![[image]](images/uploaded/2023021815561163f0f51b47ed2.jpg)
nach einem Simpsons-Gag (1995, Staffel 6/14)
Das einzig halbwegs interessante an der Ballongeschichte hat Pyakin (Seite 6-7) kürzlich bemerkt:
"[...] Etwas anderes ist prinzipiell wichtig – das, was dieser Zwischenfall ans Licht gebracht hat.
Am 31. Januar hat man die chinesische Sonde über dem Bundesstaat Montana registriert. Seit diesem Tag waren die Vereinigten Staaten von Hysterie besessen. Joe Biden ordnete bereits am 1. Februar an, diese Sonde abzuschießen. Doch abgeschossen wurde die Sonde erst am 4. Februar. Also beachten Sie bitte: Seit dem 28. Januar befindet sich die Sonde über US-amerikanischem Boden, fliegt über Alaska, die Spannung steigt allmählich, am 31. Januar bricht lupenreine Hysterie aus, die Sonde fliegt über Montana, Biden ordnet an, dass die Sonde zum 1. Februar abgeschossen werden soll – doch erst am 4. Februar ist es so weit.
Warum? Ganz einfach: Die Amerikaner waren nicht in der Lage, die Sonde abzuschießen.
Entsprechende technische Möglichkeiten hatten sie einfach nicht. Es ist technisch sehr aufwändig, solch eine Sonde abzuschießen. In den 1950ern-1960ern flogen solche Sondern über der Sowjetunion, ein Teil dieser Sonden wurde abgeschossen, ein Teil kam ans Ziel, ein Teil stürzte von alleine ab, ohne den Ankunftspunkt erreicht zu haben, wo man die Apparatur abholen wollte. Doch es geht nicht darum, sondern um etwas anderes. Die Vereinigten Staaten haben die Sonde am 4. Februar abgeschossen, als sie auf eine Höhe von ca. 19 km abfiel. Die Höhe von 20 km ist eine kritische Höhe. In der Höhe von 20 bis 50 km befindet sich die Stratosphäre. In diesem Bereich hätten die Vereinigten Staaten sie gar nicht abschießen können. Die Amerikaner haben keine solche Technik. Es blieb ihnen nur abzuwarten, bis die Sonde an Höhe verliert – und am 4. Februar war es soweit. Glück gehabt, dass die Sonde am 4. Februar auf die 19-20 km-Marke abstieg, sodass man sie abschießen konnte.
Unsere Flieger haben bereits in den 1960ern diese Sonden auf genau dieser Höhe erfolgreich
abgeschossen. In den 1960ern! Und die ultramodernen amerikanischen Flugzeuge mit ihren
innovativen Waffen haben das erst im 21. Jahrhundert hinbekommen. Daran zeigt sich die
Degradierung des amerikanischen Staates sowie der amerikanischen Streitkräfte. Die Amerikaner
mussten warten, bis die Sonde absinkt. Es hätte sein können, dass die Sonde bis heute noch
fliegt. Das ist ein Merkmal für den Zustand des amerikanischen Luftschutzsystems und der
amerikanischen Streitkräfte. Was für Munition haben die Amerikaner? Wieso haben sie keine
Raketen, die diese Sonde abschießen könnten? Solche Raketen gibt es durchaus. Solche Sonden sind ein schwer zu treffendes Ziel. Sie sind zwar groß, jedoch schwer zu bemerken, selbst auf dem Radar ist oft nichts davon zu sehen. Die Sonden bestehen aus mehreren Segmenten, und es ist nicht möglich, so eine Sonde mit einem Schuß abzuschießen – ein Schuss reicht dafür einfach nicht aus.
Eine Fla-Rakete, die in der Stratosphäre verkehren könnte, haben die Amis nicht gehabt. Und man hat uns früher erzählt, die Amis seien in der Lage, Satelliten abzuschießen. Ehrlich gesagt, haben die Amis bei entsprechenden Militärübungen ihren eigenen Satelliten extra beleuchtet, und die Rakete konnte sich an diesem Licht eindeutig orientieren. Die chinesische Wettersonde hat sich nicht so verhalten. Es hätte gereicht, eine Rakete ins All zu schicken und – vorausgesetzt, sie hätte getroffen – die Sonde dabei irgendwie mitzunehmen. [So ist die Kurzfassung der Antwort auf die Frage.]"