Dieses Ammenmärchen wird gerne gepflegt, um die Opfer des herrschenden Geldsystems im Unklaren zu lassen.
Im Ruhrgebiet hatte sich eine "Regionalgeld"-Initiative gebildet, die mit großem Wohlwollen in der Presse behandelt wurde und auch von Universitäts-Etats reich beschenkt mit "Forschungs"-Etats.
Für die studentischen Organisatoren sprangen dabei mehrere Reisen nach Süd-Amerika heraus, bei der Präsentation wurde ein aufwendig hergestellter Film vorgestellt, der die dortige Armuts-Initiative unkritisch lobte.
Auf den dort vorgestellten gaga möchte ich jetzt nicht inhaltlich eingehen.
Interessant empfand ich folgendes:
Ich wollte diese Initiative natürlich einbinden in das Rheingold-Projekt und verhindern, dass die Fehlkonstruiertes festzurren. Das Regionalgeld im Ruhrgebiet sollte natürlich eurogedeckt sein, ich schlug leistungsgedeckt vor.
Allerdings lehnten die Organisatoren die Zusammenarbeit ab. Für sie wäre das nur eine Station ihrer studentischen Karriere, tatsächlich umsetzen werde das ein Verein, der in Gründung ist.
Dort traf ich dann auf die typischen Vereinsmeier, die allem ablehnend gegenüber standen und mir erklärten, dass sie erst einmal eine Satzung entwerfen wollten (die nach einem Jahr nicht fertig wurde, woraufhin sich der Verein auflöste)
Der Leiter der Vorstellungsrunde war ein Professor aus der 68er Zeit, der auf meine Redeeinwände sehr feindlich reagierte. Ihm war es wichtig, zu betonen, dass wir im weißen entwickelten Westen jetzt endlich mal von Entwicklungsländern lernen könnten.
Zugegen war auch noch ein Pressesprecher der alternativen GLS Bank (Geben, Leihen, Schenken).
Als der dann auf die hohe Verantwortung hinwies, die sie als Banker hätten, weil ihnen Sparer ja das Geld anvertrauten und sie es lediglich weiterverleihen würden, hatte ich mich gemeldet und auf den Prozeß der tatsächlichen Geldentstehung verwiesen (da hatten dann alle Zuhörer natürlich sofort abgeschaltet). Der Pressesprecher war dann aber angefressen: "Oh, hier ist also ein Oberschlauer, der glaubt, sich im Geldsystem auszukennen."
Während ich bei manchen angestellten Professoren der Wirtschaftswissenschaften tatsächlich davon ausgehe, dass die vom Geldsystem nicht einmal annährend eine Ahnung haben, (ich hab mit zahlreichen Profs telefoniert, es war erschreckend) so unterstelle ich Bankern, dass sie absichtlich täuschen. Die können ja (ihre eigenen) Bilanzen lesen.