FDP-Rüstungs-Lobbyistin die lauteste Kriegstrommel in Berlin

Falkenauge @, Freitag, 07.10.2022, 07:54 vor 1233 Tagen 3996 Views

Eine Frau, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, „treibt die Bundesregierung mit männlich-herber Entschlossenheit in den Krieg“, wie der Politologe und Publizist Hermann Ploppa formuliert. Der Hintergrund dieser strammen FDP-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages passt ins Bild dieser korrupten Berliner Parteien-Oligarchie. Kaum jemand ist so vielfältig mit Rüstungskonzernen und deren Interessen dienenden Vereinigungen verbunden wie die forsche Beisitzerin im Bundes- und Fraktionsvorstand der FDP. - Eine Seelenverwandte des „Impflamisten“ Karl Lauterbach auf parallelem kriegerischem Felde.

Der Ukraine-Krieg habe Frau Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einem Schlag berühmt gemacht, schreibt Hermann Ploppa.* „Shootingstar und Nervensäge“ – so habe die Tagesschau einen Kommentar über die FDP-Politikerin und ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin von Düsseldorf überschrieben.1 Strack-Zimmermann, so H. Ploppa, sei mit ihrem virilen Outfit allgemein präsent, das entfernt an preußische Monarchen erinnere. Ihre Sprache sei stählern und lasse Assoziationen wach werden an Frontberichte der Ufa-Tonwoche im letzten Weltkrieg:

„Deutschland muss hier die von seinen westlichen Partnern geforderte Führungsrolle in Europa übernehmen und entschieden und mutig ohne Zweifel vorangehen.“ 2

Mutig ohne Zweifel lade Strack-Zimmermann Bundeskanzler Scholz vor ihr Gremium, den Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages. Dieser Ausschuss sei ihre Machtbasis. Hier wolle sie jenen Schlappschwanz Scholz vorführen. Schon im Vorfeld dieser Zwangsanhörung habe sie, ohne Namen zu nennen, den Kanzler als Fehlbesetzung qualifiziert:

„Wir haben zu führen. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch. Und für die, die diese Rolle nicht annehmen wollen, sage ich, dann sitzen Sie möglicherweise im falschen Moment am falschen Platz.“ 3

Zuvor sei, erinnert H. Ploppa, Strack-Zimmermann bereits mit dem Grünen Anton Hofreiter und dem SPD-Abgeordneten Michael Roth in die Ukraine gereist, um zu eruieren, was man in der Ukraine so an schwerem Geschütz benötigt.4 Schließlich, so wisse Strack-Zimmermann zu berichten, vergewaltigten die Russen die ukrainischen Frauen.5 Zum Glück habe aber die Ukraine bereits 5.000 wehrhafte Kriegerinnen rekrutiert. Das reiche aber natürlich nicht aus. Dieser Krieg werde noch lange dauern, wisse die Düsseldorferin. Und wenn die wackeren Ukrainer die zunehmenden Attacken der Russen parieren sollen, dann müsse Deutschland sich bewegen.

Kaum sei Strack-Zimmermann wieder aus der Ukraine zurück gewesen, da habe sie bereits in ihrer forschen Art ein nationales Ukraine-Gremium mit eigenem Aufpasser im Kanzleramt gefordert.6 Hier sollten neben Bundesregierung, Parlamentariern, Rüstungsindustriellen, Gewerkschaftlern auch Angehörige der Bundeswehr den deutschen Krieg gegen Russland mutig und ohne Zweifel in Angriff nehmen.

So richtig in die deutsche Interessenlage passe das nun eigentlich nicht, sich in eine unfruchtbare Konfrontation mit der Nuklearsupermacht Russland zu begeben, gibt H. Ploppa zu bedenken. Über die vernichtenden wirtschaftlichen Rückschläge einer Anti-Russlandpolitik sei ja in der einschlägigen Presse bereits ausführlich berichtet worden.

Die Rüstungs-Lobbyistin

„Doch kriegerische Scharfmacher können Karriere machen und den delikaten Tanz auf rohen Eiern massiv stören. Denn hinter Frau Strack-Zimmermann agiert eine starke Gemeinschaft. Die Presse in diesem Lande kooperiert eng mit der Rüstungsindustrie. Die Süddeutsche Zeitung zum Beispiel unterstützt die Münchner Sicherheitskonferenz und viele Leittiere der deutschen Journalistenszene sind Mitglieder in Rüstungslobbyvereinen. Diese Leute sind immer bereit, eine Persönlichkeit massiv zu unterstützen, die laut und frech genug ist, den Friedenskonsens in der Öffentlichkeit aufzumischen.7

Und Strack-Zimmermann kommt keineswegs aus dem Nichts. Ihr fehlte nur der Anlass, in das Scheinwerferlicht geschubst zu werden. Schon in ihrer Düsseldorfer Zeit pflegte sie gute Kontakte zum dort ansässigen Rüstungskonzern Rheinmetall. Nachdem Strack-Zimmermann zuvor zwanzig Jahre als Vertreterin eines Jugendbuchverlages von Buchladen zu Buchladen tingeln musste, kann sie sich jetzt als Vertreterin ganz harter Kriegsware so richtig verwirklichen. Das Harte liegt ihr eher als das Weiche.“

So nehme es nicht Wunder, dass man die stählerne Dame im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik erblicke.8 Chef sei dort Claus Günther, zuvor lange Jahre Direktor des Rüstungskonzerns Diehl Defense. Hier handele es sich nicht um einen Kaninchenzüchterverein aus Posemuckel. Bei den so genannten Parlamentarischen Abenden träfen sich Persönlichkeiten aus Politik und Rüstungsindustrie zum netten Gespräch. Derselbe Personenkreis treffe sich auch ganz zwanglos in Brüssel. Richtig wichtig werde es dann bei Gesprächsrunden im Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) oder sogar zweckmäßigerweise gleich im eigentlichen NATO-Hauptquartier, im belgischen Mons.

„Im Präsidium ist unsere Freundin auch beim Förderkreis Deutsches Heer, einem ungeschminkt als ´Lobbyverein der deutschen Rüstungsindustrie` marschierenden Club.9 Dort ist Frank Haun Vizepräsident.10 Haun war lange Zeit CEO bei Krauss-Maffei Wegmann und Haun hat auch die Fusion von Krauss-Maffei mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter auf den Weg gebracht. Und auch hier sehen wir wieder, wie Personen als Scharniernetzwerker aktiv sind. Denn Haun agiert auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz und im Board of Directors beim Atlantic Council.

Doch unsere Heldin ist zudem noch Vizepräsidentin der Deutschen Atlantischen Gesellschaft.11 Es handelt sich hier um ein Organ der Öffentlichkeitsarbeit der NATO, einer Filiale der Atlantic Treaty Association. Zudem finden wir Strack-Zimmermann im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.12 Hier erhalten Politiker von Bund und Ländern, die vorankommen wollen, ihre transatlantische „Weiterbildung“. Die BAKS ist dem Bundessicherheitsrat untergeordnet, der unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers über Rüstungsexporte in Länder wie zum Beispiel Saudi-Arabien meistens positiv entscheidet.“

Die Repräsentanten der Rüstungslobby, die diesem Stall entstammten, seien allerdings meistens farblose Langweiler. Da jubelten alle auf, „wenn dann eine derart tabubrechende Großschnauze wie Strack-Zimmermann kein Fettnäpfchen auslässt, um allgemeine Aufregung und damit verbunden optimale Klickzahlen zu generieren.“ Sie sei sozusagen eine Wiedergeburt von Maggie Thatcher ohne Damentasche.

Und so trommele Strack-Zimmermann für die heldenhafte Panzerhaubitze 2000 aus dem Hause Krauss-Maffei Wegmann im Einsatz für die Ukraine.13 Hundert Haubitzen sollen dem Iwan das Fürchten lehren. Bis jetzt hätten es sieben dieser Knalltüten zum Einsatz in der Ukraine gebracht – mit zweifelhaftem Erfolg. Denn die ukrainischen Haubitzen-Schützen hätten sich bitter beklagt, dass die PzH 2000 schon nach hundert Schüssen schlappmache. Dabei habe sich Strack-Zimmermann zunächst „überrascht“ gezeigt, dass die Ukrainer sich so gut in die Haubitze hätten einarbeiten können. Doch nun wollten die deutschen Ausrüster eine Werkstatt in Polen einrichten, um den Haubitzen-Rohrkrepierer schnell wieder flott zu machen.

Die westliche Wertegemeinschaft pirsche sich tatsächlich eher zaghaft an den Krieg gegen Russland heran. Im ersten Schritt zur Aufrüstung der Ukraine habe ein so genannter „Ringtausch“ stattgefunden: die ehemaligen Mitgliedsstaaten des Sowjetblocks wie Polen hätten ihre alten T-72-Kampfpanzer den ukrainischen Waffenbrüdern geschenkt und sollten selber dafür neuere Panzer aus deutscher Fertigung erhalten. Nun seien die Polen sauer, weil sich die deutschen Ausrüster mit der Lieferung Zeit ließen.

Genervt habe Strack-Zimmermann getwittert, man könne sich doch die Ersatzpanzer nicht mal eben so „aus den Rippen schneiden“.14 Kritik an der kümmerlichen Performance des Westens könne die wehrhafte Dame nicht gut aushalten. Vom Handelsblatt gefragt, ob das so eine gute Idee sei, wenn die Bundeswehr ihren „Schrott“ nach Osten weiterreiche, habe Strack-Zimmermann geantwortet:
„Von ‚Schrott‘ zu sprechen ist zynisch. Alles was wir in die Ukraine liefern, ist einsatzbereit und sehr wirkungsvoll. Diese ganze Diskussion ist nicht hilfreich und lenkt von unserer eigentlichen Aufgabe ab, nämlich unbedingt an der Seite der Ukraine zu stehen.“ 15

Und H. Ploppa bemerkt: Typisch Politikerin und Staubsaugervertreterin zugleich: möglichst schnell von der Sache ablenken und den Frager moralisch zur Raison rufen. Darum heiße ihr Morgenappell:

„Die Amerikaner erwarten, dass Deutschland in Europa seine Rolle findet!“ 16 Darum: die Rüstungsindustrie müsse mit Hilfe des 100-Milliaden-Sondervermögens ihre Kapazitäten, die nach dem Ende des Kalten Krieges leider runtergefahren worden seien, wieder hochfahren. Wir müssten uns „schleunigst Gedanken machen“ für die weitere Aufrüstung im Herbst. Denn der russische Außenminister Lawrow habe ja erst vor kurzem gesagt, man wolle das Staatsgebiet der Ukraine „vernichten“ und einen Regimewechsel erzwingen.

Hermann Ploppa:
„Wie schön, dass uns Agnes Marie Strack-Zimmermann so gut auf Trab bringt. Rohre frei!“

Dieser Fall zeigt wieder, wie das korrupte Parteiensystem die Schlechtesten an die Macht spült. Es müssen sich immer mehr parteiunabhängige Kandidaten, von alternativen Medien unterstützt, für die Parlamente aufstellen, so die Parteien zurückdrängen und allmählich für eine saubere Trennung von wirtschaftlichem, staatlichem und freiem Geistesleben sorgen.

Quelle mit Anmerkungen:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/10/07/fdp-rustungs-lobbyistin-die-lauteste-k...

Die Frau hat eine Funktion als Kasperl. Teilweise übertreibt sie so sehr, dass es schmerzt. Vlt. ist sie ja so blöde.... aber hier...

Olivia @, Freitag, 07.10.2022, 12:59 vor 1233 Tagen @ Falkenauge 2475 Views

dieser Passus ist doch göttlich :-)

".....Die westliche Wertegemeinschaft pirsche sich tatsächlich eher zaghaft an den Krieg gegen Russland heran. Im ersten Schritt zur Aufrüstung der Ukraine habe ein so genannter „Ringtausch“ stattgefunden: die ehemaligen Mitgliedsstaaten des Sowjetblocks wie Polen hätten ihre alten T-72-Kampfpanzer den ukrainischen Waffenbrüdern geschenkt und sollten selber dafür neuere Panzer aus deutscher Fertigung erhalten. Nun seien die Polen sauer, weil sich die deutschen Ausrüster mit der Lieferung Zeit ließen. ...."

:-)
Schon fast so wie die 5.000 Helme.....

Sind die eigentlich jetzt alle entwaffnet oder haben die Amis da inzwischeh ihren ganzen Militärschrott entsorgt?

--
For entertainment purposes only.

Werbung