Habe es mitbekommen ..
.. saß aber dabei im Auto.
Manchmal muß man tatsächlich noch Kunden besuchen. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Hallo XERXES!
Und ich habe mich gefreut, wobei ich diesen Rücken der Leipziger Staatsanwaltschaft nicht zugetraut hätte.
Was sagt denn nun die LVZ dazu?
Klarer hätte es die Staatsanwaltschaft in Leipzig nicht formulieren können: So wie Gil Ofarim die Geschehnisse im Westin Hotel geschildert hat, hat es sich nach ihrer Auffassung „tatsächlich nicht ereignet“. Noch ist die Anklage nicht zugelassen, noch ist kein Urteil gesprochen – doch eines ist bereits jetzt mehr als klar:
Es gibt in diesem Fall so und so nur Verlierer. Das Hotel, das bereits seit einem halben Jahr gegen die Vorverurteilung angekämpft hat. Der beschuldigte Hotelmitarbeiter, der nun zwar rechtlich rehabilitiert ist, der jedoch Monate um seinen Ruf kämpfen musste.
Gil Ofarim, dessen öffentliche Karriere mindestens beschädigt ist und der eine deftige Strafe befürchten muss.
Und nicht zuletzt der so wichtige Kampf gegen den Antisemitismus, der gerade jetzt weitergehen muss.
Quelle: https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Der-Fall-Ofarim-ein-Kommentar-Ein-Lehrstuec...
Na dann kämpft mal – es gibt sowieso nichts Wichtigeres.
Die Ereignisse und die öffentlich-mediale Aufregungsspirale im Fall Ofarim sind ein stückweit ein Lehrstück der hiesigen Zeit, in der sich der Druck der schnellen Meinungsäußerung, der Drang zur Empörung und Vorverurteilung zuweilen über die tatsächlichen Fakten stellen.
..
Dass aber eine Justizministerin in Sachsen es nicht schafft, ihren Äußerungsdrang zu zügeln und ihre Behörden zunächst ihre Arbeit machen zu lassen, ist frappierend. Die Staatsanwaltschaft tat gut daran, sich Zeit zu nehmen, umfangreich zu ermitteln und sich dem Druck der öffentlichen Vorverurteilung nicht zu beugen.
Dafür ist der Rechtsstaat da.
Dem man diesmal für seine Ausdauer gratulieren kann.
Doch der rosa Elefant befindet sich nach wie vor im Raum – vor allem auch bei der LVZ.
Doch kann man sich so einen unerhörten Antisemitismus-Vorwurf ausdenken?
Es gehört auch zu dieser Geschichte, dass das unvorstellbar bleibt.
Und trotz dieses Falls ist Antisemitismus in Sachsen, aber auch andernorts, weiterhin ein weit verbreitetes Übel, dem sich die Gesellschaft mit aller Kraft entgegenstemmen muss. Da, wo er wirklich passiert.
Dass nun durch die Anklage gegen Gil Ofarim wieder Judenhass laut artikuliert wird, zeigt, warum es so wichtig bleibt.
So tickt man heute in Absurdistan.
Es gab einen Vorfall, der den politisch korrekten Erwartungen nicht entsprach und daher bleibt er unvorstellbar, trotz Tat, trotz eines Täters und trotz Opfern.
Ich mach mir die Welt .. https://www.youtube.com/watch?v=J-UQcOGLDLY
mfG
nereus