Pharmazeutische Antibiotika - aktualisierende Frage an medizinisch/biochemisch Versierte
Nachfolgendes zielt auf "schulmedizinische" PHARMA-PRÄPARATE nicht auf sog. "natürliche" Antibiosemittel. Diese haben ihre Erfolge und werden von vielen auch bevorzugt, sind aber nicht Gegenstand meiner folgenden Nachfragen.
Vor rund ner Dekade hat eine werte Foristin das sogenannte Antibiotika-Viergestirn vorgestellt - ohne Gewähr und nur der Erinnerung nach - , das zudem recht preisgünstig sei, etwa wie folgt:
1) Amoxicillin
Hilft gegen viele Weichteilinfektionen wie auch vor allem Wundinfektionen. Wichtig auch bei Infektionen des Magen-Darm-Traktes (unsauberes Trinkwasser!), der Gallenwege und der ableitenden Harnwege, Atemwegsinfektionen, Keuchhusten und Infektionen des Mittelohres (häufig!) sowie mitunter gegen Infektionen der Haut, etwa nach Tierbissen.
2) Cotrim
Ist eine feste Kombination aus den Antibiotika Trimethoprim und Sulfamethoxazol. Anwendungsgebiete wie oben, aber dann wirksam, wenn Amoxi nicht greift (nicht mehr so selten).
3) Clindamycin
Hat neben dem allgemeinen Wirkspektrum (Weichteile) den Vorteil der knochengängigkeit (aufgrund der speziellen Strukturen etwa im Kiefer kommen da nicht alle Antibiotika hin). Also: Entzündeter Zahn, Nasennebenhöhlenvereiterung.
4) Clarithromycin
Hervorragend gegen alle Atemwegsinfekte (deutlich schneller als alle Vorgenannten) und im HNO-Bereich (Mandelentzündung). Turbo bei Lungeninfekten.
Frage: Obiges ist vermutlich längst überholt - wie ist der aktuelle Stand hinsichtlich pharmazeutischer Antibiotika im Hinblick auf Notfallapothekenüberlegungen?