Sozialistische Plan- und Dirigismuswirtschaft vs. Marktwirtschaft

eesti, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Sonntag, 28.08.2022, 16:06 (vor 1273 Tagen) @ ebbes1840 Views

Der von Dir (und im Wikipedia) beschriebene Effekt hat nur kurzfristig Bedeutung für die Preisverschiebung, wie auch in der Wikipediakritik erkannt.
Was wir derzeit erleben ist noch nicht 100%ig DDR-Mangelwirtschaft, noch reagiert und darf der Markt auf die dirigistischen Eingriffe und Steuerungen des Staates reagieren.
Und der Markt am Spotmarkt zuvorderst, reagiert ganz eindeutig auf die undurchdachten Eingriffe durch Politiker, die zwar einen guten Willen haben, leider von wenigen praktischen und marktwirtschafflichen Effekten auch nur ansatzweise eine Vorstellung haben.
Es ist doch für größte Dummköpfe nachvollziehbar, daß der Börsenpreis für Strom (und Gas) steigen muß, wenn man die billigen Erzeuger und Lieferanten so mit Zusatzkosten befrachtet, um Konkurrenten künstlich in die Wirtschaftlichkeit zu bringen, daß dann zwangsläufig der Gesamterzeugerpreis immer weiter steigt, obwohl (oder besser WEIL) man vermeintlich, aber nur vermeintlich gute und günstige Erzeuger in den wirtschaftlich rentablen Bereich für die Erzeugerfirmen manipulieren will.
Die Effekte zeigen sich doch bei Gaspreisen und Strompreisen überdeutlich.
Je mehr die wenig durch geisteskräftige Anschauungen glänzenden Politiker in den Markt eingreifen, desto höher steigen die Preise für den Endabnehmer.
Alle marktwirtschaftlichen und logischen Mahnungen werden konsequent weggewischt, seit Merkel und noch stärker bei den dummdreisten Grün-SPD-Politikern, deren Verständnis von marktwirtschaftlichen Folgen uns alle in den wirtschaftlichen Zusammenbruch befördert.
Wenn "Grüne Energie" nicht garantieren muß, daß Strom auch dann erzeugt und bereitgestellt werden kann, wenn die "Grünen Erzeuger" NICHT liefern können, dann muß diese Kosten und Vorhaltungen eben die künstlich benachteilige restliche Erzeugergruppe stemmen, preislich und "stofflich".
Wenn diese konventionellen Erzeuger aber wegen maßlosem Ausbau der geförderten Erzeuger nur noch sporadisch ihren Strom verkaufen dürfen, dann steigt natürlich der Grenzkostenpreis, zu dem ein rentabler Betrieb der konventionellen Kraftwerke noch möglich ist, massiv an.
Mit jedem weiteren Ausbau von Wind, Sonne und ähnlichen nicht stabil liefernden Erzeugern wird dieser Effekt verstärkt und läßt die Endpreise immer weiter steigen.
Wenn ich bei Gas den billigsten Anbieter (Russenröhrengas) sanktioniere, dann muß ich eben den höheren Preis für Gas bezahlen und weiter reichen, auch wenn er nun 30x höher ist.
Dieser schon 30x höhere Preis für Gas trifft dann noch zusätzlich auf die Effekte der dümmlichen Eingriffe noch dümmerer Politiker bei der Elektroenergieerzeugung zum Spitzenausgleich mit Hilfe von Gaskraftwerken.
Der reale Effekt für EE: 4Cent/kWh vor 3 Jahren am Spotmarkt gegen 60Cent/kWh derzeit am Spotmarkt.
Selbst der schwachsinnigste Beschauer sollte doch erkennen, daß man hier auf dem Holzweg ist und zumindest eine Denkpause einlegen, denn ganz offensichtlich hat da jemand irgend etwas nicht an dem komplexen Spiel verstanden oder will es absichtlich nicht begreifen.

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.


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