eine Vorstellung

mannmithut, Freitag, 25.03.2022, 10:37 (vor 1416 Tagen)3288 Views

Man bat auch mich mal kurz vorzustellen. Wozu ich mal den heutigen Vormittag nutze.
Werde mich aber meist hier lesend beteiligen.

Kurze Vorstellung meiner Wenigkeit.
Bin in jetzt in einem Alter , wo einen die Zahl auf der Geburtstagstorte nicht mehr stört.
Nach kurzem Aufenthalt in der DDR, dem liebenswerten und recht frechem Rheinland bin ich im Westerwald gelandet. (Gefeiert wird auch hier). Ein kleiner Teil von mir ist polnisch. Sozusagen im Herzen versteckt etwas slawisch.
Technischer Beruf beim Rundfunk ,danach eigene Firma, jetzt nur noch Privatier und Minibauer.

Um ein Einblick in meine Gedankenwelt zu erhaschen, anbei ein paar Stichworte und eine kurze Beschreibung dazu: (Muss nicht jedem gefallen)

Schicksal: Ja. Ich glaube grob an so etwas wie ein Schicksal. An eine Art Weg, der jedem Wesen aufgezeigt wird. Man sollte den Weg irgendwie beibehalten. Dann wird alles gut. Jeder zwanghafte Versuch davon Abzuweichen, wird scheitern.
Medien und Werbung: Mir sagte mal ein Werbeschaffender, dass wenn man mit Zeichentrickfiguren wirbt, geht man davon aus, dass der Konsument infantil oder höchsten 4 Jahre alt ist.
Gestern schlage ich unser Wochenblättchen auf und sehe auf der zweiten Seite die Werbung für dem Impfbus …..
Armee: War mal bei der Armee. Schießen hat unglaublich viel Spaß gemacht. Mit Gerätschaften durchs Gelände heizen. Ja – geil.
Jedoch… wir haben hier in der Gegend viele russisch stämmige Familien. Mit einigen sind wir sehr gut befreundet. Ich kann mir bei aller Anstrengung einfach nicht vorstellen, dass meine Kinder oder ich demnächst vielleicht auf deren Familienangehörige schießen sollen. Das ist so außerhalb meiner Welt.
Deutschland: um es mit den Worten eines Verwandten zu sagen: Für die Köpfe mache ich keinen Finger krumm. Die können mich mal am (kreuzweise).
Fleischkonsum: lecker. Muss ich aber nicht jeden Tag haben. Jeder, der Fleisch essen möchte sollte einmal in seinem Leben ein Tier für den eigenen Verzehr getötet haben. Erst danach schreibe ich dem Menschen zu, Fleisch essen zu dürfen. Dann lernt er es zu schätzen. (Ist unrealistisch, ich weiß. Aber ein Schulausflug in ein Rinder- oder Geflügelschlachthof schadet keinem). Alle anderen mögen bitte Kunstfleisch oder Blumen essen.
Geld(momentan noch): wenn Du etwas davon hat, kannst Du Dir Zeit erkaufen und Leute bezahlen, die einem Arbeit abnehmen. Wenn Du keines hat, hast Du ein Problem. Wenn Du zu viel davon hast, fängst Du an durchzudrehen.
Politiker: Abscheu. Ich weiß auch, dass es immer Zwänge und Unzulänglichkeiten gibt, die man in stundenlangen Beratungen und Deals im Hintergrund durziehen muss. Jedoch dieses duckmäusertum in der Außenpolitik und das Treten im eigene Lande ist einfach nur widerlich.
Vorsorge für schlechte Zeiten: etwas handwerkliches lernen. In harten Zeiten kannst du mit
Sonnenblumen-auf-Plakate-malen und über unsichtbares Gas faseln, keinen reißen.
Wohl aber wenn du einen Schraubenschlüssel halten kannst, Schnaps brennen kannst, Brot backen kannst, eine Wunde nähen kannst, Schweißen kannst, Mauern kannst, Sägen kannst, einen ollen Zahn ziehen kannst, weist wie man einen Vergaser reinigt, weißt wie man ein gebrochenes Bein richtet, wie man Kohl anbaut oder Hühner und Ziegen richtig hält und auch schlachtet.
Kurzum – irgendetwas kannst! Jeder kann irgendetwas. Einfach mal ausprobieren. Und sei es auch krumm und schief. Wenn ich mich nicht ganz irre, kommt eine lange Zeit auf uns zu, in dem man für Lebensmittel und Brennstoff keine Euros geben kann, sondern gelbes Metall (oder dessen Gegenwert), oder halt eine Dienstleistung.

mannmithut


Abschließen möchte ich zur Erheiterung mit einer kleinen Reportage:

‚Sehet her , sehet her! Die Sonne wird sich verfinstern und auf Grund Eurer Schandtaten nicht mehr erscheinen!‘ sprach der Heiler.
‚Dieser dumme Heiler mit seinem güldenen Hut!! , und - wenn er doch recht hat? - dann werden wir alle sterben!‘ murmelten die Leute und gingen schuchzend von dannen.
Dann eines Tages kam, was der Heiler durch seine Beobachtungen und durch Überlieferungen bereits wusste – eine Sonnenfinsternis kündigt sich an.
Wieder rief er die Leute zu sich, um erneut zu warnen: ‚Sehet her , sehet her! Die Sonne wird sich verfinstern und auf Grund Eurer Schandtaten nicht mehr erscheinen!‘.
‚Aber‘ so sprach er weiter ‚Wir können gemeinsam das Unheil abwenden!‘
Die Leute: ‚Das geht??‘ ,
Der Heiler ‚JA! - Jawohl!‘
Zitternd vor Todesangst lauschten sie weiter den Ausführungen des Heilers.
‚Gebet mir die Hälfte eure Ziegen und Schafe – und‘ (mit einem unterdrückten schelmischen Grinsen) , jeden Tag will ich eines Eurer Weiber in meiner Hütte zur Belustigung *räusper* zur Besprechung für die Nacht , bei mir haben! So soll es sein , und ich werde das Ungemach der schwarzen Sonne für Euch abwenden!‘
‚Ohhhh, so viele Tiere – und dann noch unsere Weiber?!?!‘
‚Sonst werden wir alle sterben!‘, Nur wenn wir alle zusammen diese schwere Zeit durchschreiten, können wir mit unserem großen Opfer das Übel abwenden. – nur SO!‘. Rief der Heiler.
‚Ohhhh‘, murmelten die Leute - immer noch von Todesangst gezeichnet.
‚Na gut – wende das Übel von uns ab – bitte!‘.
‚Das macht dann zusätzlich noch zwei Goldklumpen von jedem für einen noch viel größeren Hut, hatte ich das bereits gesagt‘.
‚Ich kann Euch die Goldklumpen auch gerne als Schulden anrechnen. Gebt ihr mir irgendwann halt‘.
…langsam begann sich die Sonne zu verdunkeln….
Sofort standen die Leute mit Ihren Tieren vor dem Heiler, flux wurde alles Gold zusammen gerauft und die Weiber machten sich fein raus, um dem Heiler zu gefallen.
Der Heiler sammelte mit seinen Helfern das Gold und die Tiere ein, warf einen genüsslichen Blick auf die Weiber und stammelte ein paar unverständliche Worte gen Himmel.
Seine Worte wurden immer lauter und sein Gesicht nahm mehr und mehr die Fratze eines Wahnsinnigen ein.
Dunkel war’s. Und plötzlich still.

Leise ertönte es aus der Masse ‚ob er wohl Recht behalten würde?‘.
Umgehend gingen einige der Heiler-Helfer mit Knüppeln zu den Zweiflern.
Jeweils einer funktionsfähigen Kniescheibe weniger verstummte auch der letzte Zweifler.
Stille war’s.

Wieder ertönte die schrille Stimme des Heilers ‚Jetzt werde ich abwenden Euer Ungemach‘.
Und wie durch Zauberhand kam nach und nach die Sonne wieder zum Vorschein.
Ein Raunen stieg aus der Menge hervor ‚Oh , Heiler , du bist der Beste! Unser Erlöser – DU HEILSBRINGER!‘.
Leise sprach dann der Heiler ‚damit so etwas Schreckliches nicht mehr geschehen möge, gebt mir jetzt regelmäßig eines Eure Tiere, ein Teil Eures Goldes und bei Zeiten Euer Weib‘.
‚JA ! So soll es geschehen, riefen die Leute voller Glückseligkeit‘. ‚DU – UNSER HEISBRINGER!‘.

Die Moral von der Geschichte :
4.000 Jahre sind seit her vergangen.
Und es hat sich nichts, absolut Nichts(!) geändert. Das ist so was von peinlich.


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