Indien beugt sich den Sanktionen des Westens und verrät Russland

Manuel H. @, Samstag, 26.03.2022, 21:43 vor 1415 Tagen 5344 Views

Die indischen Marktteilnehmer selbst sind nicht bereit, sich der vom Westen geführten Sanktionskampagne anzuschließen, fürchten aber die Auswirkungen einer weiteren Zusammenarbeit mit Russland. Aus diesem Grund hat die State Bank of India (der wichtigste Kreditgeber des Landes) aufgrund ihrer bedeutenden internationalen Präsenz und der Notwendigkeit, die Vorschriften der USA und der EU einzuhalten, die Abwicklung von Transaktionen mit russischen Unternehmen eingestellt, die unter die gegen Moskau verhängten internationalen Sanktionen fallen.

https://rtde.site/asien/134691-indiens-wahrnehmung-ukraine-krise-analyse/

Vermutlich wird Indien aber eine Ausnahme machen. Extrem verbilligte Energie darf Russland liefern und Indien wird die Bezahlung für die Energie pünktlich in US-Dollar auf die Sperrkonten des Westens einzahlen. Schließlich hat auch Indien die Vorschriften der USA einzuhalten. Ob jetzt auch China einknickt?

Ich habe da eine komplett konträre Aussage zu vorliegen !?

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Sonntag, 27.03.2022, 05:36 vor 1415 Tagen @ Manuel H. 3695 Views

Drache und Tiger nähern sich

Trotz des zunehmenden Drucks seitens der USA weigern sich die bevölkerungsreichsten Länder der Welt, Indien und China, Russland zu verurteilen und sich auf einen „Sanktionskrieg“ einzulassen.

Mit dem Beginn der Militäroperation in der Ukraine haben sich Indien und China aufgrund des Drucks der USA und der Absage vom Dollar bei der Beilegung von Streitigkeiten über Ressourcen „auf derselben Seite“ wiedergefunden.

„Bei den heutigen Gesprächen hatten wir die Gelegenheit, unsere Positionen zu wichtigen internationalen Themen wie der Lage in Afghanistan und der Ukraine auszutauschen. Wir haben auch wichtige Aspekte unserer bilateralen Beziehungen erörtert. Außenminister Wang Yi und ich waren in den letzten Jahren in ständigem Kontakt, auch wenn wir uns nicht persönlich getroffen haben“, sagte der indische Außenminister Subramaniam Jaishankar.

Victoria Nuland verteilte diese Woche in Indien ihre „Brötchen“ noch sichtbarer, aber ihr Auftritt im indischen Fernsehen erinnerte an die bekannte Heuchelei und Arroganz der weißen „Sahibs“.

„Wir sind uns natürlich der historischen Beziehungen und der Verteidigungszusammenarbeit zwischen Indien einerseits und zunächst der Sowjetunion und dann Russland andererseits bewusst. Das geschah zu einem Zeitpunkt, als die USA für diese Art von Beziehungen noch nicht bereit waren. Aber die Zeiten haben sich geändert. Jetzt wollen die USA und Europa eine ernsthaftere Partnerschaft mit Indien.

Wir sind bereit, Indien mit allem zu versorgen, was es braucht, einschließlich sowjetischer Ausrüstung, die nicht aus Russland stammt. Gemeinsam mit unseren Verbündeten unterstützen wir die Sicherheitsbedürfnisse der Ukraine, einschließlich der Lieferung von Ausrüstung aus der Sowjet-Ära, und auf dieselbe Weise können wir auch mit Indien zusammenarbeiten“, betonte die US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland.

In den chinesischen Medien und im Fernsehen ist von der Notwendigkeit die Rede, die Beziehungen zu Indien auszubauen – Äußerungen, die vor einem Monat noch undenkbar schienen:

„Indien ist nicht allein mit seinem Wunsch, normale Beziehungen zu Russland zu stärken. Für China und Indien bietet sich die Chance, politische Kontakte auf der Grundlage des durch die Grenzkonflikte erschütterten gegenseitigen Vertrauens zu entwickeln, wenn beide Länder gemeinsam eine konstruktive Rolle bei der Lösung der Ukraine-Krise spielen.“

Sowohl China als auch Indien sind besorgt über die Auswirkungen einseitiger Sanktionen auf die Weltwirtschaft. Und die Versuche des Westens, Russland zu isolieren, werden als Bedrohung für die regionale und globale Ordnung angesehen.

„Indien steht unter enormem Druck seitens des Westens, eine für den Westen günstige Position einzunehmen. Und Indien hat seine eigene klare Politik: Indien möchte Russland als starken Staat sehen, in erster Linie im eigenen Interesse. Der Besuch des chinesischen Ministers bestätigt also nur, dass die Weltpolitik in den kommenden Monaten und Jahren ganz anders aussehen wird“, analysiert Gushan Sachdeva, Direktor des Zentrums für Europäische Studien der Jawaharlal Nehru University.

Das jüngste Beispiel für die „große Veränderung“ ist die Weigerung Indiens, eine Delegation britischer Abgeordneter unter der Leitung des Parlamentspräsidenten Sir Lindsay Hoyle in Delhi zu empfangen.

Doch Indien sagte den Briten „Njet“. Die Briten wurden aufgefordert, ihre indischen Kollegen nicht mehr zu besuchen und zu belästigen, indem sie versuchten, Indien beizubringen, wie man sich gegenüber Russland verhalten sollte.

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Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Debitistische Erklärung dazu :-)

Manuel H. @, Sonntag, 27.03.2022, 10:17 vor 1415 Tagen @ der_Chris 2398 Views

Natürlich gibt es Kräfte in China und in Indien, die die selbstmörderischen Sanktionen des Westens gegen Russland nicht mittragen möchten, weil sie beispielsweise eher die Interessen der indischen Völker im Sinn haben,

Jedoch, wenn sich der größte und einflussreichste Kreditgeber (!) des Subkontinents Indien mit über einer Milliarde Bevölkerung entscheidet, sich den Direktiven des Westens zu unterwerfen, dann ist die Diskussion entschieden bevor sie überhaupt entstehen kann. Der größte und einflussreichste Kreditgeber Indiens dreht einfach denjenigen den Hahn ab, die nicht Folge leisten. Es kann dann keinerlei Finanzierungen von was auch immer geben, was nicht pro Sanktion gegen Russland wirkt.

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