Der Unsinn des "wir schaffen Jobs"
Wir könnten auch LkW's verbieten (traue ich den Grünen zu), denn LkW's "zerstören" die Jobs von 10.000 Kulis, die die Dinge sonst glücklich per Hand schleppen müßten.
Wenn 1 Job bei amazon die Leistungsfähigkeit von 3 Jobs im Einzelhandel hat, dann beschäftigen wir zwei Leute unnötig und zerstören deren Lebenszeit mit Stuß-Tätigkeiten zum Schaden aller.
Der Produktivitätsfortschritt zeigt nur, dass wir uns von Einkommens-Arbeit befreien können, um unser Leben mit Sinnvollerem auszufüllen.
Das Problem ist lediglich die Verteilung.
Im herrschenden Geldsystem bekommt alles der Kapitalbesitzer (Zinspflicht allen Kapitals), die, die den Mehrwert erarbeiten sind in diesem Zusammenhang "Kostenfaktoren", nicht Mitarbeiter, deren Einkommen zugunsten des Kapitaleinkommens auf das Niedrigste gedrückt werden kann.
Natürlich sieht das so schön romantisch aus, wenn acht kräftige Müllwerker schwere Stahltonnen mit der Hand in den Müllwagen entleeren, mit heutiger Maschinenkraft macht das ein einziger mühelos und kann sich sogar ohne kaputtes Kreuz einer langen Rente erfreuen. Einen kleinen Teil des Produktivitätsfortschrittes konnte der sogar als höheren Netto-Lohn vereinnahmen, zumindest theoretisch hätte die Kostenbelastung des Müllverursachers sich senken müssen.
So privilegiert ein Einzelhändler auch erscheint, da er seine Steuerbelastung recht flexibel handhaben kann (alles absetzen), er schließt sich jeden Tag, sein Leben lang, morgens um 8 Uhr in seine Verkaufsbude und kommt da erst nach 20 Uhr raus, den ganzen Tag lang reicht er die immer gleichen Produkte (Glühbirnen, Kekse, Pullis, Uhren) monoton über den Ladentisch. Hochverschuldet für das Anlagevermögen und über Jahrzehnte mit Krediten belastet. Was für ein Leben.