Jeder 4. Deutsche Hausbesitzer überlegt wegen der hohen Strompreise eine Solaranlage auf das Dach zu stellen - welche Aktien profitieren davon? (wichtige Ergänzung bei Solarworld!)

ebbes @, Donnerstag, 17.03.2022, 15:08 vor 1423 Tagen 3720 Views

bearbeitet von ebbes, Donnerstag, 17.03.2022, 15:54

Ich habe gerade gelesen, dass jeder 4. Hausbesitzer überlegt sich wegen den hohen Strompreisen eine Solaranlage auf das Dach zu installieren.

Normalerweise würde ich jetzt den Sektor empfehlen und selbst (massiv) investieren.
Aber so einfach ist es nicht, denn die Frage ist, verdienen die auch damit etwas oder machen die mit jeder neuen Anlage Verluste und gibt es auch genügend Fachleute in Deutschland, die in der Lage sind, diese zu befestigen?
Also, wenn ich beim Bau wäre (bin ich aber nicht) dann wüsste ich in welcher Richtung ich mich weiterbilden würde.

China ist führend auf dem Sektor und die europäischen und amerikanischen Hersteller können beim Preis nicht mithalten.
So mein letzter Kenntnisstand.
Aber vielleicht kann die Schwarmintelligenz und Kompetenz uns hier weiterhelfen und wir sind der frühe Vogel.

Wer hat Kontakte und kann uns Insiderinformationen geben?
Gerne auch mit Mail.
Welche gelisteten Solarfirmen werden am meisten davon profitieren, die aber auch damit Gewinne machen.
Solarfirmen, die nur Verluste machen werden evtl. auch hochgehen, aber keiner kann vorhersagen, wann das Kartenhaus zusammenbricht.
Aber wer das Gefühl für das richtige Timing hat, kann wahrscheinlich trotzdem Schotter machen.

Wer sich in Deutschland umschaut, wird sich Solarworld genauer betrachten.
Denn das Chance-Risiko Verhältnis klingt verlockend.
Aber ist es das wirklich oder gibt es noch Leichen nach dem Insolvenzverfahren im Keller?

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Also Leute vom Bau. Gebt uns Auskunft wie eure Kunden sich entscheiden.
Ist China immer noch führend bei den Komponenten?

Gruß

ebbes

--
Bafin-gerechte Warnung:
Obwohl ich mehr als 30 Jahre Erfahrung an der Börse habe, habe ich keine Ahnung vom Markt. Macht nicht nach was ich handle. Vertraut der Sparkasse Buxtehude und ihren Anlagetipps.

Das ist quasi unmöglich!

Zorro @, Donnerstag, 17.03.2022, 17:05 vor 1423 Tagen @ ebbes 4403 Views

bearbeitet von Zorro, Donnerstag, 17.03.2022, 17:17

Die Eigentumsverhältnisse, die Auslegung der Dächer/ Platzverhältnisse und die Investitionskosten lassen es praktisch nicht zu.
Ferner stehen auch die Handwerker nicht zur Verfügung.

Von 100 Häusern/Familien kommen vielleicht 5 in Frage, wo sich das umsetzen lässt.

Eine Solaranlage welche die Energiekosten einer Familie wirklich deutlich reduziert, muss sowohl den Bereich Strom, den Bereich Heizung und den Bereich Mobilität übernehmen können. (zumindest zu einem sehr großen Teil.)
Hierbei muss in der Planung bedacht werden, dass keinerlei Einspeisung mehr in das öffentliche Netz erfolgt, sondern jede nur erdenkliche kWh in Systeme wie Wärmespeicherung und Batteriespeicherung erfolgt.

Eine übliche Solaranlage mit 10 kWp deckt gerade mal 30% des Haushaltstrombedarfs, da die Solar-Hauptstromerzeugung dann erfolgt, wenn die Familie kaum Strom braucht. Diese Anlagen haben alle keine Speichermöglichkeit und sind nicht auf Inselbetrieb ausgelegt.

Solche Anlagen kosten derzeit etwa 15000,- €, je nach Komplexität der Montage. Bei angenommenen 3000 kWh Jahresverbrauch würde die Anlage schlappe 1000 kWh an Eigenverbrauch übernehmen. Rechnen wir mit 50 Cent die kWh, macht das 500,- € jährliche Kostensenkung der Stromrechnung. Es würde 20 Jahre dauern bis die Anlage sich amortisiert hat, sofern die Einspeisevergütung nicht noch weiter sinkt! (angenommen 6,6 Cent bei 9000 kWh Überschusseinspeisung)

Vom Prinzip gibt es derzeit nur einen „Königsweg“ und dafür muss zuerst mal die Dach/ Wandfläche vorhanden sein, um eine PV-Anlage von mind. 30 kWp zu installieren. Als nächstes sind Batteriespeicher von min. 42 kWh, besser 72 kWh zu installieren. Die Leistungsfähigkeit der Wechselrichter muss mindestens pro Phase 5 kW betragen.

Dann kann man mit einer Orgie aus Wärmepumpen, Brauchwasser wärmen, div. Moderne Elektro-Radiatoren die Gas/Öl-Kosten um 50% + x reduzieren, die Haushaltsstromkosten sind „Null“ und die Spritkosten je nach Fahrleistung des eAutos ebenfalls um bis zu 70% reduziert.

Eine Anlage dieser Größenordnung liegt im Materialpreis bei 50.000,- €, zusätzlich Montagekosten von 30-50td €, je nach Komplexität der Installation. (30kwp mit 42kWh Speicher + Montage)

Die Gesamteinsparung von Netz-/Tankbezugskosten ist bei dieser Anlage mit 8.000,- € jährlich zu bewerten. Nach 10 Jahren wären wir also „pari“ mit 80.000,- € Investitionskosten. Die muss man allerdings erst mal haben!
Großer Vorteil: Die Lebensdauer der Anlage dürfte wohl bei 20 Jahren und mehr liegen, selbst wenn mal ein Wechselrichter ausgetauscht werden müsste. Darüber hinaus besteht während der gesamten Laufzeit eine sagenhafte Autarkie. Da kann so ziemlich jeder Blackout eintreten und die Preisspirale der Energielieferanten durchdrehen, das lässt einen dann Schmunzeln.

Schwierig bleiben die Wochen vom 15. Nov. bis 15. Januar. Hier ist ein Kaminofen erforderlich, wenn der Gaszähler ruhig bleiben soll. Das Auto mit Eigenstrom zu betanken ist in dieser Zeit auch nicht möglich. Dagegen ist die Hochdruckwetterlage seit Ende Februar geradezu eine Dauerparty in Sachen Strom. Täglich bis zu 100 kWh kostenlose Ernte lassen sich derzeit schon realisieren. In den Sommermonaten wird das bis auf 150 kWh täglich anwachsen.

Grüsse von

[image]

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Die in diesem Posting enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageinstrumenten dar.

Danke für deine detaillierte Beschreibung (deswegen habe ich den Faden eröffnet in der Hoffnung solche Antworten zu bekommen, die vielen (im Gelben) hilft)

ebbes @, Donnerstag, 17.03.2022, 17:26 vor 1423 Tagen @ ebbes 2850 Views

Vielleicht hat jemand noch andere Ideen?!

Gruß

ebbes

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PV

JJB @, Dresden, Donnerstag, 17.03.2022, 17:29 vor 1423 Tagen @ ebbes 3452 Views

ich betreibe mehrere größere PV Anlagen und habe auf meinem Häuschen eine kleine PV Anlage für den Eigenverbrauch, mit Überschusseinspeisung, 8 kWp.
Empfehlen kann ich maximal eine kleine Anlage auf dem eigenen Dach, < 10 kWp, da man sonst (staatliche Willkür) auch auf selbstverbrauchten Strom EEG Umlage zahlen muss (auch wenn die jetzt abgeschafft werden soll, das waren ca 0,07 €/kWh, zzgl MWSt).
So clever das grundsätzlich ist (ich spare etwa die Hälfte meines Stromverbrauchs ein), autark wird man damit nicht, ein Stromauto könnte man damit auch nicht volltanken.
Die Anlage produziert im Mai bei Sonnenschein ca 40 kWh an einem einzigen Tag. Im Dezember allerdings in einem ganzen Monat.
Momentan sind Schaltschränke und Wechselrichter Mangelware, UK (Unterkonstruktion) und Kabel haben sich preislich verdoppelt. Module sind preisstabil.
als größten Unsicherheitsfaktor mache ich ganz klar den Staat aus, die Bedingungen ändern sich laufend, die bürokratischen Anforderungen steigen ebenfalls dauernd, und mittlerweile werden Änderungen auch rücksichtslos bei Bestandsanlagen durchgesetzt (eigenartigerweise gleich mit Androhung von hohen Strafen bei Nichtbefolgung). So muss man wegen Redispatch 2.0 jetzt jede Anlage > 100 kWp bei einem Direktvermarkter anmelden, weil man die neuen Betriebsvoraussetzungen gar nicht leisten kann. Dazu muss man teilweise ältere Wechselrichter zwangsweise tauschen (wegen Steuermöglichkeiten, die die alten Modelle nicht leisten): man schmeisst also funktionstüchtige Geräte auf den Müll und muss für 15.000 € neue WR installieren und neu verstringen. So ist die Rendite am Arsch, Elektroschrott hat man auch produziert, nur der Direktvermarkter freut sich über einen neuen (Zwangs)Kunden.

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)

Empfehlen solltest du das nicht!

Zorro @, Donnerstag, 17.03.2022, 18:07 vor 1423 Tagen @ JJB 3795 Views

Hallo JJB,

natürlich darfst du das tun, aber deine Denkweise zum Thema Solar ist überholt.

Vergessen wir mal Freiflächenanlagen und Fabrikdächer mit 100KWp und bleiben im privaten Bereich!

Jeder der keine Lust hat, vom Staat, vom Netzbetreiber, von wem auch immer genervt zu werden, kann sich eine Inselanlage bauen!

Bis 30 KWp und 30.000 KWh Eigenverbrauch sind hier ohne bürokratische Pflichten möglich!

Das man mit einer 8 KWp Anlage keinen Blumentopf gewinnen kann, noch dazu ohne Speicher, sollte nach meinen Infos reichlich bekannt sein. Dass du auf 50% Eigenstromversorgung kommst ohne Speicher ist nahezu unmöglich!

Leute, wenn ihr Geld rumliegen habt, macht es einmal richtig! Fragt mich! Bei mir stehen die Uhren schon seit Wochen still. Selbst der Gaszähler ist kaum noch in Bewegung!

Klar, wer im 5-Parteien-Haus wohnt, hat die Arschkarte gezogen. Ebenfalls wer umringt von Bäumen und Häusern ist und in einer Nachtschattenbude wohnt. Der Rest mit Platz an Wänden und Dächern, tackert euch drauf was möglich ist und der Kontostand hergibt!

Wer´s nochmal nachlesen will, hier bitte:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=594451

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Naja, z.T. richtig, aber ...mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Donnerstag, 17.03.2022, 19:49 vor 1423 Tagen @ Zorro 2667 Views

Die Eigentumsverhältnisse, die Auslegung der Dächer/ Platzverhältnisse und die Investitionskosten lassen es praktisch nicht zu.
Ferner stehen auch die Handwerker nicht zur Verfügung.

Ausrichtung der Dachfläche ist natürlich wichtig. Heimwerker mit E-Kenntnissen sind im Vorteil.

Eine Solaranlage welche die Energiekosten einer Familie wirklich deutlich reduziert, muss sowohl den Bereich Strom, den Bereich Heizung und den Bereich Mobilität übernehmen können. (zumindest zu einem sehr großen Teil.)

Das wäre das Optimum.

Hierbei muss in der Planung bedacht werden, dass keinerlei Einspeisung mehr in das öffentliche Netz erfolgt, sondern jede nur erdenkliche kWh in Systeme wie Wärmespeicherung und Batteriespeicherung erfolgt.

Richtig.

Eine übliche Solaranlage mit 10 kWp deckt gerade mal 30% des Haushaltstrombedarfs, da die Solar-Hauptstromerzeugung dann erfolgt, wenn die Familie kaum Strom braucht. Diese Anlagen haben alle keine Speichermöglichkeit und sind nicht auf Inselbetrieb ausgelegt.

Quatsch, Auslegungsfrage und die Frage der Wärmeerzeugung für Herd und Backofen. Wer das Kochen nicht elektrisch erledigt, für den reichen 4 kWp locker 90% des Jahres für Hausstrom (Licht, Kühlschrank/Truhe, Unterhaltungselektronik). Mit 2. Wechselrichter für Sommerbetrieb geht dann locker auch dazu die Waschmaschine und der Geschirrspüler.

Solche Anlagen kosten derzeit etwa 15000,- €, je nach Komplexität der Montage. Bei angenommenen 3000 kWh Jahresverbrauch würde ...

2x 2kWp Panele ca 1500 €
2x 2kW MPPT-Laderegler 500 €
7,5kWh Lifepo4 ca. 3000 €
1x 2kW, 1x 5kW Sinus-Wechselrichter ca. 1500 €
und ca. 500 € Kabelage, Relais, ein paar Steuerarduinos und Heizstäbe macht ca. 7k€ Investitionen. Damit reduziert sich der nicht selbst erzeugte Stromverbrauch auf Waschmaschine und Geschirrspüler von Mitte November bis Ende Februar. Läuft so bei mir ...

Vom Prinzip gibt es derzeit nur einen „Königsweg“ und dafür muss zuerst mal die Dach/ Wandfläche vorhanden sein, um eine PV-Anlage von mind. 30 kWp zu installieren. Als nächstes sind Batteriespeicher von min. 42 kWh, besser 72 kWh zu installieren. Die Leistungsfähigkeit der Wechselrichter muss mindestens pro Phase 5 kW betragen.

Doofe Idee, anmeldepflichtig. E-Autos selbst mit eigener Solaranlage laden zu wollen, treibt die Investitionskosten in astronomische Höhen. Mit obiger Kobfiguration bekommst du ohne Zusatzkosten auch locker noch das E-Bike geladen ...

MfG
igelei

Dann kann man mit einer Orgie aus Wärmepumpen, Brauchwasser wärmen, div. Moderne Elektro-Radiatoren die Gas/Öl-Kosten um 50% + x reduzieren, die Haushaltsstromkosten sind „Null“ und die Spritkosten je nach Fahrleistung des eAutos ebenfalls um bis zu 70% reduziert.

Eine Anlage dieser Größenordnung liegt im Materialpreis bei 50.000,- €, zusätzlich Montagekosten von 30-50td €, je nach Komplexität der Installation. (30kwp mit 42kWh Speicher + Montage)

Die Gesamteinsparung von Netz-/Tankbezugskosten ist bei dieser Anlage mit 8.000,- € jährlich zu bewerten. Nach 10 Jahren wären wir also „pari“ mit 80.000,- € Investitionskosten. Die muss man allerdings erst mal haben!
Großer Vorteil: Die Lebensdauer der Anlage dürfte wohl bei 20 Jahren und mehr liegen, selbst wenn mal ein Wechselrichter ausgetauscht werden müsste. Darüber hinaus besteht während der gesamten Laufzeit eine sagenhafte Autarkie. Da kann so ziemlich jeder Blackout eintreten und die Preisspirale der Energielieferanten durchdrehen, das lässt einen dann Schmunzeln.

Schwierig bleiben die Wochen vom 15. Nov. bis 15. Januar. Hier ist ein Kaminofen erforderlich, wenn der Gaszähler ruhig bleiben soll. Das Auto mit Eigenstrom zu betanken ist in dieser Zeit auch nicht möglich. Dagegen ist die Hochdruckwetterlage seit Ende Februar geradezu eine Dauerparty in Sachen Strom. Täglich bis zu 100 kWh kostenlose Ernte lassen sich derzeit schon realisieren. In den Sommermonaten wird das bis auf 150 kWh täglich anwachsen.

Grüsse von

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Energy - Anytime - Anywhere!

Zorro @, Donnerstag, 17.03.2022, 22:51 vor 1423 Tagen @ igelei 2525 Views

bearbeitet von Zorro, Donnerstag, 17.03.2022, 22:57

Hallo igelei,

...bitte keine Bastel-Lösungen!

Ich möchte nicht überheblich sein und weiß, dass meine Anlage ein "Schweine-Geld" gekostet hat! Und ich freue mich, dass Du für deine "bescheidenen" Energie-Verbrauchs-Verhältnisse zufrieden bist mit deinen Möglichkeiten!!

Jedoch, Kochen, Warmwasser, Waschen, in der Übergangszeit und für den Notfall elektrisch Heizen komplett auszuschließen, halte ich in der heutigen Zeit für die falsche herangehensweise an ein Solarprojekt! Du bekommst ja mit deinen 4kwp noch keine 100kWh zusammen im November. Da kann von den Lesern mal schnell jeder nachprüfen, wie weit er damit kommt!

- Die Sonne schickt dir keine Rechnung!
- ein Inselanlage ist nicht meldepflichtig! Null die Bohne!
- Kochen auf Gas oder Grill-Basis, nicht mehr angesagt - zu teuer!
- eAuto aus dem Konzept ausgliedern, Blödsinn! Wenn du selbst keins hast, vielleicht der Nachbar...[[zwinker]]
- Strom muss vorhanden sein! Energy - Anytime - Anywhere

Es ist auch nicht wirklich wichtig, wie genau in welche Himmelsrichtung die Solarmodule ausgerichtet sind! Ja, die Nordseite, vertikal muss jetzt nicht sein, okay! :-P

Aber Fläche ist wichtig, da bei Diffuslicht nur noch Fläche zählt, jedes einzelne Modul!
Bei strahlendem Sonnenschein kommt selbst von einer 10 kWp Anlage genug vom Dach um diversen Geräte brummen zu lassen, das ist nicht das Thema. Im Frühjahr und Herbst hat es einfach zu wenige Lichtstunden um Reserven zu bilden mit zuwenig PV-Leistung!

Vom Prinzip geht es nur darum in den Monaten Februar, März und Oktober, November vollen Betrieb fahren zu können und lediglich 8 Wochen Dez., Jan., mit Notmaßnahmen zu verbringen.

Wobei mit einer 30kwp Anlage selbst in diesen Monaten je 500kWh zur Verfügung stehen!

Um ein paar LED Lampen brennen zu lassen und den Kühlschrank bei Laune zu halten, muss man tatsächlich keinen Aufriss machen.
Mir geht es darum, den Leuten ein Konzept zu zeigen, wie sie sich von jährlich 8000,- € Gaskosten, 5000,- € Stromkosten und weiteren 5000,- Spritkosten entledigen können, wenn sie einmal richtig eine Investition tätigen, die sie wirklich AUTARK macht.

...zumindest in einem sehr, sehr großen Umfang!

Sind meine Erfahrungen nunmehr aus sehr viel Praxis.

--
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Die in diesem Posting enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageinstrumenten dar.

Mein Hauptproblem, Schnee auf den Panelen. Da ist die Dachneigung ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Donnerstag, 17.03.2022, 23:33 vor 1423 Tagen @ Zorro 2300 Views

bearbeitet von igelei, Donnerstag, 17.03.2022, 23:36

Hallo igelei,

...bitte keine Bastel-Lösungen!

Nee, ist keine "Bastellösung" - schon alles solide. 200 Ampere 24V-KfZ-Relais sind schon recht solide. Man muss im Winter nach Schneefall halt mal mit dem Besen aufs Dach, die Panele freifegen. Das muss sicher sein.

Jedoch, Kochen, Warmwasser, Waschen, in der Übergangszeit und für den Notfall elektrisch Heizen komplett auszuschließen, halte ich in der heutigen Zeit für die falsche herangehensweise an ein Solarprojekt! Du bekommst ja mit deinen 4kwp noch keine 100kWh zusammen im November. Da kann von den Lesern mal schnell jeder nachprüfen, wie weit er damit kommt!

Nee, aber da muss man den Bedarf anpassen, alles Licht auf LED und die Kühlschränke “damals“ A++, der Hauptverbraucher bzw. die Variabilität ist echt der Fernseher, wenn ich bis nachts um 4 gucke, macht der Akku halt von 100 auf 80%, geh ich 22oo ins Bett, sind noch knapp 90% nächsten morgen da <img src=" />
Kochen und backen kostet im Jahr bei uns 6x 11kg Propanflaschen, sind 2 alle, werden die ersetzt. Und ein dreiviertel Jahr steht immer in der Garage, zwecks Vorsorge.

- Die Sonne schickt dir keine Rechnung!
- ein Inselanlage ist nicht meldepflichtig! Null die Bohne!
- Kochen auf Gas oder Grill-Basis, nicht mehr angesagt - zu teuer!

Naja, ansichtssache und abhängig vom Bedarf.

- eAuto aus dem Konzept ausgliedern, Blödsinn! Wenn du selbst keins hast, vielleicht der Nachbar...[[zwinker]]

Nee, ab da brauche ich fette Wechselrichter. Bin Minimalfan, nur, was lebensnotwendig ist, ist notwendig. Im "bösen" Fall: So oft wie möglich "HomO" so nennen wir Homeoffice und so oft wie möglich mir E-Bike statt Auto auf Arbeit. Wie war der blöde Witz: Also ich fahr jetzt öfter mit Fahrrad auf Arbeit, aber das ist Scheiße: Das nimmt viel zu viel Platz weg im Kofferraum :-)

- Strom muss vorhanden sein! Energy - Anytime - Anywhere

Es ist auch nicht wirklich wichtig, wie genau in welche Himmelsrichtung die Solarmodule ausgerichtet sind! Ja, die Nordseite, vertikal muss jetzt nicht sein, okay! :-P

Nee, cool ist SO und SW und dann mit je einem MPPT-Regler pro String. Das geht bei mir.

Aber Fläche ist wichtig, da bei Diffuslicht nur noch ...
Vom Prinzip geht es nur darum in den Monaten Februar, März und Oktober, November vollen Betrieb fahren zu können und lediglich 8 Wochen Dez., Jan., mit Notmaßnahmen zu verbringen.

Jepp, aber Kostenfrage. Mir war nur wichtig, wenn alles zusammenbricht, möchte ich es einigermaßen bequem haben, mit so wenig wie möglich manuellen Eingriffen und ohne, dass ich irgendetwas zum "Normalzustand" ändern muss. Fällt der Akku unter 45%, schaltet aktuell die Insel auf Aussennetz, im bösen Fall muss ich halt den Notstromer anschalten (manuell) und die Akkus laden.

Wobei mit einer 30kwp Anlage selbst in diesen Monaten je 500kWh zur Verfügung stehen!

Für mich das Anmeldeproblem. Diesen Drecksstaat geht m.E. nix an, was ich auf dem Dach und im Keller habe. Weder die Akkukapazität, noch die kWp Solar.

Um ein paar LED Lampen brennen zu lassen und den Kühlschrank bei Laune zu halten, muss man tatsächlich keinen Aufriss machen.
Mir geht es darum, den Leuten ein Konzept zu zeigen, wie sie sich von jährlich 8000,- € Gaskosten, 5000,- € Stromkosten und weiteren 5000,- Spritkosten entledigen können, wenn sie einmal richtig eine Investition tätigen, die sie wirklich AUTARK macht.

Vorbildlich.

...zumindest in einem sehr, sehr großen Umfang!

Sind meine Erfahrungen nunmehr aus sehr viel Praxis.

MfG
igelei

oha

JJB @, Dresden, Freitag, 18.03.2022, 08:18 vor 1423 Tagen @ Zorro 2447 Views

das klingt sehr interessant @zorro!
Ich gebe Dir recht, die 10 kWp-Grenze ist veraltet, das war 2015 noch so.
Meine 8 kWp erklären sich damit, daß ich halt nur eine Doppelhaushälfte habe, dann auch noch die Nordseite, und das Ostdach ist mit einer Solarthermie belegt. Wegen verschattung und Verwinkelung habe ich ein Solar-Edge-System, da wird jedes Modul einzeln gesteuert.
Meine 50% Ersparnis kommt aber hin: meine fünfköpfige Familie verbraucht incl Büroarbeit ca 4.000 kWh/Jahr- bei drei Kindern läuft die Waschmaschine halt nicht zwei mal die Woche, sondern zwei mal am Tag.
Die Anlage generiert etwa 4.000 kWh, so daß wir tatsächlich etwa die Hälfte davon selbst verbrauchen und den Rest einspeisen (bzw vom Netz beziehen).
Mein traum wäre, einen Batteriespeicher (so sich das überhaupt lohnt) und eine AUfrüstung des Systems, so daß man im fall eines Blackouts auf Inselbetrieb umstellen kann.
Ist halt die spannende frage, ob es a) technisch überhaupt machbar ist b) was es kostet und c) wie lange man denkt, im Falle eines Blackouts autark am Stadtrand weiterleben zu wollen. Eventuell sollte man nach 4-5 tagen lieber irgendwo aufs Dorf ausweichen, wegen der Plünderungen.
Hast DU damit Erfahrungen?

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Hallo Zorro, 8000 EUR Gaskosten, 5000 EUR Stromkosten und 5000 EUR Spritkosten= in Summe 18000 EUR p.a. halte ich für ganz schön viel. (mT)

DT @, Freitag, 18.03.2022, 08:46 vor 1423 Tagen @ Zorro 2168 Views

Wir hatten als Familie im eigenen Haus gerade mal etwas über 1000 EUR Stromkosten (etwas mehr als 3000 kWh), etwas über 1000 EUR Gaskosten fürs Heizen und an Sprit für ca 25000 gefahrene km mit ca 6.5 l/100 km Diesel etwas über 2200 EUR Spritkosten (alles in 2020).

Das macht in Summe gut 4500 EUR, und die müßte ich ansetzen bei einer Rentabilitätsberechnung.

Selbst wenn sich dieses Jahr alles verdoppelt wäre das noch eine verdammt happige Investition.

...ja, "hatten"!

Zorro @, Freitag, 18.03.2022, 11:00 vor 1423 Tagen @ DT 2036 Views

DT,

wer in einem Altbau wohnt "ohne Verpackung" hat bei 2 Etagen und 180qm Wohnfläche, rund 3000 qm3 Gasverbrauch. Dies in kWh umgerechnet (meist Faktor 11,4 - siehe deine Jahresendabrechnung) liegst du bei 33.000 - 38.000 kWh, je nach Wettelage/strenge des Winters!

Der Arbeitspreis von Gas je kWh hat sich von letztem Jahr ca. 5-6 Cent auf derzeit 20-25 Cent, je nach Anbieter, vervierfacht!

Schau mal auf Verivox, 600,- € monatlicher Abschlag, bei Vattenfall ist derzeit das günstigste Angebot! (gerechnet 36.000 kWh)
Da liegen wir schon bei 7200,- € Gaskosten!
Auf ntv. wird aktuell (mit Video) von Habeck berichtet: "Vorbereitung auf Engpässe" Neu Vorgaben für Füllmengen in Gasspeichern.

Lass mal den Arbeitspreis pro kWh Gas auf 30,35 - 40 Cent steigen, ...dann sprechen wir uns nochmal :-P
Wenn Onkel Wladimir mal den Hahn ganz zudreht, könnte das noch lustiger werden!

Bei Strom sieht die Sache ähnlich über aus. Günstigste Preise liegen heute alle auf 45,- Cent und mehr Kurs. Alte Verträge dürften im Laufe des Jahres Preiserhöhungen bekommen.

Deine 3000 kWh Jahresverbrauch sind eine Lachplatte! Gönn dir mal ein Planschbecken mit Heizung, kauf dir mal ein paar Bildschirme, dann läuft Trading auch besser, schenk deiner Frau mal´ne Klimaanlage, dass sie im Sommer besser schlafen kann. Jede Wärmepumpe frisst 3000-4000 kWh pro Jahr. Nützliche, wie Brauchwasser-Wärme-Aufbereitung hab ich da noch gar nicht mitgezählt. Kurzum, dein Stromverbrauch ist geradzu "geizig" für moderne Verhältnisse!

Nimm mal überschaubare 10.000 kWh Jahresverbrauch zu 50 Cent, macht 5000,- €

Beim Spritverbrauch den ollen Diesel als Referenz zu nutzen ist natürlich Panne! ich hab auch so´ne Mühle von Audi, läuft Bombe! Ich hab aber auch noch andere Kisten die das doppelte brauchen!
Fahr mal einen bescheidenen 2.0 TFSI von Audi oder VW mit Quattro-Antrieb 500km mit bisschen Spass durch die Lande, da füllst du 55 Liter Super nach!

Nimm deine 25.000 km und rechne 2,20 € als Literpreis und du kommst auf über 6000,- € Spritkosten!

Willkommen in der Realität

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...mit Plünderungen hab ich noch keine Erfahrung!

Zorro @, Freitag, 18.03.2022, 11:41 vor 1423 Tagen @ JJB 2219 Views

Hallo JJB,

ein sehr schwieriger Fall.

Eine 8 kWp-Anlage mit Solar Edge die nur 4000 kWh generiert ist tatsächlich nur mit extrem ungünstiger Verschattung zu erklären, oder das ganze System hat eine Macke!

In Deutschland rechnet man, dass egal wo, 1 kWp einen Jahresertrag von 850 kWh bringt.
Du liegst leider nur bei 500 kWh pro KWp, das ist quasi unrentabel.
Umso erstaunlicher, dass du es schaffst 50% deines Eigenverbrauchs damit zu decken. Du dürftest in den Monaten Oktober bis Februar kaum mehr als 100 kWh monatlich damit generieren. Da muss man schon bei jedem Sonnenstrahl zur Waschmaschine sprinten und diese für 5 Minuten laufen lassen und dann auf Pause drücken…<img src=" />

Deine monatliche Auswertung an Ertrag würde mich tatsächlich mal interessieren!

Deine Wechselrichter können selbst mit einem Batteriespeicher bei Stromausfall zu 99% keinen Strom produzieren, weil sie durch die Richtlinie 4105 verpflichtet sind abzuschalten. Der NA-Schutz legt das ganze Ding lahm.
Moderne Wechselrichter sind so aufgebaut, dass sie ein Inselnetz bilden und den öffentlichen Stromversorger nur noch als „geduldetes Übel“ akzeptieren. Bei einem Stromausfall verriegelt auch hier der NA-Schutz den Weg nach draußen. Der Wechselrichter ist aber dank des Batteriespeichers nicht auf das öffentliche Netz angewiesen.

In deinem Fall würdest du mit 8 kWp einen Batteriespeicher von Okt – März nicht mal ansatzweise geladen bekommen bei deinem Stromverbrauch. Das Ding würde quasi 5 Monate leer in der Ecke rumstehen.

Als Backup USV würde es (mit neuen Hybridwechselrichtern) funktionieren, wenn du ihn aufladen würdest und den SoC (Ladefüllstand) immer auf 90% stehen lässt. Dann hast du im Falle eines Stromausfalls, je nach Größe des Speichers und der angeschlossenen Verbraucher 12, 24, 36 Stunden ein bisschen Licht und die Heizungssteuerung samt Kühlschrank lässt sich vielleicht damit versorgen.

Was du mal schauen kannst, ob größere freie Wandflächen zur Verfügung stehen, wo sich Solarmodule anbringen lassen?
Kurzum, es ist einfach bei strahlendem Sonnenschein mit PV was zu reißen. Die Abdeckung der Schwachlichtzeiten mit der dahinter stehenden Technik ist die Sache, die eine gute Solaranlage ganzjährig nutzbar, aber auch teuer macht!

Bei einem richtigen Blackout oder Stromausfall über viele Tage, werden die Karten neu gemischt. Je nach Jahreszeit entstehen dann Verhältnisse wie in einem Kriegsgebiet. Wenn 50.000 Stadtbewohner in die Randgebiete strömen und plündern, braucht es schon mehr als einen Baseballschläger als Meinungsverstärker…[[zwinker]]

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zerklüftet

JJB @, Dresden, Freitag, 18.03.2022, 14:09 vor 1422 Tagen @ Zorro 2052 Views

die Anlage ist in der Tat eigentlich unwirtshaftlich: kleine, ungünstig ausgerichtete und verschattete Flächen.
Ich habe es nur gebaut, weil mir eine große PV Anlage durch Brandstiftung vernichtet wurde und ich die Versicherung überzeugt habe, es sei wirtschaftlicher, die nicht verbrannten Module als Totalschaden abzuschreiben, als die Ruine einzurüsten und jedes Modul durchzumessen.
Diese Anlage fiel sozusagen vom laster, aber nichtsdestotrotz macht sie mir freude.
Hast Du eine Firma, weil Du Dich so gut auskennst?
ich denke tatsächlich über eine Insellösung bzw einen Speicher nach, auch wenn mir klar ist, daß es in den schwachen Monaten gar nichts bringt. VG jens

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3.000 kwh echt sparsam

Manuel H. @, Freitag, 18.03.2022, 15:59 vor 1422 Tagen @ Zorro 1851 Views

Hier
2 Personen Haushalt, kein TV, keine Musikanlage, keine Aircondition, keine Spülmaschine, Warmwasser und Heizung über Nebenkosten,
hab alles durchgemessen, alle Verbraucher sind im MickyMaus Bereich,

der einzige Verbraucher, den ich nicht checken konnte, war der vom Hauseigentümer reingestellte Elektroherd.
Trotzdem 2.900 kwH im Jahr.

Bald erst einmal vorbei

Ashitaka @, Samstag, 19.03.2022, 13:52 vor 1421 Tagen @ Zorro 1944 Views

Hallo Zorro,

Korrekturphase von Öl und Gas läuft. Dank der Merrit-Order spiegelt sich das dann auch zeitversetzt in den Strompreisen wieder. Das Verzögerungstheater der Politik bzgl. Rabatten und Energiezuschüssen ist deshalb natürlich verständlich. Die wissen schon genau, dass die Bezugspreise der Energieversorger erst einmal wieder einbrechen werden. Wird also anscheinend doch nichts mit einem lang anhaltenden Ukrainekonflikt. Irgendwie muss die Entspannung an den Börsen ja begründet werden. Mal so gegen die Anziehungskraft der Endgame-Hyper gedacht.

Danke für deine Informationen bzgl. PV/Speicher. Ich war auch lange Zeit am Grübeln, ob ne 8 kwp Anlage mit 10 kwh Speicher bei 8.000 kwh Stromverbrauch im Jahr Sinn ergibt. Werde mir irgendwas in den nächsten 1-2 Jahren für unser Poolhaus überlegen müssen, aber für's Wohnhaus macht es halt alles wenig Sinn.

Herzlichst,

Ashitaka

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