Frohe ...Kunde: Der geheimnisvolle nordatlantische Klimazyklus - oder: Warum wird über die kommende Abkühlung in Europa nicht berichtet?

Reffke @, Narragonien, Montag, 10.04.2023, 01:26 vor 1055 Tagen 7356 Views

bearbeitet von Reffke, Montag, 10.04.2023, 01:31

Hallo allerseits,

Die Vernunft ist auferstanden...
Es lohnt, sich dieses neue Video im YT-Kanal von EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie) anzusehen: Starker Tobak! [[zigarre]]
Der geheimnisvolle nordatlantische Klimazyklus - Klimaschau 143
https://youtu.be/3p1c7pMYo-4

Alle Info/Links des Videos sind aufgelistet unter dem Video: Mehr zeigen drücken!
▬ Links ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬

z.B. Zitat von Fritz Vahrenholt (KlimaNachrichten Redakteur) aus dem ersten Link zu den Klimanachrichten:
Warum wird über die kommende Abkühlung in Europa nicht berichtet ?

Erstaunlich ist, dass bislang nicht eine einzige deutsche Tageszeitung über diese Mut machende Botschaft berichtet hat. Dagegen erhalten der apokalyptische Wahn der mit amerikanischen Stiftungsgeldern finanzierten “letzten Generation” breiten Raum und wohlwollende Richter. Kaum jemand stellt das falsche Narrativ der “Kleber” in Frage. Wer solche Nachrichten über eine bevorstehende Abkühlung unterdrückt, macht sich mitschuldig an der politisch bedingten Zerstörung unseres Gemeinwesen.
...
Die Veröffentlichung der Klimaforscher aus Kiel, Hamburg, Bergen, Venedig und Houston bringt uns eine weitere wichtige Erkenntnis. Die Erwärmung der Jahre 1980 bis 2015 war massgeblich von der warmen Phase des Atlantiks geprägt. Wir können abschätzen, dass ein bedeutender Teil der Erwärmung diesem natürlichen Zyklus zuzuschreiben ist. Dieser Zeitraum wird aber u.a. zugrundegelegt um Temperaturprognosen in die Zukunft vorzunehmen. Die Modelle schlagen aber den natürlichen Erwärmungsbeitrag dem CO2-Effekt zu. Dieser falsch berechnete, höhere CO2-Effekt wird in die Zukunft fortgeschrieben. Modelle, die die natürlichen zyklischen Einflüsse nicht berücksichtigen – und das können die Modelle noch nicht – kommen so zu viel zu starken Erwärmungsprognosen.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es eine Vielzahl von Veröffentlichungen gibt (etwa diese, an der Matthes und Omrani beteiligt waren, Solar forcing synchronizes decadal North Atlantic climate variability), die eine Kopplung der Stärke der Solarzyklen mit der Nordatlantischen Oszillation für wahrscheinlich halten. Der letzte Solarzyklus von 2008 bis 2019 war der schwächste seit 100 Jahren. Der augenblickliche Zyklus entwickelt sich bislang genauso schwach. Die Eindimensionalität der Klima- und Energiedebatte, die darin gipfelt, dass allein die CO2-Emissionen unsere Klima bestimmen, ist schon erschreckend.
Siehe weiter:
https://klimanachrichten.de/2023/01/07/fritz-vahrenholt-globale-erwaermung-wird-eine-pa...

Sensationell...
Siehe auch YT-Kanal:
https://www.youtube.com/@EikeKlimaEnergie

Hier noch ein Tipp:
Zusammenhang von Erdtemperatur und CO2 | Ganteför Klimageschichte #9

Die weitverbreitete Ansicht, dass es einen Zusammenhang von Erdtemperatur und CO2-Konzentration in der Atmosphäre gibt, beruht teilweise auf Modellen und nicht auf wirklichen Messungen. In diesem Video unterscheidet Prof. Ganteför zwischen diesen beiden Datenquellen und weist auf die Differenz zwischen Modell und Realität hin.

Gerd Ganteför, Physikprofessor an der Uni Konstanz, erläutert in diesem Video und seiner Reihe "Klimawissen" anschaulich die Grundlagen der Klimaforschung.
https://youtu.be/4AMMKD-sNgo
Hier sein YT-Kanal:
https://www.youtube.com/@GanteforKlima

LG Reffke

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Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Der geheimnisvolle nordatlantische Klimazyklus aus beginnender hermetischer Sicht

Ostfriese @, Montag, 10.04.2023, 10:15 vor 1055 Tagen @ Reffke 4868 Views

Hallo Reffke

... Wir können abschätzen, dass ein bedeutender Teil der Erwärmung diesem natürlichen Zyklus zuzuschreiben ist.

Ich denke, dass wir unser Augenmerk auf die Strömungen des Nordatlantiks, die die Umwälzungen bewirken und die wichtigste Ursache für Temperaturveränderungen im Nordatlantik sind, zu richten haben: Die Oberflächenströmung (Golfstrom) kühlt im Nordatlantik ab und sinkt mehr als 2.000 Meter in die Tiefe, um als kalte Strömung zurück in den Süden zu fließen. Die nordatlantische Tiefwasser-Strömung beginnt etwa dort, wo der milde nordatlantische Ausläufer des Golfstroms endet, nämlich im Eismeer bei Island.

[image]

Diese ozeanische Umwälzung wird von den Unterschieden (Polarität) im Salzgehalt und der Temperatur des Meerwassers angetrieben.

Die Polarität und die Geschwindigkeit des Umlaufes des lokalen ganzen Systems schwächen sich - aus welchen globalen übergeordneten Gründen auch immer - wegen der Erwärmung des Nordatlantiks ab: Welche Folgen bestehen für die atlantische Umwälzungen, wenn das Meerwasser, dessen Salzgehalt wegen der tauenden grönländischen Gletscher und des nördlichen See-Eises und wegen der geringer werdenden Dichte beim Abkühlen nicht mehr so schnell in die Tiefe sinkt?

Deutet sich, ausgelöst durch den globalen 'Klimawandel', ein Kippen eines pendelnden lokalen Umwälzsystems an - oder umgekehrt?

Gruß - Ostfriese

Mein Tipp:

Kaladhor, Münsterland, Montag, 10.04.2023, 11:08 vor 1055 Tagen @ Ostfriese 4219 Views

„The day after tomorrow“ wird Realität.
Wenn es keinen Unterschied mehr im Salzgehalt des Meerwassers gibt, dann bricht der Golfstrom zusammen. Welche klimatischen Bedingungen dann bspw. in Europa herrschen….. nun, man muss nur mal sehen, welche Orte z.B. auf dem 50. Breitengrad liegen, dann kann man evtl. abschätzen, was Europa droht.

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Immer daran denken: Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg!

Europa droht ein Wetter wie - in Mainz!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 10.04.2023, 11:38 vor 1055 Tagen @ Kaladhor 4617 Views

Hallo Kaladhor,

das Mainzer Klima habe ich bisher noch nicht als bedrohlich empfunden.

https://www.deutsche-leuchtfeuer.de/themen/50-breitengrad.html

Falls ich Deinen Beitrag irgendwie falsch verstanden haben sollte, bite ich um Erklärung.

Danke!

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

weltweit betrachten

Kaladhor, Münsterland, Montag, 10.04.2023, 14:21 vor 1054 Tagen @ paranoia 3661 Views

Wir haben hier in Europa ja bevorzugt ozeanisches Klima, dank des Golfstromes.
Sieh dir mal Gegenden an, wo kontinentales Klima vorherrschend ist, dann kannst du ungefähr abschätzen, was uns im Falle eines Versiegens des Golfstromes droht.

Aber diese Änderungen betreffen ja nicht nur uns Europäer, sondern bspw. auch Nordamerika, denn der kalten Golfstrom zieht vor der Ostküste nach Süden und bringt dort Abkühlung.

Grüße

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Grönländische Gletscher, Beaufort-Wirbel, 50. Breitengrad (Mainz)

Ankawor @, Montag, 10.04.2023, 12:34 vor 1054 Tagen @ Ostfriese 4566 Views

Über das Schwächeln des Golfstroms wird schon lange diskutiert und ebenso lange verfolge ich das. Deshalb kann ich nicht alles mit Links belegen, aber Interessierte finden sie bestimmt.

Das Schmelzen grönländischer Gletscher wird stark überschätzt, hieß es vor ein paar Jahren. Denn wenn die größten Teile eines Gletschers in Bereichen mit Temperaturen um minus 10 Grad liegen und die globale Erwärmung lässt die Temperatur auf minus 8 Grad steigen, schmilzt da nicht so viel.

Von anderer Stelle ist aber ein Zufluss von Süßwasser zu erwarten und damit ein sinkender Salzgehalt: Vom Beaufort-Wirbel (suche nach "Beaufort Gyre"), der in der Vergangenheit ungefähr alle sieben Jahre seine übliche Drehung im Uhrzeigersinn umgekehrt hat und damit große Mengen kalten Süßwassers, die sich während der sieben Jahre dort angesammelt haben, dann durch die Labradorsee in den Nordatlantik leitete.

Bei den in der Vergangenheit beobachteten Ereignissen dieser Art kam es immer zu einer merklichen Abkühlung in Europa, z. B. in den 80er Jahren. Diese Umkehrung der Drehrichtung ist nun allerdings seit 18 Jahren überfällig. Kommen wird sie aber, sagen die Experten. Nur je länger sie auf sich warten lässt, desto größer wird die Menge des kalten Süßwassers sein und desto größer die Abkühlung. Und zwar keine Abkühlung über lange Zeit, sondern relativ plötzlich, innerhalb von Wochen.

Und das Wetter wie im Mainz, wie von @paranoia beruhigend erwähnt, ist ein Denkfehler. In Mainz ist es nur wegen dem derzeitigen Golfstrom so angenehm. Ohne Golfstrom könnte man z. B. Ontario in Kanada als Beispiel nehmen, wo es im Winter schon mal minus 40 Grad geben kann.

MFG

Ankawor

--
Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.

Wir dann lustig mit den Wärmepumpen ... (owt)

Lenz-Hannover @, Dienstag, 11.04.2023, 09:31 vor 1054 Tagen @ Ankawor 2365 Views

Scheint so, dass Dieter mit Portugal den optimalen Standort der Zukunft hat.

In the springtime in Alaska when it's 40 below

Bergamr @, Dienstag, 11.04.2023, 18:50 vor 1053 Tagen @ Ankawor 2337 Views

Hallo Ankawor,

>>Ohne Golfstrom könnte man z. B. Ontario in Kanada als Beispiel nehmen, wo es im Winter schon mal minus 40 Grad geben kann.<<

wenn's dann soweit kommt, können wir ja immer noch von den Kanadiern (und Alaskanern) lernen:

- dezentrales Heizsystem (umgebautes Ölfaß mit Holzfeuerung)
- gedämmte Häuser (Moos als Dämmung zwischen die Stammlagen beim Blockhaus oder moderner 60mm Rockwool zwischen die 2x4 mit Tyvek als Dampfsperre)
- gedoppelte Eingangstüren (außen fly-screen + innen 40mm stumpf einschlagende Rahmen-Füllungstür)
- 3fach-Dämmung der Fenster (außen fly-screen + Doppeldämmung, wenn geöffnet, da vertikal-schiebend)
- lose Dämmung unter der porch durch Eichhörnchen, die Rockwool von anderen Stellen zusammengetragen haben
- endlos lustige Beispiele zur eigenen Suche

Muß ich den Ironie-Smiley setzen? Nein, alles gut.

Das Faszinierende dabei: es funktioniert trotzdem irgendwie. Und das Leben ist gut!

Als deutscher Handwerker steht man fassungs- und machtlos vis-a-vis. Man wundert sich, man darf sich nur nicht hinterfragen mit seinem anerzogenen DIN-Denken. Sonst macht man sich die Erfahrung kaputt.

Gruß
Bergamr

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Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Paßt! ...taucht der seit über 2000 Jahren unter dem Gletschereis begrabene Zanfleuronpass wieder auf!

Reffke @, Narragonien, Freitag, 14.04.2023, 20:20 vor 1050 Tagen @ Reffke 1942 Views

Hallo allerseits,
Im Gebiet von Glacier 3000 taucht der seit über 2000 Jahren unter dem Gletschereis begrabene Zanfleuronpass wieder auf. Noch 2012 war dort eine Eisdicke von 15 Metern gemessen worden.

Die Gletscher Scex Rouge und Zanfleuron, die der Pass voneinander trennt, haben in diesem Jahr drei Mal so viel an Dicke verloren wie im Durchschnitt der letzten zehn Sommer, wie Glacier 3000 am Donnerstag mitteilte. Bis Ende September werde der Pass vollständig eisfrei sein.
https://www.tagesanzeiger.ch/seit-ueber-2000-jahren-unter-eis-liegender-pass-taucht-wie...

Prähistorische und frühgeschichtliche Funde aus dem Eis :
der wiederentdeckte Pass über das Schnidejoch
Hannibal hatte es also leicht... <img src=" />

LG Reffke

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Erich Kästner "Große Zeiten"

PS: Eine Perle! Extreme Hitze und Trockenheit? Ein historische Chronik

Reffke @, Narragonien, Freitag, 14.04.2023, 20:39 vor 1050 Tagen @ Reffke 1995 Views

Hallo allerseits,

Leider wohl fast unbekannt...
Man lese und staune! [[top]]

Extreme Hitze und Trockenheit? Ein historische Chronik
Von Werner Eisenkopf.

Eine kleine Klima-Reise in frühere Zeiten zu Katastrophen, von denen wir wissen. Es waren nicht wenige, sie waren mitunter verheerend – und nicht unbedingt „menschengemacht“.

Sagen Ihnen die folgenden Jahreszahlen irgendwas? Nämlich 627, 800, 879, 1000, 1022, 1132, 1152, 1160, 1189, 1200, 1276, 1277, 1303, 1304, 1393, 1394, 1440, 1538, 1539, 1540, 1541, 1556, 1615, 1625, 1646, 1678, 1695, 1718, 1723, 1724, 1746, 1748, 1749, 1753, 1754, 1760, 1767, 1778, 1779, 1793, 1811, 1818, 1830, 1832, 1846,1859, 1860, 1869, 1870, 1874, 1884 usw...

Das sind lauter trockene Jahreszahlen, zu denen wohl den meisten Lesern kaum irgendwas Spezielles einfallen dürfte. Dabei sind aus all diesen genannten Jahren extreme Hitze und extreme Trockenheiten überliefert, die darin wohl allesamt das Jahr 2022 locker übertreffen. In den Jahren 1303 und 1304 etwa trockneten Rhein, Seine und Loire derart aus, dass man trockenen Fußes diese Flüsse überqueren konnte. Man stelle sich so etwas mal in der heutigen Zeit vor! Da würden die „Klimapolitiker“ täglich 24 Stunden hysterisch Umkehr und Buße predigen. Dagegen haben wir heute (August 2022) ja wohl noch fast „moderate“ Wassermengen, sogar im Rhein (siehe Bilder). Die größte bisher überlieferte Trockenheit in Mitteleuropa war aber bereits im Jahre 1540.

Siehe weiter:
https://www.achgut.com/artikel/extreme_hitze_und_trockenheit_eine_historische_chronik

LG Reffke

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Update: Tag 1 nach dem Atomausstieg

Reffke @, Narragonien, Sonntag, 16.04.2023, 12:18 vor 1048 Tagen @ Reffke 1843 Views

bearbeitet von Reffke, Sonntag, 16.04.2023, 12:36

Hallo allerseits,

Heute erschien ein Podcast der Achse zum Thema:
Indubio Folge 272 – Tag 1 nach dem Atomausstieg

Die drei letzten Kernkraftwerke Deutschlands sind für immer außer Betrieb gegangen. Am Tag 1 nach dem Atomausstieg spricht Gerd Buurmann mit dem Kernenergetiker und Achse-Autor Manfred Haferburg und mit Prof. Fritz Vahrenholt, Autor des Buches „Die große Energiekrise und wie wir sie bewältigen können“, erschienen im Langen-Müller Verlag.

Technischer Hinweis: INDUBIO kann man auch über die gängigen Podcast-Apps (Apple, Deezer, Soundcloud, Spotify usw.) anhören.
https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_272_16_04_2023_tag_eins_nach_dem_atomausstieg

LG Reffke

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