Die deutsche Unternehmerfamilie Viessmann verscheuert ihr Zeug wohl jetzt nach Ami-Land, lese ich gerade.
Hi @Plancius,
Du titelst: "Die deutschen Unternehmer sind sich leider nicht bewusst, dass sie ihrer historischen Verantwortung nicht gerecht werden."
Das finde ich reichlich blauäugig! Was erwartest Du? Vaterlandsliebe? Von Unternehmen?
Unternehmen sollen Gewinn machen, das ist alles. Wenn ein Unternehmen keinen Profit macht, bestraft das Finanzamt das mit Einstufung in "Liebhaberei" (steuernachteilig). Nur als Beispiel, wie das hier läuft.
Wie kann man ernsthaft noch "volkswirtschaftliches Denken" hier in Deutschland fordern? Und dann noch von einem Unternehmen, "Nationales Verantwortungsbewusstsein"!?
Gerade Deine "hessischen Familienunternehmen" sind relativ gesehen zu den global agierenden Hintertanen doch nur spießige Kleinbürger! Erstere denken klein klein, für Letztere gilt doch "think big" (die haben einen GROSZEN PLAN, nicht VIESSMANN).
Dein "hessischen Familienunternehmen" wird wohl ihr Zeug jetzt verscheuern, prima Gelegenheit für diese Familie, dank GROSZEM PLAN (oder dank Habeck - so vielleicht leichter zu verstehen für einfacher Gestrickte unter uns).
Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/mittelstand/familienunternehmen-heizungsbauer-viessmann... schreibt, Auszüge:
"Heizungsbauer Viessmann vor Verkauf an US-Konzern Carrier Global
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Das hessische Familienunternehmen profitiert von der Energiewende. Berichten zufolge soll Viessmann jetzt vom Klimaanlagen-Hersteller Carrier Global übernommen werden.
Das hessische Familienunternehmen Viessmann steht offenbar vor einem milliardenschweren Verkauf in die USA.
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Einem Reuters-Insider zufolge bekommt die Familie den Kaufpreis zum Teil in Aktien, zum Teil in bar.
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Die überraschenden Verkaufsabsichten des Familienunternehmens Viessmann an die Amerikaner von Carrier Global ist ein Fanal für die Umbrüche am Heizungsmarkt – für Viessmann ist er aber fast typisch und folgerichtig.
Wärmepumpen gelten gerade in Deutschland als bevorzugte Heizungsform der Zukunft, nachdem die Energiewende nach den Vorstellungen der Bundesregierung das Aus für Gas- und Öl-Heizungen bringen soll.
Das 1917 von Johann Viessmann gegründete Unternehmen hat im vergangenen Jahr den Umsatz nach eigenen Angaben um 19 Prozent auf vier Milliarden Euro gesteigert, gut die Hälfte davon wurde im Ausland erwirtschaftet. Sowohl der Vorstandsvorsitz als auch der Aufsichtsrats-Chefposten sind in Familienhand. Viessmann beschäftigt rund 14.500 Mitarbeiter."
Dazu:
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Ich zolle Herrn Viessmann hohen Respekt, welches Engagement er in seiner Region zeigt. Selbiges gilt für die anderen mittelständischen Unternehmer eigentlich in ganz Deutschland, die der Wachstumsmotor der letzten Jahrzehnte waren. Vielfach sind ihre Firmen noch sehr patriarchalisch geführt, diese Führung verlangt in turbulenten Zeiten aber auch ein starkes Rückgrat und Führungsqualitäten.
Was erwartest Du?
Und gerade da versagen fast alle mittelständischen Unternehmer. Wer vorangeht, muss auch bei Gegenwind den Kopf hochhalten. Der Hirte verteidigt unter Einsatz seines eigenen Lebens seine Schafherde.
Wie gesagt, ich finde das blauäugig.
Stattdessen heult der Hirte mit den Wölfen und wirft jenen seine Herde zum Fraße vor. Offensichtlicher als z.B. Wolfgang Grupp kann man sein Land nicht verraten, wenn man offen die Grünen wählt und unterstützt.
Wie vor.
Aber wahrscheinlich sind die mittelständischen Unternehmer keine Führungspersönlichkeiten, sondern nur kleinkarierte Krämerseelen.
Krämerseelen, ja! So kann man es auch sagen. Jedenfalls keine für ihr Volk verantwortlich handelnden "Führungspersönlichkeiten" (was erwartest Du von Denen denn noch?! Die wollen Knete, Kohle, Kies!).
Gruß Plancius
Gruß
H.