Wenn es Bar-Geld des Westens wäre, das in bar über Rote Kreuz Transporter in die Ukraine geschmuggelt werden, um dort vom Westen angeheuerten Söldnern und Privat-Armisten das vereinbarte Blutgeld für das Töten von Russen zu übergeben, hätten wir buchhalterisch schlicht nur Kassenbewegungen. Keine Zentralbank involviert. Keine Sanktionen greifen. Kein Staatsanwalt interessiert sich, keine Interpol, kein Finanzamt, die Privat-Armeen des Westens haben offensichtlich Gesetzes- und Steuerprivilegien
Aber das Gas wird ja nicht bar bezahlt. Wie geht dann die Buchung?
Bisher
Gasimporteur weist seine deutsche Hausbank an, von seinem Geschäftskonto Euro auf das deutsche Konto der Hausbank der Gazprom zu überweisen. Gazprom müßte mindestens einen Teil weiter nach Russland überweisen, um dort an Rubel zu kommen für die Gazprom Verbindlichkeiten dort.
Irgendwie auf dem Weg greifen die Sanktionen und Gazprom ist das Geld los, weg, geraubt? Oder Gazprom ist von den Sanktionen befreit? Wenn ja, nur die Firma Gazprom? Die Bank Gazprom? Alle Finanzbeteiligten auf dem Weg des Geldes nach Russland, also auch die Clearing Banken, eventuell beteiligte Zentralbanken?
Neu
Gasimporteur weist seine deutsche Hausbank an, von seinem Geschäftskonto dort auf ein neueröffnetes Geschäftskonto bei der Gazprom-Bank zu transferieren. Diese Gazprom Bank hat wohl seinen Firmensitz in Russland.
Dort beauftragt der Gasimporteur seine russische Hausbank, Euro in Rubel zu wechseln und auf sein Rubelkonto zu transferieren.
Wie sind da die Buchungssätze?
Da es Buchgeld ist, gibt es Buchungssätze. Ich vermute, die russische Gazprom Bank hat mit der Einzahlung von Euro lediglich eine Forderung von Euro an entweder die deutsche Hausbank von der das Geld übertragen wurde, das ist sehr unwahrscheinlich, eher hat die russische Hausbank eine Forderung an die EZB und gleichzeitig eine Verbindlichkeit an seinen Bankkunden, den Gasimporteur. (Bilanzverlängerung)
Nun geht die Gazprom-Bank (im Auftrag des Kunden!) zur russischen Nationalbank und zediert diese Euroforderung an die EZB an die russische Zentralbank, im Gegenzug erhält sie (zum Tageskurs) eine Forderung an die russische Zentralbank in Rubel, die sie dem Gasimporteur gutschreibt. Die russische Bank schuldet also dem Gas-Importeur nun Rubel.
Wie man es dreht und wendet, die russische Zentralbank wird Gläubiger der EZB, oder? Und was die russische Zentralbank an Forderungen hat, wurde geraubt, wird geraubt und wird auch in Zukunft geraubt. Mittlerweile soll es den ukrainischen Oligarchen ausgehändigt werden, um mehr Russen zu töten.
Die Frage, zu welchen Kursen dabei Euro und Rubel gewechselt werden und wer für Kursschwankungen verantwortlich ist, bleibt ja auch noch ungeklärt. (Meines Erachtens verliert oder gewinnt die russische Gazprom an den Kursschwankungen, da sie ja fix die Preise in Euro vereinbart hat. Ist aber auch schnurz, denn sobald sie an die russische Zentralbank zediert wurden, hat die russische Zentralbank als Besitzer die Kursschwankungen an der Wange)
Eigentlich müßte die russische Zentralbank doch alle Forderungen, die sie gegenüber der EZB und gegenüber der FED hat, auf Null abschreiben, da erfolgreich geraubt. Nur, wenn sie das tut, auf welcher Grundlage sind dann die Rubel entstanden? Die sind ja ursprünglich nur entstanden, weil eine Euro-Forderung in Rubel monetarisiert wurde.