Na, das kann ich euch doch nicht vorenthalten: Eine rumänische Meldung, wie die Polen ihre Kohlen für den Winter bunkern

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 28.08.2022, 23:01 vor 1271 Tagen 5961 Views

Aus diesem Bericht ist das entnommen (Datum: 28.8.2022):

https://www.digi24.ro/stiri/externe/polonezii-stau-cu-zilele-la-cozi-si-dorm-in-masini-...

Ich übersetze das Wichtigste:

Polen stehen tagelang in Schlangen und schlafen in Autos, um Kohle für den Winter zu kaufen: "Ich erinnere mich an den Kommunismus, aber es ist schlimmer".

Aus Angst, im Winter nichts zum Warmhalten zu haben, stehen die Polen tagelang Schlange, um Kohle zu kaufen. Lastwagen, Sattelschlepper, Privatautos - Dutzende von Fahrzeugen reihten sich vor dem Bergwerk Lubelski Wegiel Bogdanka in Ostpolen auf, berichtet Reuters.

Fast vier Millionen Haushalte in Polen werden mit Kohle beheizt, und die Situation ist kompliziert geworden, nachdem die Europäische Union ein Embargo für den aus Russland importierten Brennstoff verhängt hat. Die steigende Nachfrage hat die staatlich kontrollierten Minen gezwungen, den Verkauf zu rationieren. Polen produziert jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen Kohle, aber die wichtige russische Kohle wird aufgrund ihrer wettbewerbsfähigen Preise und der Tatsache, dass sie in Stücken verkauft wird, die für den Hausgebrauch besser geeignet sind, häufiger zum Heizen verwendet. Artur, ein 57-jähriger Rentner, fuhr etwa 30 Kilometer von seinem Heimatort zu dem Bergwerk in Ostpolen, in der Hoffnung, ein paar Tonnen Kohle für sich und seine Familie zu kaufen. Er saß in seinem Auto in einer Schlange von Lastwagen, Sattelschleppern und anderen Autos und schlief drei Nächte lang darin.

Ist doch gut so! Spuckt dem Russen vor die Füße, und die NATO wird Euch schon Kohlen bringen.....

Polen in zwei Wochen ein hungriges Armageddon

Mirko2, Sonntag, 28.08.2022, 23:39 vor 1271 Tagen @ helmut-1 5404 Views

In ein paar Tagen kann es sein, dass Käse, Wurst und Getränke nicht mehr ausreichen. Wir sind in Gefahr von Harmagedon.
Was werden wir essen? Niemand dachte an die Folgen der Einstellung der Düngemittelproduktion für den Lebensmittelmarkt. Erst durch die Medien wurde der Ministerpräsident auf dieses Problem aufmerksam gemacht, doch es ist Augustwochenende, und die Behörden ruhen sich offenbar wieder von den Nöten der Regierung aus.

Quelle: https://www.polityka.pl/tygodnikpolityka/rynek/2179116%2c1%2cza-kilka-dni-moze-zabrakna...

Ich möchte erinnern, dass die größten Handelsketten viel in PL produzieren lassen haben. Siehe "Klopapierkrise" als die Grenzen geschlossen waren und der Nachschub ausfiel...

Ich unterstellte erst Böswilligkeit...

Rybezahl, Montag, 29.08.2022, 03:02 vor 1271 Tagen @ Mirko2 4376 Views

... bis ich mir eingestehen musste: es handelt sich um Dummheit.

Offenbar ist die polnische Journallie nicht weniger verblödet als die Deutsche.

Wobei ich ausdrücklich betonen möchte, dass ich glaube, dass die Zivilisation (jedenfalls in ihrer bisherigen Form) an ihrer eigenen Komplexität scheitert.

Wir könnten es also auch mit einer sehr intelligenten und differenziert denkenden Journallie zu tun haben. Und trotzdem würde die Zivilisation scheitern.

Aber wir haben es leider mit einer komplett verblödeten Journallie zu tun.

Vielleicht die letzte Generation Journalisten. So schlimm wäre das nicht.

Gruß!

Wien Energie kurz vor Pleite

Centao @, Sonntag, 28.08.2022, 23:50 vor 1271 Tagen @ helmut-1 4766 Views

Wien Energie

Die Folgen wären katastrophal: 2 Millionen Wiener Energiekunden würden Mitten im Winter plötzlich ohne Energieanbieter dastehen. Schuld seien die immensen Energiekosten.

Söder war heute recht nervös..

Nouripour nannte die Diskussion eine "komplette Phantomdebatte", da ein Neubau 20 Jahre Zeit beanspruchen würde. Erhoffe stattdessen, dass Deutschland in 20 Jahren komplett auf erneuerbare Energien zurückgreifen könne.
"Das Problem ist Bayern"

Vorwürfe machte Nouripour dagegen der bayerischen Landesregierung um Markus Söder. Dort habe man es versäumt, die Windkraft in den vergangenen Jahren auszubauen: "Das Problem ist Bayern und die Netzstabilität dort." Der bayerische Ministerpräsident kündigte unterdessen an, dass man in Bayern nun plane, mehr als 1.000 Windräder aufzustellen.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100045166/gruenen-chef-...

[[euklid]]

Gruß,
CenTao

Das städtische Unternehmen hat doch nur an der Börse falsch gezockt

Manuel H. @, Montag, 29.08.2022, 06:03 vor 1271 Tagen @ Centao 3824 Views

Aus der Stadt Wien wurde die Summe, die der Wien Energie fehlt, indessen bestätigt. Schuld seien so genannte "Futures" - die Wien Energie hatte am Strommarkt auf künftige Stromkäufe spekuliert. In den letzten drei Tagen sei der Strompreis dann dramatisch explodiert, das habe dazu geführt, dass die Wien Energie die Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen könne.
https://www.oe24.at/businesslive/energie/1-7-milliarden-fehlen-wien-energie-droht-pleit...

Wieso hätten die Energie-Experten in den städtischen Stromkonzernen auch nur damit rechnen können, dass die Einkaufspreise für Strom steigen könnten? Das war schließlich im August 2022 völlig unvorhersehbar.

Aus dem Artikel geht hervor, dass

A) die Stadt Wien bereits mehrere heimliche Rettungsschirme aufgespannt hatte, um den Spekulanten an den spot Märkten ihre gaga Gewinne zu garantieren.

B) sie nun nicht mehr kann und der Staat Österreich zugunsten der üblichen Verdächtigen an den spotmärkten weiterzahlen soll (zur Zeit nur 1,7 Milliarden Euro), denn die haben einen größeren Zugriff auf die Steuergelder.

C) die Stromkunden bereits auf einen teureren Stromtarif zwangsumgestellt wurden (Tarif nennt sich "Energie entspannt")

D) die Deutschen schuldig sind. Wenn Bayern mehrere 1000 mehr Windräder aufgestellt hätte, wären die Probleme geringer.

https://www.oe24.at/businesslive/energie/1-7-milliarden-fehlen-wien-energie-droht-pleit...

Wie kann man damit Geld verlieren ... oder sind die gar short gegangen? So blöd kann keiner sein!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 29.08.2022, 09:31 vor 1270 Tagen @ Manuel H. 2966 Views

Das Unternehmen kann ja gerne zukünftige Preissteigerungen hedgen, um ihren Kunden einen niedrigeren Preis zu ermöglichen. Aber das alles erinnert an naive Stadtkämmerer, welche ihren Laden in den Ruin treiben, weil sie das große Rad drehen wollen.

[[euklid]]

Grüße

--
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Afuera!

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