Das Problem ist vielfältig.
Hallo Meph1
Du fragst: Und wieso haben sie Das denn noch nicht? Sie müssten nur den Goldrubel einführen mit einer festen Bindung des Rubels an Gold und einem genügend weiten Spread. Sagen wir mal 50%.
Sooo einfach ist es nun auch wieder nicht.
1944/45 kann nicht mit 2022/23 verglichen werden.
Europa lag damals in Schutt und Asche.
Die Amis hatten über 20.000 Tonnen Gold gebunkert und verließen das Schlachtfeld als strahlender Sieger von WK II.
Die Briten waren auch erledigt – zumindest als Weltmacht.
Heute haben wir viel komplexere Bedingungen.
Noch ist der US-Dollar die Welt-Leidwährung (kein Schreibfehler
).
Die US-Wirtschaft ist immer noch top und der Militärapparat ein wenig größer als der von San Marino.
Bei Interesse an diesem, bitte hier entlang: https://de.wikipedia.org/wiki/San-marinesische_Streitkr%C3%A4fte
Außerdem wird es keinen Yuan oder Rubel als neue Weltwährung geben, sondern eine Verrechnungseinheit, vermutlich ähnlich den Sonderziehungsrechten, nur eben diesmal mit echten Werten unterlegt und nicht mit faulen Versprechen.
Das bedarf vielfältiger Abstimmungen, Verhandlungen und Kompromisse.
Und noch etwas.
Die erwachte Welt schaut genau hin, was gerade in der Ukraine passiert.
Sollte Russland verlieren, wird man sich wieder mit dem alten Hegemon arrangieren.
Gewinnt Russland, dann ist es das Ende USraels und die widerliche Mischpoke könnte dann zum Äußersten bereit sein – was die ganze Kiste so gefährlich macht.
Da kann man dann gerne biblische Begriffe wie Armageddon oder Apokalypse heranziehen.
Streng genommen hat es ja auch eine ganze Menge damit zu tun.
Es wäre also taktisch unklug jetzt schon dem Dollar den Kampf anzusagen.
Sinnvoller wäre es meiner bescheidenen Meinung nach gewesen ein neues Militärbündnis zwischen China, Russland und dem Iran zu verkünden, welches auch anderen Ländern offensteht.
Da hätte man im Westen ggf. noch dümmer aus der Wäsche geschaut.
Das würde den Westen und den $ mehr erschüttern als eine taktische Atombombe. Ausreichend viel Gold haben sie ja und außerdem fördern sie auch noch Gold.
Nein, so viel haben sie nicht, auch wenn ich die 2.000 Tonnen in Zweifel ziehe und eher die doppelte Menge für wahrscheinlich halte.
Mit Gold alleine kann man ohnehin nichts mehr reißen, da braucht es schon noch ein paar andere solide Anlagewerte, wie Öl, Gas, Metalle und ggf. noch weitere „Dinge“.
Der Drache und der Bär werden das in Ruhe in ihren Höhlen auskaspern.
Es geht vermutlich auch nicht darum, wann die alte Schlange erledigt wird, sondern wie.
Ich sehe daher viel eher ein Erosionsprozeß voraus, der immer wieder ein paar kleine Steine gen Tal rollen läßt bis irgendwann der ganze Fels zerbricht.
Der Ausgang des Ukraine-Kriegs dürfte ein sehr wichtiger Impuls auf diesem Weg sein.
mfG
nereus