Möge er in Frieden ruhen!

Ashitaka @, Freitag, 17.02.2023, 20:32 vor 1106 Tagen @ tomflitzebogen 4495 Views

bearbeitet von Ashitaka, Freitag, 17.02.2023, 20:54

Ein einzigartig scharf denkender Mensch ist von uns gegangen. Er und sein enger Freund Otto Steiger haben eine unbezahlbare, theoretische Vorarbeit zum tieferen Verständnis des Geldsystems geleistet, ohne die der Debitismus und die Machttheorie von Paul C. Martin nie seinen / ihren Erkenntnisgehalt gewonnen hätten.

Bis zu seinem Tod hat sich Heinsohn in der Eigentumsökonomik-Bubble bewegt und jede debitistische / machttheoretische Hinterfragung der Umgebung/Begründung dieses Systems mit bloßen Scheinantworten gemieden. So klar wie Paul C. Martin ihm die Notwendigkeit einer Überarbeitung seiner Eigentumsökonomik vor dem Hintergrund des Debitismus / der Machttheorie machte, so klar war Gunnar Heinsohn, dass eine ihm mit geschichtlichem / archäologischen Zugriffen jederzeit möglich gewesene Ausarbeitung eines machttheoretischen Schöpfungsprozess des Eigentums auch das sichere Ende einer breiten öffentlichen Akzeptanz seiner bisherigen Arbeiten nach sich gezogen hätte!

"Die Herkunft seiner Eigentumsprämie ist und bleibt somit unerklärlich!"

Eine Militärdiktatur im Wartemodus, die Ableitung aller Rechtsinstitute aus der formlosen Gewaltherrschaft ... weder Sloterdijk noch das Nachtstudio hätten ihn jemals für solch offene und damit verstörende Gedanken eingeladen. So hat er das Kriegskind nie beim wirklichen Namen genannt, so bleibt der Krieg in seinen Arbeiten ein von den Friedenszeiten/-potentialen ewig trennbares und bestenfalls nicht zurückschlagendes Übel!

Gunnar Heinsohn am 07.08.2015: "Nicht überzeugen mich übermächtige Feudalherren als Schöpfer von Eigentum."

Ruhe in Frieden!

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Requiescat in pace. / Vor dem Foedum war doch noch etwas...

Mephistopheles, Freitag, 17.02.2023, 22:26 vor 1106 Tagen @ Ashitaka 3634 Views

Gunnar Heinsohn am 07.08.2015: "Nicht überzeugen mich übermächtige Feudalherren als Schöpfer von Eigentum."

Ruhe in Frieden!

Ashitaka


...nämlich die Clans mit Chief, Chieftain, Barde und Piper.

Überschüsse wurden nicht erwirtschaftet, aber sie waren autark. Geld kannten sie nicht und benötigten es auch nicht.

Es muss weltweit so gewesen sein. Arminius, "Herrmann der Cherusker", war wohl der Sohn eines Chief.

In Deutschland ist die Geschichte dieser Clans weitgehend verloren gegangen, weil man illiterat war, aber in Schottland hat sie sich noch länger gehalten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schottischer_Clan

Liste der schottischen Clans
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_schottischen_Clans

Gruß Mephistopheles

Philosophisches Quartett von 2005: Die Diktatur des Kapitals?

Reffke @, Narragonien, Samstag, 18.02.2023, 00:06 vor 1106 Tagen @ Ashitaka 3446 Views

Hallo Ashitaka und allerseits,

Sehr schön dazu:
Sendung des Philosophischen Quartetts von 2005.
https://youtu.be/cWYVxqYx5s4

Er möge in Frieden ruhen!

LG Reffke

--
Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Jetzt solltest Du sehr gut und vlt. etwas länger überlegen:

D-Marker @, Rostock (MV), Samstag, 18.02.2023, 07:25 vor 1105 Tagen @ Ashitaka 3322 Views

https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=364561

(Achtung übrigens vor Deinen immer durchdachten Beiträgen.)

Hat das persönliche Eigentum jemals Eingang in den genetischen Code gefunden?


Mit Respekt
D-Marker

P.S. Anhand der Vielzahl Antworten, ich kenne dieses Gefühl. Wenn, dann kommt alles auf einmal...

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Prof. Malik: … Szenarien herausgekommen, die Angst machen"

Ostfriese @, Samstag, 18.02.2023, 10:17 vor 1105 Tagen @ Ashitaka 3493 Views

Hallo Ashitaka

Im Zusammenhang mit dem Zins ist mir die Vorstellung der Eigentumsprämie in seiner Eigentumsökonomie nie so richtig klar geworden.

Der Heinsohn/Steiger'sche Satz:

Dies wird etwa von Paul C. Martin (2006) nicht richtig erfaßt, wenn er gegen die Eigentumsökonomik damit argumentiert, daß Geld zuvörderst machtvolle Regierungen zur Voraussetzung habe.,

der in der Fußnote ihrer Eigentumsökonomik (metropolis-verlag) auf S.145 zu finden ist, markiert meinen Übergang zur Beschäftigung mit Paul C. Martins Darlegungen über den Debitismus und die Machttheorie, die als choc und punktum das eigentliche Versagen aller bisherigen Deutungsversuche unserer historischen, politischen und ökonomischen Wahrnehmungen beschreiben.

Eine Militärdiktatur im Wartemodus, die Ableitung aller Rechtsinstitute aus der formlosen Gewaltherrschaft ... weder Sloterdijk noch das Nachtstudio hätten ihn jemals für solch offene und damit verstörende Gedanken eingeladen. So hat er das Kriegskind nie beim wirklichen Namen genannt, so bleibt der Krieg in seinen Arbeiten ein von den Friedenszeiten/-potentialen ewig trennbares und bestenfalls nicht zurückschlagendes Übel!

Ich erlaube mir, interessierte Leser auf dem Forum auf die Diskussion zwischen Andreas Vondran und Gunnar Heinsohn, die du in Hier geht es lang im Link deines Betrages angegeben hast, hinzuweisen.

https://www.malik-management.com/de/was-immer-mehr-manager-interessert/

Prof. Malik schreibt in seinem Blog:

"Lieber Herr Ludwig, Paul C. Martin hat sich bemüht, die Dinge zu Ende zu denken. Er war dabei sehr konsequent.
Dabei sind auch ….

Diese tiefverwurzelten Ängste sind nur schwer überwindbar. Das gilt auch für Michael Stöcker in bto, wenn er schreibt:

Die Analysen des Debitismus sind hilfreich für ein korrektes Verständnis unseres Geldsystems, aber Systeme scheitern in einem modernen dualen Fiat-Kreditgeld-Standard nicht am Vorher-Nachher-Problem (das kann monetär elegant über die Fiat-Schiene gelöst werden), sondern am Matthäus-Effekt.

und

… Das wusste schon Platon, der sich von daher für den wehrhaften Staat einsetzte. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert.

In der Sprache der Hermetik sind die Zusammenhänge innerhalb der debitistischen Machttheorie viel offensichtlicher und besser zu verstehen: Die Besicherung durch die umarmenden Vor- und Nachschuldner des Kredites dürfen in Bezug auf den debitistischen Code nicht verändert werden.

Gunnar Heinsohn möge in Frieden ruhen!

Alle Zitate sind belegbar und Gruß – Ostfriese

Bundes-Deutscher Herbst, WG Reichsstraße 106

Fidel @, Samstag, 18.02.2023, 10:44 vor 1105 Tagen @ Ashitaka 3141 Views

Heinsohn gehörte zum Inventar der Bundesrepublik,
sein ganzes berufliches Leben verdankt er dem Gründungsmythos unserer BRD,
einschließlich in Ungnade gefallen zu sein......

https://www.achgut.com/artikel/deutscher_herbst_wg_reichsstrasse_106
"Auch ich lebe unter der 106er-Adresse und bin Raspes Stellvertreter im Sprecheramt der Soziologiestudenten an der Freien Universität Berlin. Wir sind nicht nur Gesinnungsgenossen, sondern Freunde. Er weiß, dass wir ihn mögen und zählt auf uns. Bommie Baumann (1947-2016), aus dem Arbeitermilieu und Revoluzzer bei der im Untergrund tätigen „Bewegung 2. Juni“, wird ihn 1973 für einen Freilassungs-Deal mit der – alles wissenden – DDR-Staatssicherheit mit den Worten beschreiben: Raspe „passte nicht in den Haufen; sehr still, lieb, bescheiden und solidarisch, pflichtbewusst, nicht gewalttätig“. Wir hätten es ähnlich formuliert, weil wir ihn nicht als Bewunderer revolutionärer Gewalt erlebt haben. Wir hätten indes hinzugefügt, wie sehr er sexuell noch suchte und womöglich deshalb einem Stoß Richtung männlicher Härte nicht widerstehen konnte. "

----

Wer so klug war wie Heinsohn hat keine blinden Logikflecken,
er schweigt aus Gründen die andere nichts angehen.

"Ich" kann seine ökonomische Arbeit nicht genug anerkennen,
aber in Sachen Soziologie und Genozidforschung schaute er ideologisch weg,
wie zuletzt über die Verbrechen der Banderisten an der polnischen Volksgruppe in der Ukraine.

Heinsohn bleiben das Ende der Bundesrepublik und der Ausgang des Ukiekriegs erspart,
die Götter müssen ihn mögen.

-------------

Abraços
Fidel

Heinsohns Kriegsindex-Theorie wurde mit dem Ukraine-Krieg falsifiziert

Plancius @, Samstag, 18.02.2023, 09:39 vor 1105 Tagen @ tomflitzebogen 3969 Views

Ich kenne Heinsohn eigentlich nur im Hinblick auf seine Kriegsindex-Theorie, die besagt, je höher der männliche Geburtenüberschuss ist, desto höher ist das Land anfällig für einen Krieg und desto höher der Kriegsindex. Noch vor einigen Jahren prophezeite er, dass Europa nicht mehr fähig ist, einen Krieg zu führen. In den meisten Familien gibt es - wenn überhaupt - nur einen einzigen Sohn. Und wenn jener in einem Krieg fällt, dann ist die ganze genetische Linie der Familie abgerissen. Nicht nur deshalb, auch wegen unserer Überalterung sind europäische Gesellschaften kriegsmüde.

Der Ukraine-Krieg zeigt aber, dass seine Kriegsindex-Theorie, die durchaus wohl begründet und plausibel ist, den Praxistest nicht bestanden hat. Und die Europäer satteln ja noch eins drauf. Sie importieren Millionen an muslimischen Jungmännern, die sie neben den zunehmenden Kriegskosten auch noch ohne Gegenleistung alimentieren und schicken ihre autochthonen, eigenen Söhne in den Fleischwolf, so dass sich die muslimischen Jungmänner dann an den einzigen Töchtern der Familien laben können.

In seinen letzten Beiträgen auf Tichy oder der Achse des Guten schlug Heinsohn heftiger Gegenwind im Kommentariat in der Ukraine-Frage entgegen, vor allem deshalb, weil er sich in letzter Konsequenz auf die Seite der Kriegstreiber gestellt hat. Trotz seiner intellektuellen Fähigkeiten hatte er überhaupt kein Verständnis für Geopolitik. Selbiges Schicksal trägt Sarrazin, der trotz seiner analytischen Fähigkeiten nicht in der Lage ist, die Zusammenhänge im Ukraine-Konflikt nüchtern-sachlich zu beurteilen, sondern in einen nackten Moralismus verfällt.

Heinsohn hat neben Sarrazin gezeigt, dass er ein Kind seiner Zeit ist und die westliche, russophobe Ideologie des kalten Krieges verinnerlicht hat. Ich hätte ihm die geistige Frische und Unabhängigkeit eines Peter Scholl-Latour gewünscht.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

+1 - R.I.P - genial in etlichen Bereichen, aber eben auch mit blinden Flecken - Interview vor 2 Monaten mit Marc Friedrich als Empfehlung

Odysseus @, Samstag, 18.02.2023, 12:59 vor 1105 Tagen @ Plancius 3286 Views

bearbeitet von Odysseus, Samstag, 18.02.2023, 13:19

Ich kenne Heinsohn eigentlich nur im Hinblick auf seine Kriegsindex-Theorie, die besagt, je höher der männliche Geburtenüberschuss ist, desto höher ist das Land anfällig für einen Krieg und desto höher der Kriegsindex.

Heinsohn hat mit "Söhne und Weltmacht" zuvor zusammengefasst, wie es zu den Wanderungsbewegungen kommen muss, wenn der Nachwuchs in Ländern mit kinderreichen Familien keinen Platz mehr in der Gesellschaft findet. Im Zuge der Migrationswelle 2015 hat er in etlichen Gesprächsrunden /Interviews die Folgen ruhig und schonungslos dargelegt - aber zu den Maßnahmen dagegen sich immer in schwammige bzw. sehr soziale, fast schon salbungsvolle Formulierungen geflüchtet. Das so ein wacher Geist nicht weiter denkt, wie schon @Ashatika bei der Eigentumsokonomie/Debitismus ausführte, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Um sich selbst nicht in rauhes Fahrwasser zu bringen, vielleicht auch in Sorge um sein Lebenswerk, hat er sich selbst seine Grenzen eingezogen, so sehe ich das zumindest. Die Forderungen nach unbequemen Gegenmaßnahmen, auf Basis seiner Analysen, überlässt er lieber anderen.


Der Ukraine-Krieg zeigt aber, dass seine Kriegsindex-Theorie, die durchaus wohl begründet und plausibel ist, den Praxistest nicht bestanden hat.

Das sehe ich nicht so. Der Index sagt ja nur aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines Krieges sinkt und eine Akteptanz eines Krieges im Volk schnell versiegt.
Die Planer dieses Krieges mußten die aktuellen Kriegsparteien dazu bringen, dass sie diese "natürliche" Index-Hürde überwinden und in den Krieg ziehen. Das schüren eines irrationalen fanatischen Nationalismus in der Ukraine war ein Grundstein dazu. Die Wette war dann, ob Putin den Index respektiert und zurück weicht oder eben nicht. Auch hofft man, dass Putin "indexbedingt" schnell den Rückhalt verliert bzw. den Machtverlust mehr fürchtet als den Krieg. Hätte das funktioniert, wäre Russland der mittelfristigen Zerschlagung preisgegeben worden, denn über weitere Jahre hätte man ein bis an die Zähne bewaffnetes riesiges Heer in einer sich extrem nationalistischen entwickelnden UA aufgebaut, die dann der NATO beitritt. Mit tollwütigen Polen und NGO-Farbenrevolutions-Wühlmäusen in allen angrenzenden Ländern hätte man dann gerne ohne Kampf die Schlinge zugezogen. Mit dieser Drohkulisse wäre dann dem Index ein Schnippchen geschlagen worden, denn es wäre eben nicht zum Krieg mit vielen Toten gekommen.
Es läuft aber nun ganz anders. Über die künstliche Verlängerung des Krieges hoffen die Planer nun nur noch, dass Putin über die Zeit den Rückhalt im Volk verliert. Zumindest kann man auf jeden Fall das Nachwuchspotential an gebürtigen Russen mindern. Ohne den Hauch von Skrupel werden dafür 100sde Ukrainer sinnlos verheizt. Videos von Bussen mit 18-jährigen Mädchen in Kampfmontur zur Schnellausbildung tauchen aktuell auf. Man könnte auch sagen: Um den Index der Russen um 0,01 % weiter zu senken, wird der Index der UA um einen x-faktor mehr gesenkt.[[kotz]] Und nur für das Kalkül, dass zukünftig geschrumpfte russische Volk dann eben später samt Nation zerschlagen zu können.

schicken ihre autochthonen, eigenen Söhne in den Fleischwolf, so dass sich die muslimischen Jungmänner dann an den einzigen Töchtern der Familien laben können.

Das sehe ich definitiv nicht bzw. das würde den Laden hier zum exlodieren bringen.
Nach Umfragen sollen ja 5% zum Kampf gegen RU bereit sein. Mal sehen, was davon übrig bleibt, wenn es zum Schwur kommt. Wenn diese Freiwilligen dann massakriert werden, wird das ganz schnell umschlagen. Die gut 60% hier, die bereits gegen Waffenlieferungen sind, werden zu einem Heer des Widerstands werden. Vielleicht werden die Deutschen dann doch noch ihrer historischen Verpflichtung, keinen Krieg mehr auf deutschen Boden zu dulden, gerecht.

In seinen letzten Beiträgen auf Tichy oder der Achse des Guten schlug Heinsohn heftiger Gegenwind im Kommentariat in der Ukraine-Frage entgegen, vor allem deshalb, weil er sich in letzter Konsequenz auf die Seite der Kriegstreiber gestellt hat. Trotz seiner intellektuellen Fähigkeiten hatte er überhaupt kein Verständnis für Geopolitik.

Da bin ich absolut bei dir, bzw. er wollte sie nicht öffentlich haben. Eine große Schwäche ist auch, dass eben der Index nationenbezogen ist. Das Söldnertum, ein wesentlicher Aspekt in diesem Krieg, wird völlig ausgeklammert. Laut Wagner-Chef Prigozin kam es nach einem Aufruf zu 10 Mio. Anträgen, weitgehend aus den USA, der Söldnertruppe beizutreten, davon sollen 1 Mio. ehemalige US-Soldaten sein.
Wenn das stimmt, ist das eine ganz neue Dimension von Söldnerarmeen für potentiellen Widerstand gegen den US geführten Wertewesten. Zudem sind wir bereits in der Frühphase von Maschinen- und Cyborg-Kriegen. Auch das wird die Aussagekraft des Indexes mindern.

Um seine triftigen Punkte und Heinsohns aktuelles Verständnis der Lage nachzuvollziehen, sei das vermutlich letzte (?) lange Interview mit Marc Friedrich von vor 2 Monaten verwiesen. Tatsächlich ist es zunächst fasst ein Monolog, d.h. Heinsohn doziert 50 Min. lang, Friedrich lässt ihn gewähren - zeitweilig sehr mühselig, dran zu bleiben.
Die etwa letzten 30 Minuten sollte man sich aber auf jeden Fall anhören.
Jeder mag selbst beurteilen, wo Heinsohn seine blinden Flecken in seiner Sichtweise der aktuellen Situation hat.
https://www.youtube.com/watch?v=rJoqK2BbSx4

► Timestamps
00:00 Intro & Vorstellung
01:15 Was sagen sie als Experte zum Ukrainekrieg? Wo stehen wir?
51:05 Können sie den Kriegsindex erklären? + Thema Demografie
01:02:24 Kann man anhand des Index potenzielle neue Kriege feststellen?
01:10:36 Können sie was zu ihrem neuen Artikel "Putins nukleare Vorsicht" sagen?
01:17:21 Selenski meint, es gäbe nur Verhandlungen, wenn die Krimm oder Donbass zurück in ukrainische Hand geht, was denken sie darüber?
01:23:20 Zusammenfassung von Marc zur Krimm/Donbass
01:27:02 Wie groß schätzen sie die Gefahr eines Eingriffs der NATO?
01:29:49 Zusammenfassung Marc zu den Aussagen von Herrn Heinsohn allgemein + haben wir (der Westen) falsch reagiert?

Gruß
Odysseus

Danke für deine Ergänzungen. Gegenthese zu deiner Anmerkung bezüglich der Kriegsmüdigkeit der Deutschen.

Plancius @, Samstag, 18.02.2023, 13:50 vor 1105 Tagen @ Odysseus 3521 Views

bearbeitet von Plancius, Samstag, 18.02.2023, 13:53

schicken ihre autochthonen, eigenen Söhne in den Fleischwolf, so dass sich die muslimischen Jungmänner dann an den einzigen Töchtern der Familien laben können.


Das sehe ich definitiv nicht bzw. das würde den Laden hier zum exlodieren bringen.
Nach Umfragen sollen ja 5% zum Kampf gegen RU bereit sein. Mal sehen, was davon übrig bleibt, wenn es zum Schwur kommt. Wenn diese Freiwilligen dann massakriert werden, wird das ganz schnell umschlagen. Die gut 60% hier, die bereits gegen Waffenlieferungen sind, werden zu einem Heer des Widerstands werden. Vielleicht werden die Deutschen dann doch noch ihrer historischen Verpflichtung, keinen Krieg mehr auf deutschen Boden zu dulden, gerecht.

In diesem Punkt möchte ich dir gern widersprechen. Ich schätze die moralische Verkommenheit der Mehrheit der Deutschen mittlerweile so ein, dass sie um eines fiktiven moralischen Werts, d.h. dem Gefühl auf der besseren Seite zu stehen alles opfern, auch ihre Kinder.

Schon allein, wenn wir bei Heinsohn oder Sarrazin bleiben, so ist dooch zu konstatieren, dass diese beiden hellen Köpfe in der alles entscheidenden Frage - Krieg oder Frieden, Existenz oder Untergang Deutschlands - in einen nackten Moralismus verfallen. Deutschland wird nie und nimmer als Sieger in einem Konflikt mit Russland hervorgehen. Im Gegenteil, ein militärischer Konflikt mit Russland bedeutet für uns die nukleare Hölle. Aber in diesem alles entscheidenden existentiellen Punkt reihen sie sich hinter den Kriegstreibern ein, einzig und allein um auf der moralisch besseren Seiten zu stehen, um es dem Putin, diesem Bösewicht mal so richtig zu zeigen, unter totaler Verkennung der Realität.

Und genau diese moralische Verkommenheit attestiere ich der Mehrheit der Deutschen. Die permanente mediale Gehirnwäsche zeigt Wirkung. Die letzten 3 Jahre haben es ja auch gezeigt. Gerade die meisten gebildeten Menschen haben sich "impfen" lassen, wider besseren Wissens. Die Fakten lagen für jeden eindeutig auf dem Tisch: Man kann nicht in ein paar Monaten einen Impfstoff zusammenmixen. Das braucht viele Jahre. Jeder wusste, dass er Teil eines Experiments ist.

Noch viel schwerer wiegt, dass in meinem persönlichen Umfeld Ärzte, mit denen ich jahrelang gemeinsam die Schulbank gedrückt habe, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Eltern, sogar ihre minderjährigen Kinder abgespritzt haben, in voller Kenntnis der Risiken, nur um einer höheren Moral zu dienen und das Gefühl zu haben, auf der besseren Seite zu stehen. Genau diese Sorte Mensch ist moralisch so derart verkommen, dass sie genauso wie sie sie abgespritzt haben ihre Kinder auch in einen grausamen Krieg schicken. Gerade Corona hat mir die tiefsten Abgründe meiner Mitmenschen gezeigt.

Zur Zeit werden bei uns Flüchtlingsheime und Containerdörfer schon in Serienfertigung aus dem Boden gestampft. Lokalpolitiker, die selbst betroffen sind, geben ihre Zustimmung zu diesen Exzessen im vollen Bewusstsein, dass ihre Töchter die nächsten Vergewaltigungsopfer sein können. Sie haben noch nicht mal einen finanziellen Vorteil von ihrer Zustimmung, Hauptsache man steht nicht als Nein-Sager in der Lokalpresse.

Oder schau dir den Herrn Ladenburger an, seines Zeichen hoher EU-Beamter, dessen Tochter grausam in Freiburg getötet und von ihrem muslimischen Mörder im Flüsschen Dreisam entsorgt wurde. Der hatte die Chuzpe, die Geldgeschenke zur Beerdigung auch noch einer Flüchtlingsorganisation zu spenden, voll im Bewusstsein, dass damit noch weitere Mörder für deutsche Töchter herangezüchtet werden. Noch nicht einmal der grausame Mord an der eigenen Tochter bringt den Vater dazu, seinen falschen moralischen Kompass wieder gerade zu richten.

Genau diese moralische Verkommenheit der Mehrheit unserer Mitbürger macht die gegenwärtige Laage so unberechenbar.

Wie sagte doch Ulrike Guerot kürzlich so treffend:

"In der Corona-Krise will man um jeden Preis Leben retten und opfert dafür die Freiheit. In der Ukraine-Krise will man um jeden Preis die Freiheit retten und opfert dafür Leben."

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Deine Ausführungen sind komplett zutreffend und es besteht ohne Zweifel die Gefahr, dass es so kommen kann

Odysseus @, Sonntag, 19.02.2023, 14:59 vor 1104 Tagen @ Plancius 2804 Views

Deshalb kann ich da gar nichts speziell heraus greifen.

Ich habe aber die Hoffnung, dass sich diese hündische Folgsamkeit bei Corona nicht eins zu eins bei der Kriegssituation wiederholt, wenn die Corona-Lügen und -Irrtümer mit Ansage sich genügend und zügig in das Volksbewußtsein fressen.
Die brutalen Wahrheiten rund um die Impfung beginnen sich zu entfalten, für immer mehr bei sich oder im Umfeld spürbar und immer schwerer ignorierbar. Kritische Beamte, Richter wie Staatsanwälte sprechen seit kurzem Dinge aus bzw. Urteile, die noch vor kurzem undenkbar schienen. Immer mehr Ärzte haben mittlerweile so dichte und erdrückende Praxiserfahrungen, die sie veröffentlichen. Das macht Schule. Die geschürte Drohkulisse, von MSM und Faktenfixxern weggehitlert zu werden, verliert bereits massiv an Wirkung.
Die Hemm-Schwelle für den Bürger zu protestieren oder sich Verfahren anzuschliessen, sinkt. Es bestehen gute Chancen, dass durch die Impffolgen binnen Jahresfrist das Gesundheitssystem samt Medikamentenversorgung an ihre Grenzen kommt und zumindest partiell kollabiert. Zunehmende Krankenstände werden die Wirtschaft immer spürbarer stören. Auch der Propaganda-Damm hat eine Überdehnungsgrenze. Unbeirrt setzen jedoch die Spritzbrühen-Selinskis der Welt weiter auf Sieg durch Impfung und finden noch genügend mächtige Unterstützer.
Diese schizophrene Divergenz wird immer mehr Menschen auffallen.
Das wird zum einem zu massiv steigendem Mißtrauen in die Institutionen führen und die Neigung, sich alternativ zusätzlich zu informieren, steigern.


Die Zustimmung, unkritisch und unendlich in die UA hinein zu buttern, sollte dann, ob der eigenen Probleme, rasant sinken. Ich habe die Hoffnung, dass dann auch bei den Meldungen zum Krieg viel genauer hin geschaut werden wird und Kritikern mehr Gehör geschenkt werden wird.
Das Protestpotential gegen eine aktive Kriegsteilnahme mit Wehrpflicht und Einberufung halte ich für ungleich höher, als bei Corona. Mit den dezentralen Spaziergängen ist der Polizeiapparat bereits bundesweit an ihre Grenze gekommen. Und volle Bundesligastadien und sonstige Großveranstaltungen gab es nicht. Da wird es auch die Bunzelwehr nicht rausreissen. Zumal ja sie selbst auch mit betroffen sind. Verfügbare Eurogendfor-Kontingente werden gleichzeitig aus mehreren Ländern angefordert werden. Reicht nicht. Erledigt.
Folge und Problem: Notstands- und/oder Kriegsrecht werden aktiviert.

Explodieren die Impffolgen jedoch demnächst so, dass Strukturen spürbar wanken oder gar zusammenbrechen, könnte es bereits vorher zu Notstandsgesetzen kommen. Und bestimmt nicht nur in DE. Dann bekommt die politische Ordnung samt Politiker-Kaste in Europa derartige Überlebensprobleme im Innern, dass die UA subito die heisse Kartoffel sein, die niemals zuvor schneller fallen gelassen wurde. Wenig erquickliche Aussichten, aber alles ist besser, als ein heisser Krieg mit Russland.

Gruß
Odysseus

Was bleibt am Ende übrig .... ?

NST @, Südthailand, Mittwoch, 22.02.2023, 05:46 vor 1101 Tagen @ Odysseus 2546 Views

bearbeitet von NST, Mittwoch, 22.02.2023, 06:01

Ich habe aber die Hoffnung, dass sich diese hündische Folgsamkeit bei Corona nicht eins zu eins bei der Kriegssituation wiederholt, wenn die Corona-Lügen und -Irrtümer mit Ansage sich genügend und zügig (in) das Volksbewußtsein fressen.

Diese schizophrene Divergenz wird immer mehr Menschen auffallen.


Explodieren die Impffolgen jedoch demnächst so, dass Strukturen spürbar wanken oder gar zusammenbrechen, könnte es bereits vorher zu Notstandsgesetzen kommen.

Ich gehe davon aus, das Wort (in) ist hier fehl am Platze - das ist Wunschdenken. Was die Geschädigten aktiv werden lässt - ist ihre Verzweiflung alleine gelassen zu werden. Das ist der Kern ihrer Motivation.

Die Absichten dahinter - haben sich nicht verändert. Erst wenn die Absichten sich verändern, ist Richtungsänderung möglich. Das ist aber ein sehr weiter Weg ...... und in der Verfassung in der sich diese Personen befinden, eigentlich unmöglich.

Es ist wie mit dem Sterben, wenn man mal realisiert, dass die Uhr definitiv abläuft, lässt sich selbst mit bester Absicht nichts mehr ändern. Für diesmal ist es dann einfach gelaufen. Das muss man zuerst erkennen - und danach mit sich selbst ins Reine kommen. Das ist die einzige sinnvolle gute Option die man in so einer Lage noch hat - ohne Vorwürfe an andere, gehen zu können ..... man steht zu dem was man getan hat.

Gegen Coroan geimpft sein oder nicht - jeder ab 18 Jahre hat das selbst zu verantworten. Als sich unser Sohn mit dem Chinesenstoff impfen liess, war er auch schon 18 Jahre alt .... die Restrisiken konnte er beurteilen - der Grund war, mit Androhung nicht an der Abi Prüfung teilnehmen zu können als Ungeimpfter, deshalb tat er es. Dass ihn die Regierung definitiv belogen hat - natürlich ging es ohne, es gab ja keinen Impfzwang, das war eine seiner wichtigsten Erfahrungen in seinem kurzen Leben - kurz danach verlor er noch seine deutsche Staatsbürgerschaft. Das alles im Gesamtpaket - waren die wichtigsten Dinge bisher .... jetzt ist er gerüstet einigermassen lebenstüchtig und nicht zu vertrauensselig, einem Staat gegenüber.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Ich mochte ihn nicht besonders...

Andudu, Samstag, 18.02.2023, 16:39 vor 1105 Tagen @ Plancius 3385 Views

...ich erinnere mich, dass er während meines Studiums diese "nur noch 5 Jahre Sozialhilfe"-Idee rausgehauen hat. Im Osten kam das gar nicht gut an, denn die Erfahrung, dass es keine freien Arbeitsstellen gibt, war da noch sehr frisch. Ein Soziologe, vermutlich fett verbeamtet an einer Westuni, bezahlt vom Steuerzahler und mit überschaubarem Nutzen für die Gesellschaft... aber anderen ihre Notsicherung missgönnen.

Heute habe ich mehr Respekt für ihn, insbesondere durch den Wahnsinn, der sich in Deutschland aktuell abspielt, fühlt man ja direkte Verbundenheit mit jedem irgendwie ins Konservative abweichenden Charakter. Wäre er ein bisschen empathischer und klüger gewesen, er hätte die Entwicklung in Deutschland vielleicht positiv beeinflussen können.

Na ja, möge er in Frieden ruhen...

Zu seiner Verteidigung: So war damals leider die allgemeine Stimmung.

Hannes, Samstag, 18.02.2023, 20:15 vor 1105 Tagen @ Andudu 3113 Views

bearbeitet von Hannes, Samstag, 18.02.2023, 20:19

...ich erinnere mich, dass er während meines Studiums diese "nur noch 5 Jahre Sozialhilfe"-Idee rausgehauen hat. Im Osten kam das gar nicht gut an, denn die Erfahrung, dass es keine freien Arbeitsstellen gibt, war da noch sehr frisch. Ein Soziologe, vermutlich fett verbeamtet an einer Westuni, bezahlt vom Steuerzahler und mit überschaubarem Nutzen für die Gesellschaft... aber anderen ihre Notsicherung missgönnen.
.....

Kann ich gut verstehen, @Andudu. Die DDR wäre pleite gewesen, alles übernommene angeblich total wertlos und der Anschluss zu teuer für den Westen.
[[hae]]

Lustige Begebenheit aus meinem Leben: Ich war "nach der Wende" bei der Gewerkschaft vorstellig geworden, wegen meines plötzlich entwürdigenden Gehaltes als erfahrener Elektroingenieur mit Leitungsaufgaben, das Ganze war ein illegaler Vorgang gewesen, um die neuen West-Angestellten bezahlen zu können. Gewerkschaft besucht, um Hilfe zu bekommen. Da hörte ich das erste Mal: "Sei froh, dass Du Arbeit hast". Ich entgegnete, wenn das so wäre, dann könne er bei mir arbeiten kommen für lau, derzeit Fundamente freischachten an meiner Datsche, wenn er das Arbeiten so liebe? Und bin aus der Gewerkschaft ausgetreten, damals. Klage habe ich mir verkniffen, war ja froh, Arbeit zu haben. So war damals leider die allgemeine Stimmung, im Westen.
[[motz]]

Ich hatte damals auch gesagt zu Leuten wie diesen West-Soziologen: Wartet ab, zuerst machen sie's mit den Ossis, dann seid auch ihr im Westen 'dran: Ist bald vorbei mit dem billigen Putzfrauen-Urlaub auf Malle. So ist es gekommen. Manche sagen heute noch: Merkel wars, die DDR?!
[[wut]]

Ich habe ein Buch von ihm, ist ein heller Kopf gewesen, schade.

H.

Statt max. 5 Jahre Sozialhilfe sollte es einfach das Recht auf einen Job mit ausreichender Bezahlung geben ...

Lenz-Hannover @, Dienstag, 21.02.2023, 23:35 vor 1102 Tagen @ Andudu 2407 Views

Mein Klassiker: Vorlesen im Altersheim oder dort Mau Mau spielen - das könnten sogar Kevin und Annalena.
Wäre Win/Win für alle und die Abzocker wären weg,
die promovierten könnten Nachhilfe in der Schule geben, halt weniger mit h Aufwand als die Dummbock.

Doch nicht solche Wohlfühljobs!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Mittwoch, 22.02.2023, 00:54 vor 1102 Tagen @ Lenz-Hannover 2375 Views

Auf manchen Baustellen lässt sich der Bagger auch durch Schaufeln ersetzen. Das Fordern und Fördern sollte erhalten bleiben und solche "aktivierenden Maßnahmen" gewährleisten das. [[top]]

Grüße

--
[image]

Afuera!

WIE begründet der Mann denn seine sinngemäße Aussage: Die Russen haben die Deutschen im Sack - die er immer mal wieder "nebenbei" einschob?

Olivia @, Sonntag, 19.02.2023, 17:58 vor 1104 Tagen @ tomflitzebogen 2922 Views

Ziemlich unprofessionell, oder? Was bezweckte er damit?

Als die Amis seinerzeit "Lehmann hochgehen ließen", da stand der EU und D das Wasser bis zum Hals - deshalb wurde Lehmann ja wohl auch nicht "gerettet", so zumindest vermuteten einige Kommentatoren. Merkl reiste dann um die Welt und soll mit Rußland, China und den Arabern sogar über Bartering-Konditionen verhandelt haben. Das war dann ja wohl nicht nötig. Aber die Araber sollen dann Daimler gerettet haben und China soll wohl in anderer Beziehung sehr hilfreich gewesen sein. Die Russen lieferten preiswert Gas. Man half sich offenbar, wo man konnte........ damals. Soll man nur von einer Partei erpreßbar sein, der auf dem anderen Kontinent..... oder wie ist seine Aussage gemeint?

Worüber also sprach der alte, weiße, eitle Mann? Und vor allen Dingen, WARUM?

--
For entertainment purposes only.

Von Katharina die Große zu Gunnar Heinsohn und Otto Steiger

Ostfriese @, Mittwoch, 22.02.2023, 09:42 vor 1101 Tagen @ Olivia 2598 Views

Hallo Olivia

Ökonomische Begriffe entstehen allesamt historisch. Die deutsche Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbs (1729 – 1796) führte als russische Zarin Katharina die Große im Sinne des schweizerischen Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure das Wort Eigentum als Signifikant (Ausdrucksseite, Bezeichnende) überhaupt erst in die russische Sprache ein - ab 1793 war sie gleichzeitig auch Herrin der Stadt Jever aus meiner ostfriesischen Heimat!

Worüber also sprach der alte, weiße, eitle Mann? Und vor allen Dingen, WARUM?

Gunnar Heinsohn und Otto Steiger haben in den wilden 90er Jahren aus ihrer Sicht der Eigentumsökonomie die zentralinstanzielle Russische Föderation im Sinne des Einsatzes von Privateigentum als Signifikat (Inhaltseite, das Bezeichnete) gebrieft.

Paul C. Martin in Re: Staatsschwachsinn contra Turbokapitalismus? NEIN!

Ich bin sicher, dass Putin nicht nur die Geschichte kennt, sondern sich auch gut hat beraten lassen. Meine Freunde Heinsohn und Steiger haben die russische Spitze intensiv gebrieft, jedenfalls zur Frage, welchen Sinn Privateigentum macht und was es vermag.

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=9610

Gruß - Ostfriese

Da fehlt noch etwas ganz Entscheidendes

Mephistopheles, Mittwoch, 22.02.2023, 12:37 vor 1101 Tagen @ Ostfriese 2286 Views

Gunnar Heinsohn und Otto Steiger haben in den wilden 90er Jahren aus ihrer Sicht der Eigentumsökonomie die zentralinstanzielle Russische Föderation im Sinne des Einsatzes von Privateigentum als Signifikat (Inhaltseite, das Bezeichnete) gebrieft.

Paul C. Martin in Re: Staatsschwachsinn contra Turbokapitalismus? NEIN!

Ich bin sicher, dass Putin nicht nur die Geschichte kennt, sondern sich auch gut hat beraten lassen. Meine Freunde Heinsohn und Steiger haben die russische Spitze intensiv gebrieft, jedenfalls zur Frage, welchen Sinn Privateigentum macht und was es vermag.

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=9610

Gruß - Ostfriese

...nämlich der Rechtsstaat. Ohne den Rechtsstaat führt Eigentum alleine zu Räuberbaronen wie unter Jelzin.

Den Rechtsstaat verdanken die Russen nun Putin und die Deutschen Bismarck und dem BGB und die Franzosen Napoleon und dem Code Napoleon und die Engelländer der Queen Viktoria und der bill of rights und die Amigauner den Engelländern. und die katholische Kirche dem hl. Augustinus "Was wäre der Staat ohne das Gesetz anderes als eine Räuberbande?).
Die Katholen haben nur das Privateigentum vergesen; das holten aber die Protestanten nach.

Gruß Mephistopheles

Ja! Der Rechtsstaat ist das Zentrum! Der ist aber im Westen korridiert. DAS ist das zentrale Problem und befeuert die Staatsverdrossenheit der Bürger!

Olivia @, Freitag, 24.02.2023, 01:02 vor 1100 Tagen @ Mephistopheles 2134 Views

Ich erinnere mich noch an den Schock, den ich bekam, als Lafontaine rückwirkend die rechtlichen Bedingungen für abgeschlossene Kaufverträge von Immobilieneigentum änderte. Alles mit der heißen Nadel gestrickt. Es hat 10 Jahre gedauert, bis Gerichte urteilten, dass das unrechtmäßig war...... Die Zeit hatte gereicht, um vielen Immobilienkäufern, die sich auf Rechtssicherheit verlassen hatten, das finanzielle Genick zu brechen.

Vlt. war das ja die Absicht des Herrn..... oder mußt ich Dummheit unterstellen?

--
For entertainment purposes only.

Möge er in Frieden ruhen. Einer der letzten bedeutenden deutschen Denker.

Naclador @, Göttingen, Montag, 20.02.2023, 12:20 vor 1103 Tagen @ tomflitzebogen 2499 Views

Seiner Familie mein herzliches Beileid.

Werbung