andudu
"...Sagen wir eine 600W-Anlage liefert im Durchschnitt 6h am Tag 400W, also 2,4 kWh pro Tag, macht mal 365 = 876 kWh"
Eine 0,6kWp Anlage = 600W macht unter der Voraussetzung, dass sie NICHT an ein Balkongeländer gehängt wird, sondern nach Süden ausgerichtet ist mit einem idealen Winkel von 30 Grad im Raum Hannover um die 580 kWh Jahresproduktion.
Im Zeitraum von September bis Februar produziert diese Anlage vielleicht mit viel Glück 150 kWh, der Rest der Produktion findet von März bis August statt.
Hängt man diese 600W Anlage vertikal an ein Balkongeländer, was nach Westen oder Osten ausgerichtet ist, bleiben als Jahresertrag vielleicht noch 350 kWh übrig!
Wären bei 40ct/kWh Strompreis noch 140 gesparte Euro, wenn man Dank 500 Euro Zuzahlung nur 100 Euro draufgezahlt hat, hat man die Investition also im ersten Jahr wieder drin. Mach das mal mit einer großen Anlage...
Kommt hierbei auch noch durch Bäume oder Nachbarhäuser in der Winterzeit Schatten dazu, sinkt der Jahresertrag dieser Anlage auf lächerliche 200 kWh.
Dann sind es 80 Euro, rechnet sich also spätestens im zweiten Jahr
Du solltest bei deiner eigenen 6 kWp Anlage wissen (6000 Watt Solarmodul peek Leistung), dass Du froh sein kannst, wenn deine Anlage an schlechten Wintertagen ein einziges kWh produziert!
Was soll das altkluge Geschwätz? Natürlich ist das so, deshalb habe ich ja eine Durchschnittsproduktion angesetzt.
Damit kann man "vom Gegenwert des Stroms" einen Staubsauger genau 1 Stunde laufen lassen, dann ist Feierabend!
*gäähn* und?
Diese Sache mit dem Batteriespeicher will gut durchdacht sein! Fällt die Amortisationszeit nicht in den Bereich von 10-12 Jahren, ist der Speicher hinüber. Der natürliche Alterungsprozess setzt hier Grenzen. Bei den Solarmodulen braucht man sich keine Sorgen machen, die Dinger halten schon 25 Jahre.
Beim Wechselrichter mag - je nach Beanspruchung - auch nach 10 - 15 Jahren ein Austausch fällig sein.
Das kann schon sein, vielleicht auch nicht... wenn man es nicht ausprobiert, wird man es nicht erfahren. Ich habe das Geld und will ein bisschen autarker sein, also warum soll ich das nicht machen? Weil du nicht ganz sicher bist, ob es sich lohnt?
Drauf geschissen! Das ist eine Gleichung mit sovielen Variablen, dass du nie wissen wirst, ob es sich rentiert, außer du probierst es aus. Selbst im Nachhinein ist das aufgrund Strompreisänderungen usw. noch schwierig zu ermitteln. Vom Gefühl her kommt es so +/- Null heraus.
Aktuelle Hochvoltspeicher sind der größte Dummfug, womit Leute über den Tisch gezogen werden. Im Regelfall kostet 1 kWh Hochvoltspeicher 800 - 1000,-€. Hätte man einen 10 kWh Speicher, wäre fast eine 5-stellige Summe fällig. Damit schafft man selbst in 15 Jahren keine Amortisation.
Die kosten derzeit soviel, weil die Nachfrage explodiert ist.
Mal so über den Daumen kalkuliert, mit Maximalzahlen:
365 x 10kWh x 0,40€ x 15 Jahre = 21'900 Euro
Je nachdem wie lange der Speicher aushält, wie oft man ihn vollgeladen bekommt, wie sehr er degradiert, wie sich die Einspeisevergütung und der Strompreis entwickeln, wie oft und welche Komponenten kaputt gehen, ist alles drin. Ich erwarte, dass der Preis für Speicher mittelfristig geringer wird und die Speicher haltbarer, man den am Lebensende vielleicht günstig ersetzen kann.
Was die meisten nicht wissen, ist dass diese Speicher in Verbindung mit ihren Wechselrichtern auch noch eine sehr eingeschränkte Notstromfähigkeit besitzen. Da gibt es selbst bei Markenherstellern wie Fronius massive Garantieeinschränkungen und der klare Hinweis, dass man diese Geräte nicht im Dauerbetrieb als Insel laufen lassen kann.
Mag schon sein oder auch nicht, deine Angstmache nervt mich.
In der Praxis taugen diese Geräte nur in Verbindung mit einem Netzanschluss, dass bei der geringsten Überforderung der Strom gleichzeitig parallel vom Netzbetreiber beigemischt werden kann. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ist auch eine fette Unterbrechung der Stromversorgung bei einem Stromausfall gegeben, so dass Computer und sonstige empfindliche Anwendungen erstmal abstürzen.
Ja so wäre das wahrscheinlich, trotzdem bin ich besser dran, als jemand der gar nichts hat.
Du kannst das gerne mal ausprobieren! ...Drückst mal den SLS raus und lässt deine Anlage als Insel laufen. Dann schalteste mal einen 2000W Wasserkocher ein und den Backofen.
Hast Du solche Tests schon gefahren?
Nein, weil ich klassische Nullung im Haus habe, war der Hersteller der Meinung, dass Notstrom bei mir ohnehin nicht funktioniert. Ich habe aber schon erlebt, dass die Anlage sich trotzdem in den Inselbetrieb schaltet. Eine separate Notstromsteckdose gibts noch.
Den Leuten wird ein Mist erzählt von den Solarteuren, dass glaubt ihr nicht!
Doch glaub ich sofort. Aber ich war es, der einen Installateur gesucht hat, der hat mich nicht beschwatzt... und wenn ich eine Sache nicht selbst überschlagen kann, mache ich sie nicht, aber ein gewisses Risiko, bin ich jederzeit bereit einzugehen.
Die Branche arbeitet übrigens zZ am absoluten Limit, die müssen niemandem was aufschwatzen, zumindest hier in der Gegend.
Natürlich kann man, ala Olivia, mit Kurbelradio, Teelichtofen und Nordpol-Zelt im Wohnzimmer überleben. Aber wer will das schon!
Ja und was machst du? Solar scheint nicht deine Sache zu sein, Speicher auch nicht, also hoffst du, dass nichts passiert? Oder ziehst du in eine warme Gegend? (würde ich machen, wenn ich jung wäre und noch keine Kinder hätte)