Vom Honk sein ....
Man kann sich nur noch schämen.
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Lorenz Beckhardt erlangte einst Berühmtheit, weil er in einem Tagesthemen-Kommentar Preissteigerungen forderte.
.... ein Blick in die deutsche Geschichte.
Als Republikflüchtling habe ich eine besondere Sichtweise. Viele Dinge erkenne ich ... einmal, weil ich ähnliches erlebe - in einem anderen Kultur Umfeld.
Samuel war mit 38 Jahren eine »alte Jungfer«, aber sie hatte Geld. In der Sonnenberger Gemeinderechnung von 1829 wurde sie neben fünf jüdischen Familien als einzige ledige Frau und Judensteuerpflichtige verzeichnet. Die Eltern Gülla und Samuel waren bereits gestorben. Der Vater, ein alteingesessener Sonnenberger Schutzjude, hatte ihr ein Textilgeschäft und ein Vermögen von 400 Gulden hinterlassen.
Moses Abraham gehörte zu den wohlhabenderen Juden, denn wer einen herzoglichen Schutzbrief erhalten wollte, musste ein Vermögen von wenigstens 500 Gulden vorweisen, einer Summe, die dem mehrfachen Jahresgehalt eines einfachen Beamten entsprach. In der Mitgliederliste der jüdischen Gemeinde Sonnenbergs von 1843 ist Moses’ Familie verzeichnet, die nebst ihm aus seiner Frau Bräunle und dem Sohn Jacob bestand. Die Liste wurde angelegt, um das Vermögen der Juden zu erfassen, weil die Behörden fürchteten, es könnten sich Juden im Ort ansiedeln, deren Kinder der Allgemeinheit zur Last fielen. Bei Moses war diese Sorge unbegründet: »Moses Neumann besitzt ungefähr 800 Gulden Vermögen, das Kind ist schon erwachsen und bedarf keiner Unterstützung mehr. Sonnenberg, den 31. August 1843, Bautz, Schultheiß«. Ein Jahr zuvor war ein Gesetz ergangen, das die Juden zwang, einen Familiennamen anzunehmen. Moses nannte sich fortan Neumann.
Die Abschaffung des Leibzolls hatte Moses den Franzosen zu verdanken, die Ende des 18. Jahrhunderts die deutschen Fürsten mit militärischer Gewalt zu »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« gezwungen hatten. Napoleons Bruder Jérôme, der »König von Westfalen«, hatte 1807 eine auch für Nassau gültige Verfassung erlassen, die die rechtliche Gleichstellung der Juden mit ihren christlichen Nachbarn erzwang. Doch nach der Niederlage Napoleons in den »Befreiungskriegen« drehte der nassauische Großherzog das Rad der Geschichte zurück, und aus dem Staatsbürger Moses wurde wieder der Schutzjude.
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Was ich bisher über den Autor des Buches gelesen habe, hat mich in keinster Weise beeindruckt. Was mir dabei aufgefallen war, ich empfand das als typisch Deutsch. Das hat mich veranlasst sein Buch zu suchen - und einen Blick hinein zu werfen. Morgen werde ich das noch zum Download verlinken.
Mein längst verstorbener Onkel - dessen Eltern aus Tschechien stammten, seine Mutter die lernte ich noch als Jugendlicher kennen - sie war Jüdin u. der Onkel folglich Halbjude. Er kämpft unter Hitler für D und wurde in einem Panzer der einen Volltreffer erhielt als einziger Überlebender mit diversen Splittern im Kopf noch 75 Jahre. Das Thema dass er Halbjude war, hatte er übrigens nur einmal beiläufig erwähnt - von ihm habe ich noch viele seiner Kriegserlebnisse im Kopf, die er mir erzählte.
Aktuell erlebt D/EU ein Déjà-vu - ergo sollte man sich solche Geschichten genauer anschauen. Dazu bieten sich die Geschichten der Widersacher an - zu aller erst mal sehen was dort gelaufen war.
Vermutung: die heutigen Widerstandskämpfer - die Querdenker u. Demonstranten werden wie immer verarscht. Immerhin sind inzwischen ca. 80% der Biodeutschen 2x geimpft und gebooster - ob freiwillig oder gezwungen, am Ergebnis ändert es nichts.
Mit dem Verarscht werden, da verhält es sich ähnlich, ob man das realisiert oder nicht spielt überhaupt keine Rolle, was zählt ist das Ergebnis.
Gruss
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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!