Ich bin Bj. 1951. Meine Internatszeit war Ende der 50er und in den 60ern. Natürlich habe ich da auch so meine persönlichen (besonders negative) Erfahrungen, gerade im Volksschulalter. Das (und die persönlichen Erlebnisse meiner angetrauten Weiblichkeiten) hat bewirkt, dass sowohl meine erste Frau (zwei Kinder) als auch meine zweite Frau (ein Kind) mit meiner Anschauung völlig konform gingen, dass es ein Verbrechen an der Entwicklung der Kinder wäre, diese Kinder in die Hände der Pinguine (egal ob männlich oder weiblich) zu geben.
Das, was Du an Negativem in den 70ern erlebt hast, habe ich in den 60ern erlebt. Deshalb war ich in der Zeit der 70er, als man "Freiheit pur" erleben durfte, anders aufgestellt als Du. Es waren noch die Auswirkungen in den 80ern zu spüren, aber spätestens ab 1985 begann es, rückwärts zu gehen.
Dass der Große Plan in den Köpfen der Jungen installiert ist, beruht auf Tatsachen. Das Schlimme dabei ist, dass sie das nicht merken und oft sogar negieren.
Du schreibst: "was hätten wir denn zu ändern vermocht? Warum haben wir es zugelassen?"
Auch ich habe mir oft diese Frage gestellt. Es gibt genügend Entschuldigungen, warum unsereiner das damals nicht hat erkennen können, wohin der Stecken schwimmt.Aber das hilft so jemanden wie uns, der sich in der Verantwortung der jüngeren Generation gegenüber sieht, insbesondere in der Verantwortung seiner Familie, nicht weiter.
Ich weiß noch sehr gut, wie es in den 70ern und Anfang der 80er geheißen hat: Wachstum des Bruttosozialproduktes. Das war der "Gott", der alles in Händen hielt. Ein älterer Mann hat mir damals gesagt: Passt auf, was ihr macht. Das kann nicht gutgehen, Ihr werdet noch die Zeche dafür bezahlen.
Ich hab das damals nicht für voll genommen, - schließlich kannte ich ja nichts anderes als das Heil im Wachstum. Wie sehr dieser Mann recht gehabt hat, wurde mir spätestens 2007/ 2008 klar, nach den Lehmann-Brothers.
In Wien gabs zu meiner Zeit die "Hochschule für Welthandel". Weiß nicht, obs das heute noch gibt. Aber - obwohl ich dort niemals drin war - ich kann mir gut vorstellen, dass man dort nur das Handwerkszeug gelernt hat, wie dieses oder jenes durchzuführen ist, beginnend mit Swift usw. Über die politischen Hintergründe wurde sicher dort nicht resümiert.
Die Antwort auf Deine Frage: Nein, wir hätten nichts ändern können. Wir haben es zugelassen, weil wir es nicht besser wussten. Wir hatten keine Möglichkeit, diese Entwicklungen vorherzusehen. Und diejenigen, die diese Veränderungen angestrebt und vielleicht schon vorhergesehen haben - Leute wie Soros, Rothschild, Rockefeller, etc - die haben geschwiegen.
Es ist heute - für mich im Kleinen erkennbar - nicht anders. Da weise ich das Polizeipräsidium und die Stadtverwaltung auf eklatante Unfallschwerpunkte hin, und gebe auch Alternativen auf, wie man diese beseitigt. Aber es kommt nichts. Erst, wenn wieder mal ein paar Tote da zu Buche schlagen, wird was unternommen. Aus diesem Grunde habe ich bei meinen Kommentaren und Anregungen immer das Angebot gemacht, den Polizeifahrzeugen, die diese Unfallaufnahmen durchführen, noch "Beserl und Schauferl" zur Verfügung zu stellen, damit sie danach aufräumen können.
Genau das obliegt unserer Generation nun, - "Beserl und Schauferl". Wir haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, nicht erkennen können.Die APO der 60er haben wir als Spinner deklariert, die RAF als Kriminelle. Obwohl bei diesen Gruppen in mancher Hinsicht schon der Durchblick festzustellen war.
Also, nehmen wir nun Beserl und Schauferl und versuchen wir, unsere Nachkommen auf das vorzubereiten, was sich vermutlich ereignen wird. Das Video, was ebbes erwähnt hat, ist mehr als aufschlussreich.
https://youtu.be/T7kZBP556HM?t=4583
Da wir im rum. Facebook auch eigene Zirkel betreiben, da kam eine Erinnerung per Video an einen schönen Abend in einem typisch siebenbürgischen Kellerlokal. Musik, Tanz, usw. Ausgelassenheit pur. Ich habe dazu heute früh einen Kommentar geschrieben:
Sicher sind das schöne Erinnerungen. Die Frage stellt sich, ob wir das jemals wieder erreichen. Ich persönlich bin ein unverbesserlicher Optimist. Aber das, was ich in den letzten Tagen erfahren habe, über Videos von Leuten, die eine gute Übersicht über die geopolitische Lage in Europa haben, das hat mich sehr nachdenklich gemacht.
Wir, das Volk, tragen auch unseren beträchtlichen Anteil zu dieser Entwicklung bei. Ich bin sicher kein ängstlicher Mensch, aber ich sehe Dinge in anderen Zusammenhängen, die in den Medien der Nato-Länder kaum angesprochen werden. Die Schuld der europäischen Völker begründet sich damit, dass sie sich nicht ausreichend und umfassend informieren und, - wenn notwendig - die Macht der Straße für sich in Anspruch nehmen.
Dass wir kaum noch Gelegenheit haben werden, in einem Keller zu schönen Melodien zu tanzen, das ist nicht nur zweitrangig, das ist schon drittrangig. Wenn das, was ich glaube zu erkennen, eintritt, und wenn auch nur in Teilbereichen, dann müssen wir uns alle sehr warm anziehen.
Niemanden können wir die Schuld für diese Entwicklung geben, nur uns selbst. Denn wir haben diese Idioten gewählt, die in der Regierung sind und uns sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. Und genau diese Leute scheren sich einen Dreck darum, ob es dem Volk gut geht oder nicht.