Preisgarantie beim Kauf von Energie wird kippen
Bislang hatte man als Stromkunde eine befristete Preisgarantie beim Bezug von Strom. Die soll nun kippen. Stromkonzerne sollen die vertraglich festgelegte Preisgarantie einseitig kippen können und erheblich höhere Preise festsetzen dürfen.
Im Gegenzug sollen ausgewählte Kunden, die ihre Zahlungsunfähigkeit durch diese Preiserhöhungen nachweisen können, ein Moratorium erhalten dürfen, damit ihnen nicht bei Nichtzahlung der Strombezug gesperrt wird.
Da Stromkonzerne liquide sind, dürfte denen das Moratorium nichts ausmachen, im Zweifel würde der Steuerzahler durch staatliche Liquiditätsbeihilfen einspringen.
Nur ist ein Moratorium kein Erlass der Preiserhöhung, lediglich eine Verschiebung.
Als gewerbliche Mieter ein gesetzliches Moratorium von drei (?) Monaten für die Zahlung der Pacht erhielten, erklärte mir ein Hausbesitzer, dass das eine wunderbare Regelung für ihn wäre. Ob er das Geld jetzt oder in drei Monaten erhält, sei ihm völlig schnuppe, es verschiebe höchstens den Kauf eines weiteren Hauses aus den Mieterträgen um ein paar Monate. Er verliert so ja kein Geld, obwohl seine gewerblichen Mieter durch die Schließungsverfügung nun keine Einnahmen mehr hätten, also die Miete aus ihrer Sparsubstanz bezahlen müßten. Hätte der Staat zuungunsten der Kapitalbesitzer entschieden, dass die Pachten um 100% gekürzt werden können, da der vertragsgemäße Gebrauch der gemieteten Immobilien nicht mehr möglich ist, wäre ihm das teurer geworden. Ein Leerstand, den er auch manchmal über Jahre hat, um höhere Mieten durchzudrücken, ist teuerer, da er dann für Heizen und Wartung zahlen muß.
Ein Moratorium verschiebt also nur die Zahlungsunfähigkeit der Mieter um die beschlossenen Monate, um dann mit einer fetten Rückstandsrechnung aufzusaldieren. Aus welchen zusätzlichen Einkünften soll denn ein verarmter Mieter dann nach dem Moratorium die aufgelaufenen Rückstände bezahlen?
Zitat
Es könne passieren, dass die Bundesnetzagentur im absoluten Krisenfall Energieunternehmen erlaube, gestiegene Preise trotz Preisgarantie an die Verbraucher weiterzugeben. Es dürfe niemandem in solch einer Krisensituation der Strom oder das Gas abgestellt werden, weil er mit einer Rechnung in Verzug sei, sagte die Verbraucherschutzministerin.
https://test.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-eu/ Meldung 08:34 Uhr
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..... schlimmer geht offenbar immer...![[image]](images/uploaded/2022071712514862d405e46a50a.jpg)
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