Es wird gar nichts passieren und alles bleibt so gut, wie es ist. (Aus der nicht gelben Außenwelt)
Da war ich nun auf der schönen Gartenparty an diesem lauen Sommerabend, viele Gäste, gute Laune, oberflächliche Gespräche.
Ich schwöre, dass ich keine Gesprächslenkung vorgenommen habe. Aber nach ein paar Bier habe ich dann eine Frage wahrheitsgemäß beantwortet.
Gästin: Was haste denn vor zwei Wochen in Portugal gemacht?
Ich: Geguckt, ob man dort ein Refugium vorbereiten kann, wenn es in Deutschland ohne Gas eiskalt wird.
Gästin: Ach, das wird nicht passieren. Man kann auch bei 17 Grad in der Wohnung sein.
Ich: Monatelang mit blauen Fingerspitzen ist nix für mich. Und es könnte auch kälter werden, und die indirekten Folgen sind furchterregend.
Gästin: Ach, was sind das für Leute, die sowas verbreiten. Es wird schon nichts passieren. Ich glaube das nicht.
Ich: Wo kommt dein Heizgas her, aus einem Tank oder aus der Leitung unter der Straße?
Gästin: Aus der Straße. Immer zuverlässig und da wird es auch weiter herkommen.
Ich: Was für eine Hitze, ich hole mir erstmal noch ein kaltes Bier.
So, das hatte nun mit Blackout erstmal nichts zu tun. Aber schon bei dem aktuell an erster Stelle stehenden Thema Gas wurde abgewiegelt ohne jegliches Argument. Einen Blackout hätte ich gar nicht erst erwähnen brauchen, das wäre auf völliges Unverständnis gestoßen.
Der Sommer ist groß (Copyright Rainer Maria Rilke). Das Volk genießt die Wärme, sogar ohne schlechtes Klimagewissen. Dass es mal nicht so sein könnte, weiß es genauso wenig wie die Eintagsfliege weiß, dass der Tag mal zu Ende geht.