Der Angriff der Nato auf Jugoslawien - RT dazu

Manuel H. @, Freitag, 25.03.2022, 03:39 vor 1417 Tagen 3652 Views

Vor 23 Jahren begann der NATO-Krieg gegen Jugoslawien

Eines der bekanntesten Kriegsverbrechen der NATO war der Beschuss eines nach Athen fahrenden Passagierzuges am 12. April 1999, der mindestens 13 Todesopfer unter den Passagieren forderte. Am 1. Mai beschossen die NATO-Bomber einen Passagierbus in der Nähe der kosovarischen Hauptstadt Pristina, was 23 Todesopfer forderte.

https://rtde.site/europa/134548-vor-23-jahren-begann-der-nato-krieg-gegen-jugoslawien/

Schon sehr sinnvoll, aus aktuellem Anlaß den Krieg des Westens gegen Jugoslawien in Erinnerung zu rufen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich damals alle Lügen geglaubt habe. Allerdings gab es zu dieser Zeit die Informationsquelle Internet in der Form noch nicht, zumindest im deutsch- und englischsprachigen Raum waren korrigierende oder wenigstens neutrale Infos nicht zu finden.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis wird als besonders empörend empfunden, dass Russland nun das erste Land sei, dass nach 1945 zum ersten Mal den Krieg nach Europa getragen habe. Wenn ich dann auf den Jugoslawienkrieg verweise, wird geschwiegen. Die im Namen der Nato begangenen Kriegsverbrechen und der seinerzeit von einer Mehrheit der Bevölkerung befürwortete Krieg ist kollektiv verdrängt.

Das lässt Schlimmes für die weiteren Eskalationen durch den Westen befürchten.

Dazu der Vorstand von Rheinmetall

Manuel H. @, Freitag, 25.03.2022, 03:53 vor 1417 Tagen @ Manuel H. 3401 Views

Demnach bekam laut einem vertraulichen Bericht aus dem Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) die ukrainische Armee bereits bis zum 7. März (7.3., umgekehrte 37) Rüstungsgüter im Wert von 37,3 Millionen Euro. Dabei wurde mit 31,3 Millionen der Großteil der Lieferungen in der aufgeführten Liste als "Kriegswaffen" eingeordnet. Hinzu kommen "sonstige Rüstungsgüter" im Wert von 5,8 (=5+8=13) Millionen Euro.

Neben den bisher öffentlich bekannten 1.000 Panzerfäusten und 500 Stinger-Raketen wurden noch weitere Waffen in die Ukraine gebracht. Dazu zählen 14 gepanzerte Geländewagen, 1.300 Schutzwesten mit 2.600 (13+13=26) Kevlar-Platten, 16 Nachtsichtgeräte und weitere Kommunikationsgeräte. Für rund zwei Millionen Euro wurden bereits 23.000 Helme an die ukrainische Armee geliefert.

Bildunterschrift
Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, spricht auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens und hat ein Lächeln im Gesicht.

Meldung vo 24.3.22 um 22:15 Uhr
https://rtde.site/international/131481-live-ticker-zum-ukraine-krieg/

Hat die Ukraine nun mit atomarer Bewaffnung gedroht oder nicht?

Manuel H. @, Freitag, 25.03.2022, 04:08 vor 1417 Tagen @ Manuel H. 2992 Views

Hier im Forum las ich, dass sich jemand die Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Original Mitschnitt vollständig angehört habe und dort eben keinen Satz fand: "Hiermit droht die Ukraine damit, sich atomar zu bewaffnen."

Das ließ mich auch zweifeln und ich dachte, entweder ist das eine fake-news (auf der ich dann reingefallen wäre) oder die Drohung wurde an anderer, mir unbekannter Stelle, formuliert.

Nun ist das aufgeklärt (dank an Anti-Spiegel)

Zitat
Selensky hat am 19. Februar 2022 auf der Münchner Sicherheitskonferenz damit gedroht, die Ukraine werde das Budapester Memorandum verlassen. Da die einzige Verpflichtung der Ukraine (und auch Weißrusslands und Kasachstans) in dem Memorandum darin besteht, auf eigene Atomaffen zu verzichten, war das eine deutliche Aussage: Selensky hat offen mit der atomaren Bewaffnung der Ukraine gedroht.

Das ist insofern ganz besonders prekär, da die Ukraine ein Dekret erlassen hat, nach diesem Dekret mut die Ukraine die Krim erobern, ausdrücklich mit militärischen Mitteln. Da es auch Nato-Doktrin ist, dass die Russen der Krim nicht zu Russland gehören dürfen, sondern unter ukrainische Verwaltung zu sein hätten (egal, was die Krim-Russen in demokratischen Wahlen entschieden haben, selber zu wollen), haben wir alle ein Problem.

https://www.anti-spiegel.ru/2022/russische-propaganda-oder-wahrheit-hat-selensky-mit-de...

Ursprüngliche Besitzverhältnisse der Krim

FredMeyer @, Mitten in der Karibik, Freitag, 25.03.2022, 13:52 vor 1416 Tagen @ Manuel H. 1787 Views

Das ist insofern ganz besonders prekär, da die Ukraine ein Dekret erlassen hat, nach diesem Dekret muss die Ukraine die Krim erobern, ausdrücklich mit militärischen Mitteln. Da es auch Nato-Doktrin ist, dass die Russen der Krim nicht zu Russland gehören dürfen, sondern unter ukrainische Verwaltung zu sein hätten (egal, was die Krim-Russen in demokratischen Wahlen entschieden haben, selber zu wollen), haben wir alle ein Problem.

Hat denn schon mal jemand versucht, das Dokument über den Akt auszugraben, in dem Crutschow die Krim an die Ukraine überlassen hat? Ich selbst hab's noch nicht probiert, das herauszufinden. Denn vor diesem Akt hatte die Krim noch nie zur Aukhraine gehört. Nach allgemein zugänglichen Quellen (Wikipedia) gehörte die Krim ursprünglich zum Osmanischen Reich, das die Krim an Katarina II veräußert hatte.

--
Fred

Wikipedia

Manuel H. @, Freitag, 25.03.2022, 14:39 vor 1416 Tagen @ FredMeyer 1752 Views

Wikipedia ist ja mit Vorsicht zu genießen, insbesondere die ideologisch deutsche Fassung

Zitat
Die Krimtataren unternahmen häufige Raubzüge in das ukrainische Binnenland und nach Russland und machten viele Gefangene, die sie als Sklaven in den Orient verkauften. 1571 drangen sie bis nach Moskau vor und setzten es in Brand, wurden aber im folgenden Jahr in der Schlacht bei Molodi vernichtend geschlagen.

Also einst ein toller Handelsplatz, um Russen insbesondere den Orient und die ganze Welt zu zeigen. :-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Krim

"Ukraine will have every right to believe that the Budapest Memorandum is not working"...

Atman @, Schweiz, Freitag, 25.03.2022, 18:52 vor 1416 Tagen @ Manuel H. 1521 Views

https://kyivindependent.com/national/zelenskys-full-speech-at-munich-security-conference

"Since 2014, Ukraine has tried three times to convene consultations with the guarantor states of the Budapest Memorandum. Three times without success. Today Ukraine will do it for the fourth time. I, as President, will do this for the first time. But both Ukraine and I are doing this for the last time. I am initiating consultations in the framework of the Budapest Memorandum. The Minister of Foreign Affairs was commissioned to convene them. If they do not happen again or their results do not guarantee security for our country, Ukraine will have every right to believe that the Budapest Memorandum is not working and all the package decisions of 1994 are in doubt."

Und zuvor: "I want to believe that the North Atlantic Treaty and Article 5 will be more effective than the Budapest Memorandum."

Wie deutet Ihr diese Aussagen?

Der Journalist und langjährige Lebenspartner von Sahra Wagenknecht ...

Greenhoop @, Freitag, 25.03.2022, 07:31 vor 1417 Tagen @ Manuel H. 3661 Views

bearbeitet von Greenhoop, Freitag, 25.03.2022, 08:07

... Ralph Niemeyer in einem sehr spannendem Interview mit Journalistin Paula P'Cay zu den Themen "Verschwörungspraktiken,Stellvertreterkriege,Krieg im Jemen & der Ukraine, Über Frieden & Krieg und Diplomatie" die wunderbar in diesen Thread passen. Dauer 1:15 Stunden und wie ich finde, eines der wenigen Interviews das sich in der letzten Zeit wirklich gelohnt hat.

Legt die Waffen nieder

Hier der ultimative Buchtipp:

Alpenfex, Freitag, 25.03.2022, 08:29 vor 1417 Tagen @ Manuel H. 2517 Views

PRESSESTIMMEN
»Eine beeindruckende Analyse über die manipulative und falsche
Berichterstattung grosser Medienblätter, basierend auf der westlichen
und pro-amerikanischen Pressearbeit während des Kosovo-Kriegs im
Frühling 1999. (…) Dieses Buch steht denn auch nicht zuletzt für einen
Apell an die menschliche Vernunft, sich immer selber ein Urteil über
bestimmte Vorgänge in der Welt machen zu müssen und in der Auswahl der
Information jeweils sehr vorsichtig zu sein.« Der Schweizer Demokrat

http://andromeda-buecher.de/buch2/produkt/in-unseren-himmeln-kreuzt-der-fremde-gott-ver...

Alexander Dorin war die Informationsquelle zum Jugoslawienkrieg

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Freitag, 25.03.2022, 13:29 vor 1416 Tagen @ Alpenfex 1964 Views

Wer damals versuchte, brauchbare Informationen über den Jugoslawienkrieg zu bekommen, landete automatisch bei Alexander Dorin.

2018 wurde eine weitere Lüge zum Jugoslawienkrieg demontiert.

Im Gericht mit Slobodan Milosevic
Heimlich wurde Slobodan Milosevic rehabilitiert, wie Gerald Brei im „Europäer“ von Juli/August 2017 berichtete – und zwar in der Verurteilung von Radovan Karadzic im März 2016. Vergraben auf Seite 1303 des 2615 Seiten zählenden Urteils wird nebenbei erwähnt, dass man keine Beweise für eine Verurteilung von Milosevic gefunden habe. Genau zehn Jahre zuvor, am 11. März 2006, starb der 64-jährige Milosevic unter suspekten Umständen in seiner Zelle. Im Jahr 2002 besuchte ich über längere Zeit den Prozess gegen Milosevic. Die oben erwähnten Geschehnisse bezeugen die traurige und empörende Aktualität von dem, was ich damals erlebte.
https://www.geolitico.de/2018/04/11/im-gericht-mit-slobodan-milosevic/

Rainer

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