Da ich es selbst noch erlebt habe (internationales Bankgeschäft)...

XERXES, Montag, 14.03.2022, 10:16 (vor 1426 Tagen) @ Manuel H.1465 Views

Auch noch in den 1980ern gab es natürlich Banken, die nicht am SWIFT-System angeschlossen waren und die Konversation per Fernschreiber lief. War immer ein riesen Spaß, Akkreditive für z.B. Südasien zu schreiben oder Devisen mit der Mongolei oder Albanien zu handeln...Die Geräte haben immer gebimmelt...<img src=" />

So begab es sich zu der Zeit, das man sog. Korrespondenzbanken hatte, mit denen man nicht nur Loro-/Nostrokonten unterhielt, man tauschte auch "Schlüssel" aus. Mithilfe dieser, konnte man Korrespondenz legitimieren.

Je nach Währung hatte man dann an den jeweiligen Finanzplätzen seine Clearingbank, die man beauftrage, den Betrab X USD an die Clearingbank der Empfängerbank zu zahlen.

DEM wurde demnach zu 99% über Frankfurt, USD über NY, GBP über London, FRF über Paris u.s.w. gezahlt...

Der Unterschied zu SWIFT ist eigentlich nur, das es gleichzeitig Zahlung, Bestätigung und Verschlüsselung in Echtzeit ermöglicht...

p.s. Sollten Banken unter Sanktionen fallen, gibt es ganz einfache Tricks, diese zu umgehen. Z.B., dass man sich der Kontoverbindung einer Drittbank bedient. Deren Konten haben dann noch einen kleinen Zusatz, wie z.B. Bank XY, Konto "F". Kenne ich selbst auch noch aus der Zeit der ersten Iransanktionen...[[zwinker]]

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“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”


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