Ganz kurz zur Börse:

ebbes @, Mittwoch, 08.02.2023, 16:39 vor 1115 Tagen 5222 Views

bearbeitet von ebbes, Mittwoch, 08.02.2023, 17:29

Die wirtschaftliche Seite:
Die Ergebnisse der US Unternehmen begründen keinen weiteren Anstieg vor allem des Nasdaqs

Beispiele:

Apple, Amazon, Google

https://www.streetinsider.com/ec_earnings.php?q=aapl
https://www.streetinsider.com/ec_earnings.php?q=AMZN
https://www.streetinsider.com/ec_earnings.php?q=GOOG

Keine Umsatzsteigerungen und Gewinne können nur mit buchhalterischen Tricks gehalten werden.

Was könnte aber trotzem für einen weiteren Anstieg sorgen?
Sinkende Realzinsen,
Gelddrucken (was im Moment wegen der Inflation kaum möglich ist) oder was nie ganz auszuschließen ist
die Gier der Anleger angefeuert durch die Analysten der Banken und Börsenjournalisten.

Die psychologische Seite.

Im Moment deutet alles darauf, dass Russland den Krieg gewinnt.
Alternativen zum Dollar werden weltweit erarbeitet.
Die Vasallen sind weiter brav das Schoßhündchen (Ausnahme: Ungarn, Kroatien, Serbien), aber weltweit (z.B in Afrika oder Südamerika) haben sie auf Sklaventum keine Lust.

https://youtu.be/nasJCJze3t4?t=76

Evtl kann man mit Einzelaktien, die auf einen Trend setzen sein Glück versuchen.
Ein Beispiel: Alles im Umfeld zur künstlichen Intelligenz (Chat GPT)
Aber Nvidia würde ich wegen der hohen Bewertung nicht empfehlen.

Gruß

ebbes

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Es kommt immer anders als man denkt

Otto Lidenbrock, Mittwoch, 08.02.2023, 16:47 vor 1115 Tagen @ ebbes 4153 Views

Ich kann noch erinnern, dass hier vor ein paar Monaten das Forenmitglied @chris2 alles auf fallende Kurse gesetzt hatte. Nahezu alle Fundamentaldaten, die Wirtschaftslage sowie viele negative Statements bekannter Crashpropheten legten eine solche Entwicklung nahe.

Es kam dann aber komplett anders. Die Indizes erholten sich und scheinen jetzt sogar Anlauf auf neue Alltime-Highs zu nehmen. Heutzutage, wo die Notenbanken über viele Jahre so viel Liquidität in die Märkte gepumpt haben, kann keiner mehr auch nur annähernd sagen, wohin die Reise geht.

Stimmt - aber der Notenbankwahn ist aufgrund der Inflation vorbei.

ebbes @, Mittwoch, 08.02.2023, 16:59 vor 1115 Tagen @ Otto Lidenbrock 3926 Views

Kosto hat sich manchmal geirrt, aber Hund und Herrchen hat sich bisher immer als richtig erwiesen, siehe der (sichere) Crash der Meme Aktien.

Anfang des Jahres werden die Karten neu verteilt.
Habe ich auch hier geschrieben:
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=623979


ebbes


,

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Inflation treibt die Aktienpreise: Alle, die Geld haben (Sparguthaben, Girokonto, Bargeld, Bausparsumme, Lebensvers., etc.) suchen bei +2% Zinsen und -10% Geld-Wertverlust nach Anlage. owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.02.2023, 21:30 vor 1115 Tagen @ ebbes 2696 Views

Normalerweise steigen dann auch die Zinsen der Anleihen und die Leute nehmen lieber die sichere Rendite mit (Grundwissen Börse, aber sicher ist nur der Tod) auch o.T.

ebbes @, Mittwoch, 08.02.2023, 21:53 vor 1115 Tagen @ BerndBorchert 2488 Views

nixx mehr

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Die Zinsen der Euro-Anleihen sind doch auch nur in Höhe 3-4%. Bei 10% Inflation macht das auch ein Minus von 6-7% für den Anleger. owT

BerndBorchert @, Mittwoch, 08.02.2023, 22:56 vor 1114 Tagen @ ebbes 2449 Views

Erbsenzählerei, denn es gibt nicht die eine Inflation

Joe68 @, Donnerstag, 09.02.2023, 10:19 vor 1114 Tagen @ BerndBorchert 2419 Views

Wer mit Öl heizt, so wie ich, der hat mindestens 100% mehr auf der Heizrechnung. Falls dann noch mit einem sauberen Diesel gependelt wird, kommt noch hier ein großer Brocken hinzu.

Wer aber in einem Passivhaus, mit fett PV-Anlage auf dem Dach, wohnt, 10 Fahradminuten von der Arbeit, schon zuvor im Bioladen eingekauft hat, der wird in seinem Alltag kaum eine Inflation haben. Höhere Heizkosten jucken ihn nicht, Strom braucht er nur kaum zusätzlich, im Bioladen (kaum Düngemittel, regional) ist der Preisanstieg weit geringer als beim Discounter.

Im Besten aller Deutschlands haben auch alle Bundesbürger ein paar 10.000e Vermögen, im Durchschnitt. Und im Durchschnitt sind es 8,7% Inflation.

Deine Einschätzungen - mit Fokus auf Energiepreise - kommen mir so vor, als wenn Du denkst, die Preissteigerungen hingen fast nur mit dem Ukrainekrieg zusammen und seien deshalb nur temporär. owT

BerndBorchert @, Donnerstag, 09.02.2023, 11:29 vor 1114 Tagen @ Joe68 2254 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Donnerstag, 09.02.2023, 11:39

Warum sollten z.B. die Energiepreise , für den Verbraucher, sinken?

Joe68 @, Donnerstag, 09.02.2023, 12:33 vor 1114 Tagen @ BerndBorchert 2357 Views

Die Konzerne werden die Preise oben halten, und bei geringeren Energiebeschaffungskosten, die Gewinne noch weiter erhöhen.
Zudem muß die grüne EU Energiwende finanziert werden, am ehesten durch weitere Verteuerungen für den Endverbraucher, hier ist ein Konsens zwischen den Konzernen und der Politik.

Erstunken und erlogen

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 10.02.2023, 08:17 vor 1113 Tagen @ BerndBorchert 2122 Views

bearbeitet von sensortimecom, Freitag, 10.02.2023, 08:20

Ich beziehe mich auf die Situation hier in Österreich (in DE kaum besser) wo offiziell 11,5% Inflation gemeldet wird - in Wahrheit liegt sie bei ca. 30%. Jeder halbwegs Denkende, der Güter des täglichen Bedarfs einkauft, weiss das.

Es existiert keine Börsenstrategie, egal wie du das drehst und wendest, mit der die Entwicklung abgefangen werden könnte. Aus einfachem Grund: weil sie niemand antizipieren kann. Die Inflation kann morgen bei 100% sein - sie kann genau so gut zusammenbrechen, und in eine Deflation samt schlimmster Rezession führen.

Für die Waren im Supermarkt würde ich auch schätzen, dass sie fast alle um ca. 20% teurer geworden sind - viele deutlich mehr als das.

BerndBorchert @, Freitag, 10.02.2023, 12:04 vor 1113 Tagen @ sensortimecom 2092 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Freitag, 10.02.2023, 12:19

Nach meiner Erinnerung fing der Preis-Schub schon bei der Jahreswende, also noch vor dem Ukraine-Krieg an.

An Tankstelle und bei den Wohnnebenkosten sind die Preise 30-50% gestiegen, das kann aber temporär sein, also nicht wegen Wertverlust des Geldes, sondern wegen Angebotsverknappung bzw. die Angst davor.

Andere "Güter" sind deutlich weniger als 8,7% im Preis gestiegen: Autos, Smartphones/Verträge, Urlaub, und auch Mieten. Ich hab privat von Vermietern gehört, dass sie nicht erhöhen, weil die Nebenkosten so gestiegen sind - eine mehr emotionale als rationale Verhaltensweise.

Insgesamt stimme ich Dir zu: diese Zahl 8,7% Inflation kommt mir nach unten manipuliert vor.

Bernd Borchert

Die Löhne und Renten sind um ca. 4-5% gestiegen, also deutlich unter der offiziellen Inflationsrate, von der wirklichen ganz zu schweigen
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/lohn-gehalt-inflation-reallohn-100.html

Weißt Du Rat?

D-Marker @, Rostock (MV), Donnerstag, 09.02.2023, 06:29 vor 1114 Tagen @ ebbes 2712 Views

Habe mich etwas verspekuliert und Ende des letzten Jahres Euronen 1:1 in Dollar getauscht, weil ich dachte, der Euro geht schneller den Bach runter als der Dollar.
Voll daneben gelegen, bis jetzt ca 7% bis 8% Verlust.

[image]

Aussitzen?
Rücktausch mit Verlust, bevor Verlust noch höher wird?
Wie sieht Deine Zukunftsprognose aus?

LG
D-Marker

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Kurze Antwort (habe gerade wenig Zeit)

ebbes @, Freitag, 10.02.2023, 00:11 vor 1113 Tagen @ D-Marker 2341 Views

Hallo D-Marker.

Meine Erfahrung und Wissen.

Der Dollarkurs wird bestimmt aus einer Mischung der weltpolitischen Lage, die Zinsunterschiede bzw. Erwartungen (Zinspolitik der USA und Europa) und den Kurs so zu halten wo es den USA (Unsere Währung - euer Problem) am meisten nützt.

Seriös kann dir das keiner beantworten. Aber ich versuche dir eine Entscheidungshilfe zu geben.

Wie sich die Lage mit China (und Russland) entwickelt und dann alle in den Dollar fliehen weiß keiner.

Welchen Dollarkurs die USA will (wollen sie Waren einführen oder ausführen oder ob es die Gewinne der Aktien beeinflusst usw.) kannst du auch nur raten.

Aber die Zinsen hier und über den Teich kannst du beobachten.

Nähern sich die Zinsen (vor allem der Staatsanleihen) an oder gehen sie noch weiter auseinander?
Wie sieht es mit den Notenbanken aus. Wie hoch wollen sie in Europa oder der USA die Zinsen anheben?
Europa ist wegen der Südländer eingeschränkt handlungsfähig bei Zinserhöhungen.
Meistens haben die Zinsunterschiede den höchsten Einfluss auf den Dollar. Aber nicht immer!

Jetzt musst du dir selbst eine Meinung bilden.
(Die Angel habe ich dir geliefert, den Fisch musst du selbst fangen.)

Gruß

ebbes

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Wenn du dich erinnerst...

sensortimecom ⌂ @, Mittwoch, 08.02.2023, 17:28 vor 1115 Tagen @ Otto Lidenbrock 3760 Views

.. so hab ich vor 10 Monaten geschrieben, dass wir gerade DANN, wenn der Krieg immer schlimmer wird und alles vor dem Kollaps steht, NEUE ATHs an den Börsen sehen werden. (Recht weit sind wir nimmer davon entfernt...).

Das muss so sein. Bitte immer zu bedenken dass wir in einer maximal verrückten Zeit leben. Wenn heute einer an der Börse Erfolg haben will, muss er am besten a) selber verrückt sein, b) das Undenkbarste denken, und sein Geld drauf setzen.

Was mich selber betrifft: ich lasse die Finger davon. Egal was passiert.

Die alte Börsenregel Zinsen rauf Aktien runter funktioniert nicht mehr

Dionysos @, Mittwoch, 08.02.2023, 19:04 vor 1115 Tagen @ Otto Lidenbrock 3505 Views

Selbst mit Charttechnik kommt man nicht mehr weiter. Irgendwann sehen alle Charts aus wie der Index in Caracas.

Wahrscheinlich ist das auch das Ziel. Bei den Kommunisten im Ostblock gab es auch keine Börse.

[image]

Gruß
Dionysos

--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Beispiel Apple: Du kannst aus einer MK von 2 Billionen "seriös" keine Verdoppelung auf 4 schaffen wenn der Umsatz und die Gewinne stagnieren. o.T.

ebbes @, Mittwoch, 08.02.2023, 19:29 vor 1115 Tagen @ Dionysos 2889 Views

nixx

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Tesla. Da kommt was.

zip @, Mittwoch, 08.02.2023, 23:04 vor 1114 Tagen @ ebbes 4322 Views

Gestern hat Musk auf Twitter den „Master Plan 3“ angekündigt, den er am 1. März präsentieren wird. Link:
https://mobile.twitter.com/elonmusk/status/1623152067547394050

Die Grafik wurde von findigen Twitter-Usern dechiffriert. Was da wie ein Staubfilter oder ein Textil aussieht, ist in Wirklichkeit der Übergang zu einer neuen Produktionstechnik, die es bislang im Automobilbau (in dieser Konsequenz) noch nicht gab. Nachdem seit einigen Monaten der Vorderwagen und der Hinterwagen bei Tesla aus einem Stück über die von Idra (Italien) gelieferte „Giga Press“ gegossen wird, haben sich die ursprünglichen Komponenten der Karosserie im Front- und Heckbereich signifikant reduziert und da muss auch nichts mehr aus vielen Einzelteilen zusammen geschweisst werden, weil jetzt (wörtlich) alles aus einem Guß ist. Link:
https://teslamag.de/news/kleiner-tesla-ein-guss-maschinen-lieferant-idra-spekulationen-...

Wenn die schlauen Leute auf Twitter richtig liegen, wird zukünftig die gesamte Karosserie beim Model Y aus einem Stück hergestellt. Das bedeutet: Spritzwand, A-Säule, B-Säule, C-Säule und D-Säule und Übergang zum Heckmodul fallen in einem Stück aus der Presse, wie wir das früher von den Matchbox- oder Siku-Autos her gekannt haben. Nur jetzt eben im 1:1 Maßstab und das ist neu und ich würde mal sagen ziemlich kostensparend. Lag Tesla bislang bei der Gewinnspanne pro Fahrzeug gemäß Sandy Munro (Link, bitte bei Minute 0:30 reinschauen):
https://www.youtube.com/watch?v=IZMbLalCAsc

bei rund 9.700 $ je Fahrzeug, dürfte sich das jetzt mit der neuen Produktionsmethode stabil verbessern.

Zusammenfassung, was die neue Produktionsmethode bedeutet:
Teil 1 = Vorderwagen, bereit zur automatischen Aufnahme der Antriebskomponenten
Teil 2 = Die (neue) Karosserie, bereit zur automatischen Aufnahme der Verglasung Front und Dach und Heckklappe
Teil 3 = Hinterwagen, bereit zur automatischen Aufnahme der Antriebskomponenten
Teil 4 = Akku-Modul, auf dem bereits die Bestuhlung vormontiert von unten in die erwähnten 3 Teile eingeliftet wird

Der Rest der Montage ist sozusagen Kinderkacke und in einer Stunde erledigt.

TSLA ist in den letzten Wochen um rund 70% gestiegen. Ich wünsche einen schönen Abend.

--
.zip

Werbung