Interessante Fonds gibt es, doch nur weil viel ausgeschüttet wird heißt das nicht, dass die Kapitalanlage darin am meisten Sinn ergäbe. Hauptsächlich wegen der Kursentwicklung, worin auch der Abzug der Verwaltungsgebühren Einzug hält. Darüber hinaus sind Dividendenkennzahlen aus der Vergangenheit auch kein Garant für die Zukunft. Und die Fondspositionen sind meistens sowieso reines Glücksspiel, es gibt keine verlässliche Prognose für bestimmte Sparten von Unternehmen.
Je nach Zielsetzung könnte ein thesaurierender Fonds mit regelmäßiger Entsparung daher genauso in Frage kommen. Der Hauptzweck von diesen ausschüttenden Fonds ist eigentlich a) Balsam für die Psyche, weil regelmäßige Ausschüttungen zum Investieren motivieren und b) um mit wenig rechnerischem Aufwand seine Steuerfreibeträge jährlich auszunutzen, c) um Quellensteuern zu umgehen und d) wie bei allen Fonds natürlich dass man durch Diversifikation weniger Verlustrisiko hat wenn mal ein Unternehmen den Bach runter geht.
Alte Hasen dürften bereits wissen, dass Dividenden und Managementgebühren vom Kurs abgehen und dividendenstärke Unternehmen in der Regel weniger Wachstumspotenzial ausschöpfen. Daher würde ich eher von dividendenstarken Fonds abraten.
PS: auch auf den Spread achten. Der Hauptgrund warum ich noch immer in A2PKXG investiere, obwohl die Zusammensetzung nicht mehr ganz zeitgemäß ist (fehlendes IMI coverage): wenn ich morgen schon wieder verkaufen will, dann habe ich beim Handel zur Hauptsendezeit nur 0,04% kaputt gemacht im Spread. Je umsatzschwächer das Produkt umso höher ist auch die Kursdivergenz von Ask zu Bid.