Guten Morgen Ikonoklast!
Da ich so direkt angesprochen werde, muss ich ja auch antworten. Es geht um zwei Themen, zuerst also Blockchain plus Kryptogeld.
Insbesondere die sog. 'Smart Contracts' sollten besondere Erwähnung finden:
Einen Nutzen der BC-Technologie streite ich absolut nicht ab. Da so viel Austauschprozesse heute (aber nicht ewig ...) sich im digitalen Raum abspielen, ist das berechtigte Interesse da, sich zu schützen und abzusichern. Und warum nicht mit der BC-Technologie - mal abgesehen davon, dass sie Strom braucht und man immer an zwischengeschaltetete Dienstleister gebunden ist? Im Prinzip gilt das dann auch für Geldtransfers mit der BC-Technologie. Auch hier ist nichts dagegen einzuwenden.
Ein vorübergehender Hype waren (aus menschheitsgeschichtlicher Perspektive gesehen) die ganzen Kryptowährungen. Wird in 30 Jahren niemand mehr davon reden. Mag sein, dass da Idealisten und wohlmeinende Anarchisten am Werk waren, und ich gönne jedem sein Glück, der es bei Kryptos gefunden hat. Auf 'freiem' Geld allein lässt sich aber keine Gemeinschaft und keine Zukunft (für uns alle ...?) gründen. Da braucht es schon ein wenig mehr dazu.
Es war zu erwarten, dass die Kryptos den gleichen Wegen folgen würden, wie die bisherige Geschichte des Menschen: überall gibt es Kriminelle und Asoziale. Und die werden mit Kryptos auf gar keinen Fall heiliger. Außerdem war zu erwarten, dass auch die herrschende Klasse sich irgendwann der Kryptos bedient - falls die Kryptos von denen nicht sogar erfunden wurden. Und wenn die herrschende Klasse keine Kryptos mehr will, dann kann sie das ganze Theater wieder beenden. Wofür es mindestens 100 verschiedene Optionen gäbe. Die herrschende Klasse ist, falls das noch nicht allgemein bekannt wäre, sehr einfallsreich und findig ...
Natürlich auch 'die Unterschicht', siehe etwa hier:
https://t.me/witzigevideoclips, am Freitag 21.04.2023 um 14:28 dort eingstellt, Wiedergabe eines Videos von TikTok@fanslaugh9523, Stichworte "Die Chinesische Rothschild Horror Gesichtserkennung sehr geil Ausgetricktst UND auch noch umsonst eingekauft!". [@Weiner weiß nicht, wie man so was hier direkt verlinken kann.]
Damit zurück zu unserem Standardthema
Es geht nicht nur um die digitale Verwaltung, vielmehr um die digitale Verwahrung von Menschen.
Verwahrung klingt etwas mysteriös. Handelt es sich bei den zu verwahrenden Menschen um wertvolle Dinge, die man bewahren will? Oder handelt es sich um böse Menschen, vor denen man sich schützen will? Was ist gemeint: Tresor oder Haftanstalt? Oder vorläufiger Abfalleimer bis zur endgültigen Entsorgung?
Ich habe hier vor einger Zeit mal geschrieben, dass sich die menschliche Geschichte der letzten 6000 Jahre in einem magischen Dreieck bewegt, u.z. zwischen (1) Überschußproduktion, die durch (2) wirtschaftliche und technische Arbeitsteilung ermöglicht wird und durch (3) politische Organisation stabilisiert werden muss. Zur letzteren gehört u.a. die Verteidigung des Überschusses gegen äußere Angriffe (Raubversuche) sowie dessen gerechte Verteilung im Innern der Überschüsse produzierenden Gemeinschaft.
Wenn man will, könnte man die politische Organisation aber in die Arbeitsteilung mit integrieren. Denn für Politik etc. braucht man eben auch spezifische Fähigkeiten, die nicht jeder hat bzw. erlernen und entwickeln kann. Es sollte sich alles am Ende zu einem guten Ganzen fügen, und zwei Dinge müssen gewährleistet sein: erstens die Effizienz der Überschußproduktion bzw. davon abgeleitet die Reproduktionsfähigkeit, sowie zweitens die gerechte Verteilung dessen, was dann noch übrig bleibt. Nichts zerreibt die innere Stabiliät eine Gesellschaft mehr, als Gier, Neid, Ungerechtigkeit. Da sind wir Menschen immer noch sehr empfindlich, weil wir, nicht lange zurück, uns aus dem Tierreich herausentwickelt haben ...
https://www.welt.de/videos/video145802995/Affen-wollen-Trauben-keine-Gurken.html (Frans de Waal Experiment / dürfte hier bekannt sein)
Wenn wir heute mit so extremen Ansichten konfrontiert werden, wie sie hinter der DEPOPULTATION stehen oder dem TOTALITARISMUS, dann ist dies eben ein Indiz dafür, dass wir von ausgleichender Gerechtigkeit sehr weit entfernt sind. Stattdessen haben wir einerseits eine extrem kompetente herrschende Elite (materielles und intellektuelles Vermögen) und andererseits haben wir, aus Sicht dieser Elite, zuuuu viele Fresser, die nur den Planten kaputtmachen und eigentlich zu nichts nütze sind. Also werden diese nutzlosen Fresser - so gut und so lange es eben geht - bis auf den letzten Tropfen Blut ausgepresst. Und dann weggeworfen. Das wenigstens ist die Idee ...
Selbst wenn man, wie ich es ja auch tue, von Hirten und Schafen redet, dann gibt es immer noch die Option, dass der gute Hirte seine Schafe liebt - und umgekehrt die Schafe den guten Hirten. Das heißt, dass eine Arbeitsteilung denkbar ist, in der man sich gegenseitig wertschätzt und sich gegenseitig fair behandelt.
Das eigentliche Problem liegt für mich deshalb darin, dass sowohl die herrschenden Elitisten wie auch die Ausgebeuteten und Weggeworfenen Schaden nehmen an ihrer Seele. Der Mensch, der sich erst vor wenigen 10.000 Jahren zu entfalten begonnen hat und so viele kostbare Anlagen und Begabungen zeigt, ist schon wieder vom Aussterben bedroht. Aber warum sollte es ihm besser gehen als anderen Arten? Die Natur hat, ob bei den Bibern, Erdmännchen oder Nacktmullen, noch einiges in Reserve. Und Zeit hat sie auch.
Könnte natürlich auch sein, dass der Mensch in demnächst einen neuen Evolutionssprung schafft ...
Wurde das hier schon auf dem Forum geteilt?
https://sciencefiles.org/2023/04/18/dammbruch-erster-juristischer-beitrag-zu-covid-19-m...
Wünsche in diesem Sinne eine gute neue Woche!
Weiner