Bäder schließen für die Ukraine

Manuel H. @, Dienstag, 12.07.2022, 17:02 vor 1448 Tagen 4917 Views

so die offizielle Begründung

Zitat
Konkret würde durch die Schließung von drei Bädern die Wärmeenergie von 755.000 Kilowattstunden und für 570.000 Kilowattstunden Strom gespart, was umgerechnet der Wärmeenergie von 383 Haushalten und dem Stromverbrauch von 789 Haushalten entspreche.

https://test.rtde.tech/inland/143212-stadt-nurnberg-schliesst-schwimmbader-wegen/


Da bin ich auch wieder baff, was der Betrieb von drei Bädern so verbraucht. In meinem Freundeskreis werde ich erst einmal in die strengen Stromsparvorschriften eingewiesen wie kein oder wenig heiss-Wasser, immer Licht ausknipsen usw. und wehe ich vergesse das mal Dabei geht es nicht um Geld, das ist genügend da, sondern um die Weltenrettung wegen des bösen CO2.

Die sparen dann auch irgendwie 4-9 % des letztjährigen Verbrauchs, aber in kwh sind es in den Einzelhaushalten MickyMaus Beträge. (siehe oben) Da hat dann ein Single-Haushalt mit vielen Entbehrungen seinen Verbrauch von 1.400 kwh im Jahr auf 1.280 kwh gedrückt und die Welt gerettet.

Mich würde auch mal interessieren, was das 24stündige Betreiben der Be- und Entlüftungsturbinen in den ungezählten Autotunneln an Energie kostet.

Geschlossene Bäder minimieren die Verluste

mh-ing @, Dienstag, 12.07.2022, 17:36 vor 1448 Tagen @ Manuel H. 3838 Views

So krass es klingt, aber tatsächlich sind geschlossene Bäder für die Betreiber meist billiger als diese zu betreiben! Ich kenne einige Stadtwerke, die gerade durch die Coronaschließung hier viel weniger Ausgaben hatten (keine Energie, wenig Personal, keine laufenden Betriebskosten).

Es gab mal eine Zeit hier in D, da hatten die Kommunen so viel Geld, dass sie solche Bäder teuer bauen konnten und betreiben. Die Gewinne aus den kommunalen Stadtwerken gab man an die Bürger in Form von Freizeiteinrichtungen, Kindergärten, Verkehrsbetriebe usw. zurück. Aber im Zuge der ganzen Wirren und Umstellungen ist das längst durch. Jetzt reicht das Geld kaum noch für den Betrieb, der Unterhalt und die Sanierung sind meist kaum zu stemmen. Vielfach ist daher die Stillegung die einzige Option. Den Abbriss der Gebäude können sich viele auch kaum leisten.

Der deutsche Städtetag rechnet:

Rain @, Dienstag, 12.07.2022, 18:57 vor 1448 Tagen @ mh-ing 3687 Views

Maßnahme: Einsparpotential
Absenkung Wassertemperatur in Schwimmbädern 15 %
Kaltwasser in Sportplatzhäusern 10 %
Kaltwasser in Turnhallen 10 %
Absenung Raumtemperatur Turnhallen 5 %
Abschaltung/Rückschaltung Lüftungsanlagen 25 %
Abschaltung Außenbeleuchtung öffentl. Gebäude ? %
Reduzierung Straßenbeleuchtung 10 %
Kaltwasser in Schulen 10 %
Abschaltung Ampelanlagen nachts ? %
Reduzierung Raumtemperatur Verwaltungen usf. 10 %

Ich kann mich nicht dran erinnern, daß wir in der Schule Warmwasser hatten.

Und auf die aufdringliche Beleuchtung der öffentlichen Gebäude, entweder in gelb blau oder in Regenbogenfarben verzichte ich liebend gerne.

In unserem Ort war ein großes schönes Schwimmbad mit Sauna und Außenbecken. Zuerst war die Sauna zu, dann das Außenbecken. Allerdings schon vor längerer Zeit, ohne Zusammenhang mit dem "Gasnotstand". Jetzt ist die Frage, ob überhaupt noch geheizt wird, bzw. geöffnet bleibt.

Wenn die Schwimmbäder geschlossen werden, schwimmen die Leute im Rhein.

Beim Straßenverkehr sagen die Grünen immer: Jeder Verkehrstote ist einer zuviel. Ertrinkungstote werden offensichtlich ausgeblendet.

Oder es gibt wieder ein Schwimmverbot im Rhein. So genau weiß mans momentan nicht.

Beste Grüsse

Rain

--
Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

"Schwimmverbot im Rhein"

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 12.07.2022, 21:03 vor 1448 Tagen @ Rain 3138 Views

Hallo Rain,

ich weiß nicht, wen es dazu treibt, im Rhein schwimmen zu müssen.
Wer das tut, der entlastet Deutschland! [[top]]

Sowohl in meiner rheinischen Heimat, als auch in Hannover aber auch im hiesigen Umland gibt es ausreichend Schwimmmöglichkeiten.

Die hohe Fließgeschwindigkeit, die Turbulenzen um die Buhnen herum, die Schifffahrt sollten jeden rationalbegabten Menschen davon abhalten.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Ist aber nicht einfach

D-Marker @, Rostock (MV), Dienstag, 12.07.2022, 22:18 vor 1448 Tagen @ paranoia 2455 Views

bearbeitet von D-Marker, Dienstag, 12.07.2022, 22:22

Habe mir erzählen lassen, dass die Bäder zunehmend von Leuten in jugendlichem bis anfangs erwachsenem Alter frequentiert werden, die gar nicht schwimmen können.
Die fühlen sich magisch angezogen.
Meist etwas überpigmentiert.

https://www.welt.de/politik/deutschland/video239499617/Gewalt-im-Freibad-Sehe-hauptsaec...

LG
D-Marker

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Es gibt Seen um Köln herum, die man auch mit dem Fahrrad erreichen kann

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 12.07.2022, 22:56 vor 1448 Tagen @ D-Marker 2241 Views

Hallo D-Marker,

man muss doch nicht ohne Not mit dem Pöbel baden gehen, oder?!

Zwar war ich viele, viele Jahre nicht mehr da und kenne die aktuelle Situation nicht, aber es gab und gibt wohl auch heute noch für jeden Geschmack einen See bei Köln. Die Seen habe teilweise ganz klares Wasser. Teilweise sind die Seen kostenpflichtig.

Die Freibadschläger können nicht schwimmen. Wenn sie Dir ins tiefe Wasser folgen, gehen sie unter und sterben.

Hier in Hannover brauche ich 15 Minuten bis zur nächsten See-Badestelle. Da treffe ich - wenn überhaupt - nur nette und friedliche Leute. Ein bisschen weiter gibt es einen schnell durchgeheizten flachen See, mit kostenpflichtigem Zugang. Die Atmosphäre ist positiv und familiär.

Asozial (gewordene) Schwimm- und Freibäder gibt es genügend. Da lass' ich doch Kreti und Pleti unter sich, wo sie um die Ehre kämpfen können. [[hüpf]]

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Guckstdu

Mephistopheles, Dienstag, 12.07.2022, 22:21 vor 1448 Tagen @ paranoia 2422 Views

Hallo Rain,

ich weiß nicht, wen es dazu treibt, im Rhein schwimmen zu müssen.
Wer das tut, der entlastet Deutschland! [[top]]

Sowohl in meiner rheinischen Heimat, als auch in Hannover aber auch im hiesigen Umland gibt es ausreichend Schwimmmöglichkeiten.

Die hohe Fließgeschwindigkeit, die Turbulenzen um die Buhnen herum, die Schifffahrt sollten jeden rationalbegabten Menschen davon abhalten.

https://www.bild.de/regional/stuttgart/stuttgart-aktuell/rekord-von-25-tagen-er-will-du...

Gruß Mephistopheles

War vor drei Wochen so in Höhe

Garderegiment, Mittwoch, 13.07.2022, 04:20 vor 1447 Tagen @ paranoia 2320 Views

Bingen/Bacharach mal wieder an diesem Fluß.

Kommt einem Norddeutschen ja eher wie ein versandender Bach vor.

Aber wohl auch nur, weil zwei Meere zu Hause nah bei und die Elbe bis HH doch eher dem, was man für einen Fluß halten könnte, entsprechen.

Kenne auch nen Ex-Foristen, der das Planschen im See des Bodens empfehlen würde.

Für mich geht nichts, aber auch rein gar nichts, über SeeFreiwasserSchwimmen.
Gib mir nen Strand und ab Mai so mit 11/12 Grad kann man schon mal 10 Minuten antesten.

Jetzt ist das jenseits jeglicher BegrenzungsTonnen die absolute Freiheit. Sobald man sich auch nur so 200 Meter vom Strand entfernt hat, ist das Vergnügen exklusiv.
Was gibt es schöneres als nen Meeresbucht/Förde für einen allein?

Was mir die letzten Jahre immer mehr auffällt.
Zu den Nichtschwimmern der Bereicherer gesellen sich auch immer mehr Autochthone.
FAst alle gehen nur noch bis Brusthöhe rein, planschen und prusten 5 Minuten und das war es dann.

Die Musels nutzen den Strand auch eher zum FamilienPicknick, zum Glück nördlich des Kaiser Wilhelm Kanals NOCH ein eher seltener Anblick.

Was mir am Strand auch auffällt:
Wir verfetten!

Nu bin ich als Mitsechziger auch eher zu völlig, mir wird aber immer ganz übel, wenn ich die ganzen 20 und knapp darüber Jährigen mit ihrer Bugwellenbildung beim, ja was......., schwimmen ist es jedenfalls nicht, beobachte.

Die haben jedenfalls bei Foxis umgewandeltem genialen Spruch des Klumppfußes vom Winter 1943
"Keiner soll hungern ohne zu frieren" am meisten Reserven.
Ist doch auch was!

GR

Schwimmen im Rhein ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss

Plancius @, Dienstag, 12.07.2022, 21:36 vor 1448 Tagen @ Rain 2577 Views

Ich war zwar auch schon im Rhein schwimmen.

In Köln-Rodenkirchen gibt es da eine schöne Liegewiese mit Badestelle. Da kurz zuvor die Shell Raffinerie und Lyondell Basell ihre warmen Abwässer in den Rhein leiten, ist die Wassertemperatur des Flusses auch sehr angenehm.[[zwinker]]

Trotzdem ist das Baden im Rhein gefährlich. Kommt man in die Strömung des Flusses mit dem vielen Schiffsverkehr, ist ein tödlicher Badeunfall nicht ausgeschlossen. Also bis zu den Knien reingehen ist ok, alles weitere njet.

Ich halte flächendeckende Hallenbäder mit Saunen in unseren Breiten unabdingbar.
Schwimmen sollte für jeden Menschen als Sport ganzjährig möglich sein.
Die ältere Generation hält sich mit Wassergymnastik fit.
Saunen sind sowieso das non plus ultra für eine gesunde Lebensweise.

Ich als Ossi sehe die flächendeckende Versorgung mit Schwimmbädern im Westen der Republik für eine große zivilisatorische Errungenschaft der Nachkriegszeit. Mit unserer Wirtschaftskraft sollte es auch ein Klacks sein, dieses Angebot weiter aufrecht zu erhalten. Vorausgesetzt die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der BRD bis in die 80er Jahre.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Gerade in Köln gibt es zahlreiche Alternativen zum Schwimmen im Rhein

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 12.07.2022, 21:50 vor 1448 Tagen @ Plancius 2339 Views

Hallo Plancius,

wenn Du nochmal in Köln draußen schwimmen willst, probier die Alternativen aus.
Es lohnt sich!

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Schwimmbadheizung abschalten: Tugendsignalisierung ohne praktische Auswirkungen!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 12.07.2022, 22:04 vor 1448 Tagen @ Manuel H. 2657 Views

Hallo Manuel H.,

rechnen wir doch mal die Ersparnis in eine fiktive Dauerleistung um:

570 000 kWh / a =
570 000 kWh / ( 365 * 24 h) = 65 kW

Die Einsparung entspricht einer fiktiven Dauerleistung von 65 kW.
Fiktiv daher, weil die Heizung sicherlich viel leistungsstärker ist, aber auch nicht im Dauerbetrieb läuft.

Trotzdem kann ich mit der kleinen Zahl 65 kW Dauerlast gedanklich mehr anfangen als den zahlreichen Kilowattstunden.

Dividieren die 65 kW durch die bundesdeutsche Winterspitzenlast von 80 GW und runden die Spitzenlast ab auf 65 GW, so bewirkt die Schwimmbadabschaltung in der bundesdeutschen Stromrechnun eine Ersparnis von einem Millionstel:

65 kW / 65 GW = 65 * 10^3 / 65 10^9 = 1/10^6= 10^(-6)

Für diese Rechnung brauchen wir keinen Taschenrechner. 65 kürzt sich weg, die Hochzahlen subtrahieren wir. Bei 80 GW wird es noch einen Schuss weniger.

Fazit:
"Virtue signaling" der Spitzenklasse und ohne relevante Auswirkungen auf den Winter in Deutschland! Spannend wird es, wenn organisiert überall gespart wird. Bei zehntausend Bädern mit dieser Heizleistung würden wir immerhin 650 MW einsparen, das ist ca die Hälfte des abgeschalteten Kernkraftwerk Grohnde bei Hameln.
Vielleicht könnte Grohnde auch mit teils abgebrannten Brennstäben noch 650 MW liefern, dann könnten wir uns im Schwimmbad aufwärmen und duschen gehen.

Letzere Möglichkeit wäre sicherlich bürgerfreundlicher.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

bildlich gesprochen verhält sich das so, als wenn man 1 Kilometer um 1 Millimert kürzen würde - kwt

FredMeyer @, Mitten in der Karibik, Dienstag, 12.07.2022, 23:53 vor 1448 Tagen @ paranoia 2151 Views

...

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Fred

sehr schöner Vergleich von Dir: 1*10^-6 ist ein mm von einem km (oT)

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Mittwoch, 13.07.2022, 13:50 vor 1447 Tagen @ FredMeyer 1806 Views

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Deine Freunde sollen sich mal ein bißchen mehr anstrengen. Das bißchen Einsparungen zählt nicht.

Olivia @, Dienstag, 12.07.2022, 22:08 vor 1448 Tagen @ Manuel H. 2658 Views

Also, fangen wir mal an:

Wäschetrockner sind völlig überflüssig.
Das Gleiche gilt für Spülmaschinen und die meisten Küchenmaschienen bei Menschen, die nur für 1 Person kochen.
Können dann gleich auch den Smoothie-Maker in den Abfall werfen und anstelle von den Kaffepads einen Filter nehmen und eine Thermoskanne.
Den Friseur können sie auch gleich streichen. Der ruiniert ihnen eh nur die Haare. :-)
Ihre elektronischen Geräte können sie über Solarpanele laden.
Zum Einkaufen können sie zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, spart Sprit für die Weltbevölkerung.
Essen gehen, das geht gar nicht. Die werfen viel zu viel Lebensmittel weg.

Na ja, mehr fällt mir gerade nicht ein.... aber wenn ich ein bißchen nachdenke, dann werden mir sicherlich noch mehr Dinge einfallen.

Das dürfte aber für den Anfang reichen.... wenn die wirklich Energie sparen wollen.
Und wenn DAS alle machen, dann brauchen wir bereits sehr viel weniger.... :-)

Ist doch wohl eine richtige Herausforderung für deine Leute. Endlich mal eine echte Herausforderung.... fast wie im Dschungelcamp (das allerdings nicht gesehen habe....)

--
For entertainment purposes only.

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