wie sieht das konkret aus?

Manuel H., Mittwoch, 13.04.2022, 10:09 (vor 1399 Tagen) @ Ikonoklast4528 Views

Wir sind ja Meister im effizienten Organisieren. Die Substitution der nun gesperrten Energien zu ersetzen, wird für 2022/23 keinesfalls gelingen, also geht nur Verbrauchsminderung.

Also stelle ich mir folgendes Szenario vor:

Die Industrie wird unter hohen Entschädigungssummen dazu bewegt, ihre Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlegen. Für diese kommen dann nur die Länder in Frage, die sich nicht an den Sanktionen offiziell oder nicht-offiziell beteiligen. Die Entschädigungen, finanziert durch Aufschuldung des Steuerzahlers, werden die Abwanderung finanzieren helfen. Richtig?
Das alleine sollte schon sehr viel an Erdgas, Strom und Kohle einsparen.

Die dadurch freigesetzen Arbeitnehmer erhalten im ersten Jahr Arbeitslosengeld1, erst ab dem zweiten Jahr fallen sie in Hartz4. Der Verlust an Lohnsteuer, an Gewerbesteuer wird durch Aufschuldung des Steuerzahlers finanziert. Man nennt diese kolossalen Schuldentürme inzwischen ja "Sondervermögen", derer es bereits jetzt 28 gibt, sie können also ohne öffentliche Diskussion auch dreistellig werden.

Wenn das nicht reicht:
Lebensmittelkarten? Energierationierung?
Den Hausverwaltungen der Mietshäuser anordnen, dass die Heizung auf 10 oder 15 Grad gesenkt wird? Drakonische Strafen analog zu den Ordnungsgeldern zu Corona würden für eine sofortige Compliance der Hauseigentümer sorgen.

Für viele Zwangsmaßnahmen sind wir technisch noch nicht vorbereitet. Eine Abschaltung unerwünschter Verbräuche (Familien, Singles) während gesellschaftlich notwendige wie Polizei und Feuerwehren ihre Verbräuche behalten können, läßt sich m.E. technisch noch nicht durchsetzen.
Auch wird den Regierenden der ungestörte TV-Empfang sehr wichtig sein, weil der bislang die Zustimmung in der Bevölkerung zu allen Maßnahmen garantierte.

Wie schätzt Ihr die Preisentwicklung ein? Wenn schon jetzt mein Stromprovider statt der bisherigen 27 cent, nun offiziell 55 cent als Preis listet, aber bei (gestrandeten) Neukunden 65 cent verlangt, wie werden die Menschen in privaten Haushalten mit der neuen Preissituation umgehen können? Was machen die kleinen Gewerbebetriebe wie Kneipen, Einzelhandel, die doch kaum Chancen auf weitere Energieeinsparungen haben?

Die meisten Haushalte und Gewerbebetriebe haben ja noch alte Verträge, Nebenkostenabrechnungen werden erst in der Zukunft verschickt. Mit anderen Worten, die aktuellen Preise betreffen die meisten noch nicht. Die zukünftigen erst recht nicht.

Ein Herunterfahren der Industrie inklusive derer endgültiger Abwanderung würde zwar recht gewaltsam die Träume der Klimaschwindel-Verfechter schnell verwirklichen helfen, aber kann doch nur in der Kette der Auswirkungen zu großer Einkommensminderung bei allen führen. Die entlassenen Arbeitnehmer fallen ja in bisher unbekannten Größenordnungen als Nachfrager in der Wirtschaft aus.

Oder male ich da zu schwarz?


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