Massive Angriffe auf Aramco: Huthis torpedieren Versuche des Westens zur Umsetzung des Ölembargos

hörby, Montag, 28.03.2022, 20:07 vor 1415 Tagen 3600 Views

Die Ansarollah-Bewegung hat seit einiger Zeit ihre Vergeltungsangriffe auf Ölfördereinrichtungen in Saudi-Arabien und die VAE intensiviert. Mittlerweile hat der Jemen-Konflikt im Zuge des Ukraine-Krieges eine globale Dimension angenommen, da der Westen auf eine erhöhte Ölförderung aus den Golfstaaten drängt, um die Abhängigkeit von russischer Energie zu verringern.

Autos fahren auf den Straßen, während Rauch und Flammen aus einer Ölanlage von Aramco in Dschidda, am 25. März 2022 nach einem gemeldeten Angriff der Huthis aufsteigen.

von Seyed Alireza Mousavi

Vor dem Formel-1-Rennen in Dschidda führte die Ansarollah-Bewegung (Huthi) aus dem Jemen am Freitag groß angelegte Raketenangriffe auf zwei Öltanks in der saudi-arabischen Hafenstadt durch. Raketen trafen dabei eine Anlage des Ölkonzerns Aramco nahe der Formel-1-Rennstrecke.

Von der Rennstrecke aus war dichter Rauch während der Huthi-Angriffe am Himmel zu sehen. Weltmeister Max Verstappen hatte beim Training während der Fahrt den Brand gerochen und einen Defekt an seinem Red-Bull-Rennwagen vermutet: "Es riecht verbrannt, ist das mein Auto?", funkte der Red-Bull-Fahrer am Freitag beim ersten Training zum Grand Prix in Saudi-Arabien. Der ins Visier der Huthis geratene saudische Energieriese Aramco ist wichtiger Geldgeber der Formel 1.

The fire at ARAMCO Facility of Jeddah, Saudi Arabia after Houthis missile attacks today looks like a big one.Saudi Ministry of Energy said it will not hold responsibility for any shortage of oil supplies to the global market caused by Houthi attacks. pic.twitter.com/crZLmGzIfl
— Real Mac Report (@RealMacReport) March 25, 2022

Die Ansarollah-Bewegung teilte am Freitag in einer Erklärung mit, sie hätten bei einer Angriffsserie mit Raketen und Drohnen außer der Anlage des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Dschidda mehrere weitere Einrichtungen in der Hauptstadt Riad attackiert. Bereits am vergangenen Wochenende hatte sie ein Ölterminal in Dschasan sowie eine Gasanlage und eine Ölraffinerie in der am Roten Meer gelegenen Industriestadt Yanbu mit Raketen und Kampfdrohnen beschossen, während US-Abwehrsysteme nicht in der Lage waren, sie abfangen zu können.

Ölpreise steigen: Saudi-Arabien weist Verantwortung für Engpässe bei Ölversorgung von sich

Die Börsen reagierten auf die Berichte über den neuen Huthi-Angriff auf Aramco mit einem Anstieg der Ölpreise. Aramco ist der weltweit größte Ölproduzent. Saudi-Arabien erklärte kürzlich, es werde keine Verantwortung für Engpässe in der globalen Ölversorgung übernehmen, die Folge der Huthi-Angriffe seien. Diese ungewöhnliche Warnung markiert eine Abkehr von den normalerweise vorsichtigen Äußerungen des riesigen Ölproduzenten, da sich die saudischen Offiziellen weiterhin bewusst sind, dass selbst ihre kleinsten Kommentare den Ölpreis in die Höhe treiben und die globalen Märkte erschüttern könnten.

Die Ölpreise schnellten am Wochenende in die Höhe und sprangen wieder über 120 US-Dollar, als Berichte über massive Raketenangriffe der Ansarollah gegen Ölanlagen in Saudi-Arabien die Sorge über Versorgungsengpässe erneut auslösten.

Wer finanziert die Huthis eigentlich?

Manuel H. @, Dienstag, 29.03.2022, 06:00 vor 1415 Tagen @ hörby 1682 Views

Nicht nur, dass es Hölle kostet, diese anspruchsvollen Waffensysteme muß ja einer bis vor Ort liefern und außerdem die Beduinen in der Bedienung schulen. China, Russland oder die Saudis selbst kommen dafür nicht in Frage. Bleibt doch nur noch der Westen, also die Nato bzw. die USA, oder?

Soweit ich weiß, unterstützt der Iran die Huthis ... [mkT]

Steppke, Dienstag, 29.03.2022, 11:07 vor 1414 Tagen @ Manuel H. 1248 Views

bearbeitet von Steppke, Dienstag, 29.03.2022, 11:19

... und diese Drohnen sind keine Hightechgeräte, sondern relativ simple und billig "zusammengefrickelt".

Trotzdem sehr effektiv, wie man sieht.

Ich stelle mir aber gerade die Frage ob diese Drohnen überhaupt im Yemen starten, denn z.B. nach Dschidda sind es mehrere hundert Kilometer und um dort, punktgenau, ein Ziel zu treffen, bräuchte man eine leistungsfähige Navigation.

Entweder liefern die Iraner diese Navigationstechnologie oder aber diese Drohen werden direkt vor Ort, in der Nähe der Ziele, gestartet, und fliegen nur zwei/drei Kilometer, "per Sicht", gesteuert durch irgendwelche Freischärler/Agenten/etc.

Sag mal Hörby

StillerLeser @, Dienstag, 29.03.2022, 21:38 vor 1414 Tagen @ hörby 1157 Views

Du bringst seit einiger Zeit einen Artikel von RT nach dem anderen, copy and paste. Prinzipiell nix dagegen, aber idR komme ich gerade von da und hab das alles schon gelesen.

Meine Bitte: Schreib die Quelle in den Betreff.

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