7 Jahre alter Opel Corsa, verbeultes Ding ohne Restwert. 7 Liter in der Stadt, 6,5 Liter außerhalb.
Sehr entspanntes Fahren, wird man angetitscht, ist die nächste Delle eigentlich auch egal, keinem fällt das Auto auf, auch gegenüber Polizisten völlig unauffällig. Vier Jahre, so gut wie keine Reparaturen, TÜV hat ein Automechaniker für kleines Geld immer hinbekommen, bin mal einem draufgefahren, der Automechaniker hat dann an der Fronthaube so lange rumgekloppt, bis die wieder aufging.
Tesla war dann Neufahrzeug, keine Flecken drankriegen dürfen, alles Neufahrzeug-empfindlich. Anstrengend.
Andererseits, was für ein Fahrgefühl, besser als die S-Klasse Mercedesse oder 7er BMWs in den 90ern.
Der helle Wahnsinn.
Das ständige Aufpassen auf den Batteriestand war doof. Die vielen Stopps auch, die mach ich zwar gerne, aber wenn man dazu gezwungen wird, dann muß man entsprechend planen.
Corsa passte überall rein, Tesla ist halt Limousine, in Innenstädten braucht man dann schon einen Parkplatz, in den man reinpasst.
Dann eine Weile E-Roller über Apps gebucht. Die fahren zwar nur 48 kmh, sind aber völlig ausreichend in der Stadt, zumal die PS-technisch sehr gut mit dem fließenden Verkehr mithalten. Nachteil: Nur 100 km Reichweite und Helmpflicht.
Dann E-Roller, fürchterlicher Fahrkomfort und sau-gefährlich, weil nicht steuerbar. Außerdem verdammt teuer, da nach Zeit abgerechnet, was bei maximal 17 kmh ins Geld geht.
Dann E-Fahrrad. Je nach Vermieter deutliche Unterschiede in der Performance und Wartungszustand.
Ist dann klasse, endlich ein Fahrrad gefunden, reserviert, schnell hingelatscht, bevor die Reservierung verfällt, im Kleingedrucken gesucht, ob es überhaupt das richtige Fahrrad ist (oft nicht zu finden, da GPS ungenau), dann umständliches Prozedere bis alles klappt. Kaum fährt man los, senkt sich der Sattel bis auf den Boden, dann fummelt man da am Sattel rum während die Uhr läuft und sucht sich doch einen Neuen.
Dennoch, erwischt man eine Firma, die tolle Räder hat, was für ein Komfort. Keine Helmpflicht, bei modern ausgebauten Fahrradwegen eine Wonne. Bei gutem Wetter erst recht.
Es gibt einen kanadischen Fan für neue Mobilitätskonzepte, der jetzt im verregneten Amsterdam wohnt und das Fahren mit Fahrrädern preist (sogar die Lastenfahrräder), weil die Infrastruktur dafür in Amsterdam optimiert wurde.
Soweit wie in Amsterdam sind wir hier noch nicht, aber dessen Schilderungen von Amsterdam sind schon überzeugend.
Die kriegen Fahrrad fahren auch bei Schnee, Eis und Regen hin, packen mühelos ihren Lebensmittel-Einkauf aufs Fahrrad, dann muß man aber holländische E-Fahrräder fahren und sich kleidungstechnisch besser vorbereiten und in einer fürs Fahrrad optimierten Stadt wohnen.
https://www.youtube.com/@NotJustBikes
Im Moment gefällt mir das Mieten besser, weil ich in einem Gebiet mit nur sehr wenigen Parkplätzen wohne und die Eigentumskriminalität dort hoch ist. Es ist schon sehr entspannt, sich um die Wartung eines technischen Geräts nicht kümmern zu müssen und auch Diebstahl egal ist.