Habecks teuflischer Plan

Martin @, Mittwoch, 12.10.2022, 16:28 vor 1228 Tagen 6561 Views

Qualifizierte Arbeitskräfte sind knapp. Schon in seiner Bundespressekonferenz im Januar hat Habeck eingestanden, dass der ehrgeizige Umbau zum Windkraftland Deutschland an der mangelnden Verfügbarkeit von Fachkräften scheitern könnte.

Rollt aber eine Pleitewelle durch das Land, könnte sich dieses Problem rascher lösen, als noch im Januar absehbar. Die Pleitewelle spielt Habecks Plänen (damals noch das 'Osterpaket') in die Hände. Gut, ob dann die Rohstoffe zur Verfügung stehen, ist eine andere Frage.

Fachkräfte spielen auch beim Gas eine Rolle. Lassen Habeck/Müller den Gasdruck kurzzeitig absinken, lösen in den Haushalten die Gasdruckwächter aus. Schätzungen gehen davon aus, dass es mangels Installateuren Wochen dauert, bis diese - einer nach dem andern - wieder freigegeben sind. Gasproblem gelöst, und nicht Habeck, sondern die unvorbereiteten Hausbesitzer sind schuld. Denn der Gasdruck ist ja wieder voll da.

Ist die Prognose von -0,3% "Wachstum" für DE in 2023 nicht zu optimistisch?

Plancius @, Mittwoch, 12.10.2022, 20:01 vor 1228 Tagen @ Martin 3123 Views

Der IWF prognostiziert mit einem "Wachstum" von -0,3% für 2023 das Abgleiten unseres Landes in eine Rezession. Nur für Italien wird in 2023 noch eine wirtschaftliche Schrumpfung erwartet. Alle anderen EU-Länder sollen in 2023, wenn auch schwach wachsen.

https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/das-schlimmste-kommt-noch-die-pessimistische-p...

Ich muss ehrlich sagen: Warum sind IWF und Wirtschaftsforschungsinstitute so optimistisch?

Ich persönlich rechne mit einem Absturz der deutschen Wirtschaft ähnlich wie in der Weltwirtschaftskrise 1929 - 1933. Da ging die Industrieproduktion schon mal locker um insgesamt 42% zurück.

Vielleicht bin ich auch mal wieder zu pessimistisch. Womöglich wird uns der Doppel-Wums doch retten. Abwrackprämie und dergleichen haben uns ja in der Finanzkrise auch aus dem Tal herausgeholt, die Mehrwertsteuersenkung 2020 hat ja auch die Inlandsnachfrage angekurbelt. Das ungebrochene Anhäufen von Schulden und Verstecken derer in Sonderhaushalten oder sogar Ausweisen als Vermögensposition ("Sondervermögen Bundeswehr in Höhe von 100 Mrd. EUR") scheint ja auch niemanden mehr zu interessieren. Und last but not least die BRD behält bis auf weiteres ihren Triple-A-Status bei der Aufnahme neuer Staatsschulden.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Das ist keine Prognose, sondern der optimistischste Wunsch.

eesti @, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 12.10.2022, 20:15 vor 1228 Tagen @ Plancius 3037 Views

Die Realität wird in der Politik ausgeblendet, man lebt in Scheinwelten, nahezu ohne Realitätswahrnehmung, sucht sich Sündenböcke für eigenes Versagen und so ist es auch bei den Prognosen in der Wirtschaft.
Man blendet die Realität aus, oder schafft sich Wirtschaftswachstum durch Dienstleistung.
Wenn nun einige Millionen Ukrainer mangels Versorgungsmöglichkeit in der Ukraine nach Deutschland übersiedeln, so schafft das riesigen Wirtschaftsbedarf in der Dienstleistungsindustrie und das ist ja auch BSP! Auch werden die Ukrainer auch essen, sich kleiden, konsumieren...
Wen interessiert da noch der Industriesektor, der soll ja eh im Klimaministerium nur noch eine Nebenrolle spielen!

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.

Wir haben das Wirtschaftsministerium in Klimaministerium umbenannt

Manuel H. @, Donnerstag, 13.10.2022, 05:47 vor 1227 Tagen @ eesti 2214 Views

Klima ist die Beobachtung des Wetters über einen längeren Zeitraum. Wir hätten es auch Wetter-Ministerium nennen können.

Ungeschminkt: Habeck in der Bundespressekonferenz Januar 2022

Martin @, Donnerstag, 13.10.2022, 07:21 vor 1227 Tagen @ Manuel H. 2412 Views

bearbeitet von Martin, Donnerstag, 13.10.2022, 07:27

Wer Habeck verstehen will, sollte sich nochmal die Bundespressekonferenz vom Januar 2022 anhören: https://www.youtube.com/watch?v=bbRc0o_RQ3c

Mit der Legitimation durch das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts im Rücken glaubt Habeck letztlich alle Widerstände gegen seine Pläne zum Ausbau von Wind- und Solarenergie niederbügeln zu können. Der Schwerpunkt sind Windkraftanlagen. Kritische Fragen zu deren Verbreitung sind falsche Fragen. Der Kernenergie eine klare Absage, die allerdings weder durch die Taxonomie-Entscheidung der EU, noch das Klimaurteil des BVerfG gestützt ist. Aber mit dem Atomausstiegsgesetz wähnte sich Habeck damals auf der sicheren Seite, und um ganz sicher zu gehen, hatte Kretschmann in Philippsburg in weiser Voraussicht schnell die Kühltürme sprengen lassen.

Der Duktus seiner Präsentation zeigt nicht nur, dass das Wirtschaftsministerium für den Umbau zum Klimaministerium gekapert werden sollte, sondern auch, dass Habeck bereit ist, seine Ziele rücksichtslos durchzudrücken. Was Merkel/Harbarth auf den Weg gebracht haben, wird jetzt abgeräumt.

Niemand sollte glauben, dass Habeck diesen Fisch so einfach von der Angel lassen und auf den Griff tief in die Trickkiste verzichten wird. Im abendlichen Interview im ZDF scheint dann auch klar durch, dass Habeck das Schicksal von über 80 Millionen Menschen in Deutschland ('ein solches Land') gleichgültig ist. 'Volles Risiko' sagt alles. Wobei das natürlich nicht für die von den Grünen beschriene 'Hochrisikotechnologie' Kernkraft gilt.

Wie fließt die (reale!) Inflation in die Berechnung ein?

Martin @, Mittwoch, 12.10.2022, 20:51 vor 1228 Tagen @ Plancius 2656 Views

Die Inflation treibt das Bruttosozialprodukt zumindest in Euro deutlich nach oben, ginge man von einer konstanten Nachfrage nach Waren aus. Wenn ein Stück Butter im Preis um 50 % steigt, bleibt selbst dann noch ein gutes Wachstum, wenn 20 % weniger Butter gekauft wird. Trotzdem müssen dann viele Menschen auf Butter verzichten.

Inflation und Teuerung wird durcheinandergeworfen

Rheingold, Donnerstag, 13.10.2022, 06:25 vor 1227 Tagen @ Martin 2155 Views

Du zeigst ein schönes Beispiel der Teuerung, wenn sich ein Produkt verteuert, dann ist das eine Asset-Inflation und gleichzeitig deflationieren andere Dinge, beispielsweise in Deinem Beispiel die Löhne (Butter wird teurer, Lohn kann weniger kaufen)
Bei einer Inflation würde aber beides steigen (hier Butter und Lohn).
Auf Phoenix gab es mal eine Serie, da wurden sehr alte Leute nach ihren Jugenderinnerungen befragt, darunter auch eine Tochter einer Soldatenwitwe (WK1). Seinerzeit wurden die Renten noch bar ausgezahlt. Am Rentenauszahlungstag organisierte sie mit ihrer Mutter zusammen eine Schubkarre. Darin wurde die Rente gelegt, dann ab ins Cafe, schnell einen Einkaufszettel basteln für das Lebensnotwendigste und ab zum Kaufmann bevor die Preise wieder gestiegen waren.
Die Regierung der Weimarer Republik hatte also offensichtlich ganz anders gehandelt als beispielsweise Jelzin. Der ließ die Renten der Witwen des Großen Vaterländischen Kriegs unverändert bis die so gut wie keine Kaufkraft mehr hatten.

Als wir beim Rheingold ein starkes Wachstum der Akzeptanten wie der Emittenten hatten, war es uns ein Anliegen, das Rheingold möglichst kaufkraftstabil zu halten. Anfangs hatten wir einfach einen Referenzkurs zum Euro empfohlen, empfohlen, weil wir keine Weisungsmacht haben wollten, deswegen einen Referenzkurs, weil die Rheingolder (leider) nur in Euro ihre Preise auszeichneten. Ein beliebtes Rheingold Restaurant erhöhte den Preis seiner Gerichte (z.B. Spaghettini mit frischen Trüffeln), damit wurden auch die Preise in Rheingold angehoben, weil wir zu der Zeit nur eine starre Referenz-Empfehlung hatten. Das hatte schlicht zur Folge, dass die Mitarbeiter das nicht anders als eine Deflation ihrer Löhne erleben konnten (für ihre geleistete Arbeit gab es nun weniger Nudeln zu essen).

Das war insbesondere deswegen blöd, weil die Restaurants ja auch Emittenten waren, sie emittierten Rheingold, kauften damit möglicherweise Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter ein und verwässerten hinterher einseitig die Kaufkraft ihrer eigenen Emission. Das empfand ich als nicht gerecht.

Deswegen regte ich an, dass die Emittenten ihre Rheingold nicht an Euro binden, sondern an ihre Produkte und Leistungen, der Emittent also zusichert, dass er für seine Emission von x Rheingold genau 1 kg Honig, einen angerichteten Teller Spaghetti, eine Rasur garantiert. Dann wäre für die Rheingolder der Preis der Produkte stabil geblieben, sowohl auf der einkaufenden wie auf der verkaufenden Seite.

Allerdings hatte ich seinerzeit in keinster Weise auf dem Schirm, dass mal ein Staat um die Ecke kommt und das Geld verdienen mittels Lockdown einfach rigoros verbieten würde oder Maßnahmen einer extremen externen Teuerung ergreift (Energiepreise), um seine Bevölkerung in die Armut zu zwingen.

Was wir jetzt erleben, ist eine staatlich von oben verordnete Teuerung aller Produkte, die mit Energie zu tun haben, aller Produkte, die irgendwie mit der Begründung "CO2" staatlich verteuert werden können, also schlicht alle. Diese Teuerung ist keine Inflation, sondern eine Deflation (fast aller) Einkommen.

"Wachstum" - kein Grund zum Pessimismus ....

NST @, Südthailand, Donnerstag, 13.10.2022, 04:04 vor 1227 Tagen @ Plancius 2300 Views

Der IWF prognostiziert mit einem "Wachstum" von -0,3% .....

wenn das die neuen Wachstumsziele sind - dann geht der Bär erst richtig ab .... richtige Parties feiert man dann ab 2 stelligem Wachstum ... so etwa ab -1x% Wachstum, alles andere wäre pure Stagnation.
Gruss

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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Dieser Mann hat bedauerlicherweise überhaupt keinen Verstand. Gut, dass sich wenigstens Merkel ab und zu meldet. oT

Olivia @, Mittwoch, 12.10.2022, 22:18 vor 1228 Tagen @ Martin 2569 Views

.....

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For entertainment purposes only.

Habeck drohte Putin öffentlich bereits im Jahre 2016

Manuel H. @, Donnerstag, 13.10.2022, 05:45 vor 1227 Tagen @ Martin 2717 Views

Vielleicht erklären sich so die tollen Wahlergebnisse für die Grünen. Hat von 2016 bis 2022 gedauert, bis wir endlich unsere Drohungen wahr machen können und hier kollektiv unsere Einkommensplätze abbauen und unsere Heizungen ausstellen.

https://www.youtube.com/shorts/43mudKudjCg

Wirklich teuflisch bösartig wäre es, den Krieg mit inzwischen 100.000 Toten zu provozieren, nur um NS2 zu stoppen

BerndBorchert @, Donnerstag, 13.10.2022, 09:57 vor 1227 Tagen @ Manuel H. 2562 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Donnerstag, 13.10.2022, 10:26

Ich unterstelle Habeck und Baerbock das: als der Krieg sich ankündigte, war die Aussicht auf den Stopp von NS2 (Sanktionen und/oder Bidens Ankündigung) ein Grund, nicht zu deeskalieren. Der Zweck Klima-Ideologie heiligt das Mittel Krieg und dessen Folge 100.000 Tote. Blutopfer für die Klima-Religion.

Bernd Borchert

100.000 Tote sind unmoralisch?

JJB @, Dresden, Donnerstag, 13.10.2022, 19:51 vor 1227 Tagen @ BerndBorchert 2011 Views

es gab Kräfte, die unter anderem zwei Weltkriege mit Millionen Toten angezettelt haben, nur um ihre Ziele zu verwirklichen...

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)

Kleine Korrektur

neptun, Donnerstag, 13.10.2022, 22:41 vor 1227 Tagen @ JJB 1985 Views

es gab Kräfte, die unter anderem zwei Weltkriege mit Millionen Toten angezettelt haben, nur um ihre Ziele zu verwirklichen...

ersetze "gab" durch "gibt". [[zwinker]]

So traurig es auch ist.

LG nepun

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Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

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