Uniper will Zahlungen für russisches Gas umstellen

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 28.04.2022, 09:42 vor 1385 Tagen 3870 Views

https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/milliardenverluste-uniper-will-zahlungen-fu...


[...
„Wir halten eine mit Sanktionsrecht konforme Zahlungsumstellung für möglich. Es ist vorgesehen, dass wir unsere Zahlung in Euro auf eine Konto in Russland leisten“, so die Sprecherin weiter.

Aktuell zahlt Uniper in Euro, aber auf ein Konto in Europa. Hinsichtlich der Details der künftigen Zahlungsabwicklung befinde man sich in Abstimmung mit dem Vertragspartner Gazprom.
...]

Der Artikel deutet an, was in Zukunft passieren soll. Eine alternativen Weg, der keine Rubelzahlung beinhaltet, habe ich hier genannt:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=603783

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Umweg über China, Indien usw.

Manuel H. @, Donnerstag, 28.04.2022, 10:04 vor 1385 Tagen @ paranoia 2868 Views

Die kleineren Länder beteiligen sich bereits jetzt freiwillig oder unfreiwillig an den Sanktionen gegen Russland, das schließt also einen Umweg über beispielsweise Japan kategorisch aus.

Bleiben nur noch Indien und Russland, die irgendwie auf "neutral" tun.

Brechen sie aber die Sanktionen der "Weltgemeinschaft" indem sie klassische Geldwäsche für einen sanktionierten Staat betreiben, fallen sie automatisch unter die gleichen Sanktionen wie Russland, müssen also mit dem Raub ihres gesamten Auslandsvermögens rechnen, mit Sanktionen ähnlich derer, die Russland erhalten hat und strafrechtlichen Konsequenzen wegen Finanzierung von "Kriegsverbrechern".

Die einzigen Ländern, denen ich das zutrauen könnte zu wagen, sind Indien und China und bei Indien wäre ich mir nicht so sicher.

Eine solche Eskalation kann ich mir nur als konzertierte Aktion von Russland und China vorstellen, also ein Lieferstopp von China und Russland gemeinsam gegen den Westen.

Dass jetzt China die Produktion seltener Erden wegen des Verdachtsfalls von zwei (!) Corona-Fällen gestoppt hat, könnte man so als eine der vielen Warnungen Chinas an den Westen verstehen.

Im Falle des Falles müßte Russland und China sich selbst versorgen können. Welche Verwerfungen für die Chinesen und Russen würde das bedeuten?

Wenn man sich des WK2 erinnert. Der globale Handel ging seinerzeit munter weiter. Auch die globalen Finanzierungsketten waren kaum beeinträchtigt. Das Deutsche Reich unter Hitler vervielfachte seine Auslandsverschuldung während des Krieges ohne Probleme. IG Farben, General Motors, das Bush-Imperium, alles lief für den Krieg wie geschmiert.

Der neue Zahlungsmodus ...

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 28.04.2022, 10:58 vor 1385 Tagen @ paranoia 2732 Views

bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 28.04.2022, 11:11

Die UNIPER überweist wohl an ein eigenes! Eurokonto bei der Gazprom-Bank in Russland. Diese tauscht bzw. kauft diese Euro von UNIPER (auftragsgemäß) umgehend gegen Rubel zum aktuellen Börsenkurs. Mit diesen Rubel (= zweites! Konto von UNIPER) bezahlt dann die UNIPER ihre Rechnung bei der Gazprom-Gas = sog. 2-Konten-Lösung.

Das Währungsrisiko (beim Börsenkurs) trägt also die UNIPER.
Gruß, Beo2

Ich versuche mal das Währungsrisiko zu verstehen

Manuel H. @, Donnerstag, 28.04.2022, 13:23 vor 1385 Tagen @ Beo2 2065 Views

Gazprom schickt Rechnung über die vor Jahren vereinbarten x Euro. Auch die Fälligkeit ist vereinbart.

Es bleibt also dabei, der West-Kunde zahlt nach wie vor in Euro, völlig egal, wie sich die Euro Rubel Kurse entwickeln. Demnach hat Gazprom das Währungsrisiko, weil es nicht weiß, wie der Rubel zum Euro im Laufe des jahrenlangen Vertragsablaufs sich entwickeln wird.

Ein Währungsrisiko für den West-Kunden kann eigentlich nur bei einer sehr kurzen Zeitspanne entstehen.

Er zahlt Euro auf sein Gasprom Euro-Konto ein, diese wechselt in Rubel, dann überweist West-Kunde von seinem Rubelkonto auf das Kunde des Gaslieferanten. Nur die Differenz zwischen Wechsel der Euro in Rubel (meinetwegen morgens um 9 Uhr) und Überweisung der Rubel an den Gaslieferanten (meinetwegen nachmittags um 16 Uhr) kann sowohl positiv als auch negativ ein Währungsrisiko darstellen, wenn, ja wenn beide den 9 Uhr Kurs und nicht den 16 Uhr Kurs vereinbart hatten.

Richtig gedacht?

Wir wissen es nicht, denn dazu müssten wir die exakten Vertragstexte kennen.

Revoluzzer @, Donnerstag, 28.04.2022, 14:37 vor 1385 Tagen @ Manuel H. 1889 Views

Sicher ist nur, dass die Bezahlung erst erfolgt ist, wenn die Rubel von Uniper angewiesen auf dem Rubelkonto ankommen.

Welche Währung auf der Rechnung ausgewiesen wird, wissen wir nicht. Das müssten Rubel sein oder ein Eurobetrag mit dem Hinweis "Umtausch zum tagesaktuellen Kurs in Rubel" oder sowas.

Aber: Wird der Rechnungsbetrag selbst in Rubel tagesaktuell berechnet? Dann würden wir das volle Währungsrisiko tragen. Beispiel: Preis ist 10 Rubel pro Energieeinheit. Heute ist der Kurs 1 Euro für 10 Rubel, morgen 5 Euro für 10 Rubel. Um 10 Rubel zu bezahlen, müssen wir dann 5 statt 1 Euro aufbringen.

Oder gibt es im Vertrag einen mehr oder weniger fixen Euro oder USD-Dollar-Preis pro Energieeinheit, der nur in Rubel umgerechnet wird? Dann tragen die Russen das Währungsrisiko.

Meine VERMUTUNG ist, dass der Preis in den bestehenden Verträgen in Euro oder USD festgelegt ist.

Der Preis ist in Euro bzw. US-Dollar festgelegt

Manuel H. @, Donnerstag, 28.04.2022, 14:45 vor 1385 Tagen @ Revoluzzer 1863 Views

Da die internationale Handelswährung der US-Dollar ist, würde es mich erstaunen, wenn die USA der EU erlaubt hätte, Energiepreise aus Russland per Euro zu vereinbaren. Das ist schon Saddam Hussein nicht bekommen.

So wird es aber kommuniziert. Wenn es tatsächlich US-Dollar wären, dann wäre ja das Begehren des Westens, ausgerechnet plötzlich in Euro bezahlen zu wollen, ein weiterer Vertragsbruch. Die Preise mit Russland sind seit Jahrzehnten fest vereinbart. Wäre US-Dollar vereinbart, hätten wir schon längst mal gelesen, dass wegen des Erstarken des Dollar Kurses leider, leider die Gaspreise erhöht werden müßten. Wie ist denn nun die Vereinbarung (die immerhin den WK3 rechtfertigen soll)?

Aber ganz sicher wurde nie in Rubel vereinbart.

Da keiner Geld denken will, bleiben alle dieser doch sehr wichtigen Frage die Antwort schuldig. Schade eigentlich, denn die Antwort wäre sehr simpel.

Wahrscheinlich, aber nicht sicher...

Revoluzzer @, Donnerstag, 28.04.2022, 15:03 vor 1385 Tagen @ Manuel H. 1945 Views

denn wir wissen nicht, ob es "höhere Gewalt"-Klauseln gibt, die dann eine Fakturierung in Rubel erlauben. Alternativ könnte im Vertrag auch so eine "harmlose" Formulierung stehen wie "die Rechnungsstellung erfolgt in Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorgaben der Russischen Föderation".

Das ist unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen. Wir wissen es einfach nicht.

Was vermutlich "sicher" ist ..

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 28.04.2022, 17:49 vor 1384 Tagen @ Revoluzzer 1771 Views

bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 28.04.2022, 18:21

Sicher ist nur, dass die Bezahlung erst erfolgt ist, wenn die Rubel von Uniper angewiesen auf dem Rubelkonto ankommen.

.. nämlich auf dem Rubelkonto der Lieferantin Gazprom-Gas (bei der Gazprom-Bank). Erst dann gilt die Lieferung/Rechnung als bezahlt. Polen und Bulgarien haben dies verweigert.
Wie die UNIPER zu ihren Rubel (Giralgeld) kommt, ist letztlich deren Sache. Die Gazprom-Bank bietet sich aber als Vermittler beim Auftragsverkauf der Euro (an der Moskauer Währungsbörse zum Tageskurs) an, was sicher der einfachste Weg für UNIPER ist. Wichtig dabei ist nur, dass der Käufer der Euro Jemand ist, der nicht den westlichen Sanktionen (Kontensperrungen) unterliegt.

Welche Währung auf der Rechnung ausgewiesen wird, wissen wir nicht. Das müssten Rubel sein oder ein Eurobetrag mit dem Hinweis "Umtausch zum tagesaktuellen Kurs in Rubel" oder sowas.

Wenn die Lieferantin Gazprom-Gas in Rubel bezahlt werde will und soll, dann wäre es nur logisch, dass sie ihre Rechnungen an UNIPER in Rubel ausstellt .. und auch ihre Lieferverträge auf Rubel lauten.

Gruß, Beo2

Deine Frage zu den Modalitäten von Rubel-Zahlungen im Zusammenhang von europäischen Erdgasimporten

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 28.04.2022, 15:58 vor 1385 Tagen @ Manuel H. 1948 Views

Hallo Manuel H.,

Gazprom schickt Rechnung über die vor Jahren vereinbarten x Euro. Auch die Fälligkeit ist vereinbart.

Es bleibt also dabei, der West-Kunde zahlt nach wie vor in Euro, völlig egal, wie sich die Euro Rubel Kurse entwickeln. Demnach hat Gazprom das Währungsrisiko, weil es nicht weiß, wie der Rubel zum Euro im Laufe des jahrenlangen Vertragsablaufs sich entwickeln wird.

Gazprom hatte schon vorher ein Währungsrisiko und sich entsprechend wunschgemäß abgesichert. Es ändert sich nichts am Status Quo, auch nicht absicherungstechnisch.

Ein Währungsrisiko für den West-Kunden kann eigentlich nur bei einer sehr kurzen Zeitspanne entstehen.

Nein, ein Währungsrisiko entsteht, wenn der Gesamtvertrag auf feste Rubel-Zahlungen umgestellt wird. Das würde beide Handelspartner zwingen, ihre Absicherungen anzupassen - was doof ist.

Er zahlt Euro auf sein Gasprom Euro-Konto ein, diese wechselt in Rubel, dann überweist West-Kunde von seinem Rubelkonto auf das Kunde des Gaslieferanten. Nur die Differenz zwischen Wechsel der Euro in Rubel (meinetwegen morgens um 9 Uhr) und Überweisung der Rubel an den Gaslieferanten (meinetwegen nachmittags um 16 Uhr) kann sowohl positiv als auch negativ ein Währungsrisiko darstellen, wenn, ja wenn beide den 9 Uhr Kurs und nicht den 16 Uhr Kurs vereinbart hatten.

Richtig gedacht?

Nein.
Der Zahlungszeitpunkt der Rubel-Beträge birgt kein Währungsrisiko.

Entscheidend sind die Modalitäten der Bestimmung des Rubel-Zahlbetrags.
Eventuell wird ein Fixing genutzt, an dem die europäischen Gasimporteure auch teilnehmen können.

Wie wir spätesten durch einen Beitrag von Xerxes wissen, wird sich der Fixingkurs durch die eventuelle riesige Rubel-Nachfrage verschieben.

Gruß
paranoia

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Polen fordert EU-Strafen für Länder, die bei Gazprom ein Rubelkonto eröffnen, um Gas in Rubel zu zahlen

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 28.04.2022, 13:33 vor 1385 Tagen @ paranoia 2489 Views

siehe NTV (soeben).

Das soll also quasi eine Art "Erziehungsmassnahme" sein, um die Länder dazu zu zwingen, auf russisches Gas zu verzichten.

Angeblich stellen sich nur Deutschland, Ungarn und Österreich dem Ansinnen entgegen.

Polen kauft russisches Gas über den Umweg Westeuropa

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 28.04.2022, 16:09 vor 1385 Tagen @ sensortimecom 2398 Views

Hallo sensortimecom,

gerne unterstützen wir die Polen dabei, auf russisches Gas zu verzichten, indem wir die Jamal-Pipeline abschalten, die ja im Moment russisches Gas von Westeuropa nach Polen liefert.

https://www.focus.de/finanzen/erdgas-aus-russland-gasstopp-warum-deutschland-fuer-polen...

Die von Polen gewünschten Vertragsstrafen hätten zur Folge, dass Polen indirekt die Vertragsstrafen der westeuropäischen Importeure bezahlen müsste.

Man muss den Polen auch mal die Chance geben, wahrhaftig ihre Tugend zu signalisieren, z.B. durch einen Winter ohne Nutzung des umetikettierten russisches Gas aus Westeuropa.

Wichtig dabei ist, dass Polen dann auch vom europäischem Verbundnetz abgetrennt wird, wenn die Polen im Winter versuchen, fehlendes Erdgas durch Stromheizungen zu ersetzen.

Auf diese Last ist das europäische Verbundnetz nicht vorbereitet.
Aber vielleicht schalten dann schon einfach die Kuppelleitungen von Deutschland nach Polen wegen Überlast ab.

Wenn nicht, müsste man aus Stabilitätsgründen die Kuppelleitungen abschalten.

Gruß
paranoia

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News: "Rubel-Umtausch bei Gas-Zahlungen ist Sache Russlands" ..

Beo2 @, NRW Witten, Freitag, 29.04.2022, 19:40 vor 1383 Tagen @ paranoia 1586 Views

bearbeitet von Beo2, Freitag, 29.04.2022, 19:55

Eine Meldung vom 29.04.2022 :

+ https://www.epochtimes.de/wirtschaft/rubel-umtausch-bei-gas-zahlungen-ist-sache-russlan...
ZITAT: "Die Europäische Kommission hat Regelungen zu der von Russland geforderten Rubel-Zahlung für Gas-Lieferungen klargestellt.
Unternehmen, die, wie von Moskau gefordert, in Russland ein Bankkonto eröffneten und Lieferungen weiterhin in Euro zahlten, verletzten nicht die EU-Sanktionen gegen Russland, teilten Beamte der EU-Kommission am Donnerstag mit. „Was die Russen danach mit dem Geld machen, ist ihnen überlassen“, sagte ein Beamter.
Allerdings sieht die EU-Kommission es nicht als akzeptabel an, dass der Kauf vonseiten Russlands erst als vollständig angesehen werde, wenn das Geld in Rubel umgerechnet wurde. „Eine Verletzung der Sanktionen wäre es, wenn ein Unternehmen es akzeptiert, ein zweites Konto zu eröffnen, um den Forderungen nachzukommen“, sagte ein EU-Beamter. Während des Geldumtauschs in Rubel auf das zweite Konto sei das Geld in der Hand der russischen Zentralbank, die von der EU sanktioniert wird.
Die Regelung sieht also vor, dass die EU-Unternehmen formell nicht für den Rubel-Tausch in die Pflicht genommen werden können ..." ENDE
__________________

Es wird ja immer wirrer. Die Euros bleiben doch auf dem Sonder-/Währungskonto der UNIPER bei der Gazprom-Bank in Russland solange deren Eigentum, bis sie im Auftrag verkauft sind (und der UNIPER ihre Rubel auf ihrem zweiten Konto gutgeschrieben sind). Die Gazprom-Bank bleibt jedenfalls außen vor. Wieso dürfen die Euros trotzdem konfisziert werden?

Psychopathen im hemmungslosen Macht- und Zerstörungsrausch ! Das ist wohl das Endstadium ...
Gruß, Beo2

Verwirrend: Wie lauten die Buchungssätze?

Manuel H. @, Freitag, 29.04.2022, 20:17 vor 1383 Tagen @ Beo2 1637 Views

Wenn es Bar-Geld des Westens wäre, das in bar über Rote Kreuz Transporter in die Ukraine geschmuggelt werden, um dort vom Westen angeheuerten Söldnern und Privat-Armisten das vereinbarte Blutgeld für das Töten von Russen zu übergeben, hätten wir buchhalterisch schlicht nur Kassenbewegungen. Keine Zentralbank involviert. Keine Sanktionen greifen. Kein Staatsanwalt interessiert sich, keine Interpol, kein Finanzamt, die Privat-Armeen des Westens haben offensichtlich Gesetzes- und Steuerprivilegien

Aber das Gas wird ja nicht bar bezahlt. Wie geht dann die Buchung?

Bisher
Gasimporteur weist seine deutsche Hausbank an, von seinem Geschäftskonto Euro auf das deutsche Konto der Hausbank der Gazprom zu überweisen. Gazprom müßte mindestens einen Teil weiter nach Russland überweisen, um dort an Rubel zu kommen für die Gazprom Verbindlichkeiten dort.
Irgendwie auf dem Weg greifen die Sanktionen und Gazprom ist das Geld los, weg, geraubt? Oder Gazprom ist von den Sanktionen befreit? Wenn ja, nur die Firma Gazprom? Die Bank Gazprom? Alle Finanzbeteiligten auf dem Weg des Geldes nach Russland, also auch die Clearing Banken, eventuell beteiligte Zentralbanken?

Neu
Gasimporteur weist seine deutsche Hausbank an, von seinem Geschäftskonto dort auf ein neueröffnetes Geschäftskonto bei der Gazprom-Bank zu transferieren. Diese Gazprom Bank hat wohl seinen Firmensitz in Russland.
Dort beauftragt der Gasimporteur seine russische Hausbank, Euro in Rubel zu wechseln und auf sein Rubelkonto zu transferieren.

Wie sind da die Buchungssätze?
Da es Buchgeld ist, gibt es Buchungssätze. Ich vermute, die russische Gazprom Bank hat mit der Einzahlung von Euro lediglich eine Forderung von Euro an entweder die deutsche Hausbank von der das Geld übertragen wurde, das ist sehr unwahrscheinlich, eher hat die russische Hausbank eine Forderung an die EZB und gleichzeitig eine Verbindlichkeit an seinen Bankkunden, den Gasimporteur. (Bilanzverlängerung)
Nun geht die Gazprom-Bank (im Auftrag des Kunden!) zur russischen Nationalbank und zediert diese Euroforderung an die EZB an die russische Zentralbank, im Gegenzug erhält sie (zum Tageskurs) eine Forderung an die russische Zentralbank in Rubel, die sie dem Gasimporteur gutschreibt. Die russische Bank schuldet also dem Gas-Importeur nun Rubel.

Wie man es dreht und wendet, die russische Zentralbank wird Gläubiger der EZB, oder? Und was die russische Zentralbank an Forderungen hat, wurde geraubt, wird geraubt und wird auch in Zukunft geraubt. Mittlerweile soll es den ukrainischen Oligarchen ausgehändigt werden, um mehr Russen zu töten.

Die Frage, zu welchen Kursen dabei Euro und Rubel gewechselt werden und wer für Kursschwankungen verantwortlich ist, bleibt ja auch noch ungeklärt. (Meines Erachtens verliert oder gewinnt die russische Gazprom an den Kursschwankungen, da sie ja fix die Preise in Euro vereinbart hat. Ist aber auch schnurz, denn sobald sie an die russische Zentralbank zediert wurden, hat die russische Zentralbank als Besitzer die Kursschwankungen an der Wange)

Eigentlich müßte die russische Zentralbank doch alle Forderungen, die sie gegenüber der EZB und gegenüber der FED hat, auf Null abschreiben, da erfolgreich geraubt. Nur, wenn sie das tut, auf welcher Grundlage sind dann die Rubel entstanden? Die sind ja ursprünglich nur entstanden, weil eine Euro-Forderung in Rubel monetarisiert wurde.

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