Was haben Notenbanken mit Terminbörsen zu tun?
Mehr als man denkt – sie handeln nämlich dort.
In meinem Buch „Notizen zur jüngeren Weltgeschichte“ komme ich hinsichtlich des Terminwarenhandels von Gold auf zwei Dokumente zu sprechen, die von der CME Group stammten, einem Unternehmen, das große Terminbörsen in den Vereinigten Staaten betreibt.
In einem Jahresbericht (10-K Filing) der CME Group aus dem Jahr 2013 wurde offenbar, dass zu den Kunden der CME Group „Regierungen und Zentralbanken“ gehören.
Das zweite Dokument ist ein Brief vom Januar 2014, der vom Geschäftsführer der CME Group, Christopher Bowen, an die U.S. Commodity Futures Trading Commission geschickt wurde.
Dem Brief war zu entnehmen, dass die CME Group den Zentralbanken bei allen Future-Kontrakten Handelsmengenrabatte anbot – nicht nur bei Finanz-Future-Kontrakten, sondern auch bei jenen für Gold, Silber und Rohstoffe.
Quelle: https://www.larsschall.com/2022/10/13/wenn-zentralbanken-handel-an-den-terminboersen-tr...
Da der Autor des Artikels – Lars Schall – es fast nicht glauben wollte, hat er der FED eine Mail geschickt. Dazu schreibt er:
Ich gehe nicht davon aus, eine Antwort zu erhalten, und wenn dem doch der Fall sein sollte, halte ich Sie auf dem Laufenden.
Und jetzt wird es VT-mäßig.
Eigentlich wissen es fast alle, doch es wird immer wieder hartnäckig geleugnet.
Davon abgesehen sollte vielleicht noch erwähnt werden: die New Yorker Fed ist keine reine staatliche Einrichtung, sondern befindet sich im Besitz privater Geschäftsbanken wie JPMorgan Chase und Citibank.
..
Pikant an dieser Konstellation, wenn man den Goldmarkt betrachtet:
90% aller von US-Banken gehaltenen Derivate auf Gold und andere Edelmetalle werden von zwei Banken gehalten: JPMorgan Chase und Citibank.
Welche eine Überraschung!
Gestern noch VT – heute schon Realität.
mfG
nereus