Thomas Hoof (Sezession) sollte den Debitismus mal kennenlernen

Rheingold, Samstag, 27.08.2022, 16:49 vor 1272 Tagen 3679 Views

Der Artikel wurde hier bereits verlinkt, ich kann das Posting hier aber leider nicht mehr finden.

Der letzte Satz des Artikels ist unvollständig. Weiß einer den vollständigen Text?

https://sezession.de/64852/in-zehn-oder-in-hundert-jahren

"Kurz, knapp und einfach (und ohne die sonst verlangte Kletterpartie durch den Hochseilgarten der Stützelschen Saldenmechanik): Der Kern der unfaßbar großen Vermögen, die sich im Finanzsektor gestaut haben, sind schlicht die bankbilanziellen Gegenbuchungen der ab 1980 explodierenden Staatsschulden. Der Finanzbedarf der Staaten wurde von den Banken mit Geld befriedigt, das sie im Wege der Giralgeldschöpfung, also aus dem Nichts, geschaffen hatten. Während ein Darlehen nach seiner Tilgung aus dem Geldkreislauf verschwindet und nur die geleisteten Zinszahlungen als Ertrag der Bank darin verbleiben, sind die Staatskredite dauerhafte Vermögensgrößen in den Bilanzen der Finanzinstitute, denn sie werden nie getilgt, sondern lediglich in ihren Fristigkeiten immer wieder überwälzt und dabei in der Regel erhöht."


Man merkt, dass er Stützel nicht kapiert hat (der schreibt auch tatsächlich unverdaulich), dass er betriebswirtschaftlich, also nicht makroökonomisch denkt und dass er die debitistische Entstehung unseres Geldes nicht verstanden hat.

Denn alles Geld wird "aus dem Nichts" geschaffen, also gegen die Hinterlegung von fiktiven oder mehr oder weniger "realen" "Sicherheiten".

Hoof hat auch richtig erkannt, dass "aus dem Nichts" geschaffenes Geld durch Tilgung verschwindet.

Wir können also lernen, Geld entsteht erst durch Verschuldung und vergeht immer durch Tilgung.

Während wir alle doof in der Schule lernen, sich zu verschulden ist böse und Geld "rückzahlen" gut, können wir es besser wissen. Nur wer Schulden macht, schafft das dringend von allen benötigte Geld und wer Schulden bezahlt, vernichtet in Wahrheit Geld. :-)

Hoof hängt immer noch dem Irrtum an, dass es Gelddinger gäbe und dann noch dazu irgendwie Geld, das die bösen Banken fies aus dem Nichts schaffen.

Man sollte es ihm nachsehen. Er war mal Stadtrat oder Schatzmeister bei den Grünen in den 70ern oder 80ern, also streng kapitalismuskritisch und hat dann mit Manufaktum x Millionen gemacht. Wer also mit schlechtem politischem Gewissen sich viele Millionen angeeignet hat, glaubt natürlich, dass die Zinsen (also seine Kapitalzinseinnahmen als Unternehmer) nur aus "echten" Gelddingern stammten und nicht aus bösem kapitalistischen Bankengeld aus dem Nichts.

So glaubt er auch, dass die Zinszahlungen im Geldkreislauf verbleiben, was gedanklich "echte Gelddinger" versus "böses unechtes Bankengeld aus dem Nichts" impliziert.

Nur wo kommt denn das Geld für die Zinszahlungen her? Natürlich aus Krediten, also aus dem bereits genannten "Nichts". ALLES Geld ist Schuld, entsteht durch Verschuldung und vergeht durch Tilgung. Tilgten wir alle unsere Schulden, hätten wir alle kein Geld mehr.

Da er das nicht erkennt bzw. nicht erkennen will, erfindet er in meinen Augen neben dem Irrtum, Zinszahlungen stammten aus nichttilgungspflichtigen Geld, noch eine unterstellte Korrelation zwischen Energiemehrverbrauch und Geldvermögenswachstum (die sich in Staatschulden = "unsere" Vermögen spiegeln)

Das ist insofern auch nicht falsch beobachtet, als dass das Ponzi-Schema unseres alten Geldes wegen der stetig wachsenden Nachschuldnerproblematik stetiges Wirtschaftswachstum braucht, das bislang immer mit wachsendem Energieverbrauch korrelierte.

Hoofs Hinweis, dass die geförderten erneuerbaren Energien wohl lediglich Minus-Energie produzieren, teile ich. Sie sichern aber Wirtschaftswachstum und Wachstum der Geldvermögen (die in Staatsschulden gespiegelt werden)

Seiner Behauptung, dass immer mehr Energie eingesetzt werden muß, um Energie zu fördern, teile ich ausdrücklich nicht. Im Gegenteil, unsere unglaublich Produktivitätssteigerung in allen Bereichen hat doch nicht einfach mal die Produktion von Energie vergessen. Auch deren Produktion gelingt uns jetzt mit weniger Energie als früher

PS
Rheingold kommt ohne diesen Konstruktionsfehlern aus, um das zu verstehen, dazu müsste aber der Geldschöpfungsprozess, der beim Rheingold fundamental anders ist, von Interessenten verstanden werden.

Das kann ich nicht nachvollziehen.

nereus @, Sonntag, 28.08.2022, 09:17 vor 1271 Tagen @ Rheingold 2468 Views

Hallo Rheingold!

Wenn Stützel schreibt: Während ein Darlehen nach seiner Tilgung aus dem Geldkreislauf verschwindet und nur die geleisteten Zinszahlungen als Ertrag der Bank darin verbleiben, sind die Staatskredite dauerhafte Vermögensgrößen in den Bilanzen der Finanzinstitute, denn sie werden nie getilgt, sondern lediglich in ihren Fristigkeiten immer wieder überwälzt und dabei in der Regel erhöht.

Dann hat er absolut recht damit.
Auf dieser Basis entstanden die ersten Bücher des Debitismus, die Krisen-Paule in den Achtzigern auf den Markt werfen ließ.
Gemeinsam mit Walter Lüftl errechnete er den Termin des absehbaren Staatsbankrotts für Mitte der Neunziger Jahre.
Allerdings gingen die zwei Autoren damals vermutlich von ordnungsgemäßer Buchhaltung aus, so wie jeder Kleinbetrieb vom Finanzamt zerlegt wird, wenn die Bücher nicht ordentlich geführt werden.
Beide hatten die kriminellen Machenschaften der Staatsbürokratie unterschätzt.

Als @dottore dies klar wurde, nach dem Crash von 1987, verschob er in seinem Buch „Aufwärts ohne Ende“ den Bankrott auf die Jahre 2030 bis 2040, wohl wissend, daß er damit genügend Luft für seine eigenen Prognosen geschaffen hatte bzw. den Zaubertricks der Geldmagiere seine Referenz erwies.

Man merkt, dass er Stützel nicht kapiert hat (der schreibt auch tatsächlich unverdaulich), dass er betriebswirtschaftlich, also nicht makroökonomisch denkt und dass er die debitistische Entstehung unseres Geldes nicht verstanden hat.

Nein, Du interpretierst da etwas hinein, was in dem Text (ich kenne jetzt nur Deinen Auszug) nicht steht.

Denn alles Geld wird "aus dem Nichts" geschaffen, also gegen die Hinterlegung von fiktiven oder mehr oder weniger "realen" "Sicherheiten".

Dieser Satz offenbart das ganze Verständnisdrama!
Aus dem Nichts wird überhaupt nichts erschaffen, denn wenn man einen Kredit haben will und nichts anbietet, dann bekommt man auch nichts.

Viel spannender sind dagegen Deine fiktiven und mehr oder weniger realen Sicherheiten.

Was ist denn das überhaupt? [[hae]]
Das sind Zahlungsversprechen, die VERMUTLICH geleistet werden oder eben auch nicht.
D. h. eine Vertragspartei hält sich ggf. nicht mehr an den Vertrag und genau das hat Stützel gemeint, wenn er vom Roll-Over der Fristen spricht, also alte Schulden werden mit neuen Schulden bezahlt.

Dafür braucht man auch keinen Debitismus – das weiß jede schwäbische Hausfrau – das so etwas auf Dauer nicht gut gehen kann.

Während wir alle doof in der Schule lernen, sich zu verschulden ist böse und Geld "rückzahlen" gut, können wir es besser wissen. Nur wer Schulden macht, schafft das dringend von allen benötigte Geld und wer Schulden bezahlt, vernichtet in Wahrheit Geld.

In der Schule wurde nicht gelernt, daß man keine Schulden machen soll, sondern dort wurde gelehrt, daß Kredite zu bedienen sind.
Und das ist das 1 x 1 des Finanzwesens, dass offenbar völlig verlorengegangen ist.

Macht die Dinge nicht immer komplizierter als sie in Wirklichkeit sind. [[motz]]

mfG
nereus

Siehst du! Eben daraus ergibt sich die wichtige Rolle des Staates!

Mephistopheles, Sonntag, 28.08.2022, 11:09 vor 1271 Tagen @ nereus 2084 Views

Dafür braucht man auch keinen Debitismus – das weiß jede schwäbische Hausfrau – das so etwas auf Dauer nicht gut gehen kann.

Während wir alle doof in der Schule lernen, sich zu verschulden ist böse und Geld "rückzahlen" gut, können wir es besser wissen. Nur wer Schulden macht, schafft das dringend von allen benötigte Geld und wer Schulden bezahlt, vernichtet in Wahrheit Geld.

Siehst du jetzt, wie wichtig der Staat ist?!? Der zahlt seine Schulden nämlich niemals zurück, sondern überlagert sie lediglich! :-D

Wenn auch noch der Staat seine Schulden zurückzahlen würde, dann hätten wir alle kein Geld mehr! [[hüpf]]
Damit läuft der Debitismus, wenn sich keine Neuschuldner finden, darauf hinaus, dass sich am Schluss, (nach einer langen Friedensperionde :-P ) alles Geld in den Händen des Staates befindet!

Gruß Mephistopheles

Jein ...

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 28.08.2022, 13:10 vor 1271 Tagen @ Mephistopheles 1942 Views

bearbeitet von Beo2, Sonntag, 28.08.2022, 13:56

Siehst du jetzt, wie wichtig der Staat ist?!? Der zahlt seine Schulden nämlich niemals zurück, sondern überlagert sie lediglich! Wenn auch noch der Staat seine Schulden zurückzahlen würde, dann hätten wir alle kein Geld mehr!
Damit läuft der Debitismus, wenn sich keine Neuschuldner finden, darauf hinaus, dass sich am Schluss (nach einer langen Friedensperionde :-P ) alles Geld in den Händen des Staates befindet!

Falsch. "am Schluss" wird sich alles Geld in den Händen der Privaten befinden, natürlich sehr UNGLEICH verteilt, und alle Schulden (der VW) in den Händen des Staates, d.h. auf alle Bürger (= die Allgemeinheit) absolut GLEICH verteilt.

Gruß, Beo2

--
Debitismus in der Nußschale : Das Geben (Säen, Investieren) kommt VOR dem Nehmen (Ernten), im Guten wie im Schlechten. Zum Beispiel: indem mensch ein Stück der eigenen Freiheit "rechtens investiert" = also (bewusst) hergibt, darauf verzichtet.

Also der perfekte Volkssozialismus

Mephistopheles, Sonntag, 28.08.2022, 14:45 vor 1271 Tagen @ Beo2 1893 Views

Falsch. "am Schluss" wird sich alles Geld in den Händen der Privaten befinden, natürlich sehr UNGLEICH verteilt, und alle Schulden (der VW) in den Händen des Staates, d.h. auf alle Bürger (= die Allgemeinheit) absolut GLEICH verteilt.

Der Staat gehört allen Bürgern, "wenn auch sehr ungleich verteilt". Das macht aber nichts, weil zu sagen haben die Eigentümer bei juristischen Personen sowieso nichts; es wird alles vom Mangement entschieden, in diesem Fall also vov den staatlichen Behörden. Aber alle dürfen Sie sozial gerecht nach Einkommenshöhe Steuern bezahlen, damit die Schulden des Staates bedienbar bleiben.

Gruß Mephistopheles

doch, man kann es nachvollziehen :-)

Rheingold, Sonntag, 28.08.2022, 17:08 vor 1271 Tagen @ nereus 1910 Views

Hallo Rheingold!

Wenn Stützel schreibt: Während ein Darlehen nach seiner Tilgung aus dem Geldkreislauf verschwindet und nur die geleisteten Zinszahlungen als Ertrag der Bank darin verbleiben, sind die Staatskredite dauerhafte Vermögensgrößen in den Bilanzen der Finanzinstitute, denn sie werden nie getilgt, sondern lediglich in ihren Fristigkeiten immer wieder überwälzt und dabei in der Regel erhöht.

Dann hat er absolut recht damit.

Nur ist das Stützel unvollständig verstanden. Erst mal gut, dass Staatskredite nicht als Schulden, sondern als Vermögensgrößen gesehen werden. Und je größer die Vermögen, umso besser, oder? Wir können schlichtweg kein dauerhaftes Wachstum unserer Geldvermögen haben ohne in exakt gleicher Höhe die Kredite wachsen zu lassen. Denn alles Geld ist Schuld.

Wenn die Privaten und die Firmen nicht bereit sind, sich noch höher in Schulden zu stürzen, um anderen das gewünschte Geldvermögenswachstum zu ermöglichen, bleibt nur noch der Staat als Schuldner.
Das ist der Grund, weshalb die Fristigkeiten immer wieder überwälzt werden und schon wegen der aufgeschlagenenen Zinsen und wegen des gewünschten Geldvermögenswachstums erhöht.

Alternativ könnten wir die Staaten zur Tilgung zwingen, damit würden wir aber Geld vernichten. Je höher die Tilgung, desto höher die Geldvernichtung.

Die Zinszahlungen, die können makroökonomisch nicht als Ertrag verbleiben, da sie auch aus Kredit geschaffenem Geld entstanden sind, das nach baldiger Tilgung ruft. Wenn sie als Ertrag verbleiben sollen, dann geht das nur, indem jeweils um den Zinsertrag die Schulden erhöht werden. Entweder erzwingen sie eine noch höhere Verschuldung der Marktteilnehmer (inzwischen meist nur noch die Staaten, weil Private und Firmen da in den geforderten Höhen ausfallen) oder aber sie verbleiben eben nicht als Ertrag, sondern werden durch Tilgung vernichtet.

Auf dieser Basis entstanden die ersten Bücher des Debitismus, die Krisen-Paule in den Achtzigern auf den Markt werfen ließ.
Gemeinsam mit Walter Lüftl errechnete er den Termin des absehbaren Staatsbankrotts für Mitte der Neunziger Jahre.
Allerdings gingen die zwei Autoren damals vermutlich von ordnungsgemäßer Buchhaltung aus, so wie jeder Kleinbetrieb vom Finanzamt zerlegt wird, wenn die Bücher nicht ordentlich geführt werden.
Beide hatten die kriminellen Machenschaften der Staatsbürokratie unterschätzt
.

Absolut einverstanden. Immerhin hat es den überfälligen Crash des alten Geldes so prolongiert.


Denn alles Geld wird "aus dem Nichts" geschaffen, also gegen die Hinterlegung von fiktiven oder mehr oder weniger "realen" "Sicherheiten".

Dieser Satz offenbart das ganze Verständnisdrama!
Aus dem Nichts wird überhaupt nichts erschaffen, denn wenn man einen Kredit haben will und nichts anbietet, dann bekommt man auch nichts.

Natürlich wird Geld aus dem "Nichts" erschaffen, denn es war vorher nicht da. Dass der Schuldner vom selbsternannten Gelderschaffer aus dem Nichts, diesem "etwas" anbieten muß, ist schon klar, wofür haben wir denn Zentralbanken und ein Bankenkartell der üblichen Verdächtigen, wenn nicht zur kompletten Unterjochung und Vermögensabschöpfung der tatsächlich Arbeitenden (Unternehmer wie Arbeiter)?


Viel spannender sind dagegen Deine fiktiven und mehr oder weniger realen Sicherheiten.

Was ist denn das überhaupt? [[hae]]
Das sind Zahlungsversprechen, die VERMUTLICH geleistet werden oder eben auch nicht.
D. h. eine Vertragspartei hält sich ggf. nicht mehr an den Vertrag und genau das hat Stützel gemeint, wenn er vom Roll-Over der Fristen spricht, also alte Schulden werden mit neuen Schulden bezahlt.

Dafür braucht man auch keinen Debitismus – das weiß jede schwäbische Hausfrau – das so etwas auf Dauer nicht gut gehen kann.

Mikroökonomisch mag der geistige Horizont einer schwäbischen Hausfrau ausreichen, um mit ihren Spätzle zu haushalten, für makroökonomische Zusammenhänge ist diese Art geistiger Horizont eher schädlich.

Klar ist es mikroökonomisch sinnvoll für sie zu "sparen", makroökonomisch würde ein kollektives "sparen" aööer jegliches Einkommen verhindern und das Elend im Nu vergrößern. Mikroökonomische Lösungen verschlimmern makroökonomisch Situationen.

Nein, Stützel sprach nicht von dem bösen Schuldner, der vorsätzlich dem lieben Banker, der das Geld (selbstverständlich nicht aus dem Nichts, sondern durch Tellerwaschen siehe Soros eigene Biographie-Darstellung) hart erarbeitet hat, prellen will, sondern dass die für die Gelderschaffung verpfändeten dinglichen Sicherheiten (richtiger Rechtstitel) beim Ausfall der Tilgungen schlicht nicht in Geld gewechselt werden können, wenn und da die Nachschuldner dafür fehlen.

Während wir alle doof in der Schule lernen, sich zu verschulden ist böse und Geld "rückzahlen" gut, können wir es besser wissen. Nur wer Schulden macht, schafft das dringend von allen benötigte Geld und wer Schulden bezahlt, vernichtet in Wahrheit Geld.

In der Schule wurde nicht gelernt, daß man keine Schulden machen soll, sondern dort wurde gelehrt, daß Kredite zu bedienen sind.
Und das ist das 1 x 1 des Finanzwesens, dass offenbar völlig verlorengegangen ist.

Ja, halte die Masse als Schuldner doof und gehorsam. Weswegen ist denn Bill Gates und George Soros wohl "Bildung" so wichtig? Makroökonomisch und das wissen sowohl Gates als auch Soros ist Kredittilgung komplett unerwünscht, die Tilgungsdrohung (insbesondere gegen wehrlose failed states) der Geldgeber dienen nur und lediglich der Vermögensumverteilung, denn je höher die Verschuldung, desto -automatisch- höher können die Geldvermögen beider Herren wachsen und so deren Macht.

Lächerlich, absolut lächerlich.

Mephistopheles, Sonntag, 28.08.2022, 19:27 vor 1271 Tagen @ Rheingold 1938 Views

Alternativ könnten wir die Staaten zur Tilgung zwingen, damit würden wir aber Geld vernichten. Je höher die Tilgung, desto höher die Geldvernichtung.

Das Geld ist Geld des Staates und das ist seit 2.000 Jahren bekannt. Niemals kann ein Staat gezwungen werden, sein eigenes Geld zu vernichten, es sei denn, er ist in fremder Währung verschuldet wie das arme Argentinien.

Aus diesem Grund werden Staaten immer aufschulden und niemals tilgen

Gruß Mephistopheles

Es ist genau andersrum

Rheingold, Sonntag, 28.08.2022, 21:53 vor 1271 Tagen @ Mephistopheles 1864 Views

Wenn man sachlich argumentieren wollte, würde man "lächerlich" nicht verwenden. :-)

Nein, es ist im herrschenden Geldsystem eben nicht Geld des Staates.

Deutsche Staatsanleihen können immer nur über das Bankenkartell der üblichen Verdächtigen monetarisiert werden.

Das bedeutet, Deutschland legt demutsvoll eine Staatsanleihe auf, geht im Kotau zu einer der 33 (können auch 32 oder 31 sein, keinesfalls 34 oder 30, so wegen Freimaurer Spinnerei) Kartellbanken und bittet um Monetarisierung.

Die leiten den Scheiß an die EZB, die legt die Staatsanleihe in "Pension" (ja da gibt es die bescheuertesten Wörter) und verlängert die Bilanz der Kartellbank.

Nun kann gnädig, natürlich nur gegen Entrichtung ordentlicher Zinsen, das Girokonto der deutschen Regierung liquide gemacht werden, einen winzig kleinen Teil braucht sie bar. Kein Problem, liefert die EZB auf Steuerzahlerkosten an die Kartellbank, die gibt es dann gnädig weiter.

Und wehe, die BRD tilgt nicht.

Als Hartz4 auf der Kippe stand, da haben die Staatsmedien direkt genüßlich gemeldet, dass eine Nichtannahme der Verarmung das Rating der BRD verschlechtern könnte, dann würde es richtig teuer. Klar, wurde sofort eingeknickt.

Nix da eigenes Geld. Argentinien war noch dusseliger, verschuldet sich in Devisen, das ist oberblöd, aber sicherlich sehr lukrativ für die korrupten Entscheider in der Regierung gewesen. Damit hatte Argentinien überhaupt nix mehr unter Kontolle.

Irgendwie kommen wir da nicht weiter.

nereus @, Montag, 29.08.2022, 08:47 vor 1271 Tagen @ Rheingold 1824 Views

Hallo Rheingold!

Du schreibst: Erst mal gut, dass Staatskredite nicht als Schulden, sondern als Vermögensgrößen gesehen werden.

Was soll das denn jetzt werden?
Wenn Geldguthaben und Geldverbindlichkeiten in ihrer Betragshöhe und Währung gleich sind, dann weiß jeder, der darüber nachdenkt, daß es immer eine andere Seite gibt.

Und je größer die Vermögen, umso besser, oder? Wir können schlichtweg kein dauerhaftes Wachstum unserer Geldvermögen haben ohne in exakt gleicher Höhe die Kredite wachsen zu lassen. Denn alles Geld ist Schuld.

Das sind Banalitäten, die wir hier schon gefühlte 100.000 Mal durchgekaut haben.
Aber Geld ist nur ein Teil vom „jroßen Janzen“.

Wenn die Privaten und die Firmen nicht bereit sind, sich noch höher in Schulden zu stürzen, um anderen das gewünschte Geldvermögenswachstum zu ermöglichen, bleibt nur noch der Staat als Schuldner.

Das stimmt einfach nicht.
Es gibt immer Gründe für das Nichtverschulden-Wollen.
Wenn es sich nicht mehr rechnet, dann parkt man die Kohle auf staatlichen Schatzanweisungen, anstatt zu investieren.
Siemens – die Bank mit angeschlossener Elektroabteilung - hat es einst vorgemacht.

Der Staat hat die natürlichen Kapitalmarkt-Bedingungen ausgehebelt, unabhängig davon, daß die Spekulations-Orgie in immer absurdere Höhen geschraubt wurde.
Schon in den Neunzigern waren 95 % der Finanztransaktionen ausschließlich Spekulation und nur 5 % entfielen auf den weltweiten Warenverkehr.
Und es wurde in den letzten 30 Jahren immer absurder.

Wenn der deutsche Staat eine deutlich kleinere soziale Hängematte hätte und nicht so sinnlos viel Kohle auf der Welt verteilen würde, wäre es ganz anders um die hiesigen öffentlichen Haushalte bestellt.

Das ist der Grund, weshalb die Fristigkeiten immer wieder überwälzt werden und schon wegen der aufgeschlagenenen Zinsen und wegen des gewünschten Geldvermögenswachstums erhöht.

Wie schön, das der Staat das drohende Ungemach verhindert.
Er ist ein wesentlicher Teil des Problems, aber nun ist er sogar der Retter.
Schwant Dir langsam, was Du da denkst?

Die Zinszahlungen, die können makroökonomisch nicht als Ertrag verbleiben, da sie auch aus Kredit geschaffenem Geld entstanden sind, das nach baldiger Tilgung ruft. Wenn sie als Ertrag verbleiben sollen, dann geht das nur, indem jeweils um den Zinsertrag die Schulden erhöht werden. Entweder erzwingen sie eine noch höhere Verschuldung der Marktteilnehmer (inzwischen meist nur noch die Staaten, weil Private und Firmen da in den geforderten Höhen ausfallen) oder aber sie verbleiben eben nicht als Ertrag, sondern werden durch Tilgung vernichtet.

Meine Güte!
Das ständige Erzeugung und Vernichten von Geld ist der menschlichen Existenz geschuldet, wo Menschen erscheinen und wieder verschwinden.
Und neben dieser Existenz werden Sachwerte erschaffen, die ebenfalls Wertschwankungen unterliegen, aber niemals komplett auf Null fallen.

Es stimmt einfach nicht, dass bei der Betrachtung von Guthaben und Schulden alles verschwindet, denn die Immos und andere Sachanlagen – die auch Wertgrößen repräsentieren - bleiben bestehen weiter, trotz natürlicher Wertminderung.
Auch das ungeliebte Gold kann immer wieder neu beliehen werden.
Es stimmt also nicht, daß selbst im Krisenfall ALLES weg ist.

Das Problem ist nur, daß der Normalo, der über keine Sachanlagen verfügt, dann in die Röhre schaut, weil er NUR über das alte Geld verfügt.
Beim neuen Geld sind dann die Sachwertbesitzer wieder vorne dran.

Doch selbst dieses Problem wäre lösbar, wenn man das Thema Volks-Aktien einmal angegangen wäre und damit auch dem gemeinen Volk Zugang zu Sachwertanlagen ermöglicht hätte.
Aber man will das überhaupt nicht und das aus gutem (bösartigen) Grund.

Natürlich wird Geld aus dem "Nichts" erschaffen, denn es war vorher nicht da.
Dass der Schuldner vom selbsternannten Gelderschaffer aus dem Nichts, diesem "etwas" anbieten muß, ist schon klar, wofür haben wir denn Zentralbanken und ein Bankenkartell der üblichen Verdächtigen, wenn nicht zur kompletten Unterjochung und Vermögensabschöpfung der tatsächlich Arbeitenden (Unternehmer wie Arbeiter)?

Wie schön, daß Du es so beschreibst und damit den ideologischen Hintergrund andeutest.
Eine Kreditbesicherung hat zunächst nichts mit Bankenkartell und Vermögensabschöpfung zu tun.
Wenn Du privat Geld verleihst, wirst Du auch auf Rückzahlung bestehen und damit unterstellst Du eine Sicherheit. Andernfalls kannst Du es gleich verschenken.

Mikroökonomisch mag der geistige Horizont einer schwäbischen Hausfrau ausreichen, um mit ihren Spätzle zu haushalten, für makroökonomische Zusammenhänge ist diese Art geistiger Horizont eher schädlich.

Nein, über Geld wird viel zu viel geschwurbelt und die Verkomplizierung der Probleme schaffen auch keine Lösungen, sie verwirren nur immer mehr.

Klar ist es mikroökonomisch sinnvoll für sie zu "sparen", makroökonomisch würde ein kollektives "sparen" aber jegliches Einkommen verhindern und das Elend im Nu vergrößern. Mikroökonomische Lösungen verschlimmern makroökonomisch Situationen.

Der wirkliche Unsinn kommt fast immer von der Makro-Ökonomie!
Die, die großen Räder drehen, werden nie in Haftung genommen – das ist das Problem!
Staaten können ohne Not aufschulden, Banken sind zu groß um zu fallen, Versager werden nicht auf die Straße geworfen, sondern nach oben gelobt (Parade-Beispiel Ursula von der Leyen). Diese taube Nuss hat viele hundert Millionen verbrannt!
Das ist das Problem und nicht die Wüstenrot- oder Schwäbisch-Hall Bausparer, die nach und nach in den großen Topf einzahlen und dann von diesem wieder profitieren.

Makroökonomisch und das wissen sowohl Gates als auch Soros ist Kredittilgung komplett unerwünscht, die Tilgungsdrohung (insbesondere gegen wehrlose failed states) der Geldgeber dienen nur und lediglich der Vermögensumverteilung, denn je höher die Verschuldung, desto -automatisch- höher können die Geldvermögen beider Herren wachsen und so deren Macht.

Das ist jetzt eine andere Baustelle und hier teile ich Deine Bedenken sehr wohl.
Aber es ging zunächst einmal um die grundsätzlichen Überlegungen zum Geld und da ist es eben Nonsens sofort auf Figuren wie Gates oder Soros zu fokussieren.
Diese Leute tragen viel eher dazu bei, daß Geld nicht verstanden werden soll und nutzen dieses Unwissen ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Nennen wir es einfach GLOBALE FINANZ-MAFIA!

mfG
nereus

Doch wir kommen weiter, einfach nur die schwäbische Hausfrau in die Küche schicken, Spätzle kann die ja wirklich gut

Rheingold, Montag, 29.08.2022, 21:16 vor 1270 Tagen @ nereus 1694 Views

Hallo Rheingold!

Du schreibst: Erst mal gut, dass Staatskredite nicht als Schulden, sondern als Vermögensgrößen gesehen werden. 

Was soll das denn jetzt werden?
Wenn Geldguthaben und Geldverbindlichkeiten in ihrer Betragshöhe und Währung gleich sind, dann weiß jeder, der darüber nachdenkt, daß es immer eine andere Seite gibt.

Antwort
Dass siehe Stützels Saldenmechanik die "andere" Steie notwendigerweise dazugehört, ist hier doch in keinster Weise bewußt. Schau Dir nur die Graphik im Header an. Die bösen Schulden steigen in die Horizontale, die dazugehörigen Guthaben werden ausgeklammert. Und das in dem Forum, das glaubt dottores Debitismus verstanden zu haben. :-)

Und je größer die Vermögen, umso besser, oder? Wir können schlichtweg kein dauerhaftes Wachstum unserer Geldvermögen haben ohne in exakt gleicher Höhe die Kredite wachsen zu lassen. Denn alles Geld ist Schuld. 

Das sind Banalitäten, die wir hier schon gefühlte 100.000 Mal durchgekaut haben.
Aber Geld ist nur ein Teil vom „jroßen Janzen“.

Antwort
Nein, keine Banalitäten, sondern zeigt auf, dass die Saldenmechanik eben nicht begriffen wurde.
Wenn die Privaten und die Firmen nicht bereit sind, sich noch höher in Schulden zu stürzen, um anderen das gewünschte Geldvermögenswachstum zu ermöglichen, bleibt nur noch der Staat als Schuldner. 

Es gibt immer Gründe für das Nichtverschulden-Wollen.

Anwort
Ja:
A) keine Kreditfähigkeit (Hartz4)
B) bereits zu viel Geld (Schulden anderer Leute) im Sack
Beide nehmen keine Kredite mehr in Anspruch.

Wenn es sich nicht mehr rechnet, dann parkt man die Kohle auf staatlichen Schatzanweisungen, anstatt zu investieren. 

Antwort
Klar, wenn es keinen doofen Nachschuldner gibt (=Investition, die sich "rechnet"), die man nun durch seine Aktivitäten zusätzlich verschulden kann, dann geht man bequem zum Staat, der wird es richten. Dann verschuldet man halt ganze Völker, das rechnet sich bekanntlich.

Siemens – die Bank mit angeschlossener Elektroabteilung - hat es einst vorgemacht.

Antwort
Richtig. Siemens war schlau.

Keiner braucht den vierten Siemens-Toaster in seiner vollgerümpelten Wohnung, Toaster, die die Chinesen auch noch für die Hälfte liefern, also ab zum Staat, der garantiert Geldvermögenswachstum für Siemens (notwendigerweise auf Kosten der Verschuldung aller)

Der Staat hat die natürlichen Kapitalmarkt-Bedingungen ausgehebelt, unabhängig davon, daß die Spekulations-Orgie in immer absurdere Höhen geschraubt wurde.
Schon in den Neunzigern waren 95 % der Finanztransaktionen ausschließlich Spekulation und nur 5 % entfielen auf den weltweiten Warenverkehr.
Und es wurde in den letzten 30 Jahren immer absurder.

Antwort
Ja, aber nicht durch den Staat, sondern durch die üblichen Verdächtigen und deren Polit-Marionetten (Spiegel Zitat: "Politiker sind Kellner des Kapitals")

Wenn der deutsche Staat eine deutlich kleinere soziale Hängematte hätte und nicht so sinnlos viel Kohle auf der Welt verteilen würde, wäre es ganz anders um die hiesigen öffentlichen Haushalte bestellt.

Antwort

Klar, die Ärmsten sind an den Machenschaften der üblichen Verdächtigen schuld, streiche man diesen Asozialen endlich ihre Almosen, dann ginge es Gates und Soros, nein allen viel besser.

Das ist der Grund, weshalb die Fristigkeiten immer wieder überwälzt werden und schon wegen der aufgeschlagenenen Zinsen und wegen des gewünschten Geldvermögenswachstums erhöht. 

Wie schön, das der Staat das drohende Ungemach verhindert.
Er ist ein wesentlicher Teil des Problems, aber nun ist er sogar der Retter.

Antwort
Nicht der Staat ist das Problem, sondern die üblichen Verdächtigen. Die Prolongation, die dottore und ich auch nicht für möglich gehalten hatten, war tatsächlich eine, die den Crash herauszögerte.

Schwant Dir langsam, was Du da denkst?

AntwortJa, hab aber das mulmige Gefühl, Du bist da noch in Geldsystem-Dingen als brave schwäbische Hausfrau unterwegs.

Die Zinszahlungen, die können makroökonomisch nicht als Ertrag verbleiben, da sie auch aus Kredit geschaffenem Geld entstanden sind, das nach baldiger Tilgung ruft. Wenn sie als Ertrag verbleiben sollen, dann geht das nur, indem jeweils um den Zinsertrag die Schulden erhöht werden. Entweder erzwingen sie eine noch höhere Verschuldung der Marktteilnehmer (inzwischen meist nur noch die Staaten, weil Private und Firmen da in den geforderten Höhen ausfallen) oder aber sie verbleiben eben nicht als Ertrag, sondern werden durch Tilgung vernichtet. 

Meine Güte!
Das ständige Erzeugung und Vernichten von Geld ist der menschlichen Existenz geschuldet, wo Menschen erscheinen und wieder verschwinden.

Antwort
Nein, es ist ein krankes Konstrukt, das lediglich den Reichsten dient.

Und neben dieser Existenz werden Sachwerte erschaffen, die ebenfalls Wertschwankungen unterliegen, aber niemals komplett auf Null fallen.

Antwort
Dieser Quark mit den Sachwerten und gaga inneren Werten. :-)
Als die Heuschrecken die Bundespost übernahmen, waren deren verblödeten Wirtschaftsprüfer so happy, dass sie für 1 D-Mark abgeschriebene Immobilien in ersten Lagen für lau kaufen konnten.

Die Prämien flossen in Strömen wie auch der Champagner.

Vergessen hatten die schlauen Finanz-Experten, dass die Postfilialen nur deswegen in ersten Lagen waren, weil sie als Postfilialen so die ersten Lagen begründeten. Nach Schließung der Postfilialen waren es keine ersten Lagen mehr, sondern 50er Jahres Altbauten, asbestverseucht und völlig unbrauchbar.

Minuswerte! Nicht mal Null. Entsorge mal bitte den Immobilien-Müll gesetzeskonform.

Es stimmt einfach nicht, dass bei der Betrachtung von Guthaben und Schulden alles verschwindet, denn die Immos und andere Sachanlagen – die auch Wertgrößen repräsentieren - bleiben bestehen weiter, trotz natürlicher Wertminderung.

Antwort
Klar, es verschwindet nur das Geld, und wenn es kein Geld mehr gibt, sind die Immos und Sachanlagen völlig wertlos.

Auch das ungeliebte Gold kann immer wieder neu beliehen werden.Es stimmt also nicht, daß selbst im Krisenfall ALLES weg ist.

Antwort
Nein, nur das Geld.

Das Problem ist nur, daß der Normalo, der über keine Sachanlagen verfügt, dann in die Röhre schaut, weil er NUR über das alte Geld verfügt.

Antwort
Richtig beobachtet.

Die privaten Lebensersicherungen sind jetzt schon auf Null.
Beim neuen Geld sind dann die Sachwertbesitzer wieder vorne dran.

Antwort
Frag mal die Immobilienbesitzer 1949 in Schlesien oder 1991 in Jugoslawien.

Doch selbst dieses Problem wäre lösbar, wenn man das Thema Volks-Aktien einmal angegangen wäre und damit auch dem gemeinen Volk Zugang zu Sachwertanlagen ermöglicht hätte.
Aber man will das überhaupt nicht und das aus gutem (bösartigen) Grund.

Antwort
Ja, aber die Lösung kann immer nur in der Reformation des Geldsystems liegen, ein paar Leute am Ponzi Schema zu beteiligen oder zu glauben, sie könnten mit dem Werkzeug "Sachwert" so umgehen wie die üblichen Verdächtigen, liefert sie nur aus.

Natürlich wird Geld aus dem "Nichts" erschaffen, denn es war vorher nicht da. 
Dass der Schuldner vom selbsternannten Gelderschaffer aus dem Nichts, diesem "etwas" anbieten muß, ist schon klar, wofür haben wir denn Zentralbanken und ein Bankenkartell der üblichen Verdächtigen, wenn nicht zur kompletten Unterjochung und Vermögensabschöpfung der tatsächlich Arbeitenden (Unternehmer wie Arbeiter)? 

Wie schön, daß Du es so beschreibst und damit den ideologischen Hintergrund andeutest.
Eine Kreditbesicherung hat zunächst nichts mit Bankenkartell und Vermögensabschöpfung zu tun.
Wenn Du privat Geld verleihst, wirst Du auch auf Rückzahlung bestehen und damit unterstellst Du eine Sicherheit. Andernfalls kannst Du es gleich verschenken. 

Antwort
Die üblichen Verdächtigen verleihen kein ihr privates Geld, die sind doch nicht blöd, sie erschaffen es aus dem Nichts, kassieren Deine Sicherheiten und erfreuen sich Deiner Blödheit.

Antwort
Du verleihst privat Geld, verstehst aber nicht, dass Du nur Schulden Deiner Mitmenschen zedierst, die letztlich immer und nur den üblichen Verdächtigen gehören.

Mikroökonomisch mag der geistige Horizont einer schwäbischen Hausfrau ausreichen, um mit ihren Spätzle zu haushalten, für makroökonomische Zusammenhänge ist diese Art geistiger Horizont eher schädlich. 

Nein, über Geld wird viel zu viel geschwurbelt und die Verkomplizierung der Probleme schaffen auch keine Lösungen, sie verwirren nur immer mehr.

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Geld zu verstehen ist anstrengend.

Klar ist es mikroökonomisch sinnvoll für sie zu "sparen", makroökonomisch würde ein kollektives "sparen" aber jegliches Einkommen verhindern und das Elend im Nu vergrößern. Mikroökonomische Lösungen verschlimmern makroökonomisch Situationen. 

Der wirkliche Unsinn kommt fast immer von der Makro-Ökonomie!

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Ja, die offizielle Volkswirtschaft dient nur der Verwirrung. Hab mir den Spaß erlaubt, immer wenn ich an die Telefonnummer eines offiziellen Volkswirtschaftsprofessors kam, den anzurufen und ganz unschuldig als Kurator eines Kunstprojekts das Rheingold Projekt vorzuschlagen. Die Reaktionen waren unterirdisch.

Die, die großen Räder drehen, werden nie in Haftung genommen – das ist das Problem!

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Ja, und das herrschende Geldsystem schützt sie wirksam.

Staaten können ohne Not aufschulden, Banken sind zu groß um zu fallen, Versager werden nicht auf die Straße geworfen, sondern nach oben gelobt (Parade-Beispiel Ursula von der Leyen). Diese taube Nuss hat viele hundert Millionen verbrannt!

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Polit-Marionetten sollen Volksvermögen umverteilen und so ihre Karriere begründen, dabei erpressbar zu sein, qualifiziert sie für höhere Aufgaben (Scholz, CumEx)

Das ist das Problem und nicht die Wüstenrot- oder Schwäbisch-Hall Bausparer, die nach und nach in den großen Topf einzahlen und dann von diesem wieder profitieren.

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Die niedliche Bauspar-Idee ist tatsächlich noch ein Relikt aus einer Zeit, als die "kleinen Leute" aus ideologischen Gründen (Kalter Krieg) ein wenig am Kuchen beteiligt werden sollten, um deren Fleiß zum Segen der üblichen Verdächtigen anzuregen. Frag mal, wie es den Bausparkassen heute geht.

Makroökonomisch und das wissen sowohl Gates als auch Soros ist Kredittilgung komplett unerwünscht, die Tilgungsdrohung (insbesondere gegen wehrlose failed states) der Geldgeber dienen nur und lediglich der Vermögensumverteilung, denn je höher die Verschuldung, desto -automatisch- höher können die Geldvermögen beider Herren wachsen und so deren Macht. 

Das ist jetzt eine andere Baustelle und hier teile ich Deine Bedenken sehr wohl.
Aber es ging zunächst einmal um die grundsätzlichen Überlegungen zum Geld und da ist es eben Nonsens sofort auf Figuren wie Gates oder Soros zu fokussieren.

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Klar, der Film ist viel größer und die beiden sind vielleicht auch nur Marionetten.

Diese Leute tragen viel eher dazu bei, daß Geld nicht verstanden werden soll und nutzen dieses Unwissen ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.

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Richtig

Nennen wir es einfach GLOBALE FINANZ-MAFIA! 

Antwort
Richtig

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