Jetzt, wo RUS seine Exportüberschüsse nicht mehr in EUR/USD anlegen kann, hat RUS ein richtiges Problem.

eesti, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Samstag, 14.05.2022, 11:38 (vor 14 Tagen) @ Mephistopheles685 Views

Es macht faktisch keinen Sinn, weiter in dem jetzigen Maß zu exportieren.
Derzeit ist es wohl sinnvoller, sich weiter sanktionieren zu lassen, denn es gibt ja keinen Parkplatz mehr für die Überschüsse.
Gezwungenermaßen rubelt RUS alles notgedrungen um, und sorgt für einen extrem starken Rubel, der aber schnell alle Wirtschaftserfolge der letzten Jahre abwürgen kann.
Die Importe sind ja auch gedrosselt, Jachten, Grundstücke in Europa, alles darf ein Russe nicht mehr kaufen, oder wenn er es doch schafft, so soll es ihm nach neuen EU-Verordnungen einfach enteignet werden, nicht mehr nur vorübergehend beschlagnahmt werden.
Der Effekt ist derselbe, wie dazumal die harte D-Mark. Alle Inlandsassets werten massiv auf.
Am konkreten Beispiel aufgezeigt:
Eine Wohnung in einem netten kleinen Kurort Rußlands kostete zu Kriegsbeginn 10Mio Rubel=117k€.
In den ersten Kriegstagen wertete der Rubel stark von 85 auf 160 für einen Euro ab (somit nur noch 62k€), woraufhin sich die Immobilienpreise der Inflation entsprechend auch etwas anpaßten.
Der Preis stieg auf 12 Mio Rubel, oder 75k€.
Die Immobilienpreise blieben nun in Rubel stabil, obwohl der Außenwert des Rubel extrem anstieg.
Diese Vergleichswohnung kostet derzeit 176k€ für den EU-Bürger durch die Abwertung des Euro gegen Rubel auf 68Rubel=1€.

Mir ist da ein Fall bekannt, wo ein ehemaliger Sowjetbürger eine Fluchtburg kaufen wollte, die Abwertung des Euro aber so rasant vor sich ging, daß das geschmuggelte Bargeld (die Russen erlauben inzwischen nicht mehr die Einfuhr großer Barbeträge) nun für den Kauf nicht mehr reichte.

Ursache dessen:
Russlands Ölexporteinnahmen haben sich verdoppelt, alles trotz westlicher Sanktionen.

Laut The Economist beeinträchtigen die Beschränkungen nicht die ununterbrochene Versorgung mit Öl und Gas, und der Anstieg der Energiepreise hat die Gewinne unseres Landes weiter erhöht. Wir sprechen insbesondere über monatliche Einnahmen in Höhe von etwa 20 Milliarden US-Dollar.

"Die russischen Exporte halten sich überraschend gut, auch diejenigen, die auf den Westen abzielen. Sanktionen ermöglichen es, Öl und Gas kontinuierlich in einen Großteil der Welt zu verkaufen. Und der sprunghafte Anstieg der Energiepreise hat die Einnahmen weiter gesteigert. Analysten erwarten, dass Russlands Handelsüberschuss in den kommenden Monaten Rekordhöhen erreichen wird.

Es sei daran erinnert, dass die Vereinigten Staaten, die EU, das Vereinigte Königreich und eine Reihe anderer Länder zuvor angekündigt hatten, dass sie im Zusammenhang mit der Spezialoperation des Landes in der Ukraine Sanktionen gegen Russland verhängen würden.

russische Quelle (obwohl das ja Allgemeinwissen ist):
https://ren.tv/news/v-rossii/974927-dokhody-rossii-ot-nefteeksporta-vyrosli-vdvoe?utm_s...

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.


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