Hallo Kaladhor, liebe Foristen,
weil es sich hier einfach so schön einfügt möchte ich den Kern meiner Erkenntnisse und die sich daraus ergebende Lösung für die Probleme an dieser Stelle (noch) einmal darlegen.
Jeder möge sich bitte zunächst die beiden Artikel von Danisch durchlesen, sie sind wirklich die Zeit für's Lesen wert.
Dann will ich sagen, es ist für jede Form von Herrschern klar, dass diese von Generation zu Generation dümmer werden. Das liegt in der Natur der Sache, den ungeheuren Privilegien von Herrschenden begründet. Jeder der diese Privilegien einmal hat oder in absehbarer Zeit bekommen wird, ist darauf bedacht, diese Privilegien möglichst langfristig zu behalten. Merkel hatte dafür als "quasi erste Amtshandlung" die potentiellen Konkurrenten aus der CDU gedrängt.
Kein Herrscher will hinter sich in der zweiten Reihe Leute wissen, die intelligenter, gerissener oder nur irgendwie anderweitig besser sind als er selbst. Er wird alle Anwärter hinter sich so sortieren, dass schlaue/bessere Kandidaten stets rechtzeitig aussortiert werden. Denn wäre dort ein bessere Nachfolger, dann wäre seine Amtszeit unnötig stark durch eine vorzeitige Ablösungsmöglichkeit gefährdet. Was ohne entsprechende Bewerber viel schwerer fällt. Das ist bei den Alt-Parteien seit Jahrzehnten zu beobachten. Weshalb auch von Wahl zu Wahl das Personal immer schlechter wird. Bei der SPD, wo es besonders viele Generationswechsel gab, sind die Kandidaten schon lange und heute besonders dumm. Als der dumme Maas aus dem Saarland abtrat, wer kam nach? Es gibt zig Beispiele dafür und man sah auch, wie gute Kandidaten, die eigene Meinungen hatten, frustriert das Handtuch warfen. Dieses Verfahren hat sich längst überall etabliert und natürlich haben die Herrschenden auch spätestens mit der 68er Bewegung gemerkt, dass zu intelligente Bürger ebenfalls ihrer Machtausübung und damit ihren Privilegien gefährlich werden können. Und natürlich hat man das Bildungswesen nicht mehr so ausgerichtet, wie das früher der Fall war, so dass die Nation erfolgreicher werden konnte im internationalen Wettbewerb, nein, man war da ja in der 1. Liga und jetzt galt es nur die eigene Stellung zu wahren. Und so wurde das Bildungswesen so ausgerichtet, dass man dumme aber folgsame Untertanen anstatt solcher bekommt, die eigenständig denken können.
Und wo das alles hinführen wird, ist sonnenklar: In Verarmung und den Untergang. Spengler lag da völlig richtig. Er konnte es nur nicht selbst beobachten und verstehen, was da abläuft.
Nur ist mit dem Verständnis für die Entwicklung auch die Lösungsmöglichkeit offensichtlich:
Wir müssen die Herrschaft von Menschen über Menschen abschaffen, weil die damit verbundenen Privilegien heute für eine Weiterentwicklung der Menschheit nicht mehr gebraucht werden, sondern dieser Weiterentwicklung direkt im Wege stehen.
Das war früher nicht der Fall. Weil früher der Untergang der Herrschenden keinen Systemkollaps ausgelöst hat. Weil die Herrscher sich niemals so sicher wähnen konnten, wie das die heutigen Herrscher in der ersten Welt sein können und wie es auch deren Nachfolgern in Asien mittelfristig ergehen würde.
Früher war jeder Untergang der Herrschenden eine Chance, ein neues Herrschaftssystem zu beginnen, dass besser lief als das vorherige. In der Regel wurden den Untertanen mehr Freiheiten gewährt, was die Systeme erfolgreicher und stabiler machte. Gerade der Gewinn an Freiheit machte es auch für die ständig intelligenter werdenden Untertanen erträglicher die Beherrschung nach wie vor zu ertragen. Nur heute, wo die Herrschenden die Freiheit einschränken, was immer der Fall war, wenn der Untergang des Herrschaftssystem sich ankündigte.
Man muss auch verstehen, dass es für jede Gesellschaft unverzichtbar ist, dass Abgaben verlangt werden. Gelang es den Menschen früher die Herrschaft abzuschütteln musste sich die Gesellschaft immer auflösen, weil der von Geld erzeugte Arbeitszwang, wegfiel und damit, wie bei den Kommunisten, der Mangel begann, der immer beim Verhungern enden würde. Meist gab es dann bereits vorher einen Machtwechsel bzw. einen neuen Machthaber, der wieder anfing Steuern einzutreiben.
Die Entwicklung der Menschheit lag bislang immer in den Händen der Herrschenden. Dies ist vergleichbar mit der Entwicklungsphase eines Kindes, das bis zur Volljährigkeit von den Eltern mit weitgehender Weisungsbefugnis erzogen wird. Erst wenn ein gewisser Grad an Eigenständigkeit gesichert ist, werden die Kinder in die Eigenverantwortung entlassen. Dieser Punkt ist jetzt aus den oben geschilderten Gründen erreicht. Vater und Mutter (Die Herrscher) werden nicht mehr gebraucht. Das Wissen und die Fähigkeiten der normalen Menschen reichen aus, um die bisherigen Herrschaftsaufgaben auch anderweitig zu realisieren.
Das Kind kann sich damit ab sofort eigenständig und in Freiheit und damit besser entwickeln. Nur so können wir die Manipulationstechniken der Herrschenden und deren Überwachungswahn wieder loswerden. Außerdem können wir das Bildungswesen reformieren und wieder für leistungsorientierte Bildung sorgen. Dann wird es auch schnell wieder besser werden.
Bis dahin müssen wir Vertreter der Boomer-Generation, die wir uns um die Belange der Gesellschaft leider nie sehr ausführlich gekümmert haben, noch nachsitzen, und den Laden am Laufen halten. Uns bleibt nichts anderes übrig, weil diejenigen, die unsere Rente bezahlen sollten, haben wir leider nicht in die Welt gesetzt und auch deshalb nicht ausgebildet. Dafür können wir jetzt auch keine Rente beziehen, sondern werden wohl oder übel zumindest in Teilzeit weiterarbeiten müssen. Ich denke aber, wir können wenigstens das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und wer rüstig ist könnte auch im Ausland die Chance als Ausbilder wahrnehmen. Die Menschen in der Dritten Welt sind wahrscheinlich durchaus bereit für Bildung angemessen zu bezahlen und die Rentenlücke ließe sich so schließen.
Alle Krisen, ob Corona, Klima oder Ukraine und die unsägliche Dummheit der Ampel sind notwendig, damit die Menschen aufwachen, und sich der von mir geschilderten Lösungsmöglichkeit anschließen. Denn ohne eine Aktivität und Verantwortungsbereitschaft der Menschen, wird sich die Lage nicht bessern. Dazu muss aber endlich einer verantwortungsbereiten Minderheit klar werden, auf die positiven Wirkung von Herrschaft zu setzen, eine Utopie ist, eine Utopie sein muss, weil Herrscher eben immer zuerst ihre Macht erhalten müssen, bevor sie an dritter Stelle an das Volk denken können. Vorher müssen noch die Freunde bedacht werden, die einen an die Macht gebracht haben, was man bei den Grünen in jeder Beziehung bestens beobachten kann. Egal ob beim Bezug überteuerten Fracking-Gases oder bei Waffenlieferungen gegen Russland, stets werden die Interessen der US-Eliten vor die der deutschen Bevölkerung gestellt.
Die verantwortungsbereite Minderheit muss den Laden demnächst übernehmen. Wie das gehen kann, können wir später diskutieren.
Wie immer bin ich für Kritik und Anregungen dankbar.
Grüße
Morpheus
--
-------------------------------------------