Praktizierter Umweltschutz: Chlor in den "Nationalpark Wattenmeer"

Otto Lidenbrock, Montag, 06.03.2023, 08:40 (vor 1090 Tagen)2648 Views

Der "Nationalpark Wattenmeer" ist "UNESCO Welterbe", seine Natur gilt aufgrund ihrer Ausnahmestellung als besonders schützenswert. Für diesen Status hatten Umweltschützer vor Jahren gekämpft, auch Mitglieder der Partei, die sich den Umweltschutz vor allen anderen auf die Fahnen geschrieben hat.

https://www.nationalpark-wattenmeer.de

Leider zwingt der böse Putin der Weltgemeinschaft neben seinem "brutalen Angriffskrieg" jetzt auch noch einen Umweltfrevel auf, denn dieser Nationalpark muss zukünftig leiden. Da die "Energiewende" noch nicht vollständig abgeschlossen ist, benötigen wir noch ein paar Jährchen Erdgas, um bei Dunkelflauten nicht gänzlich ohne Strom dazustehen. Dieses kam noch vor einem Jahr umweltfreundlich und effizient aus Rohrleitungen direkt zu uns geströmt. Da der teuflische Russe dann aber auf die Idee kam, den Unterstützern des kleinen Landes, das er sich einfach so unter den Nagel reißen will, einfach den Gashahn abzudrehen - böse Zungen behaupten, wir wollen sein Gas nicht mehr -, sind wir nun gezwungen, die großzügigen Hilfsangeboten aus dem befreundeten Amerika anzunehmen.
Dummerweise hatten wir einst vergessen, auch unter dem Atlantik so eine Röhre zu bauen, um durch sie das als besonders umweltfreundlich geltende amerikanische Erdgas, welches unter dem massiven Einsatz von Chemikalien aus dem Boden gepresst wird, nach Europa bringen zu können. Deshalb muss es ein wenig umständlich mit Schiffen transportiert werden, und weil Gas so viel Volumen hat und man deshalb nicht so viel davon in ein Schiff bekommt, wird es in Amerika vor der Verladung erstmal richtig schön kalt gemacht, denn so wird es viel kleiner und nennt sich fortan "LNG", weil es ja nicht nur "natural" ist, sondern jetzt auch noch "liquid".

Und wenn es dann bei uns ist und an den vielen schönen neuen LNG-Terminal entladen wird, braucht man für diesen Vorgang auch ein wenig Meerwasser, welches die LNG-Tankschiffe ansaugen. Leider schwimmen im Meerwasser ziemlich viele Lebewesen, die man lebendig auf keinen Fall in den Rohrleitungen haben will und sie deshalb vorsorglich mit Chlorchemikalien abtötet. Diese sind hochgiftig (klar, man will ja auch Lebendiges abtöten) und werden nach Gebrauch zusammen mit dem angesaugten Meerwasser zurück in die See gepumpt.

https://taz.de/Genehmigung-fuer-20-Jahre/!5916391/

Zum Glück gibt es in Deutschland eine Partei, die nennt sich "Die Grünen", weil sie den Umwelt- und Naturschutz zu ihrer Herzensangelegenheit erklärt hat, übrigens genau so, wie den Weltfrieden und die Sorge, dass irgendwer Waffen in Kriegsgebiete liefert. Die regieren in Deutschland gerade mit und werden jetzt hoffentlich gegen diesen Umwelfrevel einschreiten, es wird bestimmt nicht mehr lange dauern!


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