tafelgeschäften? In der Schweiz kann man bis zu einer Kaufsumme von 14.999 CHF den Goldkauf ohne Angabe von Personalien abwickeln. Man geht zu einem Händler, legt seine Euronen bar auf den Tresen (Tafel) und bekommt eine entsprechende Anzahl von Münzen ausgehändigt, ordentlich mit Rechnung, allerdings ohne Rechnungsempfänger.

Laut Gesetz dürfen solche Tafelgeschäfte nicht regelmäßig stattfinden, sondern dürfen nur sporadisch erfolgen. Allerdings konnte ich nirgends eine genauere Definition finden, was noch zulässig ist und was nicht mehr?

Beispiel: Nehmen wir an, ich wollte 50.000 Euronen in CH für den Kauf von Goldmünzen ausgeben. Jetzt könnte ich mir noch drei Freunde mitnehmen und wir vier könnten dann jeder für 12.500 Euronen bei einem Händler völlig legal entsprechende Tafelgeschäfte tätigen. So weit, so gut.

Wer oder was sollte mich aber daran hindern, mit diesen 50.000 Euronen allein zu vier verschiedenen Händlern zu gehen? Die wissen ja nichts voneinander, also kann keiner von ihnen wissen, dass ich mein Limit von 14.999 CHF bereits bei einem anderen Händler "aufgebraucht" habe, die Geschäfte sind ja anonym.

Ich spekuliere mal ...

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 23.06.2023, 08:49 vor 984 Tagen @ Otto Lidenbrock 1685 Views

1. Weiter oben wurde erwähnt, für Nichtschweizer liegt die Freigrenze bei 10000. Wenn Du also mit Euro ankommst, stellen sich offensichtliche Fragen.

2. Wahrscheinlich ist es nicht um Sinne der Vorschriften und Gesetze, wenn Du mehrere Geschäfte anfährst oder Leute mit deinem Geld losschickst ...

Grüße

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Afuera!

Eine Obergrenze von 10.000 für Nicht-Schweizer scheint es nicht zu geben (oT)

Otto Lidenbrock, Freitag, 23.06.2023, 09:09 vor 984 Tagen @ FOX-NEWS 1605 Views

Auf den Anschein würde ich mich nicht verlassen und nachfragen. (owT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 23.06.2023, 09:43 vor 984 Tagen @ Otto Lidenbrock 1583 Views

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Afuera!

Der Kauf von Anlagegold ist in der Schweiz in EUR zum exakt gleichen Preis wie in D möglich

Soham @, Mittwoch, 21.06.2023, 23:50 vor 985 Tagen @ Otto Lidenbrock 1843 Views

Ein Umtausch von EUR in SF ist für den Kauf von Anlagegold in der Schweiz nicht nötig. Sowohl pro aurum als auch Geiger Edelmetalle bieten in ihren Züricher Filialen den Kauf in EUR an. Bei den Preisen handelt es sich um exakt die gleichen Preise wie in den deutschen Filialen.
Es ist zu beachten, dass nur bis zu 10.000 EUR ohne Zollanmeldung in die Schweiz eingeführt werden dürfen. Bei der Einfuhr von Gold aus CH nach D werden Edelmetalle m.W. nicht als Bargeldgleich sondern als Ware angesehen - somit ist eine Zollanmeldung bereits schon bei einem sehr geringem Einfuhrwert erforderlich. Hat man allerdings ein Schließfach in der Schweiz (das bieten die Edelmetallhändler ja auch an), so kann man mit 10.000 EUR Bargeld über die Grenze fahren, dann davon Gold kaufen und dieses in den Schweizer Safe legen. Somit ist ein völlig anonymer Goldkauf in der Schweiz möglich.

Vielen Dank für die Info!

Otto Lidenbrock, Donnerstag, 22.06.2023, 11:04 vor 984 Tagen @ Soham 1784 Views

Ja, wenn man Gold aus Deutschland bzw. der EU ausführt, muss man dies beim deutschen Zoll angeben, wenn der Wert 10.000 EUR übersteigt. Dies geschieht direkt am Grenzübergang. Will man dann z.B. in die Schweiz, muss man die Einfuhr beim schweizer Zöllner ebenfalls anmelden. Kosten entstehen hierbei nicht, wenn es sich um Anlagegold handelt, also die handelsüblichen Münzen (Krügerrand, Maple Leaf, Philharmoniker etc.) oder entsprechende Barren. Nur bei historischen Münzen ist Vorsicht geboten, denn diese könnten steuerpflichtig sein. Es lohnt ein Blick in die entsprechenden Zollvorschriften.

Beim Grenzübergang aus Drittländern in die EU gelten Edelmetalle nicht als Barmittel

Soham @, Donnerstag, 22.06.2023, 14:33 vor 984 Tagen @ Otto Lidenbrock 1820 Views

Wenn du Edelmetalle in der Schweiz kaufst und nach Deutschland einführen möchtest, dann fallen diese nicht in die Kategorie Bargeld (ich glaube, dass Edelmetalle bei der Ausfuhr aus Deutschland unter die Kategorie Bargeld fallen - aber bei der Einfuhr aus einem Drittland tun sie das nicht). Die Zollformalitäten für die Einfuhr sind nicht trivial. Insofern lohnt sich m.E. ein anonymer Kauf von Edelmetallen in der Schweiz nur, wenn man sie auch in der Schweiz lagert und später dort wieder verkauft.

Hier ein Link mit einigen Informationen zu dem Thema:

Informationen zur Einfuhr von Edelmetallen aus Drittländern

Das gilt für die EU aber nicht für die Schweiz !

Soham @, Donnerstag, 22.06.2023, 18:23 vor 984 Tagen @ Otto Lidenbrock 2439 Views

bearbeitet von Soham, Donnerstag, 22.06.2023, 18:27

In der Schweiz gelten als Barmittel nur Münzen die im Umlauf sind. Insofern gelten Anlagemünzen aus Gold in der Schweiz nicht als Barmittel und sind als Handelsware bei Ein- und Ausfuhr grundsätzlich elektronisch anzumelden!

Siehe hier:

Was sind Barmittel in der Schweiz ?

Aber du hast natürlich recht - meine Beschreibung oben ist nicht richtig. Ich hätte schreiben müssen: " Beim Grenzübergang in die Schweiz gelten Edelmetalle (auch Anlagemünzen) nicht als Bargeld !

Sorry dafür [[zwinker]]

Eine mündliche Anmeldung am Grenzübergang genügt

Otto Lidenbrock, Donnerstag, 22.06.2023, 22:46 vor 984 Tagen @ Soham 1735 Views

Ich hatte vor einiger Zeit den schweizer Zoll direkt angeschrieben und schriftlich bestätigt bekommen, dass bei Einreise aus Deutschland über einen besetzten Grenzübergang eine mündliche Anmeldung genügen würde.

Ich hatte mein Gold in der Schweiz gekauft - ebenso das Silber ....

NST @, Südthailand, Freitag, 23.06.2023, 11:28 vor 983 Tagen @ Otto Lidenbrock 1701 Views

Ich hatte vor einiger Zeit den schweizer Zoll direkt angeschrieben und schriftlich bestätigt bekommen, dass bei Einreise aus Deutschland über einen besetzten Grenzübergang eine mündliche Anmeldung genügen würde.

..... zeitweise wurde es im Tresor zu Hause in Deutschland gelagert. Transportiert habe ich es dann über den Flughafen Zürich nach Thailand.

Das alles ist hier schon beschrieben worden. Wenn ich damals, beim erwerben mich dafür interessiert hätte, was der Zoll verlangt oder nicht .... dann hätte ich niemals Edelmetalle erworben. Die grüne Grenze kenne als Radfahrer genauso gut, wie die Zöllner.

Die einzige Frage war, was passiert bei der Ausfuhr aus der Schweiz nach Thailand. Auch dort hatte ich mich beim Zoll nicht angemeldet sondern war nur darauf vorbereitet, die Kaufbelege griffbereit zu haben.

Die Scanner hatten alles sofort richtig erfasst und ich wurde in eine Einzelkabine gebeten. Dort wurde dann alles genau geprüft - Personalien - Deutscher - Edelmetalle in der Schweiz mit Kaufbeleg erworben, kein Problem, keine weitere Nachfragen.

In Bangkok gelandet, einfach durch den Ausgang - nichts zu deklarieren.
Gold durfte auch schon damals nicht ohne Anmelden eingeführt werden .... von Ausländern.

Gold kaufen und transportieren ist das eine, es dann zu verkaufen etwas ganz anderes. In der Schweiz - im Westen, gilt der LMBA Standard. In Asien ein anderer Standard - andere Stempel etc.

Ohne Abschlag kann man das nicht überall einfach verkaufen - nur bei bestimmten Händlern. Verkaufst du das als Ausländer - wird das automatisch der Einwanderungsbehörde gemeldet. Die meldet sich dann bei dir ... wo ist die Einfuhr -Bestätigung. Verkauft das ein Inländer spielt das keine Rolle.

In einem fremden Land ist also einfach alles nicht so einfach. In Deutschland wirst du das dann auch nicht verkaufen können - legal, zumindest das Finanzamt wird dich kontaktieren.

Hauptsache ihr lebt in einer Demokratie - könnt im Winter heizen und im Sommer die Freibäder besuchen. Alles andere regelt sich wie von selbst oder man regelt es einfach selbst. Was vor mehr als 10 Jahren noch funktionierte wird wahrscheinlich heute nicht mehr funktionieren.

Das muss man auch wissen, wenn man Edelmetall kauft. Wenn man Edelmetalle problemlos handeln kann - in der Zeit braucht man sie nicht. Man braucht sie erst, wenn diese Freiheiten verloren sind. Erst dann werden sie ihr volles Potential entfalten.
Gruss

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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

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