BYD Atto 3 - die Chinesen können Auto.

ebbes @, Donnerstag, 23.02.2023, 12:38 vor 1100 Tagen 5902 Views

bearbeitet von ebbes, Donnerstag, 23.02.2023, 13:27

Frei nach Hape Kerkeling - ich habe Rücken.

Ich habe mir gerade den Test des neuen BYD bei Youtube angeschaut, welcher bald auch auf Deutschlands Straßen zu sehen sein wird.
160 Kilometer Höchstgeschwindigkeit und eine relativ lahme Beschleunigung sind die Negativpunkte, aber ansonsten ein Top Auto lt. dem Tester.

Ich verlinke gleich auf die Kernaussage:

https://youtu.be/DAxSRqPQpKE?t=638

Sorry, meinte selbstverständlich diese hier.

https://youtu.be/DAxSRqPQpKE?t=1892

Natürlich solltet ihr euch bei Interesse den ganzen Test anschauen.

Wer sich auf das Abenteuer Elektro einlassen will, meistens nur in die Stadt fährt und das nötige "Kleingeld" besitzt, für den ist der BYD eine Überlegung wert.
Ich würde als Patriot wohl eher zum ID3 greifen, wenn ich ein Elektroauto fahren wollte in diesem Segment und gleicher Peisklasse (will ich aber (noch) nicht), obwohl der teilweise auch in China hergestellt wird.
Tesla hat auch kräftig den Preis gesenkt, so dass der Renault-Chef Gift und Galle spuckt.

Vielleicht kann jemand seine Erfahrungen mit einem Elektroauto (egal welches Modell und Marke) mit uns teilen.
(Wir würden davon alle profitieren.)

Gruß

ebbes

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Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

ab 42k€, nichts für den durchschnittlichen Geringverdiener, es denn im Abo Leasing Modell mit Endüberraschung ;)

mawa99, Donnerstag, 23.02.2023, 16:29 vor 1100 Tagen @ ebbes 3709 Views

Nein, dann lieber einen 15 Jahre alten Golf im guten gewarteten Zustand ohne LCD Schnickschnack für 5k oder weniger.

Wir haben 3 ID3 in der Flotte ...

Mirko2, Donnerstag, 23.02.2023, 16:47 vor 1100 Tagen @ mawa99 4480 Views

Für die Stadt und echte kurz Fahrten im PD sind die Dinger super. Geht es aber über mehr als 150 km am Stück heraus und dazu noch im Winter, kannst Du die Hütten vergessen. Wenn man das so sieht, dass die "E"-Fahrer mit 90 km/h auf der Autobahn vor einem LKW herumschleichen (Strom sparen wegen der Reichweite), dann würde es mich nicht wundern, dass man dann so einige "E"- Schleicher am nächsten Parkplatz verscharrt vorfindet....:-P

Mit Förderungen ca. 35k€, aber immer noch viel Asche für einen Stadtflitzer mit Batterie. o.T.

ebbes @, Donnerstag, 23.02.2023, 18:28 vor 1100 Tagen @ mawa99 2832 Views

nixx

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Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Habe Elektroauto und Benziner

Albert @, Donnerstag, 23.02.2023, 23:14 vor 1100 Tagen @ ebbes 3755 Views

bearbeitet von Albert, Donnerstag, 23.02.2023, 23:51

Meinen BMW I3 bekam ich im Juni 22.

Es gibt Vor- und Nachteile. Ein bisschen Modellabhängig. Bei viel weiten Strecken Akku grösser als 75 kw erforderlich. Bei 90% Nahverkehr reichen 30 bis 60 kw.

Mit zunehmenden Strompreisen und abnehmenden Benzinpreisen reduziert sich der Vorteilssaldo.

Vorteile:
*im Sommer hatte ich 12.6 kw Verbrauch x 0 25 Cents je kw plus etwas Ladeverluste= um die 4 Euro Stromkosten pro 100 km. (statt 6.5 Liter x 2.20 Euro)
* keine KFZ Steuer
* nur 0.25% private Versteuerung vom Bruttolistenpreis statt 1% beim Benziner
* letztes Jahr 350 Euro CO2 Erstattung kassiert
* Fährt sich schön leise/entspannt
* 2 bis 3 Stunden umsonst parken in grossen Städten mit Parkscheibe
* In Tourigebieten umsonst parken bei gleichzeitigem laden

Nachteil
* auf der Autobahn besser nur 110 bis 120 km. Sonst schrumpft die Reichweite rapide.
* Immer bisschen unterschwelligen Stress mit dem herannahenden Ladevorgang (wo, tut sie es, ist noch Säule frei, hat das Hotel noch Wallboxplatz frei?) und der Planung....Benziner hat rund 550 km Reichweite und Tankstellen an jeder Ecke.
* Mein Modell schafft 270 km bei 110 km/h. Aber 30% will ich Puffer. Also im Grunde 200 km am Stück. In der Realität suche ich mir aber die Ladesäulen, die für mich billig sind (35 Cents statt 55)....Kann also sein, das ich schon nach 135 km stoppe, weil es zur übernächsten nicht reicht.
* In seltenen Fällen regnet es (kein Dach beim laden), oder alle Säulen besetzt oder kein Klo/Cafe an der Säule
* Caravanbetrieb geht nicht wirklich

Bis September 22 hätte ich gesagt, das die Kostenersparnis den Ärger/die Nachteile mehr als deckelt.
Autofahren/Ausflüge machten wieder Spass bei 4 Euro/100 km.
Wenn Du für 30% der Benzinkosten fährst, dann darf es eben auch mal nur 110 km/h statt 150 km/h sein. Speziell in Urlaubslaune. Bei 70% nicht mehr so wirklich.

Leider sind seitdem die Hausladekosten um 50% gestiegen und Standard BMW Ladesäulen an der Autobahn kosten statt 39 Cents/kw jetzt 55. Es standen um Weihnachten sogar 69 je kw Cents im Raum. Ladeverluste von 10% kommen hinzu.
Und Benzin wurde 30% billiger. Der Abstand im Winter ist jetzt kostenmässig so gering, das ich dann aus Bequemlichkeit lieber wieder Benziner fahre. Null Sorgen/kümmern ums Laden halt.

Der Mehrverbrauch im Winter bei um die 0 Grad beträgt mindestens 15% für Heizung/schlechtere Zellchemie der Akkus. Selten (bei viel Kurzstrecke und minus 5 Grad und dauerndem Hochheizen auch 35%).

Also als Zweitauto super. Oder mit viel Geduld auch als Hauptauto. (alle 200 km 30 Minuten laden bei meinem Modell) Am besten zuhause Lademöglichkeit und Solaranlage.

Bisschen Enthusiasmus und massive Kostenersparnis muss sein und mitziehende Partnerin/Kinder. Die Reisen werden halt länger. Im Nahverkehr natürlich irrelevant. Ich würde es auch älteren Leuten oder jungen Mädchen nicht empfehlen. Schweres Ladekabel, Planung, auf Batteriestand achten...alles nix für Leute, die sich um nix kümmern wollen.

Nochwas. Jeder Autobahnstop kostet Geld für Kaffee/Limo. Je mehr Mitfahrer, desto mehr. Und ein E Auto stoppt halt häufig.

E Autos haben ihre Stärke in der Stadt und Landstrasse durch das Zurückfliessen des Stromes durch Bremsen in die Batterie. Dann springt mein Auto von 270 km Reichweite auf 350 bis 400 km. Und der Verbrauch ist nur noch ca 11 kw.

Ein grösserer BMW i4 (startet bei 59000) schafft fast die doppelte Reichweite und das bei 130 statt 110 km/h. Ist halt Reiselimousine. Braucht aber auch ca 5 kw mehr.

Aktuell ist es sehr schwer sich zu entscheiden. Die Kostenersparnis ist durch die massiv gestiegenen Strompreise eigentlich zu knapp geworden für die Nachteile.

Ein Unsicherheitsfaktor schwingt auch mit: Wie komme ich beim diskutierten Blackout nach Hause? (Benziner hat meist noch genug Reichweite) Wie, wenn das Internet ausfiele? (alle Ladesäulen haben Internet zur Prüfung der Ladekarten)

Danke fü den ausführlichen und hilfreichen Beitrag o.T.

ebbes @, Freitag, 24.02.2023, 00:28 vor 1100 Tagen @ Albert 2328 Views

nixx mehr!

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Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

je nach Nutzung

Dieter @, Freitag, 24.02.2023, 06:55 vor 1100 Tagen @ Albert 2439 Views

Hallo Albert,
besten Dank für die kurze Beschreibung zur Nutzung eines E-Autos im Vergleich zum Benziner. Es hängt alles von der Nutzung ab. Sodaß für den einen ein E-Auto eine gute Wahl ist und für einen anderen eine ausgesprochen schlechte.

In meinem Fall bestätigt Deine Beschreibung, daß ein hubraumstarker 6 oder 8 Zyl.-Diesel als Hauptfahrzeug die beste Entscheidung ist. (viel Langstrecke auf Autobahn, 80% der gefahrenen km mit schwerem Anhänger, dabei meist schneller als Tempo 120, fast gar keinen Stadtverkehr). - und als Zweitfahrzeug einen Allrad-Benziner für die paar Nahstrecken zum Einkaufen oder mal eben in Wald mit den Hunden.

Mein Problem ist eher, daß die Autohersteller durch die Politik quasi gezwungen werden, großvolumige Motoren nicht mehr zu produzieren oder gar weiter zu entwickeln. Drehmoment in Kombination mit Laufruhe ist wichtig.

Gruß Dieter

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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Akkus und "Kälte" ist lästig, ich dachte bei den rund 0 Grad die letzten Wochen öfter:

Lenz-Hannover @, Freitag, 24.02.2023, 07:13 vor 1100 Tagen @ Albert 2641 Views

Shit, die Akkus im eBike haben ihre beste Zeit hinter sich.
Ich habe die nie bei weniger als 2 Grad geladen ... JETZT bei 10 Grad funktionieren Sie wieder wunderbar mit der alten Kapazität.
Die werden da also nicht heizen,
verkauft doch erstmal all denen e Autos, wo es nie so richtig kalt wird.

Meine Erfahrung mit Verbrenner, Tesla und E-Roller, E-Fahrrad

Manuel H. @, Freitag, 24.02.2023, 12:44 vor 1099 Tagen @ Albert 2458 Views

7 Jahre alter Opel Corsa, verbeultes Ding ohne Restwert. 7 Liter in der Stadt, 6,5 Liter außerhalb.
Sehr entspanntes Fahren, wird man angetitscht, ist die nächste Delle eigentlich auch egal, keinem fällt das Auto auf, auch gegenüber Polizisten völlig unauffällig. Vier Jahre, so gut wie keine Reparaturen, TÜV hat ein Automechaniker für kleines Geld immer hinbekommen, bin mal einem draufgefahren, der Automechaniker hat dann an der Fronthaube so lange rumgekloppt, bis die wieder aufging.

Tesla war dann Neufahrzeug, keine Flecken drankriegen dürfen, alles Neufahrzeug-empfindlich. Anstrengend.
Andererseits, was für ein Fahrgefühl, besser als die S-Klasse Mercedesse oder 7er BMWs in den 90ern.
Der helle Wahnsinn.
Das ständige Aufpassen auf den Batteriestand war doof. Die vielen Stopps auch, die mach ich zwar gerne, aber wenn man dazu gezwungen wird, dann muß man entsprechend planen.
Corsa passte überall rein, Tesla ist halt Limousine, in Innenstädten braucht man dann schon einen Parkplatz, in den man reinpasst.

Dann eine Weile E-Roller über Apps gebucht. Die fahren zwar nur 48 kmh, sind aber völlig ausreichend in der Stadt, zumal die PS-technisch sehr gut mit dem fließenden Verkehr mithalten. Nachteil: Nur 100 km Reichweite und Helmpflicht.

Dann E-Roller, fürchterlicher Fahrkomfort und sau-gefährlich, weil nicht steuerbar. Außerdem verdammt teuer, da nach Zeit abgerechnet, was bei maximal 17 kmh ins Geld geht.

Dann E-Fahrrad. Je nach Vermieter deutliche Unterschiede in der Performance und Wartungszustand.

Ist dann klasse, endlich ein Fahrrad gefunden, reserviert, schnell hingelatscht, bevor die Reservierung verfällt, im Kleingedrucken gesucht, ob es überhaupt das richtige Fahrrad ist (oft nicht zu finden, da GPS ungenau), dann umständliches Prozedere bis alles klappt. Kaum fährt man los, senkt sich der Sattel bis auf den Boden, dann fummelt man da am Sattel rum während die Uhr läuft und sucht sich doch einen Neuen.

Dennoch, erwischt man eine Firma, die tolle Räder hat, was für ein Komfort. Keine Helmpflicht, bei modern ausgebauten Fahrradwegen eine Wonne. Bei gutem Wetter erst recht.

Es gibt einen kanadischen Fan für neue Mobilitätskonzepte, der jetzt im verregneten Amsterdam wohnt und das Fahren mit Fahrrädern preist (sogar die Lastenfahrräder), weil die Infrastruktur dafür in Amsterdam optimiert wurde.
Soweit wie in Amsterdam sind wir hier noch nicht, aber dessen Schilderungen von Amsterdam sind schon überzeugend.

Die kriegen Fahrrad fahren auch bei Schnee, Eis und Regen hin, packen mühelos ihren Lebensmittel-Einkauf aufs Fahrrad, dann muß man aber holländische E-Fahrräder fahren und sich kleidungstechnisch besser vorbereiten und in einer fürs Fahrrad optimierten Stadt wohnen.

https://www.youtube.com/@NotJustBikes

Im Moment gefällt mir das Mieten besser, weil ich in einem Gebiet mit nur sehr wenigen Parkplätzen wohne und die Eigentumskriminalität dort hoch ist. Es ist schon sehr entspannt, sich um die Wartung eines technischen Geräts nicht kümmern zu müssen und auch Diebstahl egal ist.

Mich juckt ja ein eRoller mit 45 Km/h für 2000 / 3000 €

Lenz-Hannover @, Donnerstag, 23.02.2023, 23:17 vor 1100 Tagen @ ebbes 3131 Views

Batterie im Büro aufladbar und es gibt wohl noch eine relativ üppige THG-Prämie von 300/400 € pro Jahr ... .

Ich weiß nicht

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Freitag, 24.02.2023, 03:18 vor 1100 Tagen @ Lenz-Hannover 2935 Views

Mein 125er Roller hat gebraucht 250 Euro gekostet und ist knapp 100 Kmh schnell (echte, ist entdrosselt, legal!). Verbrauch 2,5 bis 3 Liter Benzin auf 100 Km. Nach 4 Jahren und 20.000 km werde ich jetzt langsam den Hinterreifen erneuern müssen. Sonstige kosten 28 Euro Versicherung im Jahr.

Ein 45 Kmh Roller ist eine völlige Krücke. Du fährst ständig im Stress, weil das Ding eigentlich auf den Fahrradweg gehört[[zwinker]]

Wirtschaftlich gesehen rechnet sich ein Elektroroller nicht. Der Anschaffungspreis ist einfach zu hoch. Bei dem Wert müsstest du auch eine Diebstahlversicherung abschließen. Bei meinem Roller brauche ich das nicht.

Rainer

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Meine Erfahrungen mit Pedelec, Roller, Tesla. Vom hohen Ross unter kommen!

Echo @, Freitag, 24.02.2023, 11:01 vor 1099 Tagen @ Rainer 2985 Views

bearbeitet von Echo, Freitag, 24.02.2023, 11:45

Die "großen" Roller sind zwar billiger als deren E-Äquivalent, aber große Teile der Bevölkerung mit einfachem B Führerschein dürfen 125er Motorroller sowieso gar nicht so ohne weiteres fahren. Außerdem braucht ein 125er alle 2 Jahre die HU und AU. Vom Kurzstreckenverschleiß und Ölwechseln bei Benzinmotoren ganz zu schweigen. Der 45 km/h Eroller hat keins dieser Probleme, bringt jedoch neue mit sich (Batterieverschleiß und Ladung).

In der Praxis laufen manche 4PS E-Roller sogar bis zu 52km/h (entdrosselt sogar noch schneller) und kommen reale 80+ km weit, was hinreichend ist für regionale Fahrten bei gutem Wetter. In den Lastenroller kann ich außerdem genügend Einkäufe reinpacken. Preis nach Abzug der Förderung: ca. 2500€. Vorsicht: Ab Mitte der Batterie wird der E-Roller ggf. langsamer. Bei bergigen Gegenden merkt man das besonders. Manche Billig-Roller - insbesondere mit Bleibatterien - kommen Berge überhaupt nicht hoch. Lithium ist da schon besser, am besten mit modernem Batteriemanagementsystem. Im Winter bei kühlen Temperaturen schwächelt ein E-Roller leider etwas (ca 3-4 km/h weniger und kürzere Reichweite). Gut angezogen ist das kalte Wetter immerhin kein Problem für Menschen. Richtig gelesen: Auch bei 0°C war ich öfter mit "Cabrio" unterwegs. Was ich beim Roller nicht ganz so toll finde ist die fehlende Wendigkeit etc. Kein Vergleich zu einem leichten Fahrrad mit großen Rädern!

Damit kommen wir auch schon zum Geheimtipp: Gänzjährig auf Auto verzichten und Rad fahren wo immer es geht. So bleibt man fit und spart sich den Autoverschleiß und Parkplatzsucherei. Ein gutes Pedelec kostet ordentlich Geld, hat aber quasi keine Reichweitenangst und hält fit. Leider ist beim E-Rad öfter mal ein nerviger Kettentausch angesagt - soweit ich weiß spätestens nach 4000km. Ein Bosch Motor mit hohem Drehmoment ist aber echt geil, da hauts dich fast vom Sattel. Im Grunde braucht man als fitter Mensch aber keinen Elektromotor, der hilft einfach nur etwas zügiger und schweißfreier voranzukommen. Ab 27km/h setzt die Pedelec-Unterstützung jedoch aus.

Dank Förderprämie hat sich mein erster Roller binnen kurzer Zeit von selbst bezahlt gemacht, jetzt kam das Upgrade auf oben genanntes besseres Modell, weil: leider geil - man gönnt sich ja sonst nix. Ich kann es mir heute zum Glück leisten und es bindet als Roller auch nicht so viel Kapital wie eine E-Limousine. Die ich ebenfalls besitze, weil man dank Fördermittel und Konstellation am EU-Gebrauchtwagenmarkt die letzten Jahre quasi gratis Auto fahren konnte. Einige der Förderungen sollen mittelfristig jedoch abgeschafft werden, darunter die Umweltprämie für Eautos und die CO2 Quote für kleine Roller.

Das Tesla Basismodell (gabs zeitweise für 35000€ inkl Steuer!) habe ich mit gemütlicher Fahrt auf 400+ km Reichweite gebracht. Laden mit Solaranlage besonders lukrativ. Die Technik ist absolut alltagstauglich, aber man muss sich ein bisschen umstellen auf Langstrecke. Außerdem veraltet die Elektronik recht schnell. Weil die Kiste rund 300PS hat sind auch die Teile entsprechend teuer, also Fahrwerk/Reifen/... Der Tesla hat zudem einen Wendekreis wie ein Schiff. Deswegen lieber einen etwas kleineren Wagen, die oftmals dann aber auch deutlich weniger Reichweite bieten. Die technische Basis des VW e-UP ist nicht allzu modern und der Preis gleichzeitg immer mehr gestiegen, darum für mich keine Alternative mehr.

Weil es für mich derzeit wirtschaftlich sinnvoller ist, habe ich den Tesla nun gegen einen jungen kompakten Benzin-Japaner getauscht. Da ist so wenig dran dass auch nichts schlimmes kaputt gehen kann. Leider deutlich weniger Fahrkomfort weil mit Schaltgetriebe und einfachem Fahrwerk. Kein Spaßmobil, aber pragmatisch. Bin mit keinem von diesen Autos verheiratet - wenn sich was ergibt kann ich ja wieder wechseln. Was ich auch vermisse ist die Soundanlage, die in den meisten Teslas wirklich gelungen ist. Außerdem der Abstandstempomat, den alte Autos nicht haben. Dafür ab sofort 800km Reichweite und keine Angst mehr vor Neidkratzern oder selbstverschuldeten Schäden. Die meisten Defekte kann man mit etwas Mumm selber günstig reparieren. Die Steuer für den 1.0 Benzinmotor ist niedrig: 20€ p.a. weil Erstzulassung nach der Gesetzesnovelle lag. Wenn man bei Matschwetter raus möchte, mein Mittel der Wahl. Dann rosten die Neufahrzeuge nicht unnötig weg.

Was mir nicht nachhaltig gut gefallen hat sind die E-Scooter zum Stehen, die auf 20km/h gedrosselt sind. Da ist ein Fahrrad langfristig sinnvoller finde ich. Um in einer fremden Stadt schnell von A nach B zu kommen habe ich aber auch schon auf Leih-E-Scooter zurückgegfiffen und wie alle Elektromotoren gehen die beim Anfahren ganz gut ab.

Versicherung kann man nicht pauschal vergleichen, weil meistens individuelle Schadenfreiheitsklassen Anwendung finden. Die normale 35€ Rollerversicherung greift z.B. nicht wenn man für THG Quote berechtigt sein will.

Fazit: Elektromobilität kann in allen ihren Erscheinungsformen Spaß machen. Ob es sinnvoll und wirtschaftlich ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Autos sind kein Selbstzweck.

Zusammenfassend!

ebbes @, Freitag, 24.02.2023, 01:41 vor 1100 Tagen @ ebbes 3427 Views

Der hohe Strompreis und die Verringerung der Förderung machen E-Autos unattraktiver.

Jetzt liegt es an der Autoindustrie diese Nachteile durch Innovationen (bessere Batterien, niedriger Verbrauch, größeres Netz der Tankstellen, schnelleres Laden usw.) aufzufangen oder/und die Förderung muss wieder erhöht werden.

ebbes

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Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Leserbrief

ebbes @, Freitag, 24.02.2023, 12:09 vor 1099 Tagen @ ebbes 2799 Views

Hallo ebbes,

zum Nachdenken. Wer weiss schon, was da alles verwendet wird?

BYDs Elektrobus-Verkauf wird von Hino wegen giftiger Chemikalien gestoppt

Link: https://asia.nikkei.com/Business/Automobiles/BYD-s-electric-bus-sale-canceled-by-Hino-d...


BYD räumt Verwendung giftiger Chemikalien in Elektrobussen für Japan ein
[..]
Hexavalent Chromium wird in den hierzulande verkauften Neuwagen nicht mehr verwendet, seit der japanische Automobilherstellerverband es 2008 freiwillig verboten hat. Die Europäische Union verbietet seine Verwendung in Personenkraftwagen.

Link: https://asia.nikkei.com/Business/Automobiles/BYD-acknowledges-using-toxic-chemical-in-e...

Meine Meinung dazu:

Natürlich wird von den Konkurrenten alles versucht China-Autos madig zu machen. Nicht nur die Autohersteller, sondern auch die westlichen Staaten haben kein Interesse, dass China erfolgreich ist
und bessere Drohnen und Atomwaffen herstellen kann.

ebbes

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