Wird der Westen (Polen und die Ukraine vorgeschickt) in Weißrussland einmarschieren?

Manuel H. @, Samstag, 15.10.2022, 20:42 vor 1227 Tagen 6067 Views

bearbeitet von Manuel H., Samstag, 15.10.2022, 20:57

Wie verwickelt die historischen Geschicke Weißrusslands, Polens und der Ukraine verwoben sind, dem geht dieser gründliche Artikel nach.

https://www.owep.de/artikel/404-anmerkungen-zu-einer-nachbarschaft-polen-und-belarus

Zitat aus dem aus dem Polnischen übersetzten Text (der schon etwas älter ist, also vor 2005)


400.000 Polen sind Geisel der unmenschlichen Diktatoren Lukaschenko und Putin

"Dort lebt eine Minderheit von etwa 400.000 Polen, die eine potenzielle politische Geisel Alexander Lukaschenkos sind. Es geht im übrigen nicht darum, den weißrusssischen Diktator für Europa salonfähig zu machen. Auf jeden Fall muss man die Politik der EU gegenüber dem Osten als irrational bezeichnen: Alexander Lukaschenko ist persona non grata, hingegen sein Patron, nämlich Präsident Wladimir Putin, in vielen europäischen Hauptstädten ein begehrter Gast. Das ist sehr seltsam, wenn man bedenkt, dass die – zugegebenermaßen brutale – Diktatur Lukaschenkos ein einziges Ziel hat: das Überdauern an der Macht, während das Ziel des von Russland geführten Tschetschenienkrieges Völkermord ist. Mir scheint, dass man sich nach den polnischen Parlamentswahlen (2005) in Warschau mit einer solchen Behandlung des Ostens nicht abfinden wird – nicht abfinden darf."

Polen als Nato-Front-Staat stellt ja nicht nur territoriale Forderungen an Russland wegen seiner ostpreussischen Oblast Kaliningrad, es sieht auch große Teile der West-Ukraine als historisch polnisches Territorium.

Dass das gleiche auch für weite Teile Weißrusslands gilt, hab ich bislang nicht gewußt.

Wenn also der Diktator Lukaschenko seine Truppen an den Grenzen verstärkt, weil er "beunruhigende" Nachrichten aus Geheimdienstkreisen erhalten hat, auch die russische Föderation ein kleines Kontingent von 1.000 Soldaten zur Unterstützung nach Belorussland sendet, dann könnte das ja durchaus begründet sein.

Hier eine Meldung von März 2022 RP-online "China beginnt mit Evakuierungen"

Manuel H. @, Sonntag, 16.10.2022, 07:46 vor 1226 Tagen @ Ikonoklast 3840 Views

https://rp-online.de/panorama/ausland/ukraine-krise-china-beginnt-mit-evakuierung-von-s...

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine beginnt China, seine Bürger aus dem Land zu evakuieren. Rund 600 chinesische Studenten seien am Montag aus Kiew und der südlichen Hafenstadt Odessa gebracht worden, berichtete die staatliche Zeitung "Global Times" unter Berufung auf die chinesische Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt. Dem Bericht zufolge reisten sie mit einem Bus in die benachbarte Republik Moldau.

Hat die BRD auch mal Busse gechartert, um seine Bürger außer fremden Landes in Sicherheit zu bringen?

Ich habe gestern mit einem alten Schulfreund telefoniert und er sagte:

Mirko2, Sonntag, 16.10.2022, 08:04 vor 1226 Tagen @ Manuel H. 5315 Views

Hier in Polen wird die Zivilbevölkerung an scharfen Waffen ausgebildet. Zuvor kam ein Bericht im MDR (09.10.22) und ich fragte ihm bezüglich darauf an, ob das stimmt .. "Leider ist der Bericht des MDR richtig".

Wie geht so eine Ausbildung?

Manuel H. @, Sonntag, 16.10.2022, 08:14 vor 1226 Tagen @ Mirko2 3996 Views

Wie geht eine solche Ausbildung organisatorisch? Einfach unbemerkt die gesamte Bevölkerung zu Lehrgängen in Kasernen abkommandieren?

Und wozu soll das gut sein? Vorbereitung, um sich bei einer russischen Invasion mit irregulären Guerilla-Kämpfern aus dem Hinterhalt verteidigen zu können? Vorbereitung, um bei einem Angriff auf die östlichen Nachbarländer geübtere Rekruten zu haben?

Selbstverteidigung ... (Edit)

Mirko2, Sonntag, 16.10.2022, 08:19 vor 1226 Tagen @ Manuel H. 3968 Views

bearbeitet von Mirko2, Sonntag, 16.10.2022, 08:27

Ich habe nicht weiter nachgefragt. Es ist eine Art von Selbstverteidigung, keiner wird militärisch ausgebildet.

Schaut fast so aus, als ob Briten und Amis die Polen eine Art "Polnischer Großtraum" träumen lassen (ähnlich wie früher Erdogan) - wenn sie ihren Dienst getan haben, dann werden sie ebenfalls entsorgt

Olivia @, Sonntag, 16.10.2022, 08:56 vor 1226 Tagen @ Manuel H. 3708 Views

genauso wie all die anderen, die sich trügerische Hoffnungen machten Man erinnere sich an all die "gerechten" Amikriege der letzten Jahrzehnte.
Gerade wird Deutschland entsorgt. Das wird Frankreich mitreißen. Italien versucht wohl, sich an Polen zu hängen. Außerdem wollen die ihr Gas behalten.

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Nein!!

Mirko2, Sonntag, 16.10.2022, 09:01 vor 1226 Tagen @ Olivia 4030 Views

Viele Polen, die ich kenne, denken nicht so. Es sind genau dieselben, wie bei uns. Wenn ich als deutscher, halb Tscheche in PL unterwegs bin, denken wir alle wie Menschen!!

Ich rede nicht von den polnischen Menschen. Ich rede von der politischen Klasse. Und die scheint genauso zu denken..... wie Erdogan .....

Olivia @, Sonntag, 16.10.2022, 09:17 vor 1226 Tagen @ Mirko2 3434 Views

Wenn es zutreffen sollte (und alle Wahrscheinlichkeiten deuten darauf hin), dass die Polen involviert waren in die Zerstörung der NS-Pipelines, dann hat ein NATO Staat gegen einen anderen NATO-Staat einen Terrorakt verübt...... und das vmtl. unter Anleitung eines weiteren NATO Staates und unter BILLIGUNG von mindestens 2 weiteren NATO Staaten. Wie würdest du das bezeichnen?

DAS ist KRIEG innerhalb der Nato. Da werden europäische EU-Länder, die massiv Unterstützung aus dem EU-Topf erhalten haben, gegen andere EU-Länder (die massiv in den EU-Topf eingezahlt haben) kriegsmäßig instrumentalisiert. Aber das Wichtigste: Sie lassen sich instrumentalisieren. Und wenn man das "Kriegsgeschrei" der dortigen Medien richtig interpretiert, dann lassen sie sich auch sehr gerne instrumentalisieren..... und wenn man Orban genau zuhörte, dann lassen sie sich besonders gerne gegen D instrumentalisieren. Motto: Bis ins letzte Glied der Nachkommen.... oder sehe ich das falsch`?

Da haben sich Kräfte etabliert, die offenbar gerne den innereuropäischen Hass wiederbeleben möchten und dann möglichst einen europäischen Bürgerkrieg.

Bei uns sind jetzt Massen von jungen Männern "aus dem Osten" unterwegs. Mit hübschen Autos, nicht zu klein, gutgelaunt..... eigentlich dachte ich, dort sei Krieg und wir müssten Care-Paketw schnüren..... Offenbar habe ich mich da geirrt..... Die Presse berichtet wohl mal wieder falsch. Die waren selbstbewußt und gutgenährt und gut angezogen und gut motorisiert..... sehen so "Flüchtlinge" aus?

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Habe dir ein PN geschickt @ Olivia o.T.

Mirko2, Sonntag, 16.10.2022, 09:35 vor 1226 Tagen @ Olivia 2776 Views

Meine eMail funktioniert nicht. Komme aus irgendwelchen Gründen nicht mehr rein. Muss das ändern, melde mich wieder. oT

Olivia @, Sonntag, 16.10.2022, 10:31 vor 1226 Tagen @ Mirko2 2476 Views

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Könnte man das beweisen, wäre das eine "Sie kommen aus dem Gefängnis frei"-Karte ;)

stocksorcerer @, Sonntag, 16.10.2022, 14:56 vor 1226 Tagen @ Olivia 2523 Views

...und ich denke, dass genau deswegen die deutschen Behörden von den Schweden nichts zur NS-Sabotage kriegen, aber insgeheim vermutlich auch lieber gar nichts wollen.

Gruß
stocksorcerer

Klar, wenn das öffentlich diskutiert würde, dann stünde die gesamte NATO-Konstruktion auf dem Prüfstand.

Olivia @, Sonntag, 16.10.2022, 23:08 vor 1226 Tagen @ stocksorcerer 2070 Views

Wozu braucht man so eine Konstruktion, wenn sich die Mitglieder intern gegenseitig in lebenswichtigen Bereichen attackieren?

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Widerspruch! Der normale Pole in der Gruppe kann schon sehr nationalistisch und überheblich sein.

Plancius @, Sonntag, 16.10.2022, 10:26 vor 1226 Tagen @ Mirko2 3636 Views

Wir hatten ja in der DDR vielfältige Kontakte zu Polen und anderen Nationalitäten des sozialistischen Lagers. Im Urlaub war man mit den Familien aus den sozialistischen Partnerbetrieben zusammen, als Erntehelfer oder im FDJ-Studentensommer kam man mit jungen Menschen aus den sozialistischen Bruderstaaten in Kontakt und arbeitete zusammen.

Und schon in jungen Jahren habe ich mitbekommen, dass die Beziehung zu den Polen unterschwellig angespannt ist, in abgeschwächter Form war dies auch bei den Tschechen zu spüren.

Mit dem einzelnen Polen oder der polnischen Familie konnte man normal umgehen oder unbeschwert feiern. Aber stand man einer Gruppe Polen gegenüber, so ließen einen die Polen plötzlich spüren und wissen, dass sie die besseren Menschen sind. Die Polen stehen über den Deutschen oder anderen Völkern, eine gewisse Großmannssucht deutete sich an. Ein aggressiver Nationalismus trat hervor, den der einzelne Pole so nicht an den Tag legt.

Diesen aggressive Nationalismus konnte ich bei keiner anderen Volksgruppe feststellen, weder bei den Slowaken, Ungarn oder Bulgaren, schon gar nicht bei den Russen. Einzig und allein die Beziehung zu den Tschechen habe ich noch als etwas angespannt und belastet als Folge des Krieges empfunden . Polen und Tschechien wären daher für mich auch keine Länder, wo ich längere Zeit leben möchte.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Danke für Deinen Erfahrungsbericht. oT

Olivia @, Sonntag, 16.10.2022, 13:54 vor 1226 Tagen @ Plancius 2301 Views

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Die DDR-Führung wusste von der Feindschaft der Polen

Hannes, Sonntag, 16.10.2022, 19:19 vor 1226 Tagen @ Plancius 2736 Views

bearbeitet von Hannes, Sonntag, 16.10.2022, 19:25

Wir hatten ja in der DDR vielfältige Kontakte zu Polen und anderen Nationalitäten des sozialistischen Lagers. Im Urlaub war man mit den Familien aus den sozialistischen Partnerbetrieben zusammen, als Erntehelfer oder im FDJ-Studentensommer kam man mit jungen Menschen aus den sozialistischen Bruderstaaten in Kontakt und arbeitete zusammen.

Und schon in jungen Jahren habe ich mitbekommen, dass die Beziehung zu den Polen unterschwellig angespannt ist, in abgeschwächter Form war dies auch bei den Tschechen zu spüren.

Mit dem einzelnen Polen oder der polnischen Familie konnte man normal umgehen oder unbeschwert feiern. Aber stand man einer Gruppe Polen gegenüber, so ließen einen die Polen plötzlich spüren und wissen, dass sie die besseren Menschen sind. Die Polen stehen über den Deutschen oder anderen Völkern, eine gewisse Großmannssucht deutete sich an. Ein aggressiver Nationalismus trat hervor, den der einzelne Pole so nicht an den Tag legt.

Diesen aggressive Nationalismus konnte ich bei keiner anderen Volksgruppe feststellen, weder bei den Slowaken, Ungarn oder Bulgaren, schon gar nicht bei den Russen. Einzig und allein die Beziehung zu den Tschechen habe ich noch als etwas angespannt und belastet als Folge des Krieges empfunden . Polen und Tschechien wären daher für mich auch keine Länder, wo ich längere Zeit leben möchte.

Gruß Plancius

Guten Tag,

mal schnell eben eine Anekdote aus meinem Leben.

Etwa Mitte der 70er war ich zu einem Jugendtreffen nach Frankfurt getrampt. Einfach so, ohne "Delegierung des Jugendverbandes", nur, weil sich die Jugend da treffen würde. Ich hatte nix gegen Polen, noch nichts erlebt diesbezüglich.

Nachts davor im Felde, morgens zum Hauptbahnhof, waschen. Trapo oder Stasi in Zivil: "mitkomm" "Warum soll ich den mitkommen?" "zur Klärung eines Sachverhalts".

Bis zum Abend wie die Ölsardinen in einem Keller nahebei gestanden, nix gewusst, üble Gerüchte, alles Jugendliche. Dann rausgeführt worden, auf LKW verladen, immer einen Lada dazwischen in Kolonne nach Forst, in eine Sprortarena, eingekesselt entladen worden. Erkennungsdienstliche Behandlung, Drohungen und Regional-Verbot, Heimreise auf eigene Kosten individuell angewiesen worden.

Was ich nicht ernst genommen hatte: Es war ein Pfingsttreffen unter der Parole der Deutsch-Polnischen Freundschaft. Die Obrigkeit wollte nichts dem Zufall überlassen. Ich hatte lange Haare und einen Rucksack. Das reichte der Trapo oft sowieso, mehrfach so was erlebt ("mitkomm"), vor allem in "Grenzkreisen" ohen Begründung sogar von "Helfern der Volkspolizei" verschleppt worden als junger Kerl, nicht nur in "Grenzkreisen" - wie schon Halberstadt einer war (waren noch satt 30 km bis zur Grenze).

Fazit: Mit der "Deutsch-Polnischen Freundschaft" war es auch im "Sozialistischen Lager" nicht weit her, maximal einseitig deutsch (siehe Kniefall Brandt), wenn es nicht gar nur eine Vernunftehe in der "SozLager-Familie" war, durchaus auch einschließlich unterdrückten Hassgefühle (zumindest einseitiger Hass, m. E. nämlich schon damals nur noch polnisch-deutsch, abgesehen von den Vertiebenen mit ihren Terror-Erlebnissen).

Wer glaubt, das sei vorbei, frage sich, wo der Aufschrei in Polen war, als die Polen von uns Gas bekamen, aber ausschlossen, das in der Krise zukünftig zu teilen. Zeitgleich polnische Reparationsforderungen. Nachlesen bitte, jüngste Geschichte!

Also @Mirko, wie erklärst Du Dir das Schweigen der angeblich so wie wir Deutsche seienden Polen dazu?

Was wäre in Deutschland los, würde eine Partei den Polen gegenüber solche Forderungen wegen oller Kamellen aufmachen? Nicht am Stammtisch, sondern beim Besuch des Polnischen Außenministers in Deutschland dem mal was über die unrechtmäßigkeit der Landnahme ... usw.
[[ironie]]

skeptisch
H.

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