Denkfehler
Tschernobyl kannst du nicht so ohne weiteres mit einer - wahrscheinlich normal genutzten - Nukleardetonation vergleichen, die vielleicht zu taktischen Zwecken eingesetzt wird.
Vergleichbar wäre das eher mit einem Atomschlag gegen ein schwer gepanzertes Ziel, bspw. sowas wie Mount Cheyenne, das mal Sitz des NORAD war. Man hat nach Ende des Kalten Krieges herausgefunden, womit der Sowjet diesen Berg zugepflastert hätte, um dieses Hauptquartier auszuschalten. Das waren mehrere 10 Mt Sprengköpfe mit Penetratoren, die sich erst einige Meter in den Berg eingegraben hätten. Solche Detonationen würden natürlich Unmengen an hochradioaktiven Fallout erzeugen, und auch die Einschlagpunkte wären für eine lange Zeit nicht mehr betretbar.
Bei Angriffen auf "weiche" Ziele - Eisenbahnknotenpunkte, Flughäfen, Autobahnen, Lagerkomplexe, Kasernen, Depots, Truppen im Feld usw. - wäre es unsinnig, den Detonationspunkt auf Bodenhöhe Null zu setzen, da man damit den Effekt selber limitieren würde.
Und die Atombomben der heutigen Zeit haben ca. eine zehnmal so große Sprengwirkung als die Hiroshimabomben.
Taktische Atombomben gibt es offiziell noch nicht.
Die Sprengwirkung ist egal. Um das effizienteste Ergebnis zu erzielen, muss einfach nur die Explosionshöhe variiert werden.
Und die Unterscheidung zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen gibt es sehr wohl: bezieht sich auf das Trägersystem bzw. die Abschußvorrichtung. Als strategisch gilt dabei alles mit einer Reichweite über 5500 km.
Grüße
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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!
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