So zu argumentieren, macht m.E. keinen Sinn

Otto Lidenbrock, Dienstag, 13.06.2023, 10:33 (vor 991 Tagen) @ MI1972 Views

Aus meiner Sicht macht diese Art der Argumentation, wem nun seit wann welches Gebiet gehört, keinen Sinn. Die Ausbreitung des Menschen begann vor vielen Hunderttausend Jahren, die Geschichte der Menschheit ist praktisch eine Abfolge von ständigen Eroberungen und Verlusten. Es entwickelten sich in permanenten Folge große Gemeinschaften, Reiche, die dann irgendwann wieder zerfielen, denken wir nur an Ägypter, Perser, Griechen und Römer.

Klar, auch die Russen haben sich im Laufe ihrer Geschichte die noch heute von ihnen beanspruchten, riesigen Flächen in Europa und Asien sukzessive durch "Landraub" erobert. Teil stießen ihre Siedler und Soldaten in unberührte Landstriche vor, teil eroberten sie Gebiete hinzu, die von anderen Menschen besiedelt wurden und vertrieben bzw. töteten diejenigen, die sich nicht unterwerfen wollten.

Gerade die Historie der Ukraine und der Krim ist eine sehr wechselvolle Geschichte, deren vollständige Darstellung sehr aufwendig wäre. Auf jeden Fall kamen auch die Vorfahren der Krimtataren nicht aus der Ukraine, sondern aus Zentralasien und ob sie tatsächlich die ersten Siedler auf der Krim waren, weiß keiner so genau.

Die wechselvolle Geschichte der Menschheit an irgendwelchen Daten festmachen zu wollen, um so Eigentumsrechte geltend zu machen, ist schwierig wenn nicht sogar unmöglich. Wahrscheinlich wird man immer irgendjemanden finden, der ältere Rechte beanspruchen kann.


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