Energiepreise...der Böse Iwan ist dran schuld...

JJB @, Dresden, Sonntag, 13.03.2022, 12:02 vor 1427 Tagen 3420 Views

MoMa: Ralph Brinkhaus, CDU: "Ihr müsst euch langsam drauf einstellen, dass ihr auf Elektroautos umsteigt oder ihr auf Autos umsteigt, die viel, viel weniger Benzin verbrauchen"

Der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, hat für die Zukunft deutlich höhere Spritpreise angekündigt. Das sei im Herbst 2019 so beschlossen worden: "Benzin wird teurer. Jetzt ein bisschen. In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts wird es richtig teuer. Das ist auch der Plan, dass wir den Menschen sagen, Benzin wird teurer, aber ihr müsst nicht sofort (Hervorhebungen, RI) eure Autos verkaufen. Das ist übrigens auch umweltschädlich. Aber ihr müsst euch langsam drauf einstellen, dass ihr auf Elektroautos umsteigt oder ihr auf Autos umsteigt, die viel, viel weniger Benzin verbrauchen."(...) Das gilt nicht nur für Benzin, sondern das gilt auch für die Heizung. Wir können da was tun als Staat. Das haben wir auch gemacht als Große Koalition." (...) "Das ist der Plan. Preise nach oben. Förderprogramme, dass man sich entsprechend umstellen kann. Aber eines ist auch richtig. Der Kampf gegen den Klimawandel wird es nicht umsonst geben", sagte Brinkhaus.

QUelle: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/Ralph_Br...

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)

Kuchen statt Brot essen ..

Beo2 @, NRW Witten, Sonntag, 13.03.2022, 12:26 vor 1427 Tagen @ JJB 2834 Views

MoMa: Ralph Brinkhaus, CDU: "Ihr müsst euch langsam drauf einstellen, dass ihr auf Elektroautos umsteigt oder ihr auf Autos umsteigt, die viel, viel weniger Benzin verbrauchen"

Mit anderen Worten: "Wer sich kein Brot mehr leisten kann, solle doch auf das Kuchen essen umsteigen."
Mit Gruß, Beo2

80% des Straßenverkehrs an Wochenenden sind privates RumGeEiere!

Zorro @, Montag, 14.03.2022, 14:17 vor 1426 Tagen @ Beo2 1229 Views

bearbeitet von Zorro, Montag, 14.03.2022, 14:20

Erfahrungen:

Wir waren am Sonntag auf Ausflugstour in den Rheingau. Die Wegstrecke führte über die A3 zum Offenbacher Kreuz, Frankfurter Kreuz, am Flughafen vorbei, bis zum Wiesbadener Kreuz. Hier auf die A66 bis nach Rüdesheim, bzw. Assmanshausen. Vor Ort wurde dann stundenlang gewandert durch die Weinberge. Zu Essen gabs mitgebrachte leckere Verpflegung aus dem Rucksack.

Wir starteten gegen 10:00 Uhr und fuhren gegen 16:30 Uhr wieder zurück. Auf allen Autobahnabschnitten war sowas von tote Hose, man hätte 250 km/h fahren können.

Auch in Rüdesheim keine Bus-Japaner mit blitzenden Kameras, wenige Kaffeegäste trotz strahlendem Sonnenschein bei 15 Grad. Selbst Motorräder waren kaum unterwegs.

Da muss man doch mal ehrlich feststellen, dass speziell an Wochenenden bei Spritpreisen von ehemals 1,60 €, Kinz & Kunz unterwegs ist zu 80% aus purer Lust und Laune oder gar Langeweile.
Es wäre für mich ein interessanter Test, wenn man dieses Enkel/ Kaffeefahrten-Rentner-Rumgegurke und die Kinder-Kutschiererei zu Schulen und Vereinen mal für 8 Tage verbieten wurde.
Am Ende hätten wir so viel Sprit, dass wir Venezuela noch damit beliefern könnten.

Nach dem gestrigen Tag – wobei ich davon ausgehe, dass der 2,50€/L Preisschock die Straßen leergefegt hat – bin ich der Auffassung, dass Deutsche Verkehrsprobleme ein Luxusproblem sind.
Bis auf die KFZ-Berufspendler, welche möglicherweise nur unzumutbar den ÖNV benutzen können und das Transportwesen, scheint mir die hohe Verkehrsdichte in Deutschland nur aus Jux & Dollerei zu bestehen. Das Spagat zwischen „notwendig und nutzlos“ scheint riesig.

Es ist daher fraglich, ob es Sinn macht pauschal den Spritpreis per neustem Habeck-Vorschlag zu senken, oder gezielt nach echtem Bedarf Freikontingente oder ähnliches zu erlassen.

Klar, zum Schluss fahren privat nur noch die Reichen auf der Strasse rum! Vielleicht fahren aber auch momentan wirklich zu viele Arme durch die Gegend. Dass es ein Grundrecht auf Vergnügen gibt, wäre mir neu!?
Klingt alles unsozial, wenn man länger drüber nachdenkt, wars früher nicht anders!

Scheint auf jeden Fall nicht die schlechteste Variante zu sein, das Leben zu entschleunigen und Abgasgestank zu vermeiden.

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Nimm dir doch ein Beispiel an den Chinesen! Oder Nordkorea!

Mephistopheles, Montag, 14.03.2022, 16:21 vor 1426 Tagen @ Zorro 1179 Views

Erfahrungen:

Wir waren am Sonntag auf Ausflugstour in den Rheingau. Die Wegstrecke führte über die A3 zum Offenbacher Kreuz, Frankfurter Kreuz, am Flughafen vorbei, bis zum Wiesbadener Kreuz. Hier auf die A66 bis nach Rüdesheim, bzw. Assmanshausen. Vor Ort wurde dann stundenlang gewandert durch die Weinberge. Zu Essen gabs mitgebrachte leckere Verpflegung aus dem Rucksack.

Wir starteten gegen 10:00 Uhr und fuhren gegen 16:30 Uhr wieder zurück. Auf allen Autobahnabschnitten war sowas von tote Hose, man hätte 250 km/h fahren können.

Auch in Rüdesheim keine Bus-Japaner mit blitzenden Kameras, wenige Kaffeegäste trotz strahlendem Sonnenschein bei 15 Grad. Selbst Motorräder waren kaum unterwegs.

Da muss man doch mal ehrlich feststellen, dass speziell an Wochenenden bei Spritpreisen von ehemals 1,60 €, Kinz & Kunz unterwegs ist zu 80% aus purer Lust und Laune oder gar Langeweile.
Es wäre für mich ein interessanter Test, wenn man dieses Enkel/ Kaffeefahrten-Rentner-Rumgegurke und die Kinder-Kutschiererei zu Schulen und Vereinen mal für 8 Tage verbieten wurde.
Am Ende hätten wir so viel Sprit, dass wir Venezuela noch damit beliefern könnten.

Nach dem gestrigen Tag – wobei ich davon ausgehe, dass der 2,50€/L Preisschock die Straßen leergefegt hat – bin ich der Auffassung, dass Deutsche Verkehrsprobleme ein Luxusproblem sind.

So wie in China bis vor wenigen Jahrzehnten. Breite Straßen, kaum j ein Auto! Dafür voll von Fahrradfahrern!

Waren nicht die Grünen früher alles Maoisten?

Bis auf die KFZ-Berufspendler, welche möglicherweise nur unzumutbar den ÖNV benutzen können und das Transportwesen, scheint mir die hohe Verkehrsdichte in Deutschland nur aus Jux & Dollerei zu bestehen. Das Spagat zwischen „notwendig und nutzlos“ scheint riesig.

Die meisten Berufspendler könnten auch mit dem Fahrrad fahren, siehe China.

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Das sind doch die Traumvorstellungen der grünen Khmer!

Gruß Mephistopheles

Wo ist eigentlich der deutsche Dieselkraftstoff verblieben?

Durran @, Sonntag, 13.03.2022, 20:49 vor 1427 Tagen @ JJB 2133 Views

Ich war gerade tanken. Diesel natürlich. Für 89 Liter habe ich 210 Euro bezahlt.

Aber warum ist der Dieseleigentlich knapp. Wer kann lässt sein Auto stehen. Alle fahren sparsam und bei einem Heizölpreis über 2 Euro dürften doch auch die wenigsten ihre Tanks füllen. Zumal auch hier die Heizsaison zu Ende geht.

Trotzdem gibt es kaum welchen. Er wird rationiert. Heizöl mitunter nicht mehr lieferbar.

Landwirte oder Speditionen mit eigenen Dieseltanks werden nur sehr schleppend oder gar nicht mehr beliefert. Die Raffinerie in Leuna liefert nur noch sporadisch aus.

Kann es sein, dass der für Deutschland bestimmte Dieselkraftstoff für die ukrainischen Panzer benötigt wird und deshalb hier so teuer und wenig verfügbar ist?

Tut unsere Regierung alles für das Wohl des deutsche Volk oder werden wir gerade wieder verraten und verkauft? Warum eigentlich Waffenlieferungen in ein Land, welches weder Nato noch EU Mitglied ist.
Damit wird die gesamte deutsche Wirtschaft in Gefahr gebracht, wenn Russland auch berechtigt Gegensanktionen einleitet.

Diese Fragen sollte man auch mal stellen.

Diesel vs. Benzin

Sorrento @, Sonntag, 13.03.2022, 22:16 vor 1427 Tagen @ Durran 1946 Views

Hallo Durran,

doch, es wird jetzt viel Heizöl verkauft, erstens aus Angst vor weiter steigenden Preisen und zweitens aus Angst demnächst überhaupt nichts mehr zu kriegen- die Hausse nährt die Hausse.

Raffinerien können den proz. Anteil an Fertigdestillaten nicht beliebig switchen, hier gibt es technische Grenzen.

Diesel zählt zu den Mitteldestillaten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldestillat

In Europa ist er stark nachgefragt, in den USA und Asien relativ wenig (Da es dort im Schnitt wärmer isst wird anteilig weniger Heizöl benötigt. Und es gibt dort einen geringeren Dieselanteil, selbst LKW fahren meist mit Benzin). Daher wird aus europ. Raffinerien netto Benzin in die USA exportiert und Diesel von dort importiert.

Ditto bei Russland, Diesel ist u.a. auch aufgrund seiner Kälteeigenschaften dort kaum verbreitet.

Der Grund für den starken Anstieg: Russland ist nicht nur Ursprung von etwas mehr als einem Drittel der deutschen Rohölimporte, sondern auch ein wichtiger Lieferant verarbeiteter Mineralölprodukte. 2019 wurde nach Daten von Eurostat im deutschen Straßenverkehr ein Endenergieverbrauch von etwas mehr als 33 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff verzeichnet. Im gleichen Jahr importierte Deutschland etwas weniger als 15 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff. Davon stammt mit 4,8 Millionen Tonnen etwa ein Drittel aus Russland. In Relation zum Verbrauch im Straßenverkehr machten Dieselimporte aus Russland fast 15 Prozent aus

https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/deutschlands-abhaengigkeit-vom-russischen-...

Damit fehlen in Europa relativ gesehen Diesel und Heizöl im Moment tendenziell mehr als Leichtdestillat wie Benzin.


ciao
Sorrento

Russland als Exporteur veredelter Produkte - aber kein Handelsstopp angeordnet?

Athen @, Montag, 14.03.2022, 11:46 vor 1426 Tagen @ Sorrento 1293 Views

Hallo Sorrento!

Raffinerien können den proz. Anteil an Fertigdestillaten nicht beliebig switchen, hier gibt es technische Grenzen.

Der Grund für den starken Anstieg: Russland ist nicht nur Ursprung von etwas mehr als einem Drittel der deutschen Rohölimporte, sondern auch ein wichtiger Lieferant verarbeiteter Mineralölprodukte. 2019 wurde nach Daten von Eurostat im deutschen Straßenverkehr ein Endenergieverbrauch von etwas mehr als 33 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff verzeichnet. Im gleichen Jahr importierte Deutschland etwas weniger als 15 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff. Davon stammt mit 4,8 Millionen Tonnen etwa ein Drittel aus Russland. In Relation zum Verbrauch im Straßenverkehr machten Dieselimporte aus Russland fast 15 Prozent aus

https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/deutschlands-abhaengigkeit-vom-russischen-...

Damit fehlen in Europa relativ gesehen Diesel und Heizöl im Moment tendenziell mehr als Leichtdestillat wie Benzin.

Okay, also Russland exportiert nicht nur Rohöl, sondern auch Diesel und Heizöl nach Deutschland. Für den Energiepreis reicht es ja grundsätzlich, wenn bereits geringe Mengen fehlen, um stark zu steigen. Nun haben wir aber doch auf Energieprodukte kein Embargo. Kaufen also die Händler nicht, weil sie Sorge haben, ihre importierten Produkte nicht verkaufen zu dürfen bzw. es gerade nicht gut ankommt (BP verkauft Rosneft)? Kann man das irgendwie verifizieren?

Beste Grüße Athen

"selbst LKW fahren meist mit Benzin"

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 15.03.2022, 08:20 vor 1425 Tagen @ Sorrento 1083 Views

Der letzte LKW, der mit Benzin betrieben wurde, war vielleicht der Opel Blitz. Den durfte ich noch genießen ... hat beladen locker 25 Liter auf 100 Km durch den Vergaser gezogen.

[[euklid]]

Auch in Asien fährt alles Diesel, was Waren transportiert, darunter Millionen von PickUps.

Grüße

--
[image]

Afuera!

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