Gaspreisbremse - Wird denn wirklich derjenige mit aktuell hohem Verbrauch belohnt?
bearbeitet von Plancius, Dienstag, 11.10.2022, 15:22
Hier ein paar Infos zur Gaspreisbremse:
https://www.focus.de/finanzen/analyse-zur-gaspreisbremse-gaspreisbremse-warum-uns-die-e...
Also ich habe das mit der Gaspreisbremse so verstanden:
- Im Dezember 2022 bekomme ich meinen monatlichen Abschlag zurück.
- Ab März 2023 bekomme ich 80% meines bisherigen Verbrauchs zu einem Gaspreis von 12 ct/kWh. Alles darüber hinaus muss ich zum aktuell gültigen Gaspreis zahlen, der vermutlich wesentlich höher als 12 ct sein wird.
Hierzu treffe ich folgende Aussagen.
Der monatlicher Gaspreis, den ich zu zahlen habe beläuft sich auf 150 EUR. Mein Abschlag beträgt jedoch 200 EUR. Die 600 EUR, die ich mehr zahle, gebe ich dem Gasversorger als zinslosen Kredit und bekomme diese 600 EUR jeweils im April bei der jährlichen Abrechnung vom Gasversorger wieder erstattet.
Dann bekomme ich doch dieses Jahr im Dezember vom Staat 50 EUR geschenkt, weil ja der monatliche Abschlag erstattet wird und nicht der tatsächliche monatliche Verbrauchspreis.
Wegen der Energiekrise habe ich diesen Sommer von Mai bis September bereits die Warmwasserbereitung via Erdgas ausgeschaltet. Hände wurden kalt gewaschen, Zähne mit kaltem Wasser geputzt. Die tägliche Dusche erfolgte im Garten per Solardusche.
Meine Raumtemperatur habe ich um 1°C bis 1,5°C abgesenkt. Bisher ist die Heizung komplett aus, bis auf 2 kühle Abende. Im Haus sind es immer noch zwischen 19 und 20,5°C.
Nach Bekanntwerden der Gaspreisbremse haben wir nun beschlossen, all unsere Gassparmaßnahmen zurückzunehmen, um unseren Verbrauch dieses Jahr wieder in die Höhe zu treiben. Wir werden auch den Kamin nicht mehr mit Holz heizen. Denn sonst werden wir ja nächstes Jahr bestraft, wenn als Basis für einen günstigen Gaspreis der diesjährige Verbrauch genommen wird.
Das erinnert mich immer an meinen Vater, der zu DDR-Zeiten in seinem Betrieb die Maschinen in den Betriebsferien zwischen Weihnachten und Silvester rund um die Uhr unter Volllast laufen hat lassen. Denn sein Strombudget für das kommende Jahr war immer das alte Jahr, jedoch mit der Maßgabe, mehr zu produzieren. Das neue Plansoll hätte er aber mit dem Strombudget des letzten Jahres nicht geschafft, also wurde der Strom vor dem Jahreswechsel sinnlos verballert.
Dass die rot-grün-gelb-schwarze Kamarilla in Berlin zu selbigen Methoden aus der stalinistischen Mottenkiste greift, hätte ich mir zu meinen Lebzeiten niemals zu träumen gewagt. Dieses sinnlose Energieverballern wurde in der DDR ab Mitte der 80er Jahre Usus, also kurz vor dem Untergang des real existierenden Sozialismus. Demnach scheint der Untergang der BRD auch nicht mehr weit weg zu sein. Nur dieses mal wird's uns härter treffen. Wir haben nämlich keinen reichen Bruder mehr im Westen.
Diese bürokratische Monster von Gaspreisbremse kann doch gar nicht funktionieren.
- Wie schon erwähnt fehlen gerade diesen Winter, wo Gas knapp sein wird, die Sparanreize.
- Was wird mit den Haushalten mit Öl-, Pellet- oder Holzheizungen?
- Was ist mit den Leuten, die gerade umgezogen oder in ein neues Haus gezogen sind, für die es keine Vorjahresdaten gibt?
- Was ist mit den Haushalten, die just gerade zu einem anderen Anbieter gewechselt sind, der aber keine Verbrauchsdaten des Vorjahres in petto hat?
Vielleicht erübrigen sich auch alle gedanklichen Konstrukte hierzu.
Vielleicht marschiert ja der Russe in ein paar Monaten ein.
Vielleicht explodieren ja all unsere Gasleitungen.
Vielleicht gibt es ja Krieg in Deutschland mit nuklearen Explosionen.
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Gruß Plancius
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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER
Zwar kommt deswegen auch nicht mehr wirklich mehr Gas aus den Pipelines- aber wenn was fließt so ist das nächste Jahr für das eigene Portemonnaie somit gerettet.