Deflationäre Depression - das neue Hauptthema?

Ankawor @, Donnerstag, 20.04.2023, 11:06 vor 1046 Tagen 3170 Views

Ich mache das mal als neuen Faden auf, denn sollte es so kommen, wird das hier das Hauptthema.

Offensichtlich bisher unbeachtet schrieb Rybezahl heute morgen

"Willkommen in der Deflationären Depression."

und untermauerte das mit ein paar Zahlen der EZB, M1 fällt, M3 wächst langsamer.

Siehe https://dasgelbeforum.net/index.php?id=635150

Vor drei Wochen legte Flassbeck dar, warum die Inflation sehr schnell zu Ende kommen würde:

https://dasgelbeforum.net/index.php?id=633917

Zur Deflation hat Ashitaka hier viel geschrieben.

Da zu Rybezahls Eröffnung des Themas niemand was geantwortet hat, habe ich mal die künstliche Intelligenz in Form von GPT4 dazu befragt. Hier die Fragen und Antworten.

Wenn M1 fällt und das Wachstum von M3 zurückgeht, ist das ein Anzeichen für eine deflationäre Depression?


Ein Rückgang der Geldmenge M1 und ein verlangsamtes Wachstum der Geldmenge M3 können auf eine deflationäre Tendenz in der Wirtschaft hinweisen, aber es ist nicht unbedingt ein sicheres Zeichen für eine deflationäre Depression.

Eine deflationäre Depression wird normalerweise durch einen langfristigen Rückgang des allgemeinen Preisniveaus und einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit gekennzeichnet. Die Ursachen können komplex sein, aber sie beinhalten oft einen Rückgang der Geldmenge und der Kreditvergabe sowie eine Zunahme der Sparneigung der Verbraucher.

Ein Rückgang der Geldmenge M1, die eng mit der kurzfristigen Liquidität verbunden ist, kann auf eine Einschränkung der Kreditvergabe durch Banken oder eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld hinweisen. Dies könnte vorübergehend zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität führen, aber es muss nicht zwangsläufig zu einer deflationären Depression führen.

Ein Rückgang des Wachstums der Geldmenge M3, die die gesamte Geldversorgung der Volkswirtschaft umfasst, kann auf eine geringere Nachfrage nach Krediten und eine Verringerung der Kreditvergabe durch Banken hinweisen. Dies kann ebenfalls eine deflationäre Tendenz in der Wirtschaft signalisieren, aber es muss nicht unbedingt zu einer deflationären Depression führen.

Andere Faktoren wie die Wirtschaftspolitik, internationale Handelsbeziehungen und technologische Veränderungen können ebenfalls eine Rolle spielen. Eine sorgfältige Analyse aller Faktoren ist notwendig, um zu bestimmen, ob eine deflationäre Depression wahrscheinlich ist.


Welche Folgen hätte eine deflationäre Depression?


Eine deflationäre Depression kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft haben. Einige mögliche Folgen sind:

Rückgang der Wirtschaftstätigkeit: Eine deflationäre Depression kann zu einem Rückgang der Produktion und des Handels führen, da Unternehmen aufgrund sinkender Preise und sinkender Nachfrage weniger Einkommen und Gewinne erzielen. Dies kann wiederum zu Arbeitslosigkeit und einem Rückgang der Einkommen führen.

Erhöhte Schuldenlast: Da die Preise fallen, erhöht sich der reale Wert der Schulden, was für Unternehmen und Verbraucher eine höhere Schuldenlast bedeutet. Dies kann zu Konkursen und finanziellen Problemen führen.

Sinkende Investitionen: Unternehmen können aufgrund sinkender Nachfrage und sinkender Einkommen weniger in neue Investitionen und Innovationen investieren, was wiederum das langfristige Wachstum der Wirtschaft beeinträchtigt.

Deflationsspirale: Wenn die Preise fallen, können Verbraucher und Unternehmen dazu neigen, ihre Ausgaben zu reduzieren, da sie erwarten, dass die Preise weiter fallen werden. Dies kann zu einer Deflationsspirale führen, bei der die Preise weiter fallen und die Wirtschaft stagniert.

Soziale Auswirkungen: Eine deflationäre Depression kann zu sozialen Spannungen und Unruhen führen, da Arbeitslosigkeit und Einkommensverluste zu steigender Armut und Ungleichheit führen können.

Insgesamt kann eine deflationäre Depression zu einer längeren Rezession führen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft hat. Aus diesem Grund ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um deflationäre Tendenzen zu verhindern und wirtschaftliche Stabilität zu fördern.


Würde sich eine deflationäre Depression langsam entwickeln oder käme sie eher sehr schnell?


Eine deflationäre Depression kann sich sowohl langsam als auch schnell entwickeln. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen können, mit der sich eine deflationäre Depression entwickelt.

In der Regel entwickeln sich deflationäre Tendenzen langsam über einen längeren Zeitraum. Eine allmähliche Abnahme der Nachfrage und der Produktion kann zu einem Rückgang der Preise und zu einer Deflation führen. Dies kann zu einer Reduktion der Investitionen und des Konsums führen, was wiederum die Wirtschaft weiter abbremst.

Allerdings kann eine deflationäre Depression auch sehr schnell eintreten, insbesondere wenn es zu plötzlichen Ereignissen wie einer schweren Finanzkrise kommt. In diesem Fall können die Banken die Kreditvergabe einstellen, was zu einem Rückgang der Nachfrage, zu sinkenden Preisen und zu einer Deflation führt.

Es gibt auch Fälle, in denen eine deflationäre Depression sich über einen längeren Zeitraum langsam entwickeln kann, aber dann durch eine plötzliche Krise, wie eine Bankenkrise oder eine Wirtschaftskrise, beschleunigt wird.

Insgesamt kann eine deflationäre Depression sowohl langsam als auch schnell eintreten, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Dynamik des Marktes, der Wirtschaftspolitik und externen Faktoren wie internationalen Ereignissen oder Naturkatastrophen.

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Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.

Das stimmt so nicht ...

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 20.04.2023, 11:55 vor 1046 Tagen @ Ankawor 2347 Views

Ein Rückgang der Geldmenge M1, die eng mit der kurzfristigen Liquidität verbunden ist, kann auf eine Einschränkung der Kreditvergabe durch Banken oder eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld hinweisen. Dies könnte vorübergehend zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität führen ...

Zunächst: "erhöhte Nachfrage nach Bargeld" kann NICHT zum Rückgang der Geldmenge M1 führen, da Bargeldbestände der Nichtbanken zur Geldmenge M1 (= Liquidität) gehören.

Und weiter: Rückgang der Geldmenge M1 ist
_ 1) entweder Zeichen für sinkende Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben,
_ 2) oder Zeichen für sinkende Nachfrage nach Krediten.

1) und 2) können auch gleichzeitig wirksam sein. Ich denke, beides trifft - infolge der gestiegenen Kreditzinsen - wegen der aktuell steigenden Zahl von Insolvenzen insbesondere bei den KMUs (auch im Einzelhandel u.a.) = "Rückgang der wirtschaftlichen Tätigkeit".

Mit Gruß, Beo2

Ergänzung zu "Rückgang der vorhandenen Geldmenge M1 (Liquidität) ..."

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 20.04.2023, 18:58 vor 1046 Tagen @ Beo2 1479 Views

Ich habe bereits geschrieben:

Rückgang der Geldmenge M1 ist
1) entweder Zeichen für sinkende Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben,
2) oder Zeichen für sinkende Nachfrage nach Krediten. 1) und 2) können auch gleichzeitig wirksam sein ...

Ich möchte mich ergänzen:

3) Die Geldmenge M1 (Giralgeld + Bargeld der Nichtbanken) kann auch durch Umschichtung von Giralgeld (M1) in befristete Sparguthaben (M2 oder M3) sinken.

Mit Gruß, Beo2

btw GPT

Arbeiter @, Donnerstag, 20.04.2023, 12:43 vor 1046 Tagen @ Ankawor 2314 Views

Ich teste immer noch ab uns zu, in der Hoffnung es mal für irgendetwas brauchen zu können.
Vielleicht kann es mal als Einstieg bei manchen Themen etwas bringen.
Aber insgesamt lügt sich GPT etwas zusammen, daß sich nur so die Balken biegen.
Selbst bei sachlichen Themen fernab von Gesundheit Politik und Klima.
(Bei solchen Themen chatte ich quasi mit Faktenfinder.)
Ach so und dann noch veraltete Datenbasis 2021.

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