Grönländische Gletscher, Beaufort-Wirbel, 50. Breitengrad (Mainz)

Ankawor, Montag, 10.04.2023, 12:34 (vor 1061 Tagen) @ Ostfriese4576 Views

Über das Schwächeln des Golfstroms wird schon lange diskutiert und ebenso lange verfolge ich das. Deshalb kann ich nicht alles mit Links belegen, aber Interessierte finden sie bestimmt.

Das Schmelzen grönländischer Gletscher wird stark überschätzt, hieß es vor ein paar Jahren. Denn wenn die größten Teile eines Gletschers in Bereichen mit Temperaturen um minus 10 Grad liegen und die globale Erwärmung lässt die Temperatur auf minus 8 Grad steigen, schmilzt da nicht so viel.

Von anderer Stelle ist aber ein Zufluss von Süßwasser zu erwarten und damit ein sinkender Salzgehalt: Vom Beaufort-Wirbel (suche nach "Beaufort Gyre"), der in der Vergangenheit ungefähr alle sieben Jahre seine übliche Drehung im Uhrzeigersinn umgekehrt hat und damit große Mengen kalten Süßwassers, die sich während der sieben Jahre dort angesammelt haben, dann durch die Labradorsee in den Nordatlantik leitete.

Bei den in der Vergangenheit beobachteten Ereignissen dieser Art kam es immer zu einer merklichen Abkühlung in Europa, z. B. in den 80er Jahren. Diese Umkehrung der Drehrichtung ist nun allerdings seit 18 Jahren überfällig. Kommen wird sie aber, sagen die Experten. Nur je länger sie auf sich warten lässt, desto größer wird die Menge des kalten Süßwassers sein und desto größer die Abkühlung. Und zwar keine Abkühlung über lange Zeit, sondern relativ plötzlich, innerhalb von Wochen.

Und das Wetter wie im Mainz, wie von @paranoia beruhigend erwähnt, ist ein Denkfehler. In Mainz ist es nur wegen dem derzeitigen Golfstrom so angenehm. Ohne Golfstrom könnte man z. B. Ontario in Kanada als Beispiel nehmen, wo es im Winter schon mal minus 40 Grad geben kann.

MFG

Ankawor

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Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.


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